Krankenkassenbeiträge - günstigerer Tarif oder Stundung möglich?

    Huhu :)!


    Ich habe einige kurze Fragen:


    Ich habe jetzt bis Juni BAföG bezogen und bekomme jetzt erst wieder ab Oktober welches. Bisher hatte ich einen Krankenkassentarif, wo ich nur 100,00 Euro monatlich zahlen musste.


    Die nächsten drei Monate werde ich also kein Einkommen haben oder nur ein sehr, sehr kleines, falls ich einen 450-Euro-Job finde.


    Muss ich jetzt mehr für meine Krankenversicherung zahlen in der Zwischenzeit? Wenn ich jetzt wirklich 200,00 Euro zahlen müsste, würde das definitiv mein Budget sprengen %:|.


    Oder ist das der Kasse egal, dass ich jetzt 3 Monate lang überbrücken muss?


    Falls ich das Doppelte zahlen muss - kann ich da mit meiner Kasse reden, ob ich das in Raten zahlen kann oder halt erst ab Oktober nachzahlen kann, wenn es mir finanziell wieder besser geht?


    Falls meine Kasse auf die 200,00 Euro besteht, ich das aber wirklich nicht bezahlen kann: Bin ich dann nicht versichert oder was passiert dann?


    Klar muss ich das meine Kasse eh fragen, aber ich wäre auf das Gespräch gerne gut vorbereitet.


    Ich bedanke mich für eine Antwort.


    LG

  • 19 Antworten
    cleasan-teine schrieb:

    Klar muss ich das meine Kasse eh fragen, aber ich wäre auf das Gespräch gerne gut vorbereitet.

    Ich glaube nicht, dass dir hier viele Aussagen helfen würden, weil niemand deine Situation beurteilen kann, kaum jmd weiss, welche Tarife die KK bei finanziellem Engpass anbieten können ohne gleich evtl. Einbussen bezügl. Leistungen in Kauf nehmen zu müssen.


    Von daher würde ich dir raten wollen dort anzurufen und deine Situation erst mal zu besprechen. Alles weitere wird sich danach ergeben, wobei Du sicher auch noch über das eine oder andere entscheiden kannst, je nach angebotenen Möglichkeiten.

    Wenn du trotzdem weiterhin den Status Studentin hast, dürfte der Beitrag derselbe sein, ob mit oder ohne BAföG oder?":/

    Ich selbst war zwar von der gesetzlichen befreit, aber viele Kommilitonen hatten diesen Studententarif. Die wenigsten davon bezogen Bafög und ich hab das damals als ich mich informiert habe auch so verstanden, dass es nur darum geht "Student" zu sein um in diesem Tarif zu sein.


    Vielleicht fragst Du bei der Krankenkasse erstmal nach ob Du nicht einfach den Tarif behalten kannst.

    Danke erstmal für die Tipps :)!


    Das Problem ist, dass ich quasi von Juli - September nicht den Status "Studentin" haben werde, sondern als "arbeitslos" gelten werde. Sorry, habe das etwas seltsam ausgedrückt. Ich dachte, das hängt auch gleich mit dem BAföG zusammen.

    Sapient schrieb:

    aber wenn Du offiziell arbeitslos bist, dann zahlt das AA die Beiträge 🤔

    Ja, das möchte ich aber nicht. Ich werde in der Zeit von Rücklagen leben, merke aber gerade, dass die so knapp sind, dass ich höhere Beiträge nicht bezahlen kann. Wenn, dann müsste ich die eben nachzahlen, sofern das hoffentlich geht.

    ":/Wenn Du als arbeitslos giltst, dann musst Du dich doch arbeitslos melden, oder nicht?

    Oder evtl. unter HartzIV laufen? Ich kenne mich mit diesen Bestimmungen überhaupt nicht aus, denke aber das, selbst wenn kein Anspruch auf Entgelt bestehen sollte, die Kosten für eine Versicherung bei der KK vom jeweiligen Amt übernommen werden?!


    Ansonsten gibt es die Möglichkeit deinen jetzigen Tarif zu ändern, denn versichert sein müssen/sollten wir ja schon.


    Ich denke immer noch, dass ein Gespräch mit der KK der erste Weg sein sollte.

    Ja, wie gesagt, werden die mich auf meine Mail hin zurückrufen.


    Ich MUSS mich arbeitslos melden? Das wusste ich nicht. Ich dachte, wenn man keine Leistungen beziehen möchte oder darf, ist das obsolet?

    Egal ob man Leistungen bezieht, bekommt oder nicht. Man sollte dabei nie vergessen, dass solche Zeiten auch in der RV berücksichtigt werden können. Dann hast Du auf jeden Fall keine Lücke in deinem Versicherungsverlauf, je nachdem welche Zeiten wie angerechnet werden.

    Es kann ja auch nur dann etwas abgelehnt oder teilweise angerechnet werden, wenn man einen Antrag stellt. Ohne Antrag gibt es nichts. Mit Antragstellung evtl. auch nichts. Es besteht aber immer die Chance, evtl. einen Teil zu erhalten und das ist mehr als nix.

    Du musst Dich natürlich nicht arbeitslos melden, es kann aber eben Nachteile haben, wenn man es nicht tut. Das Arbeitsamt (eigentlich heißt das schon seit langem Agentur für Arbeit) zahlt die Krankenversicherung aber soweit ich weiß nur dann, wenn Du auch einen Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 hast. Dazu musst Du aber schon mal sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben. Das Jobcenter (also da, wo man Hartz 4 bzw. SGB 2 bzw. Arbeitslosengeld 2 beantragt) übernimmt die Krankenversicherung, wenn Du einen Anspruch auf diese Leistungen hast, dann musst Du aber einen Antrag stellen und gewisse Dinge offen legen.

    Was für Tarife bei Deiner Krankenkasse möglich sind, erfragst Du am besten dort, je nach dem, ob Du gesetzlich oder privat versichert bist, ist das sehr unterschiedlich.

    Ich hatte auch mal einige Wochen Leerlauf und hatte mich damals erkundigt, wie das mit der Krankenkasse so läuft. Meine Krankenkasse (Barmer) hat damals gesagt, dass in diesem Falle (kein Einkommen, nicht beim Arbeitsamt gemeldet) ein Monat ohne Beitragszahlung überbrückt werden kann und dann der Mindestsatz anfällt, der auch für Hartz IV Empfänger usw. gilt. Das waren damals bei meiner Krankenkasse 106 €/Monat. Ist aber schon etwas mehr als 5 Jahre her und ich gehe davon aus, dass die Beiträge seitdem um einige Euro gestiegen sind.


    Bei mir war es dann aber letzten Endes nur ein Monat Leerlauf, der mich damals nichts gekostet hat, und dann bin ich früher als geplant doch wieder ins Studium eingestiegen.