Frage zu Schmerzmittel Tilidin

    Hallo


    Hat jemand Erfahrung mit dem Schmerzmittel Tilidin bzgl Nebenwirkungen?


    Ich weiss das es bei jedem anders ist aber mich interessiert es weil ich es bekommen habe

  • 83 Antworten

    Ich habe auch mal Tilidin bekommen...ich hatte etwas Probleme bei der Arbeit zu denken....habe es schnell abgesetzt...am besten probierst Du aus, wie es bei Dir hilft...

    ich habe abends mal als Notfallmedikation 40 ml bekommen, soll niht viel sein,

    war aber den ganzen nächsten Tag nicht zu gebrauchen;

    also ich war schon irgendwie wach, aber hatte auch keine Probleme, einfach aus dem Stand heraus die Augen zu zu machen und zu schlafen. Kann mir gar nicht vorstellen,

    wie man da am Leben teilnehmen sollte, aber jeder ist anders.

    Maerad , das weiß ich, aber ich wollte Erfahrungsberichte.


    conchi , chriecharlie,


    danke für eure Antworten.


    Ich habe starke Schmerzen, habe in 2 Wochen einen Orthopädentermin.


    Habe heute eine Schmerzspritze bekommen, hat nicht viel genutzt.


    Das Problem ist, das ich vieles nicht nehmen kann wegen Wechselwirkungen.

    mandysu schrieb:

    Das Problem ist, das ich vieles nicht nehmen kann wegen Wechselwirkungen.

    Von welchen Wechselwirkungen sprechen wir denn? Tilidin ist ein mittelstarkes Opiod, welches in der Regel sehr gut verträglich ist - im Gegensatz zu hochdosierten NSAR, o.ä. - gerade auch bei orthopädischen Problemen ist es daher eine recht gute Wahl. Alternativ könnte man auch Tramadol probieren.

    Du musst die Tropfen (BTM) und die Tabletten unterscheiden. Du hast vermutlich Tabletten bekommen. Die sind retardiert und mit Naloxon kombiniert. Daher gibt es damit nicht diesen "Kick", wie bei den Tropfen und die Nebenwirkungen sind gering(er). Ich würde sie vorsichtshalber erst dann nehmen, wenn ich ein paar Tage kein Auto fahren muss, falls die Reaktionszeit vermindert ist. Das gibt sich aber zügig. Du hast vermutlich 50mg bekommen - das ist die niedrigste Dosis. Die potentiellen Nebenwirkungen sind bei Tramadol sehr ähnlich.

    Ich hab Tilidin gut vertragen. Es hat mich etwas müde gemacht und nachts konnte ich damit besser schlafen. Tagsüber war ich zwar ein bisschen müde und entspannter als sonst. Aber nicht so, dass es mich im Alltag beeinträchtigt hat.

    Ich hab die übrigen Tabletten Mal bei Migräne ausprobiert. Da hat es zwar nicht gegen die Schmerzen geholfen, aber ich hab die heftigen Schmerzen psychisch besser ertragen.

    Ich habe Tilidin ("Valoron", d.h. Kombi aus Tilidin und Naloxon gegen dne Opioid-Kick) so lala vertragen. Hatte anfangs Probleme mit Übelkeit und brauchte Tropfen dagegen; das hat sich dann aber gegeben. Es blieb Verstopfung vom Feinsten, aber auch da kann man gegenwirken. Dafür war habe ich mich null müde oder verlangsamt gefühlt. Habe es längere Zeit genommen.

    Tatsächlich noch besser zurecht gekommen bin ich mit Oxygesic, was dem BTM unterliegt und für extremere Schmerzren gedacht ist. Da hatte ich selbst bie Maximaldosis keine Übelkeit etc. Aber das war postoperativ für ganz kurze Zeit.

    Ich weiß nicht, was ich machen soll.

    Wenn ich das Schmerzmittel nehme,darf ich das Antidepressiva nicht nehmen.


    Die Hausärztin ist am Montag wieder da, der Psychiater meint, sie soll es entscheiden.


    Bin gerade sowieso wieder in einer Depression

    Valoron macht abhängig und sollte daher mit Vorsicht eingenommen werden.

    Es gab hier früher einen Arzt der das in Unmengen verschrieb und der für sehr viele süchtige Patienten gesorgt hat,

    Die Leute bekamen das unter anderem wegen Osteoporose verschrieben,

    Als er später nicht mehr so freigiebig mit den Rezepten war hat dass teilweise dazu geführt dass die Leute in der Verwandschaft rumgebettelt haben und einfach irgendwas genommen haben.

    Das Problem ist, dass Opiode Einfluss auf den Serotonin-Spiegel haben und natürlich auch Antidepressiva vom Typ Serotoninaufnahmehemmer (SSRI). Wenn zu viel Serotonin im Blut ist, führt das zum Serotoninsyndrom, was lebensgefährlich sein kann.

    Hier sollte man dann schon genau schauen, was man tut. Entweder switcht man beim Antidepressiva um - z.B. auch ein trizyklisches AD oder beim Schmerzmittel auf Novalgin, Metamizol oder Ketamin. Die antidepressive Wirkung von Ketamin wird aktuell erforscht, wobei das Wirkstoff auch wirklich mit Bedacht eingesetzt werden sollte.

    Schade, dass der Psychiater so wenig Stellung bezieht; es wäre seine Aufgabe, das Problem "Antidepressivum" zu klären; ggf. durch einen Wechsel.


    Valoron macht nicht abhängig. Durch die Kombination mit Naloxon als Gegenspieler nicht mal in Tropfenform. Reines Tilidin ist da riskant; die kombi nicht, weil der Kick eigentlich rausgenommen wird. Retardierte Tabletten sind aber immer noch das Beste bei Opioiden.

    Meines Erachtens ist Tilidin und SSRI kein Problem. Mir wurde es trotz Escitalopram verschrieben und ich hatte auch keine Probleme. Tramadol und SSRI geht dagegen nicht zusammen, wegen der Gefahr eines Serotoninsyndroms. Und Oxycodon hab ich überhaupt nicht vertragen. Da wurde mit kotzübel und schwindelig. Zudem ist die Kombi mit SSRI wegen QT Verlängerung nicht ungefährlich.