Was passiert eigentlich, wenn man nicht mehr zahlt?

    Ich wollte mal fragen, was passiert, wenn man bei der GKV nicht mehr die Beiträge bezahlt? Wird man dann gepfändet oder kommt ins Gefängnis?


    Ich sehe die Zwangsversicherung als illegal an und weil vieles nicht bezahlt wird, lohnt sich für mich eine Versicherung nicht.

  • 87 Antworten

    Ich schätze mal, dann bist du eben nicht mehr versichert. Wenn dir dann was passiert, bist du am Ar...


    Und zurückzahlen, aber dem Datum, wo du nicht mehr zahlst, musst du auch... aber wie die die Kohle einfordern, weiß ich auch nicht

    Na du musst die Beiträge wohl nachzahlen, wirst gekündigt und wenn du nicht zahlst dann wirds wohl wie bei allen offenen Rechnungen sein: Mahnungen, Mahnbescheid etc. schätze ich jetzt mal, sicher bin ich mir da aber nicht. Und wieso siehst du das als illegal an? Warst du noch nie beim Arzt? Die GKV übernimmt schon einen mächtigen Teil an Kosten.Sonst werde eben Selbstzahler.

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    Ich sehe die Zwangsversicherung als illegal an

    :)^ ich finds auch mindestens ne Frechheit


    Will auch am liebsten gar nicht wissen was da mal für ein Batzen an Nachzahlung auf mich zukommen könnte (bin nicht versichert, aber für irgendwelche Forderungen allerdings auch nicht zu aufzufinden ;-D insofern kann ich dir nicht sagen was das für Konsequenzen hat)

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    Wenn man z. B. Student ist, nicht mehr über die Familienversicherung, eben Selbstzahler ist und nicht zahlt, wird die Uni informiert und man kann exmatrikuliert werden.

    Find ich krass. Was geht das die Uni an?

    Weißt du wie teuer medizinische Behandlungen sind?


    Wenn du einen Unfall hast, komplizierte OPs brauchst und eine aufwendigere Behandlung, dann kann sich die Summe auf locker 100000 Euro summieren. Das hast du bisher sicher noch nicht eingezahlt, oder? ;-)


    Selbst, wenn du nie krank wirst, in Deutschland ist die Krankenversorgung glücklicherweise solidarisch geregelt. Wer soll sonst die extrem teure Leukämie Behandlung eines Kindes bezahlen? Es selbst sicher nicht, die Eltern können das auch nicht alleine zahlen.

    Ich bin sehr froh, dass es die Solidargemeinschaft gibt. Schwerkrank und schwerbehindert koste ich die KK monatlich ca. 2500 Euro. Es wäre mir unmöglich, diese Summe aus eigener Tasche aufzubringen. Als junge Frau war ich übrigens kerngesund und zahlte über Jahrzehnte meine Krankenversicherung für wenige Routineuntersuchungen pro Jahr. Gesund zu sein ist keine Leistung, sondern meist Glück.


    Gruß an die Egogesellschaft

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    Wird man dann gepfändet

    Darauf läuft es irgendwann hinaus. Inklusive Zinsen versteht sich. Es wird nicht billiger und raus kommst du aus der Nummer nicht. Außer du planst unauffindbar auf der Straße zu wohnen.

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    Wird man dann gepfändet oder kommt ins Gefängnis?

    Aber sicher! Gefängnis nicht, aber Schuldturm, an der Wand angekettet, nur die Ratten hören dein Seufzen... ;-D


    Ernsthaft? Nein, Knast geht nicht so schnell, es sei denn, du hast noch mehr Dreck am Stecken. Erst greift das volle Prozedere mit Mahnungen etc., die Krankenkassen sind da recht flink.

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    Ich sehe die Zwangsversicherung als illegal an und weil vieles nicht bezahlt wird, lohnt sich für mich eine Versicherung nicht.

    Boah. Ich weiß nicht, wie du zu dieser Einstellung kommst, aber das zeugt schon von erheblicher Ichbezogenheit...das Solidarprinzip bei der Krankenversicherung ist eine der genialsten Ideen überhaupt. Mag sein, daß du ja sowieso nie krank wirst, nicht zum Arzt gehst – weil, alles Spinner – und die Behandlungen, die du gerne hättest (btw: was wäre das denn?) nicht bezahlt werden. Aber! dann geh' bitte auch nicht mehr über die Straße und laß dich überfahren. Die darauffolgenden Leistungen nämlich kannst du nicht bezahlen.


    Und warum sollten andere für dich bezahlen, nur, weil du denkst, du willst die "Zwangsversicherung" nicht mitmachen?


    Mein Sohn wurde mal angefahren, danach Fahrt mit dem RTW ins Krankenhaus, Erstversorgung, dann Nähen. Alles insgesamt undramatisch und nicht gefährlich. Ich habe die Rechnung gesehen: alleine der Rettungswagen schlug mit 624 Euro zu Buche, das möchte niemand mal so eben aus eigener Tasche bezahlen.


    Ich weiß, was du meinst. Auch ich denke jeden Monat wieder, ey, soviel kann ich gar nicht krank sein, wie ich hier bezahle...aber glaub' mir: das geht ganz schnell. Denk' mal drüber nach, bitte.

    @ Lotte

    Zitat

    Find ich krass. Was geht das die Uni an?

    § 51 Hochschulgesetz

    Ich dachte, das mit dem Hauptzollamt ist ein Blöff, scheint nach dem Link von moonnight aber nicht so zu sein.


    Wo kann man denn einen Anwalt zu diesem Thema finden? Werde wegen überhöhter Beitragsforderungen klagen müssen.


    Sollte nach Zwangs-GKV und Zwangs-Rundfunkgebühr noch die Zwangs-Rente kommen, muss ich wohl leider auswandern. Dann ist kein Platz mehr für mich hier.

    Sei froh, dass Du offenbar noch nie ernsthaft krank warst...Dann reichen Deine bislang eingezahlten Beiträge unter Umständen nämlich nicht mal....


    Ansonsten ist das Auswandern vielleicht eine gute Idee :)=

    Hallo,


    jeder in Deutschland ist verpflichtet, eine Absicherung im Krankheitsfall zu haben. Man kann eine Krankenkasse nur verlassen, wenn man die neue Krankenversicherung nachweist.


    Wen man mehr als einen Monat mit den Beiträgen im Rückstand ist, sind pro Monat 5% Säumniszuschlag zu zahlen (d.h. 60% im Jahr!). Während dieser Zeit sind die vollen Beiträge zu zahlen, es besteht aber nur Anspruch auf Schmerz- und Notfallbehandlung:


    http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__16.html


    -> Absatz 3a


    Gruß


    RHW

    Zitat

    ch dachte, das mit dem Hauptzollamt ist ein Blöff, scheint nach dem Link von moonnight aber nicht so zu sein.

    Kein Bluff, geht ruckzuck.

    Zitat

    Wo kann man denn einen Anwalt zu diesem Thema finden? Werde wegen überhöhter Beitragsforderungen klagen müssen.

    Da ein Anwalt daran verdient, wird sich keiner sträuben dich zu vertreten ;-D Nur ob es was bringt ist das andere. Nach welchem §§ sollst du denn versichert werden und warum ist das deiner Meinung nach inkorrekt? Welchen außergerichtlichen Weg hast du versucht?

    Seit 2009 zwangsversichert in der wie zum Hohn "freiwillig versichert" genannten Versicherung. Mir ging es aber auf die Nerven, alle Naselang nach meinem Einkommen gefragt zu werden und hab mich dann 2012 geweigert, Auskunft zu erteilen.


    Statt des Minimalbeitrages sollte ich dann den Maximalbeitrag zahlen, woraufhin ich die Zahlungen eingestellt habe.


    Bin wieder auf den Minimalbeitrag, soll aber für einige Monate den Maximalbeitrag nachzahlen. Obwohl ich nachgewiesen habe, dass mein Einkommen 2012 so niedrig wie sonst auch ist. Habe es aber erst Ende 2012 gemacht. Darf einen die Krankenkasse ruinieren?


    Im Übrigen: Wenn mein Geld aufgebraucht ist, komme ich natürlich wieder! ;-D