Ich verstehe Manni voll und ganz.


    Abgesehen von der Frage, ob Selbstständige überhaupt in der gesetzlichen Krankenversicherung sein dürfen, leide ich auch unter der Kostenbelastung.


    Das mit der Rückerstattung ist nämlich problematisch:


    Beispiel:


    Ich habe mich wiederholt (sorry) "kotzelend" gefühlt. Trotzdem bin ich nicht zum Arzt gegangen, weil ich finanziell auf die Rückerstattung angewiesen bin.


    Und wie ist das etwa bei Vorsorgeuntersuchungen? Letztlich werden auch diese Kosten auf die Rückerstattung angerechnet, so dass man es sich dreimal überlegt, ob man die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen mitmacht. Oder irre ich?


    Schließlich muss man stets in Vorlage treten. Wenn jemand, wie Manni, nur 1.000 EUR brutto hat, kann das zu enormen Engpässen führen.


    Auch ich würde lieber heute als morgen in die Gesetzliche übersiedeln. Und zwar unabhängig davon, dass bei Angestellten der hälftige Beitrag vom Arbeitgeber zu zahlen ist.


    Es ist zum Verzweifeln.


    Gruß

    Zitat

    Die PKV ist jedenfalls abhängig von Alter und Vorerkrankungen meistens billiger als die GKV

    Wie soll das gehen? Bessere Leistuungen, d.h. höhere Arzthonorare und alle denkbaren Untersuchungen und Behandlungen werden bezahlt, die (hohen) Prämien für die Vertreter, gute Dividenden für die Aktionäre, und das alles für weniger Geld? Mein Mann jedenfalls zahlte nach 10 Jahren in der PKV insgesamt über 100 % mehr Beiträge, und im Alter schlagen die erst richtig zu. Wechseln geht auch nicht mehr, weil man die Altersrückstellungen nicht mitnehmen kann (da zahlte sich die politische Lobbyarbeit der PKV aus).Vorher informieren nützt wenig, weil Jüngere mit Billigtarifen gelockt werden und gegen spätere Erhöhungen ist man machtlos.


    Basistarif ist keine Lösung; löchere deinen Versicherungsvertreter wegen billigerer Tarife in deiner Versicherung, meist rücken die ungern damit raus, und oft haben die höheren Selbstbehalt. Und guck deinen Tarif im Einzelnen an, oft sind Sachen drin, die man ohne große Probleme reduzieren kan.

    @ Manni

    Zitat

    Da mein jährliches Nettoeinkommen bei etwa 12000 Euro liegt, ist dies für mich ein unverhältnismäßig großer Betrag.

    Bei dem geringen Einkommen solltest du dir ernsthaft überlegen, ob eine Selbständigkeit überhaupt Sinn macht. Du musst davon ja auch für deine Altersvorsorge dir was zurücklegen, denn du bekommst ja keine Rente. Such dir eine Stelle als Arbeitnehmer, dann kannst du auch in die Gesetzliche zurück.

    :°( habe nur bis dahin gelesen, was manni pro monat bezahlt. ich zahle 643,- alleine + selbstbehalt. tendenz jedes jahr steigend. monatsbeitrag gibt es max. einen zurück, wenn ich mal nichts eingereicht habe. ich kann es mir auch nicht mehr leisten. sohn ist auch privat. heißt, da kein arbeitgeber, zahle ich alles komplett alleine und gestrichen oder abgezogen wird auch noch ständig. es gibt keinen weg zurück.

    Ich bin seit über einem Jahr im Basistarif und es ist die Hölle.


    Obwohl ich immer den Behandlungsausweis vor der Behandlung vorzeige, schicken die Ärzte Rechnungen mit Faktoren 2,3-3,5-Fach, bei der Einreichung erhalte ich aber nur den 0,9-1,2 und Zahnbehandlung den 2-fachen Satz erstattet.


    Wenn ich bei den Ärzten deswegen nachfrage, sagen sie, dafür würden sie nicht behandeln.


    Sobald ich den Bahandlungsausweis des Basistarifs vorzeige, bekommt man als Antwort, der Arzt müsste erst gefragt werden, ob er einen überhaupt bahandelt.


    Man fühlt sich wie ein Aussätziger. Rückblickend würde ich mehrere hundert EURO im Monat mehr bezahlen, nur um in der GKV zu bleiben.


    Basistarif bedeutet, hohe Beiträge zu zahlen und trotzdem praktisch nicht mehr krankenversichert zu sein.

    Also. Ich denke das kann man einfach nicht so verallgemeinern.


    Ich zahle in der PKV keine 350,- EUR und es gibt bei Nicht-In-Anspruch-Nahme nach 3 Jahren sogar 3 Beiträge zurück.


    Den Fehler, den aber glaube ich viele Privatversichterte machen, ist das geparte Geld einfach auszugeben, aber das muss eigentlich für die nächste Erhöhung beiseite gelegt werden.


    Ich hatte in den Jahren bei der PKV bisher keine Probleme – auch nicht bei Ärzten. Logisch ist, dass die das 2,3-3fache berechnen. Schließlich leben viele nur noch durch Privatpatienten.


    Darum gilt es bei einem Wechsel in die PKV viele Tarife zu vergleichen und für sich selbst das beste zu finden.