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    ertragen muss, ohne reagieren zu können, ist wirklich die Höhe!

    1. Niemand MUSS seine Organe spenden. In Ländern in denen automatisch jede Person Spender ist, kann man einer Organspende widersprechen. In Ländern in denen man zustimmen muss, dass man Spender sein möchte muss man das schriftlich festhalten. Von MÜSSEN kann da nicht die Rede sein.


    2. Wenn man gehirntot ist wird man so und so niemals wieder reagieren können. Weil man eben gehirntot ist.


    Wenn man also nicht an die Hirntoddefinition glaubt oder aus anderen Gründen nicht spenden will ist die Sache doch ganz einfach: Einen Nicht-Organspendeausweis tragen und seine Organe mit ins Grab nehmen.

    Keltin, hast Du viele schlechte Erfahrungen mit anderen Menschen gemacht, daß Du so eine negative Erwartungshaltung hast?


    Es gibt viele großzügige Menschen, die lebend Organe spenden, und viele, die es nach dem Tode tun.


    Maschinen werden abgeschaltet, wenn sie dem Patienten nichts mehr bringen, bei einem Organspender eventuell etwas später.

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    Was hätten sie davon?

    Sie entscheiden sich dann eher für das Leben des Organempfängers, weil ihrer subjektiven Meinung nach dieser vielleicht durch den Organempfang eine höhere Überlebenschance - oder danach angeblich mehr Lebensqualität hat, weil er dann aktiver am Leben teilhaben kann, was der Organspender nach lebensverlängerten Maßnahmen vielleicht nicht mehr könnte. (Was aber ja nicht zwingend so sein muss. Jeder hat eine andere Definition von Lebensqualität und daher hat jeder ein Recht auf sein Leben.)


    Und oft stehen auch finanzielle Interessen der Ärzte im Vordergrund: Man verdient ja schließlich nicht schlecht an den Patienten, bei denen eine Organtransplantation durchgeführt wird, und auch an den diversen Nachuntersuchungen. :p>

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    Jeder hat eine andere Definition von Lebensqualität

    Jep. Und deswegen steht es auch jedem Menschen frei, ob er sich nun für oder gegen eine Organspende entscheidet.


    Ich selbst sehe es nicht so, dass ein Gehirntoter überhaupt noch so etwas wie "Lebensqualität" hat. Wenn das Gehirn tot ist, dann wird das auch niemals nie wieder lebendig. Folglich ist mein Körper für mich (die nach dem Gehirntod ja aufgehört hätte als Person zu existieren) vollkommen nutzlos.


    Wenn du das für dich anders definierst: Spende einfach nicht. Ist doch nicht so schwer. Niemand wird zu irgendetwas gezwungen. @:)


    Und natürlich hat ein Herz-/Lungen-/Nieren-/Sonstiges-Transplantierter (also der Organempfänger) nach einer Transplantation mehr Lebensqualität. Oder erhält überhaupt die Chance weiterzuleben. Das ist ja Sinn und Zweck einer Organspende!

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    Es gibt viele großzügige Menschen, die lebend Organe spenden, und viele, die es nach dem Tode tun.

    Ja. Aber es gibt eben noch mehr Menschen, die wahrscheinlich berechtigte Zweifel haben, da es immer noch viel zu wenige Spender gibt.

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    Wer hirntot ist, KANN nicht mehr zurückgeholt werden. Auch bei Nichtspende werden einem Hirntoten zeitnah die Maschinen abgestellt!

    Ich kann nur sagen, dass ich da ganz vorsichtig wäre. Wenn du selber da liegst, kannst du es nicht mehr beeinflussen und auch nicht mehr mitreden, Angehörigen fehlt das medizinische Wissen, um deinen gesundheitlichen Zustand wirklich objektiv beurteilen zu können (es sei denn, dass du einen Arzt in der Familie hast) und die Ärzte wissen, dass daher letztendlich niemand beweisen könnte, dass sie eine Fehlentscheidung zu Gunsten des Organempfängers getroffen hätten.


    Ärzte sind auch nur Menschen mit eigenen Interessen, die nicht immer konform mit den Interessen ihrer Patienten sind! Darüber sollte man sich wirklich im Klaren sein, bevor man solchen lebenswichtigen Entscheidungen wie denen der Organspende zustimmt.


    Aber natürlich muss jeder diese Entscheidung für sich selber treffen.

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    die Ärzte wissen, dass daher letztendlich niemand beweisen könnte, dass sie eine Fehlentscheidung zu Gunsten des Organempfängers getroffen hätten.

    Du weisst aber schon, dass die Ärzte, die die Organe entnehmen, den Organempfänger weder persönlich kennen noch selbst entscheiden dürfen an wen die Organe gespendet werden?


    Und es definiert niemals nur ein einziger Arzt den Hirntod, sondern 2 dafür qualifizierte Ärzte müssen den Hirntod unabhängig voneinander bestätigen.

    Immer komisch zu lesen das die Leute denken ohne spende würden die Maschinen angelasden...


    Die werden bei hirntot genauso ausgeschaltet. Egal ob als Spender oder nicht.


    Die einen sehen gabe von narkose als zeichen für nicht tot... die anderen finden keine Gabe Quälerei. . Ja was denn nun?