Hallo!


    Als ich den Faden entdeckt habe, dachte ich mir: "Das könnte interessant werden."


    Das es allerdings so interessant wird, habe ich dann aber doch nicht erwartet.


    Ich arbeite selber in einer Urologischen Praxis mit zwei Ärzten und bin eine von zwei Vollzeitkräften. Außerdem haben wir noch zwei Teilzeitkräfte.


    Ich bin jetzt seit zwei Jahren aus der Ausbildung raus und arbeite noch immer in der gleichen Praxis, in der ich auch gelernt habe.


    Leider werden wir nicht nach Tarif bezahlt.


    Ich verdiene monatlich 1.356 Euro brutto, ich bekomme also jeden Monat knapp 970 Euro raus.


    Da ich noch bei meinen Eltern wohne, zahle ich von meinen Gehalt 350 Euro an sie.


    Eine eigene Wohnung kann ich mir momentan nicht leisten. Denn die Miete könnte ich mit Sicherheit nicht mit zwei Raten zahlen. Meine Eltern haben dagegen kein Problem damit, wenn wir mal einen Teil des Kostgeldes anderweitig verrechnen.


    Selbst mein Stundenlohn ist zum Heulen. Wenn es hochkommt verdiene ich 6 Euro die Stunde. Unsere Reinigungskraft bekommt jede Stunde 9 Euro.


    Ich finde die Tariferhöhung keines Falls übertrieben. Über so ein Gehalt würde ich mich freuen.


    Und tatsächlich endet der Arbeitstag auch bei uns nicht Punkt 18 Uhr, so wie es auf unserem Praxisschild steht. Es ist eher die Regel, dass wir bis 19.30 Uhr arbeiten und an eine angemessene Mittagspause ist auch fast nie zu denken. Wenn es gut läuft, hat man mal 15 Minuten, um ein Brötchen zu essen. Und ich finde, auch für die Verantwortung, die man in diesem Beruf hat, ist die Bezahlung, die man laut Tarif bekommt, durchaus gerechtfertigt.


    Eure Klein-Mai

    Leute..... Irgendwie artet das hier gerade aus und das war nicht meine Absicht!!! %-|


    Ich wollte mich doch lediglich nach den Gehältern der Arzthelferinen erkundigen!!! Mehr nicht!!


    Herr Gott, ich greife hier doch niemanden persönlich an! ":/


    Aber direkt in eine Schublade gesteckt zu werden , von wegen reiche Ärztegattin usw. Finde ich auch nicht so toll!!!das manche hier ihre Vorurteile haben oder sich direkt persönlich angegriffen fühlen kann ich nicht nachvollziehen.

    Zitat

    Ja so ist es aber doch nun mal als Auszubildende, bzw. als Lehrling – das war schon immer so – was erwartest Du denn? :-/ Also diese "Idee" ist mir auch bei meiner Ausbildung nicht eine Sekunde gekommen ":/


    Der Punkt ist doch der, dass Du noch keinerlei wirkliche Verantwortung trägst als Azubi. Egal in welchem Bereich Du nun arbeitest.

    In meiner Ausbildung hatten im Grunde nur die Schichtleiter Verantwortung... Alle anderen Mitarbeiter nicht... Die haben zwar für einen Scheißjob mit räudigen Arbeitszeiten auch nur um die 1300 Euro brutto bekommen (ohne irgendwelche Zuschläge zu bekommen, in einem Knochenjob an 365 Tagen im Jahr...), hatten aber keine Verantwortung... Ich hatte als Azubi zum Teil deutlich mehr Verantwortung und natürlich habe ich mich für 550 Euro brutto ausgebeutet gefühlt! Klar hätte er mir dafür nicht kündigen dürfen, aber wenn was schief ging, war trotzdem ich schuld... Und nein, gelernt hab ich nichts sinnvolles... :=o


    Meine Mutter verdient 11 Euro pro Stunde als Arzthelferin über eine Zeitarbeitsfirma.

    @ Katharina:

    Darauf muss man leider gefasst sein. Es gibt halt immer noch viele Vorurteile und alte Klischees... Wenn ich mir aber angucke, was die KV kassiert, was man als Selbstständiger in der Praxis sonst noch an Kosten hat, ggf. noch Abzahlung des Kassensitzes,... Das sieht halt keiner.


    Man muss auch gar nicht streiten, dass viele Leute in der Medizinbranche schlecht bezahlt werden. Ich klage ja selber, dass ich quasi mit Facharztniveau nicht mal 3.000e brutto habe und noch Jahre meine Weiterbildungsschulden abzahlen muss. Es ist halt nicht fair, es sind Jobs mit vielen Belastungen und Verantwortung. Da kochen Neid und Frust halt schnell hoch.

    Zitat

    Ich wollte mich doch lediglich nach den Gehältern der Arzthelferinen erkundigen!!! Mehr nicht!!

    Dann hättest du fragen sollen, was man so durchschnittlich als Arzthelferin verdient. Du hast aber gleich ne Wertung mit eingebracht, noch bevor jemand geantwortet hat : Du findest das Gehalt übertrieben.

    Vor meinem jetzigen Job habe ich (mit Uniabschluss und 6 Jahren Berufserfahrung) als Stationspsychologin für 30 Stunden in der Woche (einzige Psychologin auf der Station, nur noch einen Arzt frisch aus dem Studium, den ich einarbeiten musste) 800€ brutto verdient. Und davon noch 300€ Weiterbildung im Monat gezahlt...

    @ Kathharina

    Der Grund für das Ausarten liegt wohl zum Teil auch an der Art deiner Fragestellung... ":/ %-|


    In deinen Beiträgen schwingt ein unheimlich aggressiver Unterton mit....du scheinst unzufrieden zu sein mit allem...mit deinem Leben, was du dir vielleicht als Frau eines Arztes anders vorgestellt hast, mit dem Gehalt was du früher bekommen hast, dabei bist du jetzt der Meinung, das die Arzthelferinnen deines Mannes wohl zu wenig arbeiten und zu viel verdienen, (so kommt es rüber für den Leser Kathharina....ist leider so, auch wenn du immer wieder sagst du meinst es nicht so),


    du machst den Eindruck als ob du ständig unter Strom stündest und auf alles und jeden eine unwahrscheinliche Wut hast.....Warum das nun so ist, das kann ich dir nicht sagen.


    Ich kann dir nur eins sagen...Status, Ansehen, Geld und dies Ganze...das beruhigt vielleicht, aber ...Glücklich macht es nicht.


    Ich glaube, das ist dein Problem, du weisst es vielleicht nur noch nicht...... :-| :-| Denk mal drüber nach. Fang an, etwas großherziger zu sein, freu dich über nicht materielle Dinge die du hast, sei nicht neidisch, denk mal über moralisch richtiges Handeln nach. Vielleicht merkst du dann selbst, woran es liegt, das du wie es scheint ...so unglücklich bist.

    Zitat

    Dazu muss ich sagen, das hier wohl einige vergessen, was man von seinem "angeblichen Gewinn" auch noch einiges zu Zahlen hat!!!( Miete Praxis, Wartung der Geräte, Steri, Versicherung, Eigene Krankenversicherung, Rentenvericherung, Atbeitsunfähigkeitsversicherung, da man selbständig ist, sind unsere beiden Kinder leider automatisch Privatversichert, das bezahlt man auch, eigene Miete, Strom , Praxis TV für das Wartezimmer, immerhin 1000 !! Euro im Jahr , Putzfrau Praxis und ....und....und... ) da bleiben wohl kaum 200 000 tausend übrig!!

    Nein, nicht vergessen. Aus meinem Link

    Zitat

    Zu den Ärzten mit den höchsten Einkommen zählen laut Statistik Radiologen mit 19.500 Euro im Monat, gefolgt von Internisten mit 14.167 Euro und Urologen mit 11.333 Euro

    Zitat

    Der Reinertrag eines Arztes ist in etwa mit dem Bruttogehalt eines normalen Arbeitnehmers vergleichbar. Wie jeder Selbstständige müssen die Mediziner davon noch Steuern bezahlen sowie die Beiträge für ihre Altersvorsorge und Krankenversicherung. Bereits abgezogen sind allerdings die Ausgaben für Personal, Mieten, Autos sowie Abschreibungen auf medizinische Geräte.

    ...und hier geht es um Thüringen!!


    Zum Vergleich:

    Zitat

    Der durchschnittliche Brutto-Jahresarbeitslohn je Arbeitnehmer in Deutschland betrug im Jahr 2012 nach Angaben des Bundesministeriums der Finanzen rund 28.950 Euro.

    Quelle


    Also verdient ein Urologe in knapp drei Monaten soviel wie ein Durchschnittsverdiener im ganzen Jahr.


    Soviel dazu:

    Zitat

    FRÜHER war das wohl so mit den superreichen ärzten.

    Zum eigentlichen Thema kann ich nix beitragen, denn ich bin kein Arzthelfer.


    Aber ich kann ein bisschen rumrechnen. :-) Mit den Zahlen aus dem Ausgangsposting:


    2307 -> 2487,8 das wären 7,8% mehr


    1843 -> 2089,68 das wären 13,3% mehr


    Wo sonst gibt es solche Steigerungsraten in den Löhnen? Die scheinen mir hoch zu sein. Und welche Effekte spielen da rein?


    Hier ist für Arzthelfer die Rede von 4,5% mehr Gehalt zum 1. September. Und von einer Einmalzahlung von 375 EUR im September für alle Vollzeitbeschäftigten, für Teilzeitbeschäftigte anteilig.


    http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=3.71.11025.11431.11432


    Aber auch dazu passen die Zahlen im Ausgangsposting nicht.


    Ich glaube im übrigen, dass diese Erhöhungen ziemlich 1:1 über die Arbeitgeber an die Krankenkassen und über diese an die Patienten bzw. die Allgemeinheit durchgereicht werden.

    Hi, grundsätzlich wird in allen sozialenberufen vergleichsweise zuwenig verdient. Das Gehalt der Angestellten könnte deutlich höher sein.


    Ihr sprecht immer vom verdienst des Arztes und was da noch alles abgeht.


    Um über dieses Thema diskutieren zu können sollte einem der Unterschied zwischen UMSATZ und GEWINN(Verdienst) bekannt sein.


    Umsatz ist das, was der Arzt kompl. an Geld einnimmt, nämlich umsetzt.


    Von diesem UMSATZ gehen dann alle Betriebskosten ab, wie Löhne, Miete für Arztpraxis, Betriebsversicherungen, Leasing für Geräte und so weiter.


    Das was dann nach Abzug aller Betriebskosten vom UMSATZ übrig bleibt ist sein "VERDIENST" ( Gewinn).


    Davon zahlt er dann wie jeder andere auch seine eigenen Sozialabgaben und Steueren und alle andern privaten Kosten.


    Jedoch höre auch ich aus den Beiträgen der Treaderöffnerin eine gewaltige Frustation heraus. Sie hat es geschafft sozial auf zu steigen und tritt jetzt ordendlich nach unten.


    Tja so schnell kann die eigene soziale Herkunft vergessen werden.


    Sorry aber diesen Eindruck hinterlässt die Treaderöffnerin auf mich.

    Nachtrag zu meinem Beitrag zu vor:


    Hier der Eintrag von Ihr:


    An alle die hier meinen ich wäre hier eine Arztgattin , es würde nicht genug für mich übrig bleiben und bla, bla, bla!! Ich sag euch mal was!!!!!!!! Ich bin gelernte Krankenschwester und habe mir 10jahre!!!!!! Lang den Arsch im Krankenhaus aufgerissen, mit Schichtdienst, knapp 200 Überstunden, jedes zweite Wochenende arbeiten, Feiertag arbeiten usw .!!!!!! Und habe nur 1700 brutto gehabt!!!!!