• Hausarztwechsel - oder sollte man doch lieber noch einmal ein Gespräch suchen?

    Mein bisher freundlicher Hausarzt hat sich, seit ich eine Therapie abgelehnt habe (Einnahme eines homöopathischen Mittels) grundlegend geändert, obwohl ich das höflich begründet hatte. Seit dem behandelt er zwar fachlich überwiegend korrekt, aber lässt ständig spitze und bisweilen sehr schnippische Kommentare fallen. Beispielsweise habe ich neulich…
  • 51 Antworten
    kardamom schrieb:

    Ich kann deinen Arzt verstehen. Versetz dich mal in seine Lage: er weiß, wie er die helfen kann, du lehnst die Behandlung ab. Das ist schwer zu ertragen, völlig unabhängig von der Bildung. Zumal Homöopathie keine Nebenwirkungen hat und auf keinen Fall schadet. Im schlimmsten Fall wirkt sie nicht.

    Gefährliches Halbwissen und Spekullation

    JohnCrossaint schrieb:
    BenitaB. schrieb:

    Wie unsicher muß man sein, um das nicht allein entscheiden zu können?


    Wenn mir jemand nicht mehr guttut im Leben, bin ich weg....

    Er reflektiert und holt sich andere Meinungen, um nicht fehlerhafte Schlüsse zu sehen. Wäre vllt auch für dich was ihne immer gleich den Elefanten im porzelanhaus zu mimen

    :)^

    Ok, man könnte wechseln. Als einzigen Grund bei den aufgeführten Dinge sehe ich da allerdings nur diese Sache mit dem Blutbild, was 1,5 Jahre alt ist und noch für aktuell gehalten wird.

    Den Rest, wie mit dem "wenn ich tauche, halte ich auch 20 Sekunden die Luft an", da hätte ich jetzt gar nichts an Spitze bemerkt.

    Der Arzt meinte wohl nur, dass 20 Sekunden noch ok sind.


    Und ob der neue Arzt für immer zufriedenstellend sein wird, weiß man auch nicht.


    Rat: höre auf Dein Bauchgefühl, wenn der Verstand keine Antwort gibt.

    Für mich ist immer ausschlaggebend, ob ich dem Arzt und seinem fachwissenschaftlichen vollumfänglich vertrauen kann.

    Hat dieses Vertrauen einen Knacks, ist's Zeit für einen Wechsel.

    Mir ist das bisher bei langjährigen Ärzten bisher 2x passiert.

    Meinen Frauenarzt hab ich nach 25 Jahren gewechselt als er mir eine private Leistung die mich über 1000euro gekostet hätte, als unbedingt nötig verkaufen wollte und sehr komisch reagierte als ich diese ablehnte.

    Und dann meinen Hausarzt- nach 30 Jahren. Der meinte, ich solle mitten in der Krebserkrankung doch arbeiten gehen..Das würde mich ablenken. Und das obwohl ich mehrere Ops vor mir hatte und psychisch ein Wrack war.


    Bei beiden habe ich wortlos gewechselt. Die haben mich einfach nie wieder gesehen.

    Mietzli schrieb:

    Für mich ist immer ausschlaggebend, ob ich dem Arzt und seinem fachwissenschaftlichen vollumfänglich vertrauen

    Fachwissen. Nicht Fachwissenschaftlichen 😁 blödes Handy

    MarkusAusW schrieb:

    Mein bisher freundlicher Hausarzt hat sich, seit ich eine Therapie abgelehnt habe (Einnahme eines homöopathischen Mittels) grundlegend geändert, obwohl ich das höflich begründet hatte.


    was war denn deine Begründung?

    20 Sekunden mögen mal nicht dranatisch sein. Aber nicht ständig und über die ganze Nacht verteilt. Ich möchte mich in der Nacht erholen und keinen Trockentauchen im Bett mit realen Atemanhaltenzeiten im Schwimmbecken erproben. Der Vergleich Tauchen und erholsamer Schlaf ist ja wohl ein Schlag ins Gesicht für jeden, der ernsthaft unter Schlafstörungen leidet. Das er die Fachkenntnisse seines Kolleg (Zweitmeinung) in Abrede stellt und ihm quasi die Fachkenntniss abspricht, macht es nicht gerade besser. Und allein der Grund nach 1,5 Jahren ein Blutbild für aktuell zu halten, lässt mich klar an der Fachkenntniss zweifeln.

    Was für ein Argument ist das denn?

    Die Zeiten, wo Patienten alles brav abnicken, was Herr Dr. vorschlägt, sind längst vorbei. Der Patient wird nicht unmündig, nur weil ein studierter Herr vor ihm sitzt.

    Und Homöopathie ist ja sehr zweifelhaft, Wirkung nicht wissenschaftlich nachweisbar.

    Wenn ich als Patient keinen puren Zucker - mit verschwindend geringen Wirkstoffpartikelchen - zu mir nehmen mag, ist das eben so.

    MaxausA schrieb:

    Wenn ich als Patient keinen puren Zucker - mit verschwindend geringen Wirkstoffpartikelchen - zu mir nehmen mag, ist das eben so.

    Wenn ich als Behandler davon überzeugt bin, dass ich meinem Patienten mit H. helfen kann, und der Patient lehnt ab mit der Begründung, dass er nicht daran glaubt, dann ist es schwer, das hinzunehmen. Ich verstehe, dass es den Arzt ärgert. Zucker mit geringen oder gar keinen Wirkstoffpartikelchen kann ja nicht schaden, es sei denn, man hat eine schwerwiegende Zuckerallergie 😉 Also könnte man ihm ja wenigstens eine Chance geben. Wenn es nichts bringt: Patient hat Recht behalten, Arzt hats probiert, Erfolg bleibt aus, Sache gegessen, weiter im Programm.

    Die Anwendung von H. zu verweigern kann ich nachvollziehen, wenn sie als ERSATZ von anderen, dem Patienten sinnvoller erscheinenden Therapien herhalten soll. Daher meine Frage nach der Begründung.

    kardamom schrieb:
    MarkusAusW schrieb:

    Mein bisher freundlicher Hausarzt hat sich, seit ich eine Therapie abgelehnt habe (Einnahme eines homöopathischen Mittels) grundlegend geändert, obwohl ich das höflich begründet hatte.

    was war denn deine Begründung?

    Tut ja hier nichts zu Sache.

    Wenn ich glauben will, wende ich mich an die Geistlichkeit in der Kirche. Beim Arzt will ich nach wissenschaftlichen Erkenntnissen behandelt werden - nicht nach reinen Glaubensaspekten.

    MaxausA schrieb:

    Wenn ich glauben will, wende ich mich an die Geistlichkeit in der Kirche. Beim Arzt will ich nach wissenschaftlichen Erkenntnissen behandelt werden - nicht nach reinen Glaubensaspekten.

    Na, wenn das deine "höfliche Begründung" war, dann wäre ich als Arzt auch sauer. Er ist Arzt. Er hat Erfahrung. Es war sicher nicht seine erste Verordnung von H. Du hattest nichts zu verlieren, allenfalls hätte sich bestätigt, dass es nichts bewirkt. Und jetzt versuch mal, das aus seiner Perspektive zu sehen.

    kardamom schrieb:
    MaxausA schrieb:

    Wenn ich glauben will, wende ich mich an die Geistlichkeit in der Kirche. Beim Arzt will ich nach wissenschaftlichen Erkenntnissen behandelt werden - nicht nach reinen Glaubensaspekten.

    Na, wenn das deine "höfliche Begründung" war, dann wäre ich als Arzt auch sauer. Er ist Arzt. Er hat Erfahrung. Es war sicher nicht seine erste Verordnung von H. Du hattest nichts zu verlieren, allenfalls hätte sich bestätigt, dass es nichts bewirkt. Und jetzt versuch mal, das aus seiner Perspektive zu sehen.

    Nö. Soll ich eine Krebserkrankung auch zuerst mit Homöopathie behandeln? Hat ja im Gegensatz zu Chemotherapie keine Nebenwirkungen.

    Die Begründung "Er ist Arzt." ist kaum aussagekräftig. Wir haben im Ort ein Modegeschäft, was mit junger Mode wirbt, aber "Omakleidung" verkauft. Hier ist die Aussage "junge Mode" auch nicht fachlich korrekt gewählt. Nur weil man etwas ist / kann, heisst es nicht, dass man auch gut darin ist.

    Stehe grade vor dem gleichen Problem. Vor ca einem Jahr erst eine neue Hausärztin gesucht, nun scheint sie aber keinen Bock zu haben ihren Job vernünftig zu machen.
    Ich leide, habe Schmerzen und Beschwerden, die meine Lebensqualität auf ein Minimum runterschrauben - sie belächelt das. Nach der Ursache wird nichtmal ansatzweise geschaut.
    Werde nun wieder wechseln. Und wenn ich alle 6 Monate wechseln muss, dann ist das eben so. Von "Das ist nicht so dramatisch" wird man halt nicht gesund.