ganz ehrlich gesagt: ich würde ein ebhindertes kind abtreiben lassen. ich bin mir nämlich darüber bewusst, dass das 10x mehr arbeit ist als bei einem gesunden kind, und das kind hat (je nach art der behinderung) auch nicht gerade das beneidenswerteste leben.

    wow ich hätte nicht gedacht, dass so viele frauen so denken! ich bin keine abtreibungsgegnerin, aber ich finds unmöglich wenn man ein gewünschtes, geplantes kind abtreibt, weils nicht normal ist. "normalität" ist sowieso sehr seltsam, was ist schon normal? wenn wir alle blind wären, dann wäre ein sehender wohl behindert.


    ich hab mit meinem freund schon öfters darüber gesprochen, was wir tun würden, wenn wir dann mal ein kind planen, und wir vor der geburt erfahren, dass es eine "behinderung" hat. und gott sei dank sind wir uns da einig.


    sicher ist es etwas anderes, wenn man dann wirklich in dieser situation ist. ich bin immer wieder fasziniert, wie wundervoll geistig behinderte menschen sein können, wie einfühlsam, und ehrlich, offen und liebenswürdig. wer von euch kann die wurzel aus 25697 ziehen? es gibt autisten die das können. ist es dann eine behinderung oder ein talent? sicher, es gibt schreckliche behinderungen, viele kinder werden nicht mal zwei jahre alt.


    aber sind nicht auch zwei jahre leben lebenswert? auch wenn man schmerzen hat, auch wenn man sich nicht bewegen kann, oder nicht sehen? wer kann schon entscheiden, was ein leben lebenswert ist???


    zu sagen, das leben meines kindes ist nicht lebenswert, und es wird wahrscheinlich nicht mal 10, ist ein wenig unehrlich. richtiger und verständlich wäre zu sagen: ich könnte nicht damit leben, mein kind nach einiger zeit zu verlieren.


    wenn ich mich in ein paar jahren für ein kind entscheide, dann ist das eine entscheidung für ein kind, nicht für ein "perfektes" kind, nach irgendwelchen seltsamen maßstäben.


    in österreich gibts einen schönen spruch von der behindertenhilfe, der es find ich schön trifft: "behindert ist wer behindert wird"

    Ja, nur, was, wenn das Kind nur leidet, hast du daran schon mal gedacht? Das meinst du vielleicht, daß zwei Jahre lebenswet sind, aber ich weiß nicht, was das Kind sagen würde, könnte man es befragen

    Und der Film, den Johanna da gesehen hat, war sicher irgendwas zusammengeschnittenes, gefaktes, denn mit einem Staubsauger kann man das sicher nicht vergleichen-klar, noch dazu, wenns im Religionsunterricht gezeigt wird

    @ crazyleni:

    und genau das ist der punkt, du weißt es nicht, niemand weiß das. deswegen ist es meiner meinung nach besser, einem kind ein schönes leben zu bereiten, wenn es schon gewünscht ist, egal was es hat oder auch nicht - und egal wie lange es dauert.

    @ crazyleni:

    auch wenn das jetzt philosophisch klingt: versuch mal zu hinterfragen, was normal ist was behindert, was ein schönes leben, was nicht. und dann frag dich ob das so ist, weil wir vorstellungen darüber in unseren genen oder so tragen, oder ob es gesellschaftlich definiert ist? und das richtig gemeine an solchen begriffen (auch recht, zufriedenheit, glück, schönheit...) sie bedeuten immer wieder was unterschiedliches, je nach zeit und ort. denkanstoß: was ist eine gute ehe? was war eine gute ehe vor 20, 50, 200 jahren?


    verstehst du was ich meine. nur weil unsere gesellschaft heute und in mitteleuropa lebenswert als "normal" definiert, muß das nicht jeder tun.


    ich hoffe, du verstehst wie ich das meine.

    Versteh schon was du meinst-nur denk ich mir, ob ich das meinem Kind antun wollte;geht mir jezz gar nicht um die Begriffe-sondern jeden Tag sich denken zu müssen,ob es nicht furchtbar leidet! Ich persönlich könnte es nicht verantworten,mein Kind dem auszusetzen, die Abtreibung hingegen schon

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