Zitat

    Ich weiß das die meisten selbstständige Urologen um die 200.000 Tausend Euro im Jahre verdienen. Wenn man mit ein Mann verheiratet ist, der hochgerechnet um die 18.000 Euro im Monat Brutto verdient, sollte man schon eine Arzthelferin 2.000 Euro im Monat gönnen..

    Ich kenne keinen einzigen Urologen, aber ich bezweifel, dass jeder Urologe automatisch 200.000 Euro verdient... Zumal er das ja nicht "über" hat, sondern davon eben auch Kosten trägt. Der Urologe in München, der nur Privatpatienten behandelt und immer genug Kundschaft hat wird sicher mehr verdienen als der Dorfarzt, der wenig Patienten hat...

  • Dieser Beitrag wurde gelöscht, Informationen über den Löschvorgang sind nicht verfügbar.

    Hm, Urologen sind ja Fachärzte, die verdienen mehr wie Allgemeinmediziener. Inklusive ewiger Wartezeit, also ein paar Wochen bis zum Termin muß man meist warten.


    Man kann ja darüber streiten ob ein Arzt genug verdient, aber ohne gutes Personal läuft die Praxis nicht. Wobei ich zwei Arzthelferinen recht wenig finde, die meisten die ich kenne haben mehr.

    autumn-like

    Zitat

    Von den 2500 € Brutto bleibt Netto nicht viel übrig, um davon z.B. eine Miete zu bezahlen und evtl. noch allein erziehend zu sein.

    Bitte? *räusper*


    Bei 2500 Euro brutto hat man netto (Lohnsteuerklasse 2) gerundet 1700 netto raus, hinzu kommt noch das Kinder- und Unterhaltsgeld (eventuell Unterhaltsvorschuß) hinzu, da ist man aber bei einem Kind mindestens bei glatten 2000 netto.


    Für sich alleine mit einem Kind.


    Ich habe in einer solchen Situation (mit momentan ALGII) locker inclusive Allem 600 Euro weniger. Ach, gerundet sogar 700 Euro weniger.....


    700 Euro monatlich mehr....ein Traumland, ja fast schon ein Schlaraffenland öffnet sich....das nur mal zum Thema "Ansprüche".

    mal leicht off-topic:


    was macht ein neidergelassener arzt, in dem fall urologe, eigentlich in de restlichen zeit, also wenn keine sprechzeit ist. ich kenne ärzte, die super viele sprechzeit haben und welche die echt wenig haben, teils aus dem selben fachgebiet. heißt das dann, dass der eine einfach mehr arbeitet und mehr verdient u. der andere eben nicht?


    also, wieviel arbeitet ein niedergelassener arzt effektiv (sprechzeit+außerhalb der sprechzeit)?

    Ach, ich finde das Gehalt völlig angemessen und in Ordnung.


    Traurig finde ich es eher, dass oft viel zu wenig ist.


    Auch in meinem medizinischen Beruf.. es ist eine Schulische Ausbildung, wir verdienen 3 j keine Centn plus unbezahltes 6 monatiges Praktikum als ausgelernte Kraft und wir haben als Mtla eine mordsmäßige Verantwortung, wenn da etwas falsch gemessen wird, falsch rausgegeben wird use. dann stirbt der Patient unter Umständen.


    Und bezahlt wird auch teilweise ein Hungerlohn.. es gibt Labore, die zahlen 1500! Euro, kann man davon leben?


    Wenn man in der Forschung arbeitet bekommt man knapp das Doppelte.. aber in großen *Laborketten* kriegt man nichts.. dafür hat meine eine Eigengefährung, ohne Ende Veratwortung, Nachtschichten usw.


    Ich finde es toll von deinem Mann, dass er scheinbar die Arbeit der Damen zu schätzen weiß.. (Eiferucht ist aber nicht im Spiel oder?)

    Zitat

    Wobei ich zwei Arzthelferinen recht wenig finde, die meisten die ich kenne haben mehr.

    Vielleicht stellt der werte Herr Doktor nur zwei Frauen ein, um Geld zu sparen, geht dann aber gnädigerweise mit dem Lohn hoch, um den Anschein zu erwecken, die Frauen seien wohlversorgt. Ich will mir gar nicht den Stress ausmalen, den die beiden haben in einer Kassenarztpraxis. Es sei denn es laufen noch ein, zwei Azubis da rum, die sich für tolle 350 Euro netto versklaven lassen.

    Zitat

    eigentlich in de restlichen zeit, also wenn keine sprechzeit ist.

    Massig Telefonate mit Patienten/Krankenkasse/Labor/Apotheke führen, Hausbesuche, Abrechnung, Fortbildungen etc...... tausend Sachen eigentlich.


    Ich denke meine Chefin kommt auf 60 Stunden wöchentlich, sie hat ein ordentliches Gehalt, das weiss ich, allerdings kaum Freizeit. Könnte sie haben, aber sie will nicht.

    ja, vor allem kann ja auch immer mal jmd, krank werden oder so und dann muss eine Einzige da den ganzen Laden schmeißen, sicher auch nicht so schön.


    Aber kommt ja eben auch auf den Arzt und seine Patienten an.. gibt ja Ärzte auf dem Land, die haben fast nur Kassenpatienten und planen pro Patient auch 45 min Zeit ein oder so, das geht dann sicher.


    Aber es gibt natürlich auch Ärzte, die 5 Patienten zur selben Uhrzeit einbestellen, das ist sicher dann Stress pur.

    Zitat

    wenn keine sprechzeit ist

    Manche Ärzte sind Belegarzt in einem Krankenhaus die machen dann z.B. Operationen


    Manche Ärzte behandeln Patienten auch außerhalb der Sprechzeiten, also "nach Vereinbarung"


    Dann der ganze Papierkram mit den Krankenkassen


    (Manche Patienten (ok das betrifft jetzt vielleicht keine Urologen) beantragen eine Kur/Reha, das ist auch für den Arzt Papierkram, manche Patienten stellen einen Rentenantrag, manche Patienten sind über 6 Wochen lang krank, beziehen also Krankengeld...)


    Urologen schreiben Befunde für Hausärzte (bzw diktieren sie und die Arzthelferin schreibt sie ab – und dies nicht unbedingt während der Sprechstunde)


    Hausärzte lesen (hoffentlich) die Befunde der Fachärzte (und ja, der Hausarzt von heute ist Facharzt für Allgemeinmedizin)