Zentrallstelle für Patientenverfügung

    Hallo, ich arbeite als Krankenpfleger und das Thema betrifft mich tag täglich. Wir haben oft Patienten im Koma, oder mit starker Demenz, diese Patienten können auf Fragen nicht adäquat antworten. Das Problem ist, das wir in solchen Fällen nicht wissen können, ob es überhaupt eine Patientenverfügung gibt. Wir hatten mal den Fall, das eine Patient mit Hirntot Jahrelang künstlich beatmet wurde, obwohl er in der Verfügung das nicht wollte. die Verfügung wurde irgendwann von der Famile zufällig gefunden.


    Warum gibt es keine neutrale, Zentralstelle für die Hinterlegung der Verfügung? Villeicht eine Behörde oder sowas, dann könnten wir als Krankenhaus dort nachfragen, ob es für den Patienten eine Verfügung gibt und diese dann anfordern. Was nützt ein Verfügung, wenn die Leute diese einfach in die Schublade legen...

  • 2 Antworten

    Es gibt keine Indikation einen Hirntoten zu beatmen, da nach dem Hirntod eine Verbesserung der Gesamtsituation unmöglich ist.


    Wenn es tatsächlich ein Hirntoter war, ist die Behandlung auch ohne Patientenverfügung ein grober ärztlicher Kunstfehler und könnte möglicherweise als Körperverletzung strafbar sein.