"Express-Röntgen": Reagieren oder nicht?

    Hallo,


    neulich wurde meine Hand geröntgt. Das war ja nicht das erste Mal, dass ich wegen irgendwas geröntgt wurde, aber das lief dieses Mal sehr seltsam ab. Im Röntgenraum hingen Bleischürzen und Bleischutze aller Art, allerdings anscheinend nur zu Dekoration. Denn benutzt wurden sie nicht.


    Ich wurde also ohne jeden weiteren Schutz geröntgt.


    Mir fiel außerdem auf, dass die Röntgenassisstentin keinen Dosimeter trug. Und sie lies während des röntgen die Schutztür zwischen ihrem Arbeitsraum und dem Röntgenraum offen.


    Ich kann das ja nur mit meinen früheren Röntgenerfahrungen vergleichen, aber das kam mir doch alles ziemlich "husch-husch" vor.


    Übrigens war die Röntgen-Aufnahme dann auch so, dass der Arzt keine Diagnose daraus ablesen konnte.


    Mir kommt das alles nicht richtig vor. Und ich vermute, dass ich nicht die einzige Patientin bin, die dort auf diese Art und Weise geröntgt wird.


    Und somit frage ich mich, ob ich das auf sich beruhen lasse, oder das an irgendeine Stelle berichte, z.B. eine Patientenvertretung oder dergleichen.


    Wie ist Eure Meinung dazu?


    LG

  • 8 Antworten
    Zitat

    Ich wurde also ohne jeden weiteren Schutz geröntgt.

    Geht gar nicht!

    Zitat

    Mir fiel außerdem auf, dass die Röntgenassisstentin keinen Dosimeter trug

    Beim normalen Arzt? Dosimeter sind freiwillig, werden beim normalen Arzt selten getragen.


    Klingt merkwürdig, hätte ich aber auch gleich angemerkt.

    Zitat

    irgendeine Stelle berichte

    Ärztekammer des Bundeslandes. Dort müssen die Prüfungen für Strahlenschutz gemacht werden.

    Streustrahlung, heißt das Zauberwort, die ist ja sicherlich vorhanden. Da sollte schon ein Bleischutz benutzt werden. Ich bin allerdings ZFA, darum kenne ich mit anderen Aufnehmen, als die von Zähnen nicht so aus :=o

    Dosimeter für nen Röntgenraum? Das Ding strahlt doch nicht die ganze Zeit ... Du hast nur eine Strahlenbelastung während die Röhre an ist, und das ist auch nur ein relativ kurzer Moment. Da die Abschirmung sehr gut ist, wirkt das fast nur in dem Bereich in dem geröntgt wird. Natürlich gibt es Streustrahlung, aber die ist auch nicht höher als die natürliche Strahlung in dem Nebenraum.


    Von daher bekommt eine Röntgenassistentin beim Röntgen nichts nennenswertes ab, wenn alles in Ordnung ist und sie im Nebenraum ist... Ein Dosimeter muss man nur im Kontrollbereich tragen.


    Für das Röntgen einer HAND ist nur eine sehr geringe Intensität und Energie nötig, sonst wird es überbelichtet. Da sind auch keine kritischen Organe in unmittelbarer Nähe die noch etwas abbekommen können (Röntgenstrahlen kann man nie komplett abschirmen, daher sollten Organe in unmittelbarer Nähe mit einer Bleischürze bedeckt werden, zB Geschlechtsorgane, wenn das Knie untersucht wird. Bei einer Hand brauchst aber wie gesagt a) weniger Intensität und damit weniger Belastung und b) hast du einen Abstand zu kritischen Organen der groß genug ist. Bedenke: Die Strahlung wird fast vollständig von den dünnen Knochen in der Haut abgeschirmt. Das erklärt auch, dass das Zimmer offen gelassen wurde. Diese Tür bringt jetzt an Abschirmung (je nachdem wie das geometrisch angeordnet ist) auch nicht soviel an zusätzlichen Schutz ...


    Du kannst dir auf Nachfrage angeben lassen, wieviel Dosis du abbekommen hast – das ist sogar Pflicht für Personenen, die einen Strahlenpass führen müssen. Das können die aus dem angelegten Strom berechnen. Nur wenn man da wirklich mal nachfragt, bekommen das die meisten leider nicht hin :-(.


    Warum das Bild nicht OK war, das kann man von hier aus natürlich nicht sagen. War es zu hell, zu dunkel oder lag die Hand falsch?

    Bei den anderen trifft das genau so zu. Streustrahlung entsteht immer, wenn die Röntgenstrahlen auf ein Hindernis stoßen.


    Vielleicht war die Strahlung sehr schwach eingestellt. Das könnte dann auch erklären, warum es keinen Befund gab. Ich hätte trotzdem auf einen Strahlenschutz bestanden. Die Bleischürze wäre das Minimum. Aber wer nicht so oft damit zu tun hat, traut sich wohl nicht so leicht, das zu verlangen. Man bemerkt Unterschiede und tröstet sich mit der Hoffnung, dass es schon richtig sein werde.