Organspende ja oder nein?

    ich überlege ob ich mir ein Organspendeausweis anschaffen sollte und erkundige mich grad im Internet über Vor und Nachteile.


    Meine Entscheidung steht schon fast fest, da es ja nicht viel Nachteile gibt außer der moralischen Seite.


    Aber nach dem ich mir dieses Video angeschaut habe, gibt es nicht mehr viel zu überlegen: http://youtu.be/4usEGITEed0


    Was haltet Ihr davon, habt Ihr schon einen Spendeausweis oder seit Ihr total dagegen?


    Lg

  • 741 Antworten

    Gut finde ich es auch. Zumal man ja immer spekuliert, dass man selbst betroffen sein kann, also auf eine Organspende angewiesen ist.


    Ich bin dafür und werde mich bei meinem nächsten Besuch beim Arzt informieren.


    Danke für den Gedankentipp........ :)^


    Ich hoffe, dass viele Leute sich dem anschließen.

    Ich bin in jedem Fall für die Organspende.


    Nachteile könnten zum Beispiel aber auch ein entsprechender Glaube sein.


    Meine Tante zum Beispiel ist rigoros dagegen, da sie meint, dass sie nicht "in den Himmel kommen kann", wenn ihr Körper quasi "zerfetzt und auseinandergenommen würde" wie sie es so schön nennt.


    Für mich ist es gut zu wissen, dass ich eventuell anderen zum Leben verhelfen kann, wenn ich selbst es nicht mehr schaffe.

    Zitat

    Ich sehe die Gefahr, daß man Dir vielleicht im Notfall nicht optimal hilft

    Na, da du dich ja jetzt informierst, dürften diese Bedenken bald weg sein. Davon mal abgesehen: der Organspendeausweis an sich birgt überhaupt keine Gefahr. Dort kannst du nämlich auch eintragen, dass du keine Organe spenden möchtest oder dass du die Entscheidung, ob deine Organe gespendet werden oder nicht, einer anderen Person überträgst.

    Zitat

    die moralische Seite, dass ein Mensch nun mal stirb und nicht ewig leben kann...

    Das ist wohl eher pragmatisch denn moralisch. Vor allem: möchte man das so sehen, bräuchten wir keine Ärzte mehr. Entweder kann der Körper eine Krankheit besiegen - oder eben nicht. :-X Nein, ich denke nicht, dass ein Tod mit 27, mit 43 oder auch mit 65 nicht zu rechtfertigen ist mit der Phrase, dass jeder einmal sterben muss.

    Zitat

    Ich sehe die Gefahr, daß man Dir vielleicht im Notfall nicht optimal hilft

    Im Notfall, also sollte man dich bewusstlos auffinden, dann sucht man nicht zuerst nach einem Organspendeausweis. Und auch dein Hirntod muss von 2 unabhängigen Ärzten bestätigt werden. ;-)


    TE: :)^

    Mintada

    Zitat

    Meine Tante zum Beispiel ist rigoros dagegen, da sie meint, dass sie nicht "in den Himmel kommen kann", wenn ihr Körper quasi "zerfetzt und auseinandergenommen würde" wie sie es so schön nennt.

    Aha. Und was genau hat diese Aussage jetzt mit dem Glauben zu tun?

    klar,ich würde sicher organe spenden wollen


    wenns wem hilft-klar


    hier in Ö braucht man das nicht


    da gelten andere bestimmungen als in D


    ***


    http://de.wikipedia.org/wiki/Organspende#.C3.96sterreich


    ***


    es würde viel leid viel tote ersparen,wenn viele daran denken würden,sich einen ausweis zuzulegen.


    nierenkranke z.b. warten unmenschlich lang auf eine spenderniere-manche erleben den zeitpunkt nicht.


    ich habe in meiner patienetenverfügung -obwohl gesetzlich nicht notwendig-nochmal betont,dass es mein wunsch ist,meine organe "weiterzuverwenden"und dass ich sogar bereitbin,deshalb länger künstlich am leben gehalten zu werden,bis ein geeigneter empfänger gefunden ist.


    baba


    marion

    Ich habe seit 20 Jahren einen Organspenderausweis. Habe im weiteren Umfeld (Mutter einer Freundin, Nachbarn meiner Eltern) zwei Transplantierte (Herz, Niere).


    Für mich ist einfach klar: Wenn mir was passiert, müssen meine Organe nicht mit mir verfaulen oder verbrannt werden. Wobei ich schon Organe (Augenhornhaut, Gehörknöchelchen) ausgenommen habe auf dem Ausweis. Will "obenrum" irgendwie heil bleiben.


    Was mir auch bewusst ist: Im Falle eines Hirntodes sieht der Körper noch ziemlich lebendig aus. Die Enkelin einer Tante ist vor zwei Jahren tödlich verunglückt und man hat sich für eine Organspende entschieden. Meine Tante hat es nicht gut verkraft... "Das Herz schlug ja noch, sie war ganz warm". Ähem – ja, das ist so. Hirntod ist halt nicht klassisch tot im Sinne von kalt und kein Herzschlag. Diesbzgl. und bzgl. der Feststellung des Hirntodes sollte man sich sehr genau informieren!


    Ein Ausweis lohnt sich übrigens auch für absolute GEGNER einer Organspende. Weil man das auch ankreuzen kann auf dem Ausweis. Würde dann im Falle eines Falles ja auch den Angehörigen helfen bei einer Entscheidung.


    Sehenswert: http://www.wdr.de/tv/menschenhautnah/sendungsbeitraege/2012/0510/spenderorgan.jsp Die Sendung gibt's auch als Podcast zum Download. Dort werden ALLE Aspekte beleuchtet: Patienten auf Warteliste, transplantierte Patienten, Angehörige die den Schritt bereuen.

    melinka

    Ich verstehe die Frage nicht ganz... Sie sagt das aus ihrem Glauben heraus. Ihr Glaube ist, dass sie nach dem Tode zu Gott in den Himmel auffährt und dass dieser sie quasi "abweist", weil sie ihren Körper geschunden hat.


    Näheres kann ich dir auch nicht erklären!


    Und ich meinte damit nicht den Nachteil des Spendeausweises, sondern den Nachteil am Organspenden. Für manche Menschen.

    Im Übrigen hat KEIN Arzt etwas davon, jemandem NICHT zu helfen, nur damit ein Spenderorgan zur Verfügung steht. Für dne Arzt resultieren daraus nur Probleme – und einen direkten "Erfolg" sieht er auch nicht, weil die gesamte Koordination über Eurotransplant abgewickelt wird.


    Über Organtransplantation wird gesprochen, wenn alles getan ist und keine Aussicht mehr besteht. Der Hirntod wird auch nicht übereilt festgestellt, sondern sehr geplant und sorgfältig und von zwei unabhängigen Ärzten.