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    wenn man merkt man rutscht in die alkoholsucht kann man eine therapie machen.


    bei einem autounfall hat man ja keine wahl und keine anderen möglichkeiten was dagegen zu unternehmen. ein autounfall ist ja auch keine selbstverschuldete krankheit, von daher ist das kein gutes beispiel.

    Man hat also keine Wahl bei einem Autounfall und es hat niemand Schuld?


    Wieso gibt es dann etliche Gerichtsverfahren in denen über die Schuldfrage verhandelt wird?

    Ich denke Alkoholiker oder Drogenabhängige bekommen gar keine Spenderorgane?


    (Sry Alice, falls dein Film das beantwortet, ich mag heut abend nicht mehr gucken. o:) )




    So oder so, ich habe einen Organspenderausweis, ohne Einschränkungen, d.h. man darf alles von mir verwenden, was man gebrauchen kann und egal wer meine Organe bekommt, der darf sie behalten. Natürlich fänd ichs schön, wenn ein Kind oder ein Vater/ eine Mutter meine Organe bekommen würde, aber deshalb haben die anderen nicht weniger eine 2. Chance verdient!


    Organe gibts nun mal zu wenige und man kann sie nicht einfach herstellen. Ich finds irgendwo schade wenn man so einen Großen Schritt getan hat und dann doch noch Einschränkungen macht. Ich hab das Feld freigelassen, weil ich mir gedacht habe, was wäre wenn neben mir im Bett jemand liegt, der ganz dringend eine Niere braucht und genau das habe ich angegeben, genau die will ich behalten? Nöööö, dem will ich das nicht erklären, wenn wir uns mal im Himmel treffen! *hihi* ;-D

    Ich habe einen Ausweis seit meinem 18, Lebensjahr.


    Ich hätte nie gedacht, dass es meine Familie treffen könnte, ein Organ zu benötigen, aber es ist so. Meine 10jährige Tochter hat demnächst einen Termin in der Transplantationsambulanz. Sie hat eine unheilbare nicht operable Herzerkrankung.


    Ich finde, jeder sollte einen Ausweis haben.


    Wenn sich jemand gegen Organspende entschieden hat, NEIN ankreuzen.


    Wenn sich jemand dafür entschieden hat, dann JA ankreuzen.


    Wenn jemand nur bestimmte Organe spenden möchte, dann dies mit angeben.


    Ich wünsche niemandem, auf der anderen Seite zu stehen.

    Von mir könnens alles haben...


    Ich krieg ja eh nichts mehr mit, wenn ich tot bin. Deshalb sollen sie lieber anderen damit helfen.


    Je nachdem, wie man stirbt, wird man ja eh aufgschnitten und "auseinandergenommen" (obduziert).


    Un bevor das alles dann mal verbrannt (oder verrottet) wird - lieber das Leben anderer retten.

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    Und ich denke, die Menschen, die NEIN ankreuzen, wären auch mal froh, wenn sie von irgendwem Organe bekommen könnten, wenn sie welche bräuchten.

    Woher willst du das wissen? Ich will keine fremden Organe in mir haben. Da gehe ich lieber, wenn meine Zeit gekommen ist.

    Ich habe seit 16 Jahren einen Organspendeausweis und finde das selbstverständlich.

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    Woher willst du das wissen? Ich will keine fremden Organe in mir haben. Da gehe ich lieber, wenn meine Zeit gekommen ist.

    Und wie wäre es, wenn es z.B. um dein Kind ginge? Würdest du dieses aus diesem Grund auch lieber sterben lassen?


    Was ist an der Organspende denn so schlimm für dich?

    Ich hab meinen immer bei mir. Für was brauch ich meine Organe wenn ich eh unter der Erde liege? Da helf ich lieber denjenigen, die vlt. sogar Jahre auf eine Organspende warten. Der Gedanke kam erst, als es bei meiner Mutter angefangen hat. Und nun wartet sie seit 2 Jahren auf ein Organ. :°(

    Schlimm finde ich, dass man sich in unserer Gesellschaft nur schwer als Nichtorganspender outen kann. Tut man es doch, ist man in der Regel das Obera*loch. Ich spreche da aus Erfahrung. "Organspende - Ja" ist heute anscheinend gleichbedeutend mit "Ich bin ein Menschenfreund", "Organspende - nein" hingegen steht für asozialen Menschenhass und puren Egoismus. Demjenigen wird indirekt die Schuld gegeben am Tod vieler Kranker. Aber diese Kranken sterben an ihren Krankheiten, nicht an zu wenig Spenderorganen. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich bin nicht prinzipiell gegen Organspende. Wenn jemand aus freier Entscheidung nach dem Tod Organe spendet, ist das vollkommen in Ordnung. Aber es sollte sich niemand durch moralischen Druck dazu genötigt fühlen! Immerhin ist Organspende eine große Gabe. Egoistisch finde ich es eher, einen Anspruch auf die Organe Verstorbener zu stellen und es selbstverständlich zu erwarten, dass Leutchen Organe spenden. Wenn jemanden die Vorstellung tröstet, nach dem Tod etwas geben zu können, ist das doch schön. Aber wenn ich das anders sehe, bin ich ganz sicher nicht asozial - es sollte doch respektiert/akzeptiert werden können, wenn jemand keinen Trost damit verbinden können und ihm der Gedanke, teilweise körperlich in anderen weiterzuleben, nicht geheuer ist?


    Ich habe zwar noch keine Kinder, aber lieber würde ich mein Kind sicher nicht sterben lassen. Aber gerade wenn ich selber Mutter wäre, würde ich von keiner Mutter erwarten, dass sie ihr Kind loslässt, damit meins leben kann. Man kann nicht die Würde des einen gegen die Würde des anderen aufwiegen.