„Psychisch-Kranken-“Hilfe“-Gesetz“

    Mein Name bleibt anonym, meine Identität nicht erkennbar.


    Wichtig ist dies für mich, weil ich psychisch krank und in therapeutischer, ambulanter Behandlung in München bin.


    Damit gehöre ich zu einer Gruppierung von Menschen, die besonderen (Daten!)Schutz bedürfen.


    Diesen Schutz, den das Internet mir bietet, will der Freistaat Bayern in Zukunft nicht mehr gewährleisten; zumindest nicht, wenn es um die Strafverfolgung geht.


    "Psychisch-Kranken-"Hilfe"-Gesetz"


    "Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz" klingt im ersten Moment ganz anständig, doch wenn man sich näher mit diesem Gesetz beschäftigt, wird klar, dass der gewählte Titel gänzlich ironisch ist.


    Geplant ist ein Ausbau von psychiatrischen, akuten Stationen, die eine bessere Versorgung gewährleisten sollen. Soweit so gut... doch dann kommt der Hammer:


    "Das neue Gesetz stellt eine Stigmatisierung psychisch kranker dar. Der Gesetzentwurf zum bayerischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (BayPsych­KHG) sieht vor, dass in Zukunft psychisch kranke registriert werden. Die neuen Vorschriften zur Zwangsunterbringung erinnern an die der Strafrecht festgelegten: So sollen Telefonate überwacht werden und Besuchszeiten eingeschränkt werden können. Außerdem ist eine Untersuchung der Kranken vorgesehen, die intime Körperöffnungen einschließt."


    Quelle: https:weact.campact.de/petitions/gegen-das-bayrische-psychisch-kranken-hilfe-gesetz//


    Angst... ich habe Angst...


    Ich bin in Therapie, weil ich in meiner Kindheit mehrfach vergewaltigt worden bin und daher eine dissoziative Identitätsstörung davon getragen habe.


    Mir ist soviel Gewalt und Leid angetan worden, dass ich meine Identität in mehrere Teile spalten musste, um zu überleben; aber ich lebe.


    Diese Anteile der Identität haben ihre eigenen Namen, Wahrnehmung, Gefühle, Biographien, Vorlieben und Lebensweisen.


    Ich habe keine Erinnerungen, was andere Anteile denken oder fühlen, so konnte ich überleben und eine "relativ normale" Entwicklung erfahren und das Trauma verdrängen, unter Verschluss zu halten.


    Das bedeutet, dass ich heute kein kontinuierliches Bewusstsein oder gänzliche Kontrolle über meinen Körper habe.


    Das macht mich nicht gefährlich, ich will nur Hilfe, damit ich mich besser in der Gesellschaft und mit dem Trauma zurecht finde.


    Trotz vieler Probleme wie Amnesien, Depressionen und Dissoziationen, für die ich nie eine Erklärung hatte, habe ich Abitur gemacht und mache nun in München eine Berufsausbildung, nebenbei gehe zwei Mal die Woche zur Therapie. Ich habe dort Freunde gefunden und meine Kollegen schätzen mich als Mitarbeiterin.


    Lang war der Leidensweg, den ich gehen musste: von Therapeut zu Therapeut, bis ich meine richtige Diagnose bekommen habe und endlich mich in guten, kompetenten Händen fühlte.


    Ich konnte eine Bindung zu meinen Therapeuten aufbauen und Vertrauen entwickeln, über das Grauen sprechen, was tief in meiner Seele, im Verborgenen, lag.


    Oft waren Suizidgedanken Thema, weil die Flashbacks und Spätsymptome meiner Vergewaltigungen mich sehr leiden ließen. Ich hatte nie Bedenken, diese meinen Therapeuten zu vermitteln und darüber zu sprechen. Jetzt nicht mehr.


    Was ist, wenn ich instabil werde, durch die Traumabearbeitung, und in eine Psychiatrie muss?


    Es fühlt sich so an, als würde ich erneut vergewaltigt werden.


    Ich bin krank, weil mir Gewalt angetan wurde und soll mir erneut Gewalt angetan werden, von einer Institution, die mir eigentlich helfen soll.


    Bevor ich mich vaginal und anal untersuchen lassen muss, im psychiatrischen Kontext, würde ich den Suizid wählen.


    Aber ich will doch leben!


    Ich habe Angst, ich will nicht wieder und wieder entblößt und erniedrigt werden, dass ist mir schon viel zu oft, im Alter von vier bis zehn Jahren, passiert. Frauenarztbesuche sind schon der reinste Horror und bedeuten für mich eine riesige Überwindung.


    Soll ich meinen Therapeuten in Zukunft von meinen Gedanken erzählen, behalte ich sie besser für mich?


    Ich sitze im Behandlungszimmer und mir kommen die Tränen, als ich über den Gesetzesentwurf spreche. Gänzlich der Willkür ausgeliefert, genauso wie damals.


    Ich will doch nur ein Teil der Gesellschaft sein: Funktionieren, die Vergangenheit hinter mir lassen und nun endlich leben und nicht mehr überleben.


    Ein schönes Leben mit meinem Freund, mit dem ich zusammen leben, und Freundeskreis führen, mich sicher fühlen, meine Therapie weitermachen und mein Trauma bearbeiten.


    Ich will ohne Ängste über meine Suizidgedanken reden können und die Möglichkeit haben in eine Klinik zu gehen, wenn der Druck zu groß wird, um dort Hilfe zu finden.


    Ich habe Angst... Ich bin traumatisiert und habe nun Angst, dass es wieder passiert...


    Die Untersuchung, die Kartei, was wenn mein Arbeitgeber, das mitbekommt? Ich kann meine Berufsausbildung dann nicht mehr fortführen, da ich mit und für Menschen arbeite und das Stigma groß ist.


    ICH BIN NICHT GEFÄHRLICH! ICH HABE ANGST!


    Ich habe Angst


    Mein Freund hat Angst


    Meine Freunde haben Angst


    Ich und alle meine Identitätsanteile haben Angst


    Wir haben Angst


    Bitte helft mir zu überleben, indem ihr die Petition unterschreibt und aktiv werdet!


    Bitte helft mir zu leben!


    Ich will leben!


    Wir haben Angst...


    Danke an alle, die mich gelesen haben <3

  • 53 Antworten

    ich bin mir nicht sicher, ob eine petition da viel helfen wird. politiker sind ja eher festgefahren in ihren meinungen.


    allerdings würde ich mal sagen, dass es so wie dir grade sicherlich hunderttausenden bayern geht - und im rest von deutschland fragen wir uns auch, ob so ein gesetz dann nicht doch mal auch hier eingeführt wird. ":/


    allein die hohe zahl derer, die angst vor diesem gesetz haben und die dadurch diskriminiert werden wird aber definitiv dazu führen, dass es von irgendeinem gericht kassiert werden wird. es gibt ja eine ganze menge an verbänden von psychisch kranken, opfern usw. - ich würde stark vermuten, dass die schon mit ihren anwälten zusammen sitzen und an der klageschrift arbeiten.


    daher brauchst du - und wir anderen, die therapeutische hilfe in anspruch nehmen - einfach einen langen atem. die mühlen der justiz mahlen langsam, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ein abschliessendes urteil in dem fall gegen GG art. 1 gesprochen wird. vielleicht in bayern, aber nicht in karlsruhe. ;-)

    Die Deutschen haben nichts verlernt und bleiben in vielen Teilen durchgedeutscht. Man wird dann auch versuchen, die Kranken konzentriert unter_zu_bringen. Eventuell eine eigene Einsatzbrigade zur 'Bekämpfung der deutschen arbeitsscheuen Brut', BDAB. Es hat ja schon mal in München begonnen. Viele haben es nur vergessen.

    Hallo lieber AnfangmitFreude! :)


    Du wirst Deinem Namen ja gerecht, ich grüße dich ganz herzlich @:)


    Die Wirkung von Petitionen ist fraglich, da stimme ich dir voll und ganz zu.


    Dieser Entwurf hat in mir so vieles ausgelöst und ich fühlte mich so hilflos, dass ich irgendetwas tun wollte.


    Auch wenn es nur ein Text aus meiner Sicht ist, wie du selbst sagst, es geht gerade ganz vielen Menschen in Deutschland so!


    Dein Beitrag macht mir Mut und ich hoffe auch, dass ein Urteil gegen diesen Entwurf stattfinden wird!


    Ich wollte die Sicht einer jungen, traumatisierten Frau aufzeigen, um Menschen zum Nachdenken anzuregen.


    Wenn sich dieses bei eine(r)m Leser(in) eingestellt hat, hat sich dieser Beitrag gelohnt %:|


    ________________________________________________________________________________________


    Liebe stille Mitleser,


    ich danke Euch, dass ihr hier seid und euch diesen Text durchgelesen habt! Es ist wichtig, dass psychisch kranke und nicht psychisch kranke zusammenhalten und gemeinsam für die Rechte aller Bürger sich bemühen.


    Ich hoffe, dass auch Menschen, die hinter dem Entwurf stehen, ihr Herz am rechten Fleck finden können @:)


    Denn dieser Gesetzesentwurf enthält nur ein Wort für mich: "Missbrauch"


    Liebe Grüße an Euch alle!

    ich kann verstehen, dass der entwurf in dir ängste ausgelöst hat. ich finde ihn auch sehr befremdlich. scheint mal wieder so eine CSU-schnapsidee zu sein. ":/


    tatsache ist aber, dass es millionen psychisch kranker in deutschland gibt. laut WHO allein ca. 4 millionen menschen mit depression. allein in bayern gibt es sicher hunderttausende psychisch kranke. da wird geklagt, das gesetz wird kassiert und die landesregierung muss sich nochmal an das gesetz setzen und die diskriminierenden stellen herausstreichen.


    nichtsdestotrotz ist es natürlich auch wichtig, aufzuklären und zu verdeutlichen was dieses gesetz mit betroffenen macht. dich für deine erkrankung rechtfertigen oder verdeutlichen dass du keine gefahr darstellst solltest du aber nicht. ;-)


    du hast doch genauso das recht psychisch krank zu sein, wie du das recht hast, eine grippe zu haben und solltest da auch nicht anders behandelt werden. :)*

    @ anfangmitfreunde

    Ich verstehe auch nicht, wie so etwas zustande kommen konnte... es lässt einen entsetzt zurück.


    Danke :)_


    Dieser Rechtfertigungsdruck wird genau durch solche Entwürfe ausgelöst, denn diese machen Druck.


    Wenn so ein Entwurf vorgeschlagen wird, muss man eben damit rechnen, dass es Menschen gibt, die genau das denken.


    Diese Gefühl in die selbe Schublade wie Straftäter geschoben zu werden, ist mir so zu wider, weil ich Opfer einer geworden bin.


    Viele Menschen sind psychisch krank, weil sie sehr im Leben leiden mussten und ihnen Unrecht getan worden ist.


    Genau das wiederholt der Gesetztesentwurf.


    Nicht zu vergessen sind die Menschen, die aufgrund von Neurotransmittern Probleme mit der Psyche haben (Bipolare Störung ect). Diese werden aufgrund einer physischen Dysregulation diskriminiert.


    Körperliche und psychische Erkrankung sind auch nicht strikt zu trennen.


    Das eine geht oft mit dem anderen einher! Das vergessen viele Menschen leider @:)

    wie gesagt, für viele ist so ein gesetz absolut entwürdigend und diskriminierend. daher wird es nicht durchkommen. du bist ja nicht der einzige mensch in bayern, dem es so geht. grade opferverbände wie der weisse ring haben die finanziellen mittel und den langen atem, um das gesetz zu verhindern.


    was gedanklich dahinter steckt, kann ich ganz, ganz, ganz im ansatz noch erkennen: den kliniken zu ermöglichen, mehr personal einzustellen, um eine bessere behandlung zu gewährleisten.


    aber dass es auf diese art geschieht und dass im prinzip jeder kriminalisiert wird, der in eine klinik geht ist natürlich der grösstdämliche weg, das zu tun.

    Zitat

    Körperliche und psychische Erkrankung sind auch nicht strikt zu trennen.

    das stimmt auf jeden fall. körperliche erkrankungen beeinflussen die psyche und umgekehrt kann sich auch die psyche auf körperliche erkrankungen auswirken.


    aber ich denke, dass da mittlerweile ein umdenken stattfindet. sowohl bei ärzten als auch in der gesellschaft. ist halt nur suboptimal, wenn man eine landesregierung aus uralten männern hat, die noch irgendwo in den 50er jahren festhängen. aber die zivilgesellschaft und die medien werden das schon gewuppt kriegen und zu guter letzt geht es zum BVerfG. und wenn dort auch wider alles erwarten für das gesetz gestimmt wird, geht die sache zum EGMR nach strasbourg.


    wenn die ganze sache für dich so schlimm ist, dass alte sachen wieder hoch kommen und wunden aufgerissen werden, wäre es vielleicht auch gut, darüber bei der therapie zu reden. ich meine, man hat ja als psychisch kranker immer wieder mal mit idioten zu tun und da ist es vielleicht einfach gut, für die zukunft ein paar strategien zu entwickeln, damit man nicht jedes mal sofort getriggert wird und leidet sondern irgendwie mit dem blöd-sein der leute umgehen kann.

    @ parazellnuss:

    naja, würde ich nicht so sagen. ":/


    ich sehe da eher historische parallelen zum umgang mit psychisch kranken generell. also sowohl im 3. reich als auch in der weimarer republik oder dem kaiserreich.


    registrieren, wegsperren und ggf. zur arbeit zwingen.


    im nationalsozialismus ist man dann eben nur auf die idee gekommen, die erkrankten einfach zu sterilisieren oder gleich zu euthanasieren. DAS hat dann zum glück der gesellschaft die augen geöffnet und es begann ein langsamer prozess der emanzipation aus dem stigma heraus.


    da geht die bayerische landesregierung nun eben 5 schritte zurück.


    und wegen parallelen zum 3. reich oder zur vergangenheit wird das gesetz nicht gekippt werden, sondern weil es gegen die würde des menschen und die unschuldsvermutung verstösst.


    man kann nicht einfach teile des StGB abschreiben und auf psychisch kranke anwenden. straftäter wurden verurteilt und sind ggf. gefährlich für sich oder die gesellschaft. der normale bürger, der mit burnout oder depression mal einen zusammenbruch erleidet und für ein paar wochen in eine klinik muss, um wieder auf die beine zu kommen kann nix dafür, dass er dort ist und der stellt auch keine gefahr dar.


    und bei fällen wie dem der kleinen maus ist es dann eben tatsächlich entwürdigend - wenn sie sich untersuchungen unterziehen muss, die sie nicht möchte, wenn sie registriert und polizeilich gemeldet wird und letzten endes genauso behandelt wird, wie ihr peiniger. das würde gegen art.1 GG verstossen - daher wird das gesetz kippen.

    Ich weiß nicht, ob es schon jemand geschrieben hat, aber das "Schöne" an dem Gesetz wäre ja, dass es gerade das Gegenteil bewirkt von dem, was es soll, nämlich Prävention.


    Viele Menschen mit psychischen Problemen werden, sollte das Gesetz durchkommen (was ich nicht glaube), solange wie möglich versuchen, ihre Schwierigkeiten zu verstecken.


    Und holt sich jemand, der dringend welche braucht, keine Hilfe, können erst gefährliche Situationen entstehen.


    Nur ein Bruchteil der psychisch Erkrankten wird selbst zum Täter/tut sich etwas an - das trifft übrigens auch auf die gesunde Bevölkerung zu.


    Sollte man aber in einer Krise (oder eben auch schon davor - präventiv) die Befürchtung haben müssen, Repressalien zu erleben, holt man sich Hilfe, werden viele Menschen diese Hilfe eben nicht suchen. Und erst dann könnten sich schlimme Situationen häufen, auch wenn auch dann sicher nicht die Mehrzahl der Hilfsbedürftigen durchdrehen würde.


    Das Gesetz wird sicher gekippt werden. Was aber wirklich schade daran ist, ist eben, dass das Gesetz in die völlig falsche Richtung läuft.


    Wie absurd wäre es bitte, wenn von nun an Menschen mit Grippe stigmatisiert werden würden, bestimmte Berufe nicht ausüben dürften (Lehrer, Polizist etc.), registriert werden würden. Die Menschen würden einfach nicht mehr zum Arzt damit gehen, andere anstecken und im Zweifelsfall daran draufgehen.


    So ist es auch mit psychischen Erkrankungen. In den genannten Berufsgruppen z.B. gibt es mit die meisten psychisch Kranken; viele Menschen suchen sich keine Hilfe. Mir ist definitiv ein Lehrer lieber, der Depressionen hat, diese aber behandeln lässt, als jemand, der seine Probleme versteckt und leidet und diese Probleme ggf. an den Schülern auslässt. Mir ist ein Polizist lieber, der aktuell eine Krise hat, sich behandeln lässt, und wo der Arbeitgeber dann drauf eingehen kann (z.B. zeitweise Versetzung vom Einsatz ins Büro), als wenn ein Polizist im Einsatz plötzlich zusammenbricht oder durchdreht.


    Die Schwelle, sich Hilfe zu suchen, muss gesenkt werden. Es braucht mehr Aufklärung und mehr Stellen. Zum Psychologen oder Psychiater zu gehen muss genauso normal werden, wenn man diese Hilfe eben braucht, wie der Besuch beim Hausarzt oder HNO.


    Hoffentlich sieht das auch die CSU irgendwann ein...

    ist es denn nicht so, dass die Daten aufgenommen, aber nach einer Weile dann gelöscht werden, wenn derjenige für sich und andere auffällig bleibt?


    Und wo ist der Unterschied zur Google-Kralle oder zu den 10000 Leuten im öffentlichen Dienst, die auch ständig unter Überwachung stehen?


    Schon einmal so einen Einstellungsvertrag von einer Behörde gesehen?

    ....wir haben viele psychisch Erkrankte in der Familie und ich unterstütze das Gesetz nicht. Aber ich glaube irgendwie nicht, dass das Tor zur Anarchie öffnet, denn es werden genug Experten in den Ausschüssen daran arbeiten.

    ... unabhängig davon wollte ich dir für Deine klare Schilderung der Dissoziation aufgrund Deprivation danken. Ich wusste theoretisch, dass es das gibt, aber ich habe erst jetzt, nach über 40 Jahren kapiert, dass ich auch davon betroffen bin.

    Ich finde einfach die Idee ein Unding. In meine Jahre mit psychische Kranke gab es sehr, sehr selten Fremdgefährung (das waren paranoide Psychosen), dafür sehr viel Eigengefährdung. D.h. sie sind nur ein Risiko für sich selbst. Und haben auch ein Recht dazu. Wenn sie sich was antun wollen, tun sie es. Egal wo sie sind. Das kann man nicht immer verhindern.


    Viele meine Patienten haben Straftaten begangen - fast alle BTM Verstosse. Kein Gefähr für die Allgemeinheit.

    Hallo KleineMaus,


    es ist fürchterlich zu lesen von eventuell zukünftigen Betroffenen der neuen Gesetzgebung. Es steigt richtig Wut in mir auf. Man muss dazu bedenken, dass ein Gesetztesentwurf durch mehrere Ebenen bearbeitet und abgesegnet wurde. Da saßen viele Menschen dran, um dieses unerträgliche Ergebnis fertigzustellen :|N


    Ich glaub, in Bayern möchte man demnächst nicht psychisch erkranken :-((((((((((((((((((((((((((((


    Es gibt hier einen anderen Faden, wo das Problem diskutiert wird. Vielleicht ist das auch interessant für dich.


    Unterschrieben hab ich die Petition @:) @:) @:)


    Alles Gute dir *:)

    Ich bin eher der stille Mitleser, weil ich schlecht Worte in solch gute Sätze formulieren kann, wie ihr es alle könnt, aber hierzu möchte ich trotzdem ein paar Zeilen schreiben.


    Ich finde es auch ein Unding, dass dies überhaupt in Erwägung gezogen wird. Ich kann nur allen die dagegen sind zustimmen.


    Psychisch Kranke werden dann (in meinen Augen) wie Verbrecher die bspw. einen Raub begehen oder andere Dinge machen gleichgestellt, bei "Einlieferung" in eine dementsprechende "Anstalt" (Knast oder eben Psychatrische Klinik).


    Mein zweiter Gedanke zu dem Thema war, dass so evtl. gehofft wird nicht mehr Personal einstellen zu müssen. Da es sich vermutlich mal mind. die Hälfte eh nicht mehr "traut" sich einliefern zu lassen - jetzt mal von den Zwangseinweisungen abgesehen.

    criecharly, danke für den konstrukitven Hinweis ;-D


    Ich sehe hier kein Zitat. Die ganze erste Seite wird bei mir kursiv angezeigt. Vielleicht liegt es daran.


    Hat aber nichts mit dem Inhalt zu tun, den ich geschrieben habe.

    :°_


    Ich verstehe euch. Ich und mein Freund haben unterschrieben. Ich hab selbst ein paar Jahre in München gelebt, war dort auch in vielen Kliniken und bin froh jetzt nicht mehr dort zu wohnen, sonst würde mir dasselbe Schicksal drohen. Ich hab selbst DIS und noch andere psychische Erkrankungen.


    Ich hoffe wirklich dass es nicht soweit kommt. Ich finde dieses Gesetzt einfach nur abscheulich. Das Gesetzt hilft nicht, psychisch kranke Menschen die Hilfe wollen werden durch dieses Gesetzt massiv eingeschränkt und blockiert sich Hilfe zu holen. Die Suizidrate wird dadurch auch massiv steigen. Jeder wählt eher diesen Weg, als sich freiwillig noch Hilfe zu holen, nur um dann wie ein Schwerverbrecher behandelt zu werden! Ich würde auch eher den Suizid wählen, ganz ehrlich.


    Ich verstehe diesen ganzen Blödsinn sowieso nicht. Psychisch Kranke Menschen sind in den meisten Fällen nicht Gewalttätig. Gewalttaten werden meistens von gesunden Menschen ausgeführt, dadurch werden die Opfer/Überlebende ja erst psychisch krank! Da fragt man sich doch wer hier nicht ganz normal ist... :(v


    Da ihr ja einen so guten Therapeuten gefunden habt, wäre ein Umzug wohl eher keine Lösung oder?


    Ich würde offen mit deinem Therapeuten drüber reden, über deine Ängste und Gedanken.


    Lg vamp28 @:)