Kann Arzt Überweisung verweigern?

    Es geht um folgendes:


    Ich habe ein Myom, was ich auch entfernen lassen möchte.


    Mein Gyn meint, dass ich vorher unbedingt über Monate ein Medikament nehmen muss, damit es schrumpft. Es ist ca. 4x4 cm.


    Ich möchte mir nun eine zweite Meinung einholen, ob die Medikamenteneinnahme wirklich zwingend erforderlich ist. Ich möchte gerne direkt im Krankenhaus in der Ambulanz das ganze abklären lassen, da die es ja auch operieren würden. Dort bekomme ich auch einen Termin, allerdings benötige ich eine Überweisung


    Nun ist es ja so, dass mein Arzt der Meinung ist, dass ich unbedingt das Medikament nehmen muss, ohne würde heutzutage garnicht mehr operiert. Er würde es mir verschreiben und dann würde ich nach drei Monaten direkt eine Überweisung zur Operation bekommen.


    Wenn ich nun um eine Überweisung bitte, damit ich vorab im Krankenhaus das ganze einmal anschauen lassen kann, kann er mir die verweigern?


    Bleibt mir dann nur der Weg einen anderen Frauenarzt zu suchen, der mich ins Krankenhaus überweist?


    Ich nehme an eine Überweisung vom Hausarzt geht nicht?

  • 20 Antworten

    Ja, so wie die sagten schon :-/


    Mein Gyn hat nur ein wenig "belächelt", dass ich so skeptisch wegen dem Medikament bin %-|


    Aber wenn ich mir die Nebenwirkungen so ansehe, bis hin zu Leberschäden, kann ich das nicht einfach mal so nehmen. Dazu kommen noch die ganzen Medikamente, die ich eh schon nehmen muss.. und Erschöpfung, Müdigkeit und Stimmungsschwankungen kann ich als Depressionserkrankte nun nicht wirklich gebrauchen. Bin so schon froh, dass ich nun einigermaßen stabil bin. Dazu kommt noch, dass es auch Fällen gibt, wo das Medikament garnicht wirkt...


    Puh, blöde Situation.


    Aber läuft das tatsächlich so, dass man erst zur OP eine Überweisung bekommt? Die Ärzte im Krankenhaus würden mich dann tatsächlich erst zur Operation sehen? Die wollen sich das doch vorher sicher auch mal ansehen ":/


    Ich frag mich auch, warum der auf das Medikament besteht? Es müsste sich um esmya handeln... Verdient er daran so gut, wenn er es verordnet?

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    Grundsätzlich ist es ja schon gut, wenn man eine OP vermeiden kann.


    Ist das denn eine gynäkologische Ambulanz? Ich kenne das nur so, dass man zur Beratung ins KH kann, wenn die eben auch eine ambulante Sprechstunde anbieten. Sonst kann es wirklich so sein, dass man direkt zur OP eingewiesen wird. Die untersuchen Dich dann natürlich vorher auch noch mal, aber erst bei der Aufnahme.


    Und was die Nebenwirkungen angeht...wie häufig treten Leberschäden auf ? Wenn es danach geht, dürfte man Vieles nicht einnehmen.


    Vielleicht versuchst Du, noch einmal eine Zweitmeinung einzuholen? Da sind doch auch durchaus die Krankenkassen behilflich bei.

    Du weißt doch noch gar nicht, ob er die verweigert. Du rotierst um ungelegte Eier. Frag doch erstmal, nein, bitte darum. Es ist Dein Körper und Deine Entscheidung Dir dort eine Meinung einzuholen. Wenn er das nicht akzeptieren kann wünscht Du ihm einen schönen Lebensabend und gehst dort nicht wieder hin.


    Und dann würde ich den Hausarzt einfach fragen, ob der das nicht auch machen kann. Schildere dem dann die Situation. Und zu Not gehst Du dann eben zu einem anderen Gyn. Aber ich wüsste nicht, warum nicht auch ein Hausarzt in eine gynäkologische Ambulanz überweisen könnte.

    Ja die Zweitmeinung wollte ich ja direkt im Krankenhaus einholen, in der gynäkologischen Ambulanz. Dachte, das wäre der einfachste Weg, da dort ja auch operiert werden würde. Termin bekomme ich, aber nur mit Überweisung vom Facharzt.


    Klar sind die Leberschäden selten, aber das Medikament wird zur Zeit wohl noch überprüft, weil mehrere Lebertransplantationen nötig waren. Ich nehme ja so schon mehrere andere Medikamente und da hat die Leber schon genug zu tun. Und die anderen Nebenwirkungen kommen ja auch dazu, möchte keine psychische Krise riskieren. Die Operation kann dadurch auch nicht vermieden werden. Nur eventuell verkürzt das die Eingiffsdauer, wenn das Myom noch etwas kleiner wird. Habe aber schon von mehreren Bekannten mit teilweise sogar größeren Myomen gehört, dass die auch so operiert wurden, ohne vorher was einzunehmen. Möchte ja auch eigentlich nur vom Krankenhaus hören, ob sie auch ohne Medikamente operieren würden. Die meinten natürlich am Telefon, dass das bei jedem Patienten anders sei und die sich das halt selbst einmal ansehen möchten.


    Wenn er nicht mit sich reden lässt, wird mir wohl nix anderes übrig bleiben, als mir einen anderen Arzt zu suchen für die Überweisung :-(

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    Naja, vor einem Jahr sagte er noch, dass er mir das Medikament verschreibt, erst dann bekomm ich die Überweisung. Er hat da auf meine Nachfrage, ob das wirklich nötig ist, schon komisch reagiert und ich hatte nicht den Mut, das weiter zu hinterfragen. Er meinte, wenn ich bereit für die Medikamenteneinnahme bin, soll ich Bescheid sagen... Vielleicht habe ich ja Glück und die Sprechstundenhilfe stellt sie mir einfach aus oder er ist dann etwas verständnisvoller als beim letzten Mal.... Ansonsten ruf ich nochmals dort an und frage, ob die die auch vom Hausarzt akzeptieren... Danke schonmal.

    die Zweitmeinung würde ich lieber von einem anderen Gyn einholen.


    Ganz im ernst.. die im KH haben doch was davon wenn sie dir die OP verordnen und das machen wollen. Geh doch lieber zu einem unabhängigem anderen Gynäkologen, der eben nicht das Geld aus der OP verdient ..

    Es geht nicht um die Frage, ob die Operation nötig ist.


    Da gehen die Meinungen eh auseinander.


    Falls ich noch schwanger werden möchte, würde das Myom höchstwahrscheinlich ziemlich stören.


    In den Wechseljahren können die manchmal enorm wachsen. Für mich ist eigentlich klar, dass es entfernt werden soll, zumal es in den letzten Jahren anscheinend schon größer geworden ist :-/ Kommt nur die Variante mit Medikamenten in Betracht, hat sich die Operation wohl erstmal erledigt und ich hoffe, dass es nicht noch weiter wächst.


    Es geht nicht darum zu klären, ob die Operation nötig ist, sondern ob ich unbedingt drei Monate vorher hochdosierte Medikamente nehmen muss. Das wird das Krankenhaus vermutlich besser beurteilen können als ein Gynäkologe, der selbst nicht operiert :)z

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    Für das Medikament läuft momentan ein Risikobeeertungsverfahren.


    Ich würde es auch vermeiden wenns auch anders geht.


    https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Pharmakovigilanz/DE/RV_STP/a-f/esmya.html

    Zitat

    Du weißt doch noch gar nicht, ob er die verweigert. Du rotierst um ungelegte Eier.

    Sehe ich auch so. Versuche es und wenn du die Überweisung nicht bekommst, such dir einen anderen Arzt. Vielleicht hat der ja auch eine andere (Zweit-) Meinung und überweist dich direkt zur OP.


    Das Medikament würde ich auch vorerst vermeiden.

    Mal ganz blöd gefragt: ist die Op evtl. risikoreicher, wenn das Myom größer ist? Dann würde eine Schrumpfung vielleicht doch Sinn machen.

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    So, die Überweisung hat mir die Sprechstundenhilfe ausgestellt.


    Besagtes Medikament wird momentan nicht mehr verschrieben, da es wegen der Leberschäden überprüft werden muss. Somit hat sich das für mich sowieso erledigt.

    Aus aktueller eigener Erfahrung kann ich dir empfehlen zu einer speziellen Myom-Sprechstunde zu gehen, falls es das in deinem Wohnort oder Umgebung gibt. Die bieten Ärzte an, die ständig mit dem Thema zu tun haben und fachlich auf dem neuesten Stand sind. Die können auch sagen, welche Operationsmethode zu deiner Lebenssituation und deinem Myom/deinen Myomen passt.


    Mir wurde im KH ein Bauchschnitt empfohlen und das wurde auch vom "Myom-Arzt" bestätigt. Gleichwohl empfiehlt er, es nicht sofort zu entfernen, sondern erst 1/2 Jahr vor einem Kinderwunsch. Damit eine nochmalige OP verhindert wird, die Dinger können wiederkommen. Bis dahin könnte man meins beobachten und in Ruhe lassen, sofern es 10cm nicht übersteigt (der Schnitt würde mit wachsender Größe ja auch größer werden).


    Auf sowas wurde ich im KH nicht hingewiesen und mein Frauenarzt ist da auch nicht so tief in der Materie.


    Also gerade bei etwaigem Kinderwunsch würde ich diese SpezialSprechstunde aufsuchen.

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