Lormetazepam auf grünem Rezept?

    Meine Mutter hat heute erstmals Lormetazepam verschrieben bekommen, allerdings auf einem grünen Rezept. Ist das denn korrekt? Das grüne Rezept ist doch m.W. nur für rezeptfreie Mittel, während nach den Infos im Internet Lormetazepam verschreibungspflichtig ist. Müsste das nicht auf einem blauen Rezept verschrieben werden? Oder ist dieses Mittel sogar erstattungsfähig (AOK Niedersachsen), so dass es ein ganz normales rosa Rezept sein müsste? Danke.

  • 3 Antworten

    Nein, das ist schon richtig mit dem grünen Rezept. Das grüne Rezept ist für apothekenpflichtige Mittel, aber auch für verschreibungspflichtige Arzneimittel vorgesehen, die nicht oder nur unter bestimmten Vorraussetzungen von der Kasse übernommen werden. Da zählt das Medikament deiner Mutter dazu. Es ist verschreibungspflichtig, wird von der Kasse aber nicht erstattet.

    Mich lässt skeptisch werden, dass ein Benzodiazepin auf grünem Rezept verordnet wird... Es gibt genug Benzos, die man auf Kassenrezept verordnen kann. Und gleichzeitig habe ich diese Praxis, Benzos auf grünem Rezept zu verordnen, häufig bei Ärzten erlebt, die damit SEHR großzügig umgehen und sämtliche Warnungen bzgl. Benzo-Verordnungen in den Wind schießen.


    Ist eine Aufklärung über das hohe Suchtrisiko erfolgt? Das sollte mehr beschäftigen als die Rezeptfarbe!

    Gut, danke.


    Eine Aufklärung über das Suchtrisiko ist m.E. nicht erfolgt, was aber auch unnötig gewesen wäre, da meine Mutte es nur sporadisch (nie mehrere Tage hintereinander) nimmt, weil sie nach aufregenden persönlichen Ereignissen (z.B. Tod in der Verwandtschaft) nicht schlafen kann.