Corona-Zuschlag beim Arzt

    Hallo,

    ich musste vor ein paar Wochen 2x zum Arzt und bekam nun die Rechnung. Für jeden Termin steht ein Pandemie-Zuschlag in Höhe von 14,75 Euro mit auf der Rechnung, was mich ziemlich sauer macht, da ich das erstens total überzogen finde (für was genau zahlt man das?) und zweitens hatte mir das vorher niemand gesagt. Hätte man mich da nicht aufklären müssen?

    Wird dieser Zuschlag aktuell von allen Ärzten erhoben oder ist die Praxis ein Ausnahmefall? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

    MfG

  • 139 Antworten

    Ja bei meiner Hausärztin musste ich das auch zahlen ..ja ist ganz schön viel ...wofür??? Für die Masken der Ärztin Schwester, Desinfektionsmittel..keine Ahnung, ja umgelegt auf eine Person kann das ja nicht so teuer sein.

    Pferdeapfel schrieb:

    Und was machen Leute die chronisch krank sind, ständig zum Arzt müssen, aber wenig Geld haben?

    Diese Gebühren gelten ja nur bei privat versicherten.

    Ja und was machen chronisch kranke Privatversicherte die wenig Geld haben? Bzw. gilt nicht der Grundsatz der Gleichbehandlung auch beim Arzt?

    Pferdeapfel schrieb:

    Bzw. gilt nicht der Grundsatz der Gleichbehandlung auch beim Arzt?

    Dann lies den Link oben


    https://www.hausarzt.digital/p…-in-der-praxis-67377.html


    Zitat

    Privatversicherungen haben sich an den zusätzlichen Praxiskosten – etwa für Schutzkleidung – bisher noch nicht beteiligt; den besonderen Aufwand konnten Ärzte bisher nur über eine entsprechende Faktorsteigerung abdecken.

    Bereits Anfang April hatte der PKV-Verband mit der Bundeszahnärztekammer eine zusätzliche Hygienepauschale in Höhe von 14,23 Euro vereinbart.

    Zitat


    Der Zuschlag, der beispielsweise Kosten für Schutzkleidung, Desinfektionsmittel oder Plexiglas-Trennscheiben mit abdecken soll, wird nach der Analog-Nummer A245 GOÄ und mit dem 2,3-fachen Satz berechnet (s. Tab.). Die Abrechnung ist befristet bis Ende Juli dieses Jahres

    und allgemein:


    Pferdeapfel schrieb:

    Bzw. gilt nicht der Grundsatz der Gleichbehandlung auch beim Arzt?

    Guter Witz!

    (Meine Eltern sind privat versichert, ich war da früher natürlich mit drin. Seitdem ich "auf eigenen Beinen stehe", bin ich bei einer normalen Krankenkasse. Daher weiß ich um die Unterschiede)

    aber nur soweit er abgedeckt hat. Wenn er nur 30% versichert, muss er 70% selbst zahlen. Außerdem wird nur das bezahlt, was vorher versichert wurde.

    Unfall und dann wird eine Zeitlang ein Rollstuhl gebraucht, wurde aber niht versichert?

    Selbst zahlen.

    Kind hat Unfall, braucht häusliche Pflege, pasendes Bett etc., - selbst zahlen.

    criecharlie schrieb:

    aber nur soweit er abgedeckt hat. Wenn er nur 30% versichert, muss er 70% selbst zahlen. Außerdem wird nur das bezahlt, was vorher versichert wurde.

    Unfall und dann wird eine Zeitlang ein Rollstuhl gebraucht, wurde aber niht versichert?

    Selbst zahlen.

    Kind hat Unfall, braucht häusliche Pflege, pasendes Bett etc., - selbst zahlen.

    Dafür hat man dann vorher sehr niedrige Beiträge gezahlt.


    (Ist das echt möglich ? Dass Beamte, bei denen die Beihilfe 50% zahlt, sich nur zu 50% versichern, logisch, aber Otto Normalgutverdiener ? Man muss doch heutzutage krankenversichert sein, bedeutet das nicht automatisch 100% ?)

    Es ist eher unverschämt, dass die Kosten für die freiwilligen Coronatests bei Symptomlosen von der GKV getragen werden, auch bei Privatversicherten. Sollen sich die Privatversicherungen doch auch mal beteiligen.


    Zitat

    Bzw. gilt nicht der Grundsatz der Gleichbehandlung auch beim Arzt?

    Nö. Man kann nicht immer nur Rosinen picken und sich darüber beschweren, wenn man als Privater eine Pauschale zahlen muss, während man es völlig in Ordnung findet als jüngerer Privatpatient niedrigere Versicherungsbeiträge im Vergleich zu freiwillig GKV-Versicherten zu haben und früher Termine zu bekommen, nur um dann im höheren Alter irgendein Schlupfloch zu finden, durch das man in die GKV wechselt und allen zur Last fällt ohne je ins Solidarsyszem eingezahlt zu haben. Und die PKV-Vorstände freuen sich über ihren Gewinn.

    Tut mir leid, ist nicht persönlich gemeint, mich frustriert nur das ganze System und einige die es gnadenlos zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzen.

    Pferdeapfel schrieb:

    Ja und was machen chronisch kranke Privatversicherte die wenig Geld haben? Bzw. gilt nicht der Grundsatz der Gleichbehandlung auch beim Arzt?

    Das lieb ich ja, sich in die Privatversicherung schleichen und dann beklagen, wenns mal teurer wird, wenn man keine Kohle mehr hat.