• Beihilfe bei Beamten abschaffen?

    Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung hat ergeben, dass der Staat 60 Milliarden Euro sparen kann, wenn die Beihilfe abgeschafft würde. http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-01/sozialsysteme-sozialversicherungspflicht-bertelsmann-stiftung-beamten-behilife Ich weiß nicht ob der dann fällige Arbeitgeberzuschuss zur Krankenversicherung mit in die Rechnung…
  • 165 Antworten
    Zitat

    Seltsame Hobbies gibt es. Mein Boot, mein Pferdepfleger, meine PKV... :p>

    Natürlich kommt dies nur im Krankheitsfall zum Tragen - ansonsten hab' ich natürlich andere Hobbies! :)z

    Ja, aber es scheint in deinem Leben eine besonders herausragende Rolle zu spielen, privat krankenversichert zu sein, so oft wie du betonst, was du da alles in Anspruch nimmst ohne Not, nur weil es bezahlt wird.


    Das scheint dir eine besondere Befriedigung zu verschaffen und das kann hier so mancher Privatversicherte nicht in diesem Maße nachvollziehen.

    Jean-Lill

    Ich habe nicht den Anspruch, dass meine Empfindungen zur PKV allgemeingültig sind.


    Eine // herausragende// Rolle spielt dies auch nicht.


    Würde es eher als Komfort beschreiben, der mir schon oft das Gefühl gegeben hat besonders gut medizinisch oder alternativmedizinisch versorgt zu sein.


    Wie kommst Du denn darauf dass ich irgendwas "ohne Not" in Anspruch genommen hätte?

    Kann es sein, dass du eine neue Brille brauchst, Sheilagh, oder schreibst du meinen Namen immer absichtlich falsch?

    Zitat

    Würde es eher als Komfort beschreiben, der mir schon oft das Gefühl gegeben hat besonders gut medizinisch oder alternativmedizinisch versorgt zu sein.

    Vielleicht habe ich mich in35 Jahren einfach schon zu sehr daran gewöhnt, privat versichert zu sein, dass die Begeisterung drüber nicht mehr meinen Alltag bestimmmt.

    Lian-Jill

    Entschuldige bitte, dass ich Deinen Namen falsch geschrieben habe. Das war keine Absicht.

    Zitat

    Vielleicht habe ich mich in35 Jahren einfach schon zu sehr daran gewöhnt, privat versichert zu sein, dass die Begeisterung drüber nicht mehr meinen Alltag bestimmmt.

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht wirklich worauf Du hinaus willst? ":/


    Wie kommst Du denn darauf, dass dieser Nebenschauplatz meinen Alltag bestimmen könnte? :-D


    Diese Vorstellung ist ja geradezu abstrus.

    Comran

    Zitat

    Jeder Bürger hat einen Gesundheitskosten-Entlastungsbetrag je nach Einkommen. Wer wenig verdient, bekommt Zuschuss aus Steuermitteln. Wer viel verdient, trägt seinen Anteil komplett. Der Arbeitgeberzuschuss von 50% bleibt erhalten.

    Das wäre mein Albtraum, denn ich könnte selbst bei eher kleinen Behandlungen die Vorrauszahlung nicht leisten. Am Ende des Monats meine Medikamente für meine chronische Erkranung kaufen wäre einfach nicht drinne, Blutuntersuchungen auch nicht und ich könnte schlicht nicht auf eine Rückzahlung warten, weil ich bis dahin ja was essen muss und das allermeiste von meinem Geld komplett verplant ist.


    Ich hätte gerne eine Krankenkasse in der alle versichert sein müssen und dann bitte danke ohne diese lächerliche Decklung der Beiträge nach oben, die am Ende nur die Geringverdiener mehr belastet. Wenn es mit zugemutet werden kann X% meines Einkommens in meine Gesundheitsvorsorge zu investieren, dann kann einer mit 10.000 Einkommen das auch. Das wäre dann ja auch mal solidarisch, die Starken tragen die Schwachen mit undzwar in dem Maße mehr, in dem sie auch mehr tragen können.


    Heilwasser und bla kann man sich ja gerne privat versichern, wenn man mag, aber die vernünftigen Basisleistungen müssen für alle da sein und entsprechend vergütet werden. Dann braucht auch niemand unbedingt ein paar PKV Patienten um über die Runden zu kommen.


    Was das an Geldern für Verwaltung und Werbung sparen würde, zudem an Abrechnungskosten beim medizinischen Personal. Dies ganze überschüßige Geld dürfte man gerne mal in ein unabhängiges (!) Institut stecken, welches bewertet welche medizinischen Maßnahmen notwendig und sinnvoll sind und daher übernommen werden sollten. Und das medizinische Personal schult, damit die nicht immer auf die Schulungen der Pharmaindustrie angewiesen sind oder aufs selbstzahlen. Als Ausgleich für den fehlenden Wettbewerb fände ich ein Gremium aus Patienten- und Ärztevertretern gut, die gegebenenfalls Eingaben machen können.

    Zitat

    Wie kommst Du denn darauf, dass dieser Nebenschauplatz meinen Alltag bestimmen könnte? :-D

    Das nächste Mal, wenn du dabei bist, deine Mietgliedschaft bei einer PKV hier zu betonen, kannst du ja mal an meine Worte denken, vielleicht fällt dir das dann selbst mal auf.

    Zitat

    Dies ganze überschüßige Geld dürfte man gerne mal in ein unabhängiges (!) Institut stecken, welches bewertet welche medizinischen Maßnahmen notwendig und sinnvoll sind und daher übernommen werden sollten.

    Meiner Meinung nach, wird gerade diese Unabhängigkeit niemals gewährleistet werden können. Unabhängigkeit im Gesundheitswesen scheint mir eine Illusion zu sein - und ich fürchte sogar fast, dass genau das auch politisch gewollt ist. Leider!

    Zitat

    Das wäre mein Albtraum, denn ich könnte selbst bei eher kleinen Behandlungen die Vorrauszahlung nicht leisten.

    danae87, du musst nichts vorauszahlen. S. weiter oben, da kam die Frage nach Erstattungszeiten und wurde schon mehrfach beantwortet. Die Leistung der PKV ist i.d.R. schneller auf dem Konto als das Zahlungsziel der Rechnung. Alles entspannt und kein Albtraum.

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    dann bitte danke ohne diese lächerliche Decklung der Beiträge nach oben, die am Ende nur die Geringverdiener mehr belastet

    Weil es der Gesetzgeber so will müssen Arbeitnehmer bis ca. 57000 Euro Jahreseinkommen in der GKV pflichtversichert sein. Das würde ich nicht gerade als "Geringverdiener" bezeichnen und die Belastung ist prozentual, während Geringverdiener von den Vorsorgeaufwendungen profitieren oder gar von den eigenen Beiträgen befreit sind. Dass die GKV "nur die Geringverdiener belastet" ist in meinen Augen nicht haltbar.

    Zitat

    Ich hätte gerne eine Krankenkasse in der alle versichert sein müssen

    Dass sich alle an einer sozialen Absicherung beteiligen sollen steht außer Frage. Aber warum muss man jeden auch in diesem System pflichtversichern? Lass die Leute ihre Steuern zahlen, damit Geringverdiener sich ihren Gesundheitsschutz leisten können. Aber warum soll es sich nicht jemand aussuchen dürfen, der 50000 und mehr im jahr verdient? Sei froh, wenn die Leute aus diesem System aussteigen, denn das sind später dann auch keine Kostenfaktoren, sondern Nettozahler. So könnte man die GKV für die wirklich Bedürftigen gesundschrumpfen und durch die Steuereinnahmen aller Gutverdiener, Firmen, Kapitalerträge, Mieteinkünfte etc. so finanzieren, dass es keinem weh tut.


    Und jetzt lies meinen Vorschlag nochmal genau und hör nicht nach dem halben Beitrag auf ;-) .

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    Was das an Geldern für Verwaltung und Werbung sparen würde

    Also in den Geschäftsberichten meiner PKV wurde die Verwaltungskostenquote mit 1,4% betitelt. Und interessanterweise "wirbt" meine Versicherung immer damit, dass sie kein Geld für Werbung ausgibt, sondern lieber durch gute Leistungen ins Gespräch kommt. In der Tat habe ich noch nie einen TV-Spot oder eine Zeitungsannounce gesehen.


    Man sollte das nicht überdramatisieren, sondern auch genauer hinschauen. Ich würde gern was am Gesundheitssystem verbessern, es sozialer und breiter unterstützt wissen. Aber die Wahlfreiheit eines Tarifs und einer Kasse ist schon etwas Wertvolles, was vielen Bürgern vorenthalten wird, obwohl sie es bezahlen könnten. Ich spare monatlich ca. 150 Euro an Beiträgen gegenüber den Beiträgen, die ich in der GKV leisten müsste. Und es wäre mir völlig egal, wenn man mir diese 150 Euro jetzt an Steuern draufjubeln würde, damit eben die echten Geringverdiener eine bezahlbare Gesundheitsversorgung haben. Mach ich gerne, ohne jemals Leistung dafür zu bekommen. Aber lasst mir bitte meine Wahlfreiheit - der Leistungskatalog ist nun mal besser und nicht alles ist Luxus-Quatsch. :)z

    Zitat

    danae87, du musst nichts vorauszahlen.

    Comran, Medikamente muss man sehr wohl in der Apotheke direkt bezahlen und auf die Erstattung durch die PKV warten, ich habe da im Laufe der vielen Jahre durchaus unterschiedlich lange Bearbeitungszeiten erlebt. Und bei der Beihilfe gab es schon Bearbeitungsengpässe die sich über Monate hinzogen. Wir (vierköpfige Familie) haben gelegentlich Ausstände im vierstelligen Bereich, ohne abschätzen zu können wann man das Geld erstattet bekommt.

    Zitat

    Wir (vierköpfige Familie) haben gelegentlich Ausstände im vierstelligen Bereich, ohne abschätzen zu können wann man das Geld erstattet bekommt.

    Und wenn im Bescheid der Beihilfe bzw. PVK steht, dass nicht alles erstattet wird

    bzw. die Rechnungsstellung nicht in Ordnung war, dann darf man sich als Patient mit dem Rechnungsersteller auseinandersetzen und auf eine Rückerstattung hoffen - oder eben die Differenz selber tragen.