• Vorsorge kritisch

    Hallo,ich gehöre zu denen (wenigen?),die insbesondere die gyn. Vorsorge äußerst kritisch sehen.Dass man,wenn man Beschwerden hat zum Arzt geht,ist logisch.Doch wo liegt der Sinn 1X im Jahr kontrollieren zu lassen,ob alles "in Ordnung" ist?Gerade die PAP-Abstriche weisen eine hohe Fehlerquote auf.Ich kenne das aus eigener Erfahrung(habe fast 20 Jahre als…
  • 86 Antworten

    Hase1011

    Ich habe während meiner Zeit als Krankenschwester so viele Frauen kennengelernt,die regelmäßig zur VU gingen,dann trotzdem einen dicken Tumor hatten und einige sind auch daran gestorben.


    Außerdem liest man gerade hier im Internet(auch in anderen mediz.Foren)wie psychisch fertig Frauen über einen auffälligen PAP-Abstrich sind,obwohl ja bekannt ist,dass der sich auch ohne Behandlung wieder verbessern kann.


    Und genauso wie Du es schreibst ist es:WAHRSCHEINLICH,aber nicht sicher.


    Durch die VU beim Gyn wird nur ein Minimalteil eines Körpers getestet.


    Ich kann mich auch nicht halbjährlich mammographieren lassen,oder mir eine Darmspiegelung machen lassen oder mich ins Ganzkörper-CT begeben.


    Außerdem kann das ja jeder für sich selbst entscheiden.


    Mich wundert eigentlich,dass sich nicht noch mehr Frauen dieser bevormundenten Fremdkontrolle ihres Körpers entziehen.


    LG Lampeter

    Ich misch mich da nicht ein, du mußt selbst wissen was du tust. Meine Zellen waren verändert und mit meinem PAP wäre es äußerst unwarscheinlich, dass der von alleine besser geworden wäre. Und mit 2 Kindern habe ich keine Lust ein Risiko einzugehen von wegen hätte und könnte.


    Mal eine Frage an die Mütter hier:


    Geht ihr mit euren Kindern zu den Vorsorgeuntersuchungen und wenn ja, warum?

    @Hase

    Ja,mit meinen Kindern war ich bei den Vu´s,weil es Ihre ENTWICKLUNG betraf.Obwohl da auch ziemlich viel übersehen wird,und ich das inzwischen auch in frage stelle.Die Impfungen waren mir allerdings am wichtigsten!Zu der J1 wollte mein Sohn nicht-ich habe ihn dann auch nicht gezwungen.Übrigens:in der Schweiz mit ihrem vorbildlichem Gesundheitssystem gibt es diese VU´s für Kinder gar nicht.


    Beim FA wissen viele Frauen gar nicht,was da an ihnen überhaupt untersucht wird.


    Ich weiß nicht,ob Du meinen Eingangsthread gelesen hast.


    Ich habe mich sehr geärgert,dass mein eigentliches Problem,weswegen ich die FÄ aufsuchte(Absonderung aus einer Brust)plötzlich gar keine Rolle mehr spielte und sich alles nur noch um die VU drehte.Bei Fragen zu meinem eigentlichen Problem-Schulterzucken.


    Die sind doch so VU-ausgerichtet,dass alles andere in den Hintergrund rückt.


    Für mich ist das dann mal wieder gewesen.Ich werde die Brust-Kontroll-Sono machen lassen-denn DAS beunruhigt mich!

    Tja, dann hast dur wohl ein Problem mit deinem FA. Bei mir wird nix überflüssiges gemacht. Ich bin in Bezug auf Brustkrebs in der höchsten Risikogruppe, da die Schwester meiner Mutter an Brustkrebs erkrankt ist und werde da auch genauestens von meinem FA überwacht. Ich fühle mich da bestens versorgt und das gibt mir ein gutes Gefühl.

    Zitat

    [Obwohl da auch ziemlich viel übersehen wird, und ich das inzwischen auch in frage stelle/z]


    Für mich entsteht hier echt der Eindruck, dass du mit euren Ärzten keine guten Erfahrungen machst. Ich kenn viele Mütter und bei deren Kindern wurde nix übersehen, im Gegenteil. Es wurde viel entdeckt und das ist wichtig.

    @Hase1011

    Ich denke,dass ich ein äußerst kritischer Mensch bin und viel hinterfrage,was andere als o.k. hinnehmen,weil"es eben so ist".


    Ich muss dazu sagen,ich habe während meiner Tätigkeit im KH viel,sehr viel erlebt.


    Meine FÄ hat in dem Sinne nichts überflüssiges gemacht.Nur,mit der Brustsache kommt keiner weiter-und ZACK sind wir wieder bei der Lieblingsbeschäftigung der Gynäkologen:Vorsorgeuntersuchungen.


    Und das kotzt mich ehrlich gesagt an.


    Zum PAP-Abstrich:Wenn 1000 Frauen 35 Jahre zum Abstrich gehen,stirbt EINE von ihnen NICHT am GBH-Krebs.Glück,wenn man die EINE ist,Pech,wenn man zu den 999 anderen gehört?(Quelle STERN NR.6/2005)

    Zitat

    und viel hinterfrage

    Das mache ich auch. Und deshalb weiß ich, dass DAS:

    Zitat

    Zum PAP-Abstrich:Wenn 1000 Frauen 35 Jahre zum Abstrich gehen, stirbt EINE von ihnen NICHT am GBH-Krebs.Glück,wenn man die EINE ist, Pech,wenn man zu den 999 anderen gehört?

    völliger Blödsinn ist.

    Das erste Mal war ich beim FA mit 19, weil ich die Pille brauchte. Danach gelegentlich, bis ich mit 27 das dritte Kind bekam. Da wir keine weiteren Kinder wollten, hat mein Mann sich sterilisieren lassen, ich brauchte also keine Pille - und damit keinen FA-mehr. Weil es mir immer gutging, bin ich erst wieder zum FA mit 53, als ich in die Wechseljahre kam. Der verschrieb mir sofort Hormonpflaster, die ich auch 7 Monate genommen habe. Dann hatte ich keine Lust mehr, so massiv gegen die Natur zu leben, und setzte die Pflaster kurzerhand ab. Das ist jetzt fast 4 Jahre her, ich war seitdem nicht mehr in der Praxis, es geht mir auch ohne Hormone wieder blendend.


    Eine Aufforderung zu einer Mammographie (gibt es für alle Frauen ab 50, glaube ich) habe ich ignoriert. Ich bin nicht familiär vorbelastet, war nie ernsthaft krank. Warum soll ich mir die Strahlenbelastung, die Ängste, die Peinlichkeiten antun, wenn es mir doch gutgeht? Eine Bekannte von mir dagegen, die REGELMÄßIG zur VU gegangen ist, liegt im Sterben, Eierstockkrebs.


    Ich will nicht bestreiten, dass manchmal eine VU tatsächlich Leben rettet, aber eben nur manchmal. Man muss halt Nutzen und Schaden gegeneinander abwägen. Hätte ich Probleme oder eine Vorbelastung, dann würde ich vermutlich zum FA gehen, aber solange ich anscheinend gesund bin, erspar ich mir das.


    Regelmäßig gehe ich aber zum Zahnarzt, Zahnstein entfernen, und zum Augenarzt, weil ich mal ein Loch in der Netzhaut hatte.

    jetzt rechen wir mal die tausend frauen auf die millionen in deutschland lebenden frauen hoch und werden sehen - es hat schon sinn un verstand;-)

    Tja.....

    ... ich weiß nicht, was ich davon wirklich halten soll.


    Meine Mutter war regelmäßig zur Vorsorge, dabei wurde ein kleiner Knoten in der linken Brust gefunden, den der Arzt "erstmal beobachten wollte". Das hat er getan, ein Jahr lang!


    Dann hieß es Krankenhaus: Brustamputation, Lymphknoten in der Achsel entfernen..... Jaaaa, immer schön zur Vorsorge gehen.... *grummel*


    Ich selbst bin mehr oder weniger regelmäßig bei FA, da ich wegen schmerzhafter Endo gar nicht anders konnte.

    @all

    Hallo,


    also ich nehme Vorsorgeuntersuchungen war. Das habe ich mit meinem Kind gemacht für diese U-Vorsorge-Untersuchungen. Ich habe da keine einzigste verpaßt.


    Ich gehe mittlerweile wieder regelmäßig zum Zahnarzt.


    Und genauso gehe ich auch regelmäßig zum FA.


    Und lasse alle 2-Jahre einen Check-up beim Hausarzt durchführen.


    Beide (erstgenannten) Ärzte habe ich (unabhängig voneinander) über einen längeren Zeitraum vermieden. Aber ich bin eigentlich froh, dass jetzt in allem hinterher bin


    Ich finde da eigentlich nix dabei, einmal im Jahr, oder alle zwei Jahre eine Vorsorgeuntersuchung wahrzunehmen.


    Dadurch weiß ich, dass ich pumperl-gsund bin. Meine Hausärztin ist fast ausgeflippt, weil ich Bilderbuchwerte habe.


    Ich weiß, ich bin gesund. Ich weiß, meine Zähne sind okay. Wenn irgendwas ist, dann kann ich entscheiden, was ich tun möchte.


    Ich kenne auch einige Menschen, die verstarben, weil sie nicht zum Arzt gingen. Dann, als die Beschwerden massiv waren, wars einfach zu spät.


    Schließendlich muss das aber jeder für sich selber entscheiden.


    Ich habe gemerkt, dass ich mir keine überflüssigen Sorgen mache. Ich weiss ja, dass alles i.O. ist. diese drei Vorsorgetermine nehme ich auf jedenfall wahr. Leider fällt mir das immer im Dezember ein, was allerdings den Vorteil hat, dass ich immer kurzfristig einen Termn bekomme. :-)


    LG


    Sarah

    Mich nervt so einiges beim Frauenarzt

    Also, gerade wenn man was Schlimmes gefunden hat, wie bei mir eine carzinoma in situ, ist es nicht für jedermann eine Wohltat. Jetzt weiß ich: "Ich habe Krebs". Und ich muß damit weiter leben. Aber ich bin so sensibel, daß es für mich viel besser wäre, daß niemals erfahren zu müssen. Und die Lebensdauer...na ja, man stirbt irgendwann, wenn man sterblich ist. Aber diese Vorsorge hat für mich vor allen Dingen einen sehr negativen Ansatz: man sucht nicht nach etwas, wa bei einem noch ok. ist, sondern, man ist scharf darauf, eine Krankheit zu entdecken. Praktisch nachdem Motto: "Natürlich wirst du als Frau krank, es ist nur die Frage der Zeit". Deswegen sucht man und sucht. Und findet!


    Und was mich noch enorm stört beim Gynäkologen sind die Männer und die größeren Kinder. So eine Familienidylle. Und wenn du alleinstehend bist und keine Kinder willst oder gar kriegen kannst beim besten Willen, dann stimmt was mit dir nicht.

    Hallo,


    ich nehme regelmäßig an der Vorsorge teil und finde es eher schade und bedenklich, das erst recht spät mit gewissen Dingen, wie z.B. Mammographie begonnen wird. Mir persönlich gibt es Sicherheit, aber das ist mein Empfinden. Wenn ich allerdings wegen etwas anderem zu meinem FA muß, hatte starke Zyklusschwankungen, Kinderwunsch etc. hat er sich auch darum gekümmert. Von Krebsvorsorge sagt er selber nie etwas, das überläßt er seinen Patienten schon. Ich fühle mich also nicht genötigt die Vorsorge machen zu lassen. Ebenso gehe ich 2x im Jahr zum Zahnarzt, auch wenn ich bisher keine Probleme mit den Zähnen hatte.


    Das ist einfach eine Sache, die mich persönlich beruhigt, genau wie die Schwangerschaftsvorsorge, zu der ich jetzt gehe.


    Aber wer nicht gehen möchte, braucht das ja auch nicht zu tun. Ist doch jeder für sich selber verantwortlich und über alles stellen sollte man eine Krebsvorsorge nun auch wieder nicht und trotzdem auf seinen Körper achten.


    LG

    Zitat

    Wer nicht geht, wird schon fast schief angeguckt.

    Was heißt hier fast schief angeguckt? Ich wurde schon mal regelrecht beschimpft, wie verantwortungslos ich denn sei usw., nur weil ich aus Versehen mal in einem Forum erwähnt habe, dass ich noch nie bei einem Frauenarzt war. :-/ Man könnte meinen, einige haben es sich zur Aufgabe gemacht, andere zu bekehren. Dabei sollte doch jeder selbst entscheiden, ob er zur Vorsorge geht oder nicht.

    Zitat

    Ich wurde schon mal regelrecht beschimpft,

    Ich auch!


    Mir wurde vorgeworfen, ich würde Frauen auffordern nicht zur Vorsorge zu gehen:-/


    Der Faden war so lange in der Versenkung verschwunden-wie bist du auf ihn aufmerksam geworden??