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    Ich kann Sandra nur zustimmen. Man nutzt niemandem indem man sich jetzt der Spende verweigert, nur weil Ärzte an der Liste manipuliert haben. Das ist nur eine Trotzhaltung die niemandem hilft. Sicher der Skandal ist eine Sauerei und hat Menschenleben gekostet aber wenn ich mal tot bin, bekomme weder ich noch meine Angehörigen mit, ob meine Organe rechtmäßig verteilt werden.

    Zitat

    Will ja auch nicht jeder ein Nutztier sein.

    Aber viele fühlen sich mit anderen Menschen verbunden und möchten ihnen helfen, ob sie sie kennen oder nicht.

    John Donne

    @ sunshine83:

    Dir ist schon klar, dass du für eine Organspende noch am Leben sein musst? Nichts ist mit "wenn ich mal tot bin". Organe von Toten sind unbrauchbar.


    Ich habe außerdem schon oft gelesen, dass weder Narkose noch Schmerzmittel verarbreicht werden und man oftmals nur Mittel zur Muskelentspannung bekommt, damit man nicht zuckt.


    Auch das ist ein Grund, weshalb so viele dem Ganzen blauäugig zustimmen. Sie wissen nicht, dass man lebend spendet, nicht tot.

    Zitat

    Auch das ist ein Grund, weshalb so viele dem Ganzen blauäugig zustimmen. Sie wissen nicht, dass man lebend spendet, nicht tot.

    Das ist auch immer meine Befürchtung gewesen, dass dann nicht mehr alles getan wird, damit der Spender gesund wird, sondern sich die Ärzte frühzeitig für eine Organentnahme entscheiden, um das Leben einer anderen Person zu retten.


    Daher würde ich nie zu einer Organspende einwilligen.

    Zitat

    Sie wissen nicht, dass man lebend spendet, nicht tot.

    Naja... Gehirntot halt. Wenn mein Gehirn tot ist, dann brauche ich meinen Körper auch nicht mehr. Von dem her darf dann gerne jemand anderes, der mehr Verwendung dafür hat, meine Organe bekommen.


    Ich bin Organspenderin. Und Blut- und Plasmaspenderin.

    Zitat

    Ich habe außerdem schon oft gelesen, dass weder Narkose noch Schmerzmittel verarbreicht werden

    Wenn ich als gehirntote Person quasi aufgehört habe zu existieren, dann habe ich weder ein Bewusstsein das man narkotisieren müsste noch Schmerzen die man betäuben müsste.


    Soweit ich das weiss werden viele Organspender aber trotzdem narkotisiert und mit Schmerzmitteln behandelt, eben um den Hinterbliebenen ein möglichst gutes Gefühl bei der ganzen Geschichte zu geben.

    Zitat

    Naja... Gehirntot halt. Wenn mein Gehirn tot ist, dann brauche ich meinen Körper auch nicht mehr.

    Da besteht aber immer das Risiko, dass sie die Geräte frühzeitig ausschalten und nicht mehr so lange um dein Leben kämpfen, als wie sie es tun würden, wenn du kein Spender wärest. Da sollte man wirklich aufpassen und nicht zu naiv sein! Es geht letztendlich um dein Leben und da sollte man daher auch in erster Linie an sich selber denken. Man spendet letztendlich für eine wildfremde Person, mit der man nie etwas zu tun hatte und die umgekehrt wahrscheinlich niemals ein Organ für dich gespendet hätte, wenn sie gesund gewesen wäre.