Einweisung Psychiater, aber steht er wirklich hinter mir?

    ich habe von meiner Psychologin und auch von meiner Hausärztin den Rat bekommen, wieder in die Klinik zu gehen. Psychosomatische Klinik.

    In besagter Klinik war ich in den letzten 4Jahren 3mal.


    Von meiner Hausärztin bekam ich eine Einweisung. Da ich für diese Klinik eine Einweisung von einem Psychiater benötige, war ich heute bei meinem Psychiater. Ich bekam auch eine Einweisung von ihm. Was mich aber stutzig macht, ist eine Bemerkung unter Hinweise.


    Dort steht der Satz: Pat. wünscht erneute stationäre Behandlung wegen dekomensstion.


    Ich habe nun Sorge, dass damit eine erneute stationäre Behandlung von der Kasse abgelehnt werden könnte.


    Kennt das jemand? Dankeschön für Antworten

  • 18 Antworten

    Hey, hast du dir - ganz generell - mal Gedanken über dein Muster gemacht? Das ein HA, der/die körperlich nicht therapieren kann nur zu gern auf eine psychos Klinik verweist ist normal.


    Du warst in 4 Jahren 3 x dort. Glaubst du persönlich nicht, dass du dorthin gehst um weg zu laufen? Quasi ist das dein Vermeidungsverhalten.


    Ich denke du meinst Dekompensation? Kann bedeuten das du in einer psychosomatischen Klinik völlig fehl am Platze bist, da du einen Organfehler hast (der unter Umständen medizinisch begründet ist) ODER das du psychisch auffällig bist.


    Beides ist für die KK kein KO Kriterium. Ob es aber für dich die beste Lösung ist sei mal dahingestellt, vermag ich nicht zu beurteilen. Mach aber du dir nochmal deine Gedanken.

    privat


    Also hier steht zu psychischer Dekompensation:


    http://lexikon.stangl.eu/22580/psychische-dekompensation/


    Und


    zunächst Danke für die Antworten.


    Ich habe über alle Argumente von euch nachgedacht. Auch wenn ich zunächst mit Zurückhaltung reagiert habe.


    Ob es eine Flucht ist, darüber habe ich sogar mit meiner Therapeutin gesprochen. Sie kennt ja alle meine Belastungen und sie ist ärztliche Psychotherapeutin. Sie war es übrigens, welche mir zu einem erneuten Aufenthalt geraten hat.


    Nicht alle eure Antworten beziehen sich wirklich auf meine Frage. Sie sind eher zum Nachdenken gedacht, denke ich.


    Nervenzusammenbruch trifft es sehr gut.

    TimFaber schrieb:

    hallo, warum bist du in die jetzige situation geraten? überfordert? trauma?


    nimmst du auch tabletten ein?

    Das gehört zwar nicht direkt in meinen Fragenblock aber ich versuche es möglich erklären, ohne mich zu erkennen zu geben. Ich schreibe unter alias, weil es ein unangenehmes Thema ist.


    Ich habe ptbs. Zusätzliche Belastung, welche nicht minderbar sind. Bitte nicht nachfragen, sonst müsste ich mich preisgeben. Retraumatisiert. sehr anstrengende Monate hinter mir . Medikamente: ja.


    Weiter will und kann ich mich nicht äussern.

    Ja ich weiß, aber das gibt zumindest ein besseres Bild.


    Ich finde es schon gut, dass du dir (stationär?) helfen lassen willst. Tabletten geben Sicherheit, die Psychotherapie hilft das Geschehene zu verarbeiten.


    Andererseits muss man schon schauen, nicht wieder in ein tiefes Loch zu fallen. Präventiv etwas dagen tun. Weiß nicht wie gut dir das gelingt.

    Die psychologische Betreuung meiner ambulanten Psychologin kann nur begleitend zu meiner belastenden nicht minderbaren Situation sein. Ich weiß, schwer zu verstehen. Eine Therapie bezüglich ptbs wäre nur im geschützten Raum möglich. Eine Therapie bezüglich ptbs in der Klinik ist laut Klinik derzeit nicht möglich, weil ich dafür nicht stabil genug bin. Dies ist der belastenden nicht minderbaren Situation geschuldet. Dafür hat mir aber die damalige Bezugstherapeutin alle Türen offen gehalten, indem sie das auch so in den damaligen Entlassungsbrief geschrieben hat. Mit dem Zusatz, dass eine weitere Dekompensation bei zunehmender Belastung wahrscheinlich ist.


    Ich hoffe, das ist einigermaßen verständlich?

    so wie du das gerade beschreibst bist du total im eimer :-/


    ich war auf einer psychosomatischen traumastation in behandlung. die patienten mit selbstmordgedanken mussten einen vertrag unterschreiben, dass sie sich nichts antun. wenn das alles nichts geholfen hat, dann wurden sie auf eine andere station mit besserer überwachung verlegt.


    ich bin mir sicher, dass es häuser gibt, die dich je nach schweregrad deiner problematik behandeln und dich ggf. auf andere stationen verlegen.

    ja, ich fühle mich im Eimer. Sozusagen.


    Ich fühle mich wie in einer Zwickmühle, ständig mit dem Rücken an der Wand. Kein entkommen.


    Die guten Kliniken haben auch noch alle Wartezeiten. Ich habe mich auf 24 Stunden setzten lassen.


    So, und nun hat mich dieser Zusatz auf der Einweisung des Psychiater total verunsichert. Ich muss aber dazu sagen, dass ich mit männlichen Ärzten Probleme habe. Ich kann sowie schweren reden. Hier im Umkreis war es aber schon schwer, überhaupt einen Psychiater zu bekommen.

    Grundsätzlich hat die/der TE recht! Menschen die nicht stabil genug sind haben auf einer psychosomatischen Abteilung nix zu suchen. Das wird dir auch überall klipp und klar so kommuniziert!


    Das paradoxe - man überlässt diesen Leuten sich selbst - denn die nächste Anlaufstelle wäre die Psychiatrie. Bei allem Respekt halte ich eine Behandlung dort (bei PTNS) aber auch eher für sinnvoller als in einer psychosomatischen Klinik - da eben Zusatz "soma".


    Übrigens - vllt auch um dir ein bisschen Mut zu machen - es gibt KEINE! - ich wiederhole - KEINE! Situation aus der man nicht entkommen könnte.

    @ Alias:

    I.d.R. gibt es einen Unterschied zwischen im Vorfeld erforderlicher Kostenübernahmezusage und simpler Einweisung. Bei ersterem kann die Krankenkasse streiken; bei zweiterem ggf. während des Aufenthaltes häufiger kritisch nachfragen, wie lange die Stabilisierung noch dauern soll und ggf. den Aufenthalt relativ kurz halten.


    Das pauschale "Weglaufen" als Vorwurf finde ich nicht okay. Gerade wenn eine PTBS vorliegt, gibt es ja immer destabile Phasen und auch die Phasen, wo man gezielt weiterbehandelt. Diese "Intervallbehandlung" ist mittlerweile eigentlich Standard.


    Dennoch gilt es auch, mal drüber nachzudenken, ob bei so vielen Aufenthalten in derselben Klinik das Programm dort ausreicht oder eine andere Klinik einen weiterbringen würde.

    "Psychosomatik" sind aber immer die Kliniken, die eben SPEZIELLE Programme anbieten. Jenseits des eher oberflächlichen Vorgehens in der Psychiatrie.

    John, bitte übertrage Deine negativen Erfahrungen nicht auf alles und jeden.