Falsche Diagnose: Wo melden?

    Mein Freund hat eine falsche psychiatrische Diagnose bekommen. Es ging ihm sehr schlecht und er war stationär ein Paar Tage in einer psych. Klinik. Dinge die er gesagt hat wurden vollkommen verdreht und dementsprechend falsch dokumentiert. Meine Frage ist jetzt wer da der Ansprechpartner ist, wo kann ich mich hinwenden um die Diagnose auszubessern? Die Klinik wo die Diagnose gestellt wurde ist nicht ansprechbar.


    Glg

  • 39 Antworten

    Danke für die Antworten.


    Seine Diagnose ist Magersucht! :-/ Er hat monatelang extrem wenig gegessen und ist auf 50 kg bei 178 cm abgemagert. Die haben dort geglaubt er hungert sich runter dabei war der Grund extrem starke Übelkeit, er konnte nichts mehr essen bzw kein Essen sehen. Das haben sie so hingestellt als würde er schwindeln!


    Er ist mit dieser Diagnose entlassen worden und es steht jetzt überall "Magersucht". Das ist irreführend und wir wissen jetzt das es nicht stimmt. Er ist dort auch als Magersüchtiger behandelt worden. Der Arzt hat immer wieder gefragt wie es mit dem Zwang aussieht nichts zu essen und so Sachen. Dabei ging es ihm schrecklich und er hat gebrochen.


    Die Übelkeit und die mangelnde Ernährung waren körperlich und waren Nebenwirkungen eines Medikamentes das er nicht vertrug! Sobald das abgesetzt war konnte er wieder ganz normal essen und nahm wieder zu.

    Nein, der Arzt der das Medikament verschrieben hat kann da nicht melden. Er meint auch das es doch egal ist das es drinnen steht. Aber wenn mein Freund wieder wegen etwas ins Krankenhaus kommt und sie das sehen verleiht es seiner Krankengeschichte einen völlig falschen Eindruck! Ich finde schon das man das ändern sollte aber die Ärzte weichen aus. :-/

    @ Samlema

    Naja, wenn wir diese Geschichte dann einem anderen Arzt erzählen der das liest dann denken die doch trotzdem: naja, irgendwas wahres wird schon dran sein. Psychische Krankheit, alles klar. %:|

    natürlich sollte er eine richtigstellung fordern – oder zumindest eine gegendarstellung in die akte aufnehmen lassen ... nachweise habt ihr ja!


    falscge diagnosen können zur späteren nichtaufnahme in die private (zusatz-)krankenversicherung führen (und da geht unser system ja anscheinend hin), es gibt deutliche probleme bei risikolebensversicherung oder auch berufsunfähigkeitsversicherung, d.h. das die absicherung für die notfälle des lebens gerade bei einer derartigen diagnose wie magersucht nicht möglich sein wird!


    von daher, "ist doch jetzt auch egal" gilt hier sicherlich nicht!

    Kanns schon verstehen. Wenn man dann mit den Arztberichten weiter eine Behandlung sucht, landet man nachher immer wieder dort "ah... er verleugnet. Müssen wir also erstmal an der Kranksheitseinsicht arbeiten... "


    Einen weiteren Lösungsvorschlag habe ich leider auch nicht... Außer... man muss wohl psychologisch geschickt vorgehen. Wenn man Ärzten vorwirft, sie machen was falsch, mauern sie womöglich noch mehr.


    Vielleicht ein Gespräch suchen mit dem Arzt?

    Zitat

    Wenn man Ärzten vorwirft, sie machen was falsch, mauern sie womöglich noch mehr.


    Vielleicht ein Gespräch suchen mit dem Arzt?

    Danke für deine Antwort, Hamila. Genau, als wir damals bei der Entlassung gesagt haben das wir mit der Behandlung unzufrieden sind, hat der Arzt der die Diagnose verteilt hat in einem herablassenden Ton gesagt: "Sagen sie mir nicht wie ich arbeiten soll!!" %:| Wir haben ihn bzw das Krankenhaus angemailt und angerufen. Aber er meint das die Sache gegessen ist und hat ihm keinen Termin gegeben bzw gesagt das dieser nichts ändern wird.


    Gibt es denn keine Anlaufstelle für sowas?

    Zitat

    Wenn die wenigstens Depressionen reingeschrieben hätten (die hat jeder)

    immer langsam. Jeder ist mal traurig, aber depressiv ist was völlig anderes.


    Naja diese Diagnose verhindert auch die Aufnahme in der priv. KV oder wichtiger in der BU, wie zuza schon sagte....

    Zitat

    könnt ihr diese einfach in der Schublade verschwinden lassen und selber sagen, was Sache ist?

    keine gute Idee. Wenn man o.g. Versicherungen haben will, dann werden meist die Ärzte angeschrieben und wenn die MS reinschreiben, dann ist es Essig mit den Versicherungen. Gibst du es nicht an und es steht aber in den Akten, dann kannst du rückwirkend aus der Versicherung fliegen und musst Behandlungen selber zahlen und hast Beiträge zum Fenster raus geschmissen.