Hallo,


    jeder in Deutschland ist verpflichtet, eine Absicherung im Krankheitsfall zu haben. Man kann eine Krankenkasse nur verlassen, wenn man die neue Krankenversicherung nachweist.


    Wen man mehr als einen Monat mit den Beiträgen im Rückstand ist, sind pro Monat 5% Säumniszuschlag zu zahlen (d.h. 60% im Jahr!). Während dieser Zeit sind die vollen Beiträge zu zahlen, es besteht aber nur Anspruch auf Schmerz- und Notfallbehandlung:


    http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__16.html


    -> Absatz 3a


    Gruß


    RHW

    Zitat

    ch dachte, das mit dem Hauptzollamt ist ein Blöff, scheint nach dem Link von moonnight aber nicht so zu sein.

    Kein Bluff, geht ruckzuck.

    Zitat

    Wo kann man denn einen Anwalt zu diesem Thema finden? Werde wegen überhöhter Beitragsforderungen klagen müssen.

    Da ein Anwalt daran verdient, wird sich keiner sträuben dich zu vertreten ;-D Nur ob es was bringt ist das andere. Nach welchem §§ sollst du denn versichert werden und warum ist das deiner Meinung nach inkorrekt? Welchen außergerichtlichen Weg hast du versucht?

    Seit 2009 zwangsversichert in der wie zum Hohn "freiwillig versichert" genannten Versicherung. Mir ging es aber auf die Nerven, alle Naselang nach meinem Einkommen gefragt zu werden und hab mich dann 2012 geweigert, Auskunft zu erteilen.


    Statt des Minimalbeitrages sollte ich dann den Maximalbeitrag zahlen, woraufhin ich die Zahlungen eingestellt habe.


    Bin wieder auf den Minimalbeitrag, soll aber für einige Monate den Maximalbeitrag nachzahlen. Obwohl ich nachgewiesen habe, dass mein Einkommen 2012 so niedrig wie sonst auch ist. Habe es aber erst Ende 2012 gemacht. Darf einen die Krankenkasse ruinieren?


    Im Übrigen: Wenn mein Geld aufgebraucht ist, komme ich natürlich wieder! ;-D

    Zitat

    Mir ging es aber auf die Nerven, alle Naselang nach meinem Einkommen gefragt zu werden und hab mich dann 2012 geweigert, Auskunft zu erteilen.


    Statt des Minimalbeitrages sollte ich dann den Maximalbeitrag zahlen,

    Denen diese Auskunft zu erteilen dauert ein paar Minuten.


    Aus Trotz weigerst du dich, wirst aus eigenem Verschulden höher eingestuft und verschuldest dich, wenn du wie du behauptest wirklich nix hast.


    Herzlichen Glückwunsch, so macht rebellieren Sinn.

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    Darf einen die Krankenkasse ruinieren?

    Nein. Du kannst ggf. auf § 76 SGB 4 (stunden, zeitweilig ruhen lassen, ganz erlassen bekommen) zurückgreifen. Nur fürchte ich wirst du deinen Ruin anders definieren als die Kasse (und evtl. die Gerichte). :=o


    Was sagst du denn zum Argument der immensen Kosten im Falle eines Unfalls, einer chronischen Erkrankung u.ä.? Willst du dann unbehandelt bleiben? Denkst du echt deine Beiträge hätten jetzt schon für alle Zeiten eventuelle Kosten gedeckt? :-/ %:|

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    Darf einen die Krankenkasse ruinieren?

    offensichtlich wohl schon (ich vermute allerdings dass Ratenzahlungen da schon oft mit den KKs ausmachbar sind) was das oder der erste Satz aus dem Link von moonnight mit Solidarität zu tun hat werd ich wohl nicht so schnell begreifen.

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    Kommen die auch an Konten ran?

    du könntest einen Pfändungsschutz bei deiner Bank beantragen (auch so ne tolle Sache, früher war das ganz normal dass einem generell niemand die letzte finazielle Lebengrundlage nehmen darf, heute ist's normal dass schon)

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    Ich sehe die Zwangsversicherung als illegal an

    Ist legal und vor allem auch sinnvoll.


    Stell Dir vor Du bekommst eines Tages eine Krankheit, die über einen Grippalen Infekt hinausgeht, Du hast einen Unfall oder mußt Dich operieren lassen. DAS kann einen schnell ruinieren, wenn man dann keine KV hätte.


    Also an meiner Gesundheit würde ich als letztes sparen. Wenn Du gesetzlich versichert bist, bemißt sich der Beitrag nach Deinem Einkommen. Ist doch fair, oder? Und selbst wenn Du arbeitslos oder Hartzianer bist, wird die Versicherung bezahlt.

    Zitat

    Mir ging es aber auf die Nerven, alle Naselang nach meinem Einkommen gefragt zu werden und hab mich dann 2012 geweigert, Auskunft zu erteilen.


    Statt des Minimalbeitrages sollte ich dann den Maximalbeitrag zahlen, woraufhin ich die Zahlungen eingestellt habe.

    Also ein hausgemachtes Problem. Respekt. Und intelligenterweise das Grundprinzip nicht verstanden. Offenlegung Deines niedrigen Einkommens hätte das alles verhindert.

    Zitat

    Darf einen die Krankenkasse ruinieren?

    Das schaffst Du doch selber schon ganz gut.

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    Sollte nach Zwangs-GKV und Zwangs-Rundfunkgebühr noch die Zwangs-Rente kommen, muss ich wohl leider auswandern. Dann ist kein Platz mehr für mich hier.

    Zum einen gibt es die "Zwangs-Rente" schon. Für Angestellte, in Form der entsprechenden Sozialversicherungsabzüge.


    Aber Du bist offensichtlich selbstständig, mit superniedrigem Einkommen. Und ohne Altersabsicherung? Schön, dass der blöde Otto-Normal-Steuerzahler Dich dann im Alter durchfüttern darf. Ich werde mit Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit in meinem Beruf monatlich übrigens bis zu 600€ in ein Versorgungswerk einzahlen müssen, unter Offenlegung meines Einkommens.


    In Deinen Augen blöd... in meinen Augen ist sind das aber eher andere.

    Das Hauptzollamt ist quasi der Gerichtsvollzieher der gesetzlichen KK und damit ist nicht zu spaßen und es wird mit jedem Tag teurer.

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    Obwohl ich nachgewiesen habe, dass mein Einkommen 2012 so niedrig wie sonst auch ist. Habe es aber erst Ende 2012 gemacht. Darf einen die Krankenkasse ruinieren?

    Jupp, du hättest es ja vermeiden können. Setzt es halt bei deiner Steuererklärung an und gut ist...

    Verwaltungsaufwand Krankenkasse 160 Euro, Minimalbeitrag ca. 154 Euro. Da würde die Kasse doch sparen, wenn sie mich in Ruhe ließe.


    Außerdem muss ich vieles trotz Krankenkasse zahlen. Das ist doch keine Krankenversicherung. Was bringt mir das künstliche Herz mit 90, wenn ich heute nicht zum Arzt kann? Dann sterbe ich lieber mit 90, und kann dafür heute zum Arzt und die Rechnung bezahlen.

    Ich würde auch keine Miete mehr zahlen, jemand, der Mietshäuser hat, der hat anscheinend genug Geld, warum auch den noch unterstützen. Als Mietnomade lebt es sich echt gut....


    Und die Bahn fährt auch, ob ich nun ein Ticket kaufe oder nicht, wozu dann noch bezahlen? Aufm Klo mit nem Buch, langweile ich mich auch nicht von München nach Hamburg....


    Eigentlich kann das Leben wirklich einfach sein.....


    Man mag einen deshalb besonders gerne, die Freunde kommen und bringen auch gerne Fresskörbe mit und man ist wirklich anerkannt und geachtet, man wird deshalb geliebt und gehätschelt....


    Jepp....

    "Ich würde auch keine Miete mehr zahlen, jemand, der Mietshäuser hat, der hat anscheinend genug Geld, warum auch den noch unterstützen. Als Mietnomade lebt es sich echt gut....


    Und die Bahn fährt auch, ob ich nun ein Ticket kaufe oder nicht, wozu dann noch bezahlen? Aufm Klo mit nem Buch, langweile ich mich auch nicht von München nach Hamburg....


    Eigentlich kann das Leben wirklich einfach sein....."


    Ja, das ist aber die Folge davon, wenn man Leuten Kosten aufbürdet, die sie nicht tragen können. Schwarzarbeit hast du noch vergessen.