Krankenkasse zahlt kein Krankengeld

    Hallo,


    wie mein Name schon sagt, geht es um die besagte Krankenkasse.


    Folgender Sachverhalt:


    Ich war vom 20.010.2010 bis zum 01.08.2011 in einer Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben, sprich eine berufliche Rehamaßnahme. Aus gesundheitlichen Gründen habe ich diese am 01.08.2011 nach Absprache mit meinem Rehaberater und Kostenträger von der deutschen Rentenversicherung Bund Berlin beendet. Er meinte ich soll mich krankschreiben lassen und wenn es mir wieder besser geht eine neue Rehamaßnahme beantragen. Ich würde in dieser Zeit Krankengeld statt wie bisher Übergangsgeld für die Rehamaßnahme bekommen. So weit so gut.


    Ich bekam dann auch einen Beendigungsbescheid der Deutschen Rentenversicherung und der Mitteilung ich würde noch bis zum 12.08.2011 Übergangsgeld (sprich Rehageld) bekommen.


    Nach Vorsprache bei der lieben AOK und dem Vorlegen des Einstellungsbescheides der Deutschen Rentenversicherung, meinte die Sachbearbeiterin, die Rentenversicherung wäre verpflichtet mir weiterhin Übergangsgeld zu zahlen. Sie würden mir erst nach 6 Wochen Krankengeld zahlen. Nach Anruf bei der Sachbearbeiterin der deutschen Rentenversicherung in Berlin meinte diese, NEIN, die Krankenkasse müsse mir Krankengeld zahlen, da der Kostenträger, in diesem Fall die deutsche Rentenversicherung Bund kein ARBEITGEBER ist und somit diese 6-Wochen Klausel nicht gelten würde. Nach Anruf bei der AOK wiederum meinte dieselbe Sachbearbeiterin, nein, die Rentenversicherung wäre in der Pflicht.


    Nach einem erneuten Anruf in Berlin bei der Deutschen Rentenversicherung Bund Berlin meinte die Sachbearbeiten, ich solle formlos einen Antrag auf Krankengeld schriftlich stellen mit dem Schreiben der deutschen Rentenversicherung, dass mein Übergangsgeld am 12.08.2011 endet und ich fortan Krankengeld beantrage.


    Das war am 16.08.2011 per Einschreiben. Seitdem habe ich nichts mehr von der Krankenkasse gehört. Kein Antwortschreiben, keine Ab- bzw. Zusage.


    Mich schlaucht das Ganze sehr, denn ich bin eh psychisch krank und stehen nun zwischen zwei Giganten bei dem jeder den schwarzen Peter dem anderen zuschiebt. :-/


    Wer hat den nun Recht?


    Die Krankenkasse oder die Deutsche Rentenversicherung Bund Berlin?


    Danke für jede Hilfe

  • 19 Antworten

    Danke olle Tante,


    äh ich habe mich erst grad hier angemeldet, und nun schon wieder ein neues Forum?


    Ich warte noch ein wenig, vielleicht wissen hier noch welche Rat, möchte nicht jetzt schon wieder in ein neues Forum springen, zum Schluss weiß ich gar nicht mehr wo ich überall gefragt habe.


    ":/

    Hallo,


    wenn die Maßnahme weiterhin besteht, zahlt die Rentenversicherung für 6 Wochen das Übergangsgeld weiter.


    Wenn die Maßnahme abgebrochen bzw. beendet wurde, zahlt die Krankenkasse ab Folgetag Krankengeld.


    Am besten bei der Krankenkasse mit allen Unterlagen vorbeigehen und den Abteilungsleiter sprechen. Ggf. kann die Krankenkasse auch direkt bei der Rentenversicherung anrufen.


    Bei Streitigkeiten hat übrigens auf jeden Fall die Krankenkasse zunächst Krankengeld zu zahlen (§ 49 SGB V). Ggf. kann die Krankenkasse sich das Geld bei der Rentenversicherung wiederholen.


    Das Krankengeld ist übrigens deutlich niedriger als das Übergangsgeld.


    Ggf. auch Wohngeld und/oder Arbeitslosengeld II beantragen (es wird nicht rückwirkend gezahlt!).


    Gruß


    RHW

    Hallo RHW,


    danke für deine Antwort.

    Zitat

    Am besten bei der Krankenkasse mit allen Unterlagen vorbeigehen und den Abteilungsleiter sprechen. Ggf. kann die Krankenkasse auch direkt bei der Rentenversicherung anrufen.

    Das habe ich der Sachbearbeiterin bei meinem persönlichen Erscheinen in der Krankengeldbeantragungsstelle (was für ein Wort) gesagt. Sie meinte dann bissig, "Soll ich da jetzt für Sie anrufen? Das ist doch Ihre Aufgabe zu klären, von wem Sie Leistungen bekommen.


    Anspruch auf Wohngeld und Hartz IV habe ich nicht. (Wäre jetzt zu kompliziert zu erklären, wieso, weshalb, warum?)


    Habe sogar in der Zwischenzeit einen Brief bekommen von der AOK von einer anderen Abteilung. Man möchte mit mir abstimmen, wie die AOK mich gemeinsam mit dem Medizinschen Dienst der Krankenversicherung (MDK) während meiner Erkrankungen unterstützen kann. .


    Dem habe ich folgenden Brief zurückgeschickt.


    http://www.uploadarea.de/uploa…pd6hmagadw8mxswbj4h3.html


    Ich weiß leider nicht, wie ich mich rechtlich wehren kann, welcher Paragraph hier genau gilt. Habe schon das Internet abgegrast. Nirgendwo steht was wenn man eine Teilnahme zum Arbeitsleben aus gesundheitlichen Gründen abbricht und dann Krankengeld beanspruchen möchte, wie da die Fristen sind.


    Wenn die bis nächste Woche nicht reagieren, bleibt mir wohl nur der gerichtliche Weg, um zu meinem Recht zu kommen. Jede Paragraphenangabe wäre mir dabei sehr hilfreich.


    Danke und Gruß


    AOK Geschädigter

    Zitat

    Frag mal hier, da schreiben viele Kassenmitarbeiter:

    Das heißt ja nichts. Denn die Kassenmitarbeiter haben oft erschreckend wenig Ahnung von den Grundlagen ihres eigenen Berufs. Ich habe da schon Falschinfos noch und nöcher bekommen, deren Gegenteil alle schwarz auf weiß im Gesetz stehen. :=o Nur sind diese Sachbearbeiter gerne mal überheblich.. Natürlich nicht alle, aber zu viele. Daher die Herren da auch immer um den entsprechenden Paragraphen im Gesetz bitten und wenn zutreffend der KK um die Ohren hauen.




    AOK Geschädigter ich kann verstehen dass du angenervt bist und denen das zeigen willst, aber dein Brief ist sehr pampig und bewirkt so eher das Gegenteil. "komptente Frau xy" etc. :-/ Aber gut dass dus per Einschreiben machst, was die Kassen nicht gerne hören verschwindet gerne mal "auf dem Postweg" :=o

    Zitat

    In welchem Satz genau steht da, dass dem so ist? Ich finds nicht.

    (4) Erbringt ein anderer Träger der Sozialversicherung bei ambulanter Ausführung von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation Verletztengeld, Versorgungskrankengeld oder Übergangsgeld, werden diesem Träger auf Verlangen seine Aufwendungen für diese Leistungen im Rahmen der nach § 13 Abs. 2 Nr. 7 des Neunten Buches vereinbarten gemeinsamen Empfehlungen erstattet.


    Ich glaub, das ist dieser Satz. Wobei der so hochgestochen ist, den versteht keiner. Und ich kann ihn schon gleich gar nicht rüberbringen.


    Und pampig ist noch höflich bei mir. Am liebsten würde ich denen alles um die Ohren hauen, und diese Verhalten publik machen. Schön geschäftsschädigend. Die bekommen von mir noch nicht mal ein "Hallo". Wenn dann stolziere ich da rein und poltere los. Was denken die sich einfach. Und diese Frau war wirklich kompetent. Dass die wusste wie man sich die Fingernägel lackiert, war glaub alles.