Ich bin so stinkig auf die Ärzteschaft

    Was muss man als Patient eigentlich tun, um ernst genommen zu werden?


    Ich breche mir ein Bein und das wird erst nach einem Jahr festgestellt. Ich muss mit Schmerzen ins Krankenhaus und werde nach einem Tag entlassen, weil ich mich beim Hausarzt vorstellen soll. Am nächsten Tag bin ich wieder im Krankenhaus, weil ich heulend nicht mehr weiter wusste. Da wird ein wenig geguckt, meine Beschwerden (....aber was ist mit den Schmerzen an dieser Stelle?) ignoriert und ich mit 8 verschiedenen Medikamenten, unter anderem Opiaten, nach 5 Tagen entlassen um dann am nächsten Tag mit dem Rettungswagen wieder eingeliefert zu werden, weil ich einen Kreislaufzusammenbruch hatte. DANN fängt man auf einmal an, und untersucht genauer. Aho, das MRT zeigt ja doch etwas. Ach ne.......die Blutwerte, wurden die überhaupt schon genauer angesehen? Nö, aber die Schilddrüse ist völlig ok, ein winziger Knoten. Solche Id......, ich bin unter ständiger Bewachung, weil ich zwei schnellwachsende kalte Knoten habe und es bösartig sein/werden könnte. Ok, man gibt zu, dass man von der Materie wohl doch nicht so viel Ahnung hat.


    Muss ich als Patient Ahnung haben und mich einlesen, damit ich die Ärzte mit der Nase darauf stossen kann? Muss ich mich als Patient von einem Arzt anblaffen lassen, man hätte ja schließlich nicht ewig Zeit für mich? Und woher ich die ganzen Fachausdrücke hätte? Ich hatte vergessen, die unterwürfige Haltung vor dem weißen Kittel einzunehmen und mich für die Zeit zu bedanken, die man mir doch opfert.


    Das soll unser hochgepriesenes Gesundheitswesen sein? Was passiert mit der Oma, die sich nicht wehren kann? Ach, wie dumm von mir. Habe ich doch im Krankenhaus mitbekommen. Die wird eingeliefert, weil sich keine Luft mehr bekommt und wird dann GERIATRISCH ruhig gestellt. Gott sei dank hatte die Oma noch einen Opa, der am nächsten Tag das halbe Krankenhaus zusammengeschimpft hat. Dann wurde endich auch mal die Lunge behandelt.


    Ich habe Angst, wie es weitergeht. Die Fallpauschale soll schuld sein. Was ist mit dem hippokratischem Eid? Wer KÜMMERT sich noch?

  • 373 Antworten
    Zitat

    Die Fallpauschale soll schuld sein.

    Wohl eher nicht. Keine Politik der Welt flüstert einem Arzt ein: "Behandle Deine Patienten wie Idioten." Das liegt wohl eher an den werten herrschaften selber, keine Ahnung, mit welcher Intention die Arzt geworden sind. In meiner Familie gibt es einen Arzt, der nun bald in Ruhestand geht und der hat sich – egal, wie die beruflichen Rahmenbedinungen waren/sind – noch nie aufgeführt wie eine Wildsau und hat seine Patienten immer ernst genommen. Aber die Arschloch-Quote scheint in dem Beruf einfach enorm hoch zu sein.

    Habe gerade nicht viel Zeit, deshalb nur ganz kurz:


    - Unser Gesundheitswesen ist nicht hoch gepriesen (Wer sagt denn sowas?), sondern kurz vor dem Kollaps, weil erstens niemand bereit ist, für seine Gesundheit Geld auszugeben und zweitens das Geld, was vorhanden ist, schlecht verteilt wird. Zum Beispiel zu einem großen Teil für reine Verwaltungszwecke ausgegeben wird (Warum braucht man so viele verschiedene gesetzliche Krankenkassen? Eine würde reichen)


    - Die guten Ärzte wandern ab, weil sie schlecht bezahlt werden und schlechte Arbeitsbedingungen haben. In Krankenhäusern hat man es deshalb leider oft nur mit denen zu tun, die sonst keiner will, oder die frisch von der Uni kommen.


    - Kein Arzt leistet einen hippokratischen Eid, das ist ein Mythos. (Davon abgesehen: Soll ein Arzt umsonst arbeiten?)


    Es liegt nicht an den Ärzten, sondern am System! Schimpfe also besser auf die Gesundheitsgesetzgebung.

    Zitat

    Aber die Arschloch-Quote scheint in dem Beruf einfach enorm hoch zu sein

    Jep, kann ich nur bestätigen. Es sind zwar nicht alle so, aber doch viele.... Ein Beispiel: Bekannter rutscht auf Glatteis aus und stürzt. Er hat starke Schmerzen in der Schulter und fährt in die Ambulanz ins Krankenhaus. Dort bekommt er eine Salbe gegen Prellungen und wird nach Hause geschickt. Nach einer Woche immer noch stärkste Schmerzen. Er geht wieder ins KH. Dann wird endlich mal geröngt. Ergebniss: Schulter gebrochen...


    Oder ein anderer Bekannter: Hat seit geraumer Zeit starke Rückenschmerzen. Bei verschiedenen Ärzten bekommt er immer nur eine schmerzstillende Spritze für den Rücken, wirklich untersuchen will ihn niemand. Irgendwann wird er unter stärksten Rückenschmerzen ins KH eingeliefert. Dort will man ihn wieder mit einer Spritze behandeln. Nachdem er dann völlig austickt und dem Arzt sehr unschöne Sachen androht wird endlich ein Ultraschall gemacht. Ergebniss: Die Gallenblase ist geplatzt, Not OP.


    Oder ich selbst: Des nachts heftige Rücken und Bauchschmerzen, erbreche dann braune Sprenkel. Da ich sowas nicht gegessen hatte kam mir der Verdacht es könnte Blut sein. Also ging ich ins Krankenhaus. Schilderte meine Symptome und wurde auf die GYN !! verfrachtet. Dort untersucht und dann mit dem Befund " Menstruationebeschwerden" wieder in die Aufnahme geschickt. Als ich das gelesen habe bin ich nochmal zu diesem FA rein, hab ihm den Zettel auf den Tisch geknallt und gesagt: Jetzt hab ich meine Tage seit 15 Jahren, aber gekotzt hab ich das Blut noch nie. Dann bin ich gegangen und irgendwann kam dann ein Arzt auf die Idee daß es ja auch der Magen sein könnte. Komisch, auf diese Idee wäre ich nie gekommen. :-o ]:D


    Du siehst, du bist nicht allein. Überall wird gespart und manchmal denke ich mir: Wer den Mund nicht aufmacht bzw. ihn nicht mehr aufmachen kann, der ist manchmal echt verratzt. Wohl dem der Angehörige hat die zumindest ein bisschen Ahnung von der Materie haben.

    Zitat

    die Gesundheitsgesetzgebung.

    ... hat aber nichts zu tun mit...

    Zitat

    von einem Arzt anblaffen lassen

    Es gibt durchaus Ärzte, die sich trotz schmalem Behandlungsbudget und Zeitdruck _freundlich_ um ihre Patienten kümmern.

    Zitat

    Aber die Arschloch-Quote scheint in dem Beruf einfach enorm hoch zu sein.

    Dem stimme ich zu.


    Die meisten Ärzte halten sich für etwas besseres. Warum das so ist, kann ich schlecht sagen. Ich vermute eine hohe soziale Prestige und eine bevorzugte Behandlung in diversen Dingen. Des Weiteren werden sie viel zu selten für ihre Fehler abgestraft und oft kommen solche Fehler nicht heraus, weil zu wenig Interesse daran besteht, sich auf Fehlersuche zu begeben.

    :)= :)^ ihr sprecht mir aus der Seele.


    Ich war vor 2 Jahren bei meiner Hausärztin, ich hatte Herzrhythmusstörungen, sie gab mir ein Spray unter die Zunge und wollte sofort, dass ich ins Krankenhaus gehe. Mein Lebensgefährte brachte mich gleich ins KH, weil ich nicht mit dem Notarztwagen fahren wollte. Ich fand das Ganze irgendwie voll übertrieben. Dort im KH angekommen überreichte ich der jungen Ärztin den Befund meiner Ärztin....sie las es und sagte...Verdacht auf Herzinfarkt? Schaute mich groß an und sagte...bitte nehmen Sie dort Platz, wir rufen Sie gleich.


    Mir bliebt die Luft weg und fragte nach, was haben Sie gesagt? Verdacht auf Herzinfarkt?


    Ich war beunruhigt......


    Nach einer Stunde bin ich mal wieder zum Ärztezimmer und fragte nach, ob und wie lange ich noch dort rumsitzen soll. Ein Arzt fragte mich...wieso...was fehlt Ihnen denn?


    Da sagte die junge Ärztin...ach...das ist der "Verdacht auf Herzinfarkt"....ich : bitte? Sie...ja steht doch drauf!


    Der Arzt nahm den Wisch und sagte...bitte folgen.


    Er legte mir ein EKG an und ging weg, nach 40 Minuten kam er rein schaute auf das Gerät und sagte...da ist was nicht so in Ordnung, aber was genau...kann ich Ihnen noch nicht sagen. Sie sollten hier bleiben.


    So ging es 3 Tage und am letzten Tag kam ein Kardiologe zu mir, machte viele Test, ein Herzecho, Belastungs- EKG und sagte dann...Gott sei Dank kein Herzinfarkt, aber Sie haben eine Herzmuskelentzündung. 2 Wochen Ruhe, dann geht es wieder.


    Ich habe mehr als 6 Monate gebraucht, wurde aber nur von meiner Hausärztin belächelt. Ich konnte aber kaum laufen, war immer total schnell aus der Puste, fühlte mich super elend, war sofort schweißnass und hatte ein Beklemmungsgefühl.


    Irgendwann war es wieder gut, aber auch nur, weil ich viele gute Tipps aus dem Internet gelesen haben und diese beherzigt habe.


    Ich bekam nach 6 Monaten eine Impfauffrischung, kurz danach fingen diese Herzprobleme wieder an.


    Ich fragte meine Ärztin, ob es an der Impfe liegen könnte, aber sie lächelte wieder dämlich.


    Ich las im Internet, dass ich dieses Impfserum als Hashimotopatientin gar nicht nicht hätte bekommen dürfen. Als Nebenwirkung stand drin, können Extrasystolen und andere Herzprobleme auslösen.


    Mit dem Bericht bin ich zu meiner Ärztin, sie schaute drauf und sagte dann nur...da haben wir den Übeltäter gestellt, nicht wahr?

    So wirklich eine Ahnung habe ich davon leider auch nicht. Jedoch kenne ich das sehr gut. Habe zur Zeit auch gesundheitliche Probleme und mein Hausarzt meinte eben immer nur: Ja dann probieren wir eben neue tabletten aus. Am Do habe ich wieder ein Termin, bei dem ich mich nicht so abschütteln lasse. Wenn ich in der Praxis anrufe und sage, dass ich sehr dringend ein Termin brauche, bekomme ich einen 5 Tage später. Sehr toll!


    Mein alter Hausarzt war nicht besser. Super Geschichte! Hatte mir im Winter ne üble Krippe eingefangen und wollte einfach von ihm wissen, wie es schnell wieder weg geht. Klar bei ner Krippe kriegt man heutzutage nicht wirklich medikamente. Doch was mich erstaunt hat, ich bin rein – er hat mich untersucht. Diagnose: gesund. Meine Stimme war kaum da und ich konnte mich selber kaum auf den Beinen halten, aber ich bin kerngesund. Bin dann ins Wartezimmer zu meiner Mutter und habe ihr das erzählt, wobei da noch ein paar andere Patienten. Die haben alle gelacht, weil sie eben gehört haben, wie ich mich anhöre.


    Immer wenn ich zum Arzt bin, wegen wirklich schlimmen Symptome meinte er nur: Das ist psychisch. Immer! Dann habe ich mich durchchecken lassen und es war im großen und ganzen mit meiner Psyche alles in Ordnung.


    Früher bin ich "gerne" zum Arzt. Ich war immer jemand der gesagt hat, lieber früher als zu spät, da ich sehe, was passiert, wenn man zu spät geht (mache eine Ausbildung im Krankenhaus).


    Doch durch meinen letzten Hausarzt habe ich mich so eingeschüchtert gefühlt, dass ich jetzt immer auf den letzten Drücker gehe. Immer dann, wenn mich meine Mutter dazu "zwingt".


    Ich hoffe einfach, dass am Donnerstag mal etwas rauskommt, dass ich einfach weiß, was die letzte Woche mit mir los ist.

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    Unser Gesundheitswesen ist nicht hoch gepriesen (Wer sagt denn sowas?), sondern kurz vor dem Kollaps, weil erstens niemand bereit ist, für seine Gesundheit Geld auszugeben und zweitens das Geld, was vorhanden ist, schlecht verteilt wird

    Ich bin als Kassenpatient bereit, mehr auszugeben und tue es bereits. Was habe ich davon? Sind unfähige Chefärzte besser als unfähige Stationsärzte? Was würde mit mir in einem erneuten Fall passieren, wäre ich nicht zusatzversichert?


    Ruhiggestellt wie auf der Geriatrie?

    das was ich haben will, bezahle ich mir auch selbst, wenn es keine Kassenleitung ist.


    Ich weiss nicht zu welchen Ärzten hier manche Leute gehen, aber in 22 Jahren bin ich bisher nur bei... 4 inkompetenten Ärzten gelassen (das menschliche lass ich mal raus)


    1) Frauenarzt der eine zyste nich von nem Tumor unterscheiden konnte und die Schmerzen weggewunken hat, man soll sich nicht so anstellen


    2) Hautarzt der pro untersuchtes Muttermal 5€ haben wollte


    3) zweiter Hautarzt, der mit meine auffälligen Muttermale weglasern wollte


    4) Hausarzt der eine Gehirnblutung nicht erkannt hat, bzw die Person nicht mal ins Krankenhaus geschickt hatte.


    Ansonten bin ich mit meinen Ärzten zufrieden. Wenn nicht, wechsel ich den Arzt einfach.

    Zitat

    Muss ich als Patient Ahnung haben und mich einlesen, damit ich die Ärzte mit der Nase darauf stossen kann?

    Ja, aber das bloß nicht raushängen lassen. Wie du schon herausgefunden hast:

    Zitat

    Und woher ich die ganzen Fachausdrücke hätte? Ich hatte vergessen, die unterwürfige Haltung vor dem weißen Kittel einzunehmen und mich für die Zeit zu bedanken, die man mir doch opfert.

    können viele Ärzte das garnicht leiden!


    Bloß nie nie nie eine eigene Diagnose stellen, die ist es dann nämlich erstmal ganz sicher nicht! ]:D

    Zitat

    Ich weiss nicht zu welchen Ärzten hier manche Leute gehen, aber in 22 Jahren bin ich bisher nur bei... 4 inkompetenten Ärzten gelassen

    Leider haben Ärzte kein Hinweisschild an der Tür: Achtung, hier praktiziert ein völlig inkompetenter Kurpfuscher und Quacksalber. ]:D


    Und wenns im Falle des Falles mal schnell gehen muß und man ins Krankenhaus gebracht wird kann man sich als Kassenpatient seinen Arzt auch nicht aussuchen. *:)

    Naja darum geht es mir ja nicht, aber wenn ich weiss, dass in dem KH ein paar schlechte Ärzte sind (durch Bekannte, oder zuvor eigens gemachte Erfahungen) dann gehe ich da doch nicht mehr hin?!


    Genauso bei Parxen – die besagte FÄ hat mich nie wieder gesehen, eben so diese zwei Hausärzte.


    Wenn es wirklich mal schnell gehen muss, dann kann man doch aber (wenn man es dann weiss) sagen dass man in ein anderes Krankenhaus will.

    In den letzten Jahren ist mir sehr viel Inkompetenz seitens der Ärzte begegnet, jedoch nimmt man vermutlich die positiven Erfahrungen nicht in die Erinnerung auf.


    Zu keiner Zeit waren Ärzte so kontrollierbar wie heute. Der Patient wird mündig, das zerstört den Nimbus.


    Aber: Arrogante, unfähige und geldgierige Menschen gibt es in jedem Beruf, warum sollte da die Ärzteschaft ausgenommen sein?

    Zitat

    Die meisten Ärzte halten sich für etwas besseres. Warum das so ist, kann ich schlecht sagen.

    Ich habe beruflich viel mit Ärzten und Medizinstudenten zu tun. Aus meinen Beobachtungen leite ich folgende Hypothesen ab:


    1. Bevor einer Arzt wird, muss er ein sehr gutes Abitur ablegen, und ein extrem anspruchsvolles und langwieriges Studium absolvieren. Das geht nicht ohne eine gewaltige Portion Strebertum und Egoismus. Die Auslese ist hart.


    2. Die Hierarchien in der Klinik sind ähnlich wie beim Militär. Als Assistenzarzt bist du der letzte Arsch, meist überarbeitet und gedemütigt von höheren Chargen. Man lässt sich das gefallen in der Hoffnung/Gewissheit irgendwann selbst aufzusteigen und dann die entsprechenden Privilegien zu genießen. Dieses System ist einem Kasernenhof mit seinen menschenverachtenden Ritualen nicht unähnlich.


    3. Die Ärzteschaft rekrutiert sich aus sich selbst. Überproportional viele Kinder von Ärzten werden wieder Ärzte. Sie bilden gewissermaßen eine Kaste. Der Bezug zum Rest der Gesellschaft geht über Generationen verloren.


    4. Der Arzt wird durch die Politik in ein marktwirtschaftlich organisiertes Gesundheitssystem gezwungen. Als Kleinunternehmer kämpft er täglich um mehr Umsatz, mehr Gewinn und manchmal auch um das Überleben. Unter diesen Umständen verkümmert der eigentlich altruistische Ansatz des Arztberufes.


    5. Nicht zuletzt vermittelt die Trivialunterhaltung ein Bild des Arztes als "Gott in Weiß". Irgendwann glaubt er es halt selbst.


    Ich kenne allerdings auch eine ganze Reihe kompetenter, freundlicher, aus humanistischem Gesinnung agierender Ärzte.

    Also ich glaube, hurx, Ärzte verdienen nicht schlecht. Das Problem ist, sie wollen viel Geld verdienen und mögen nichts abgeben.


    Die Ärzte im Krankenhaus, wenn es nicht gerade Oberärzte sind, verdienen nicht so gut, da gebe ich Dir Recht und junge Ärzte werden dort verbrannt, auch richtig. Da muss die Gesundheitsreform dringend was ändern.


    Meine Ärztin hat mit ihrem Mann eine Gemeinschaftspraxis, die auch gut läuft. Denen geht es richtig gut. Die haben ein tolles Haus, die beiden Kinder sind im Golfklub und der Golfklub ist wirklich nicht gerade günstig.


    Er hat ein eigenes Flugzeug und damit fliegen sie regelmäßig nach Sylt und dort haben sie auch ein schickes Häuschen. Bilder hängen bei denen in der Praxis rum und es wird auch gerne davon berichtet. Sollen sie auch gerne haben. Wer ein so hartes Studium absolviert hat, eine Praxis eröffnet und alles gut läuft, warum nicht.


    Aber rumstöhnen, es geht ihnen dreckig, sie müssten am Monatsende draufzahlen und sie schauen weg, wenn es nach einer kostspieligen Behandlung ausschaut oder stellen gleich eine Überweisung zu einem Facharzt aus, wo man als Kassenpatient 3 bis 4 Monate auf einen Termin warten muss. Da kocht bei mir das Blut.


    Dann bemerke ich immer, dass es ein Folgetermin gibt, was auf jeden Fall im nächsten Quartal liegt. So, muss man immer brav seine 10 € bezahlen um dann zu hören, sorry, aber das sollte sich dann doch mal ein Facharzt anschauen. Dieser Facharzt sagt dann...tja...kann nichts Großartiges feststellen oder ist es jetzt schon besser. Haben sie noch Schmerztabletten, sonst kaufen Sie sich XYZ 400 und wenn es nicht besser ist, kommen Sie noch mal vorbei.


    Das heißt dann aber, wieder erst zum Hausarzt, 10€ zahlen, Überweisung geben lassen, versuchen einen Termin zu bekommen und dann wieder die großen unschuldigen Augen des Arztes zu bewundern, der dann wieder so gar nichts feststellen kann.


    Manchmal nehmen sie mal Blut ab, dann darf man nach 4 Tagen anrufen und man hört...alles ok, jetzt geht es Ihnen doch bestimmt besser oder? Ahhhhhhhhh schrei brüll...ich frage mich oft, wie das wohl ist, wenn Ärzte krank werden? Ob die untereinander anders abrechnen?


    Richtig gute Ärzte gibt es wohl nur im ZDF

    Zitat

    Naja darum geht es mir ja nicht, aber wenn ich weiss, dass in dem KH ein paar schlechte Ärzte sind (durch Bekannte, oder zuvor eigens gemachte Erfahungen) dann gehe ich da doch nicht mehr hin?!


    Genauso bei Parxen – die besagte FÄ hat mich nie wieder gesehen, eben so diese zwei Hausärzte.


    Wenn es wirklich mal schnell gehen muss, dann kann man doch aber (wenn man es dann weiss) sagen dass man in ein anderes Krankenhaus will.

    Und wenn du nicht weißt, was dir fehlt, woher die Schmerzen kommen, wohin gehst du dann? Ich konnte es bis dato nicht sagen und die Ärzte die ersten zwei Wochen auch nicht.


    Und nicht bei jeder Fachrichtung hast du die große Auswahl. Hier gibt es kaum Orthopäden und auf einen Termin in 6 Monaten kann ich verzichten. Also wohin........zum Schilddrüsenspezialisten 40 km, zur Frauenärztin 30 km, zum Orthopäden bisher 28 km.......was macht man, wenn man kein Auto hat? Den Job aufgeben, weil man es nicht innerhalb der Öffungszeiten schafft?

    Es hat auch noch nie jemand behauptet, dass ein medizinisches Staatsexamen eine Charakterprüfung ist. 8-)


    Aussagen wie

    Zitat

    Ich bin sooo stinkig auf die Ärzteschaft

    Zitat

    Aber die Arschloch-Quote scheint in dem Beruf einfach enorm hoch zu sein.

    belegen, dass auch in Foren weder Stil noch die Fähigkeit zur differenzierten Aussage bei der Registrierung überprüft werden. :p>

    Dafür dass die Ärzte so weit weg sind (wo wohnst du denn dass du so weit zu Ärzten fahren musst), dafür kann der Arzt persönlich ja nicht viel. Auf dem Land eine Fachpraxis auf zumachen ??andere würden sagen 'in der pampa'?? lohnt nun mal nicht. Ein Arzt muss auch imemr sehen ob sich das ganze finanziell lohnt. Genauso wie eine Apotheke, wie ein Supermarkt, wie eine Tanke.


    Da sehe ich aber wieder jemand anderen ind er Verantwortung, dafür zu sorgen, dass Ärzte sich auf dem Land niederlasse, sodass es sich für sie eben doch lohnt!