ich hab auch mal gegooglt, weil ich die Frage interessant finde. Bin auf diesen Link gestoßen http://www.online-pkv.de/pkv-bu-blog/elternzeit-und-die-nicht-immer-beitragsfreie-versicherung-in-der-gesetzlichen-krankenkasse/


    Natürlich nur ein Blog, dazu wahrscheinlich PKV-eingefärbt, aber danach könntest du vom Einkommen noch Kinderfreibeträge abziehen (höher, wenn sie in der PKV wären)


    Und es wäre einscheinend unverheiratet besser, weil das Einkommen dann nicht zusammen gezählt wird? ???

    Danke - ja da ist es für mich verständlich.


    Puh...ich weiß, dass ich auf recht hohem Niveau jammere.


    Aber erst die Einbußen beim Elterngeld durch den Höchstbetrag von 1.800 EUR. Und dann noch relativ hohe KV Beiträge.


    Da würde es sich wirklich lohnen, vor der Elternzeit wenigstens ein halbes Jahr Teilzeit zu Arbeiten. Oder nur ein halbes Jahr Elternzeit nehmen.


    Muss mir das mal durchrechnen, aber so richtig verständlich finde ich das jetzt gerade nicht.

    Hallo,


    der Link ist nicht ganz korrekt bzw. die Zahlen nicht mehr aktuell:


    Ehegatteneinnahmen (brutto): z.B. 4000 Euro monatlich brutto


    abzüglich Freibetrag: 581 Euro bzw. 968 Euro pro Kind


    = reduzierte Ehegatteneinnahmen


    + Bruttoeinnahmen des GKV-Mitgliedes (ohne Elterngeld und ohne Minijob)


    = Elterneinnahmen:


    : 2


    = halbe Elterneinnahmen


    aber mindestens 968 Euro, aber höchstens 2119 Euro monatlich


    Grundlage: § 240 SGB V letzter Absatz


    Noch Fragen offen?


    Gruß


    RHW

    Danke für die Erklärung :)^


    Nur die Logik dahinter versteh ich leider nicht.


    Warum wird zur Ermittlung der Beiträge nicht das Einkommen des Versichterten, sondern die Hälfte der Elterneinnahmen herangezogen?


    Gibt's irgendwo die Möglichkeit, isch neutral beraten zu lassen? Dachte eigentlich, dass ich bei der Verbraucherzentrale an der richtigen Stellen gewesen wäre, aber durch diese Informationen ändert sich bei der Entscheidung GKV oder PKV eventuell ja doch einiges grundlegend.

    Da du deine frühere Entscheidung GKV oder PKV wegen Geldes gefallen hast, würde ich an deiner Stelle nicht mehr daran zweifeln. Wärst du bei einer PKV, müsstest du nicht nur den Arbeitnehmeranteil, sondern auch den Arbeitgeberanteil zahlen. Das wäre doppelt so hoch als das, was jetzt auf dich zukommt. (Es seiden du hättest einen billig-Tarif abgeschlossen, aber das wäre äußerst dumm, wenn man Kinder haben will). Und sobald nur einer von euch bei der PKV ist, müssen die Kinder über PKV versichert werden.

    Hallo LilaLina,


    in der PKV sind die Beiträge unabhängig von der Einnahmehöhe. Wenn jemand gut verdient, ist die PKV interessant (bei später niedrigeren Einnahmen nicht mehr).


    In der GKV sind die Beiträge einnahmeabhängig. Bei niedrigen Einnahmen ist die GKV besonders interessant.


    Ehegatten, von denen einer sehr gut verdient und einer gar nichts bzw. sehr wenig, haben sich in der Vergangenheit häufig so entschieden, dass der Gutverdienende in die PKV gewechselt ist und der andere Ehegatte zum Mindestbeitrag in der GKV geblieben ist. Die GKV lebt aber vom Solidarprinzip, also auch von Versicherten die überdurchschnittlich verdienen. Die Krankenkassen haben dann in der Vergangenheit zunehmend durch Satzungsregelungen diese sogenannte Ehegatteneinstufung eingeführt. Seit 1.1.2009 ist die oben beschriebene Beitragsberechnung bei allen Krankenkassen einheitlich und verbindlich.


    Durch die Eheschließung hat man sich zum gegenseitigen Unterhalt verpflichtet. Dies beinhaltet auch die Krankenversicherungsbeiträge.


    Gruß


    RHW

    @ orchidaceae

    Es ist nicht korrekt, dass die Kinder automatisch in die PKV müssen, sobald ein Elternteil in der PKV ist. Es zählt dabei wer den höheren Verdienst hat. Ich bin in der Pkv, mein Mann freiwillig in der GKV. Da mein Mann mehr verdient als ich kann das Kind kostenfrei in der GKV mitversichert werden. Aber ich gebe zu die Info war nicht ganz einfach zu bekommen.

    Hallo,


    jedes GKV-Mitglied kann grds. sein Kind/seine Kinder kostenlos in der Familienversicherung (FV) versichern. Grundlage: § 10 SGB V


    Hier in dieser Konstellation ist die Ausnahme nach § 10 Absatz 3 SGB V maßgebend:


    Die kostenlose FV ist ausgeschlossen, wenn:


    - die Eltern verheiratet sind


    - das Kind das leibliche Kind des PKV-Elternteils ist


    - die Einkünfte des PKV-Elternteils höher als 56250 Euro jährlich (2016) sind. Einkünfte -> Steuerbescheid (Werbungskosten dürfen abgezogen werden). Andere Einkünfte sind aber zu addieren (z.B. Miet- oder Zinseinnahmen und Urlaubs-/Weihnachtsgeld).


    UND


    - die Einkünfte des PKV-Elkternteils sind höher als die Einkünfte des GKV-Elternteils.


    Nur wenn alle 4 Punkte gleichzeitig vorliegen, ist die kostenlose FV ausgeschlossen. Dann sind für das Kind entweder Beiträge in der PKV oder der GKV zu zahlen.


    Gruß


    RHW