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    Bin da nicht so sicher.


    bei uns gab es bis vor ein paar Jahren den ärztlichen Notdienst. Das ging bei den Ärzten reihum...


    So kam einmal zu mir ein Gynäkologe. Nach deinem Urteil hätte er ja letztendlich nie kommen bzw. abrechnen dürfen.

    Richtig. Die Abrechnung ist in dem Fall problemlos. Die Praxis, dass die kassenärztlichen Vereinigungen - ich glaube, je nach Bundesland verschieden - ja einen geringen Prozentsatz an Behandlungen von Männern bei bestimmten Indikationen erlauben und die Kosten dafür erstatten, ist ja auch schon widersprüchlich zu dem Gerichtsurteil. Da scheint es einfach keine Eindeutigkeit zu geben. Und ich weiß auch von einem Gynäkologen, dass er deshalb immer wieder mit der kassenärztlichen Vereinigung im Clinch lag.
    (Ich muss mal schauen, ob ich das Gerichtsurteil finde, das liegt glaube ich schon ein paar Jahre zurück - vielleicht gibts ja mittlerweile auch neuere, anderslautende Urteile.)

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    Meinem Freund wurde dazu auch ein Privatrezept in die Hand gedrückt und dazu musste er seine Daten angeben.

    DeinFreund hat eine Beratung erhalten uns für ihn wurde ein Rezept ausgestellt. Das sind ärztlich Leistungen, die abgerchnet werden und die Dein Freund bezahlen muss. Das Rezept kann er doch einreicheichen, wo also ist das Problem??

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    Leider ist er privatversichert. Haben wir wohl was dazugelernt: wenn man beim Arzt etwas unterschreibt sollten die Alarmglocken angehen :)z

    Wen es eine sexuell übertragbare Krankheit war, hattet ihr drei Optionen:


    - Rezept ablehnen, es auf sich beruhen lassen, Risiko der Neuerkrankung bei Dir durch wiederholte Ansteckung durch Deinen Freund.


    - Rezept ablehnen, Dein Freund macht selbst einen Termin, muss noch mal extra zum Arzt, Rechnungen wahrscheinlich höher als in diesem Fall, wo es recht moderat ausfiel.


    - Nachdenken. Nachfragen. Es sich erklären lassen. Rezept annehmen, weil am vernünftigsten, Rechnung bezahlen und einreichen.


    Ist also nix passiert, außer dass die Kommunikation in der Praxis ein bisschen knapp war und ihr beide festgestellt habt, dass ihr noch viel zu lernen habt. ;-D

    a) Das er eineprivate Rechnungerhält, wenn er als Privatpatient mitbehandelt wird ist ja wohl logisch...


    Was die Diskussion über fachfremde Leistungen betrifft so argumentiert ihr aufgrund veralterter Urteile, da es 2011 einen Fall gab wo der BGH das Erbringen fachfremder Leistungen pauschal gestattete, so lange sie nichtdenüberwiegenden Teil der Arbeit ausmachten.


    Darüber hinaus hat das absolut nichts damit zu tun, dass auch Fachärzte ggf. zum Allgemeinmedizinischen Notdienst verpflichtet werden / sind.

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    Darauf steht eine Diagnose (was meiner Meinung nach totaler Quatsch ist, da er nicht getestet wurde)

    wenn du eine -offenbar ansteckende- Infektion hast und du der Meinung bist, dass du sie nicht von deinem Freund hast bzw du sie nicht an ihn weitergegeben hast, kann er doch das Antibiotikum an den Typen weiterreichen, der damit eher etwas zu tun hatte.....oder verstehe ich da was falsch?

    Noch kurz zum Halb-off-topic ein Link.


    Daraus dieser Abschnitt:

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    Mit Beschluss vom 01.02.2011 hatte das Bundesverfassungsgericht allerdings die berufsrechtliche Begrenzung auf das Fachgebiet als verfassungswidrig verworfen (AZ: 1 BvR 2383/10). Ausnahmen müssten zulässig sein, andernfalls sei die Berufsfreiheit der Ärzte verletzt. Die Karlsruher Richter hatten damit einem Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen erlaubt, jedenfalls in geringem Umfang auch Schönheitsoperationen im Bauchbereich durchzuführen.


    Nach Überzeugung das SG Marburg gilt dies aber nur für Privatbehandlungen.

    Zusammengefasst: So ganz klar und einheitlich ist es anscheinend noch nicht. Oder es gibt noch aktuellere Urteile (vor allem des Bundesverfassungsgerichts). Eieiei, bin ich froh, dass ich kein Jurist bin. ;-D

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    Das Rezept kann er doch einreicheichen, wo also ist das Problem??

    Bei mir ist das z.B. so, dass sich das einreichen definitiv erst "lohnt", wenn ich Betrag X übersteige. Komme ich in einem Jahr nicht auf diesen Betrag, ist es besser gar nichts einzureichen, da ich dann eine Rückerstattung erhalte. Das heisst Rechnungen immer erst mal sammeln und in Vorleistung treten. Kann manchmal schon nervig sein. ;-)


    Ansonsten denke ich, dass - wie hier schon gesagt - es so oder so zu Kosten gekommen wäre, wenn der Freund privat versichert ist. Wenn es sich um eine sex. übertragbare Krankheit handelt ist die Mitbehandlung sinnvoll bis notwendig und dass der Freund beim eigenen Arzt günstiger davon gekommen wäre, ist unwahrscheinlich. Im Endeffekt also nichts verloren. ;-)

    Transidente Personen die biologisch als Frau geboren wurden und sich angleichen lassen, um fortan für alle sichtbar als Mann zu leben müssen während der Angleichung zum Gynäkologen, um untersucht zu werden. Das ist während der Angleichung vorgeschrieben und wird von den Krankenkassen bezahlt. Selbst wenn die Person schon die Personenstandsänderung vorgenommen hat und offiziell als Mann gilt.