Wie gerade Krankenversichert?

    Hey,


    ich hab derzeit 1 Problem.


    Ich habe im Januar meinen Hauptantrag ALG II eingereicht.


    Seit Ende Januar arbeitslos und damit bei der Krankenkasse vom AG abgemeldet.


    Als das Amt mir schickte was es noch für Unterlagen braucht bin ich hin und hab direkt gesagt bekommen das noch mehr fehlt UND ich erst einen Termin beim Leistungssachbearbeiter brauche, bevor da was bewilligt wird.


    Den Termin hab ich am 17.3. - vorher ist keiner mehr frei >:(


    Krankenkasse schrieb mich dann an, das sie wissen müssen was sache ist. Hab angerufen, alles geschildert - tja, da geht nur noch freiwillig Versichern.


    Man hat das Geld (170 Euro) ja auch in der Ecke liegen ;-) Alles fragen und betteln und jammern half nichts, sie schicken mir die Unterlagen, damit ich mich anmelde.


    Nochmal beim Leistungssachbearbeiter angerufen und ihm das alles geschildert und gefragt ob nicht früher....


    Nein, das käme öfters vor, wie soll er da ständig Termine für freihaben?


    Jetzt hörte ich diverse Meinungen dazu.


    1.) Nach Abgabe des Hauptantrages bin ich automatisch versichert


    2.) Man ist 4 Wochen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses eh noch versichert


    Weiß da jemand genaueres?


    Muss auf jeden Fall innerhalb der nächsten 2 Wochen zum Doc wegen meiner SD-Tabletten ;-)


    Ich war dieses Quartal auch schon beim Doc. Der bekommt doch eine Pauschale egal wie oft ich hingehe oder? Kann ich dann theoretisch auch die Tabletten holen, während das ganze noch nicht geklärt is?


    Danke schonmal für Antworten :)*

  • 17 Antworten

    Hallo Tigerbaendigerin,


    nach Beendigung eines Beschäftigungsverhältnisses hast du noch für 4 Wochen einen "Nachversicherungsschutz" bei deiner Krankenkasse.


    Da ist es kein Problem wenn du zum Arzt gehst um deine Tabletten zu besorgen.


    Danach muss der Krankenkasse aber dann der weitere Versicherungsstatus mitgeteilt werden, wenn die Ämter sich zuviel Zeit mit der Bearbeitung deines Antrages lassen möchte die Kasse vorsorglich eine freiwillige Versicherung beginnen.


    Da das Amt dich aber rückwirkend versichern muss würdest du das Geld dann wieder bekommen.

    Hallo Tigerbaendigerin,

    Zitat

    1.) Nach Abgabe des Hauptantrages bin ich automatisch versichert


    2.) Man ist 4 Wochen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses eh noch versichert

    Ist beides falsch, der Nachversicherungsschutz nach § 19 Abs. 2 SGB V beträgt 1 Monat und keine 4 Wochen. Von dem Ersten hab ich wiederum noch nie was gehört, da ein Antrag für sich allein genommen noch keine Regelungswirkung entfaltet. Das dürfte verwaltungsrechtliche Humbug sein.

    Das Geld für die freiwillige Versicherung gibt es natürlich zurück, falls der ALG2-Antrag bewilligt wird und damit nachträglich Versicherungspflicht eintritt.


    Unabhängig ob pflicht- oder freiwillig Versichert besteht gegenüber der Kasse ein voller Leistungsanspruch, also Arztbesuch oder Medikamentenbezug braucht nicht aufgeschoben zu werden.

    krankenversichert ist man natürlich über die Arbeitsagentur, weil in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht besteht. Beiträge nicht leisten können gibt es gar nicht, außer vielleicht bei Obdachlosen. Wer gerade nicht in der Lage ist, Beiträge zu zahlen, ist trotzdem weiterhin krankenversichert.

    Dein Antrag gilt ab dem Zeitpunkt an dem du deine Unterlagen im Jobcenter abgeben hast, sobald dein Antrag durch ist bekommst du auch rückwirkend bis zu diesem Zeitpunkt deine Leistung sprich ALG II, die Miete und den Beitrag für die Krankenkasse. Du musst gar nichts vorstrecken und das würde ich auch nicht tun

    Zitat

    Nach § 37 Sozialgesetzbuch (SGB) II entsteht der Alg II-Anspruch am Tag der Antragsstellung, mithin reicht für die Antragsabgabe streng genommen einen Montag. Bedenken Sie: Noch nie konnte eine Behörde dazu zwingen, Monate vor Leistungsbeginn Leistungen zu beantragen, zumal noch wichtige Durchführungsverordnungen zum Alg II fehlen.

    http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbii/37.html http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/53659697ab0b44301.php


    Die Briefe deiner KK wurde ich an das zuständige Jobcenter weiterleiten und der KK notfalls auch den Gesetzestext zeigen, die haben leider oft auch nicht so die Ahnung ;-)


    Wenn es dringend ist und du momentan auch fast nichts zu essen hast würde ich mich kundig machen ob es in deiner Nähe nicht einen Verein oder Selbsthilfe für Bezieher von ALG II gibt die dir helfen dem Jobcenter nachzuhelfen es ist nämlich eine Frechheit dich so lange warten zu lassen >:( Du kannst dich für Vorschriften auch in diesem Forum ein bisschen umsehen https://www.elo-forum.org/

    Zitat

    Wie und wo stellt man einen Hartz IV Antrag?


    Einen Antrag auf Arbeitslosengeld II muss gestellt werden (§37 SGB II). Erst ab dem Tag der Antragstellung hat man einen Anspruch auf Hartz IV. Rückwirkende Ansprüche bestehen nicht, es sei denn die Bedürftigkeit ist an einem Feiertag oder am Wochenende eingetreten. Sprich an Tagen, an denen die zuständige Behörde geschlossen hatte. Den Eingang eines ALG II-Antrages sollten sich Betroffene immer bestätigen lassen, damit sie wissen, dass der Antrag tatsächlich auch bei der Behörde eingegangen ist. Oftmals werden Anträge nicht zeitnah bearbeitet oder gehen unter. Im Nachhinein die Antragsstellung nachzuweisen erweist sich äußerst schwierig. Am Besten erscheint die Methode den Antrag per Einschreiben und Rückschein zu stellen. Ein Antrag kann zunächst formlos per Brief gestellt werden. Laut Gesetz ist auch möglich den Antrag per Telefon, Fax oder Email zu stellen, jedoch erweist sich diese Form aus den genannten Grünen als weniger sicher. Im Anschluss schickt die zuständige Behörde ALG II-Antragsformulare.

    http://www.gegen-hartz.de/hartz-iv-antrag.html

    die Auszahlung des Arbeitslosengeldes hat korrekterweise innerhalb von 14-21 Tagen zu erfolgen, so wie es in der alten Sozialhilfe auch war. Es kann nicht sein, dass man in Mietrückstände oder finazielle Not gerät. Nach fast 2 monatiger Wartezeit bin ich mal mit einem familiären Beistand zum Jobcenter, habe meinen Kontostand vorgezeigt, habe mündlich auch mit dem Rechtsweg gedroht wenn es nicht bald bearbeitet würde und einige Tage später wurde es gezahlt. Begründung war Personalmangel, was ich auch mal glauben möchte. Außerdem habe ich den Antrag einem Rechtsanwalt zur Prüfung vorgelegt, denn viele Bescheide sind fehlerhaft.

    Experte, die Auszahlung wird ja auch innerhalb der Frist erfolgen ABER erst nach dem Termin beim Leistungssachbearbeiter %-|


    Ich hab Mitte diesen Monats noch nen kleinen Teil Lohn von der ZAF bekommen. Damit kann ich alles regelmäßige bezahlen bis Ende März.


    Aber defintiv keine 340 Euro Krankenkassenbeiträge.


    Und ja, auch wenn man pflichtversichert ist muss ja jemand das einzahlen! Wenn nicht jetzt dann später mit Zins und Versäumnisgebühren etc pp...

    Okay, vielleicht werde ich gesteinigt für diesen Ratschlag, aber tut mir leid, ich mache ihn trotzdem.


    Versichere dich freiwillig (das musst du eh, wenn Du H4 bekommst) und zahl halt einfach die Beiträge nicht. Was soll passieren? In DL ist man versicherungspflichtig, die werfen dich also nicht raus. Sobald dein ALG bewilligt ist, zahlen sie die Kosten ja nach, den Antrag hast du ja bereits abgegeben, right?


    Ich würde sämtliche Post von der Krankenkasse direkt dem Jobcenter weiterleiten. Du musst allerdings berechnen, ob dir (wenn du jetzt noch Lohn bekommen hast) überhaupt für diesen Monat H4 gewährt wird. Wenn du über dem Existenzminimum liegst, vermutlich nicht, dann würde für diesen Monat auch kein rückwirkender Beitrag an die KK gezahlt werden, weil du noch nicht leistungsberechtigt warst. Wenn du aber im März z.B. schon kein Gehalt mehr bekommst, dann kannst du dich locker ab 1.3. freiwillig versichern und abwarten, bis das SA die Beiträge gezahlt hat. Dir passiert da gar nichts.