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    Zitat

    Ach was!


    Herrje, wenn Du mich schon zitierst, dann bitte richtig. Ich tu das jetzt mal für Dich und hebe ein kleines, entscheidendes Wort hervor:

    Zitat

    Es ist bizarr und dreist, ein Ausfallhonorar anzukündigen, ohne eine einfache Absagemöglichkeit anzubieten und dem Patienten mitzuteilen, auf welchem Weg die Absage erfolgen soll.

    Zitat

    Dass vom Arzt darauf hingewiesen werden soll, in welcher Form die Terminabsage zu geschehen hat, kannste übrigens auch in dem von Dir selbst geposteten Link durchlesen.

    Quacksalberei,


    bevor man sich Gedanken über die Form der Absagemöglichkeit macht, sollte man zuerst einmal klären, ob man überhaupt einen gültigen 'Vertrag' abgeschlossen ist, denn die TE schrieb ausdrücklich nur von einem Telefonat:

    Zitat

    Selbstverständlich ist die Vereinbarung vom Arzt bzw. Zahnarzt und vom Patienten zu unterschreiben und mit einem Datum zu versehen.

    (Auszug aus dem Zitat aus meinem Link)


    So, und das habe ich jetzt nicht extra für Dich, sondern extra für die TE geschrieben. Es ist also nicht nötig, daß wir uns jetzt für etwas streiten, was die TE anscheinend nicht in der Lage ist zu tun: Uns (bzw. sich selbst) als allererstes die Frage zu beantworten, ob überhaupt eine rechtsgültige Vereinbarung zu stande gekommen ist.

    @ :)

    Seven.of.Nine

    Zitat

    So, und das habe ich jetzt nicht extra für Dich, sondern extra für die TE geschrieben.

    Schöner Konter, könnte von mir sein. ;-D
    Okay, vielleicht können wir darauf einigen: Ich stimme Dir zu, dass es, so wie sich die Situation für uns (juristische Laien - ich nehme an, Du bist auch einer?) derzeit darstellt, sehr sicher scheint, dass dieser, öhm, Quacksalber? ;-D rechtlich keine Chance hätte. Im Gegenzug könntest Du mir zustimmen, dass das da

    Zitat
    Zitat

    Es ist bizarr und dreist, ein Ausfallhonorar anzukündigen

    Das kann der Arzt sehr wohl ankündigen

    nun, zumindest unglücklich war, da es an meinem Beitrag vorbeigeht und es durch das verkürzte Zitat und Deine Reaktion darauf so aussieht, als hätte ich geschrieben, ein Arzt könne/dürfe kein Ausfallhonorar ankündigen.
    Ich habe mich dabei schlicht auf die laufende Diskussion über die bizarre - und in meinen Augen unverschämte - Vorgehensweise bezogen, während Du auf der rechtlichen Schiene unterwegs warst. Und ja, ich finde es wichtig, auch das Moralische/Menschliche anzusprechen - zu diesem Psychiater würde ich nämlich definitiv nicht in Behandlung gehen (und ich hoffe, die TE bleibt auch dabei, nicht dort zu erscheinen). Was das Rechtliche angeht, möchte ich mich als Laie auch einfach nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.


    Frieden? Frieden! (Hier einen Smiley mit weißer Fahne imaginieren.)

    @ Quacksalberei:

    Mein Plan ist der im Zweifelsfall nicht zu zahlen. Weil eigentlich wollte ich ja zum Psychiater, weil mich meine Privatinsolvenz ganz schön mitnimmt.

    @ Mond+Sterne:

    Sehe ich natürlich nicht so. Sonst kann sich ja jeder "tot" stellen und abkassieren. Dann würde ich sofort eine Tierpension eröffnen und wenn die Leute ihr Tier abholen wollen mache ich einfach nicht auf, sondern warte noch 10 Tage und berechne die 10 Tage dann noch extra.

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    Zitat

    Mein Plan ist der im Zweifelsfall nicht zu zahlen. Weil eigentlich wollte ich ja zum Psychiater, weil mich meine Privatinsolvenz ganz schön mitnimmt.

    Na klar, keinesfalls zahlen, sollte der Typ tatsächlich eine Rechnung schicken.
    Hier übrigens noch ein Link. Interessant vielleicht auch der Link auf die Unabhängige Patientenberatung Deutschland unten auf der Seite in dem blauen Kasten. Die bieten auch kostenlose Beratungen (per Telefon, online etc.) zu Patientenrechten an. Habe allerdings keine Ahnung, ob die fachlich gut sind.

    Ich drücke die Daumen, dass da einfach nichts mehr passiert. Ist aber schon ein sehr ärgerlicher Stress, gerade wenn es sich um einen Psychiater handelt. Falls eine Rechnung reinflattern und er sich nicht unmittelbar kooperativ zeigen sollte/weiterhin einfach nicht erreichbar ist, würde ich mich eventuell an die zuständige Beschwerdestelle Deiner Region wenden:


    http://www.beschwerde-psychiatrie.de/liste.html


    Eventuell, weil ich nicht weiß, ob es die beste denkbare Anlaufstelle ist, aber falls er das wirklich öfter so abziehen sollte, wäre eine offizielle Beschwerde mehr als gerechtfertigt.

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    Mal zur Klärung: Ist es ein PSYCHIATER, der ÄRZTLICH tätig ist? Oder ein REIN PSYCHOTHERAPEUTISCH tätiger Arzt oder gar Psychologe? Das würde die Praxis ohne Angestellte etc. erklären. Aber nicht so ganz die Höhe des Ausfallhonorars, da so um die 75€ üblich sind bei gesetzlich Versicherten. Aber: Das gilt auch erst, nachdem man beim ERSTEN Termin eine entsprechende Vereinbarung unterschrieben hat.


    Ich muss jetzt aber auch mal drauf hinweisen, dass gerade im Falle der REIN THERAPEUTISCH arbeitenden Praxen so ein Ausfall/Nichterscheinen ein echtes Problem ist. Wenn man von max. 7-8 Patienten pro Tag ausgeht, die für 50 Minuten-Termine kommen, dann sind Ausfälle ein Problem. Und es ist eben kein Hausarzt, wo schnell Laufkundschaft dazukommt.


    ??Ich bin selber so tätig. Ich kann nur eine begrenze Patientenzahl nehmen. Weil wenn ALLE kommen, muss ich genug Kapazitäten haben. Ich kann bei einer 20 Stunden-Stelle nicht 40 Patienten annehmen, weil ich die nicht wöchentlich sehen kann. Ich hatte heute bspw. bei 6 Patienten 3 Absagen. Alle plausibel und in meiner Einrichtung aufgrund der Gründe der Absagen (Erkrankung, Kind krank, also "Notfälle") auch kein Anlass für ein Ausfallhonorar. Aber ich hatte heute 50% Umsatzeinbruch. Das ist in Kombi mit Urlaubs-& Ferienzeiten im Monat/Quartal irgendwann durchaus problematisch. Von irgendwas müssen Praxiskosten und mein Gehalt finanziert werden. Solche kurzfristigen Aussagen tun halt in dem Bereich ziemlich weh. Ich gehe bspw. mit meiner halben Stelle mit unter 1500€ nach Hause und ein Teil dieses Gehalts ist noch an Mindestzahlen geknüpft. D.h. jetzt nach der Urlaubszeit gehe ich mit noch weniger Geld nach Hause. Jede Grippewelle bei Patienten hat denselben Effekt. Krankheit meinerseits auch. Reguläre Arztpraxen können sowas gut kompensieren. Therapeuten-Praxen, egal ob Arzt oder Psychologe, kaum.??

    Ergänzung:


    Das Problem ist leider auch, dass man bei vielen Fachärzten z.T. lange auf einen Termin wartet - dann aber auch hingeht. Im Psycho-Bereich (ich formuliere es mal so salopp) gibt's aber eine überdurchschnittliche Absage- & Nicht-auftauch-Quote. "Ach, brauch ich doch nicht, geht doch, keine Lust, ist mir zu stressig". Dann aber häufig mit Klagen, dass man nicht SOFORT einen Termin bekommt, wenn es einem dann doch schlechter geht.


    Mein Tipp: Sich die Absage nochmals gründlich überlegen. Ggf. ist diese Andrphung auch eher als "Motivationshilfe" zu verstehen, um leichtfertige Absagen zu unterbinden.


    Und: Sollte ein "echtes" schwarzes Schaf dahinterstecken: Dann direkt an die zuständige ÄRZTEKAMMER wenden. Denn bei Neupatienten besteht eigentlich noch kein Behandlungsvertrag, nur wel ein Termin vereinbart wurde. D.h. ohne Vertrag keine Abrechnung. Auch kein Ausfallhonorar. Das kann aber dann berechnet werden, wenn man erstmals dort war, die Vereinbarung unterschrieben hat bzw. darüber aufgeklärt wurde. Also ab dem 2. Termin.