psychische störung

    ich habe diese schmerzen nur beim sex schon seit ca. 3 jahren. hab ne psychotherapie hinter mir. ich bin überzeugt, dass die schmerzen mit den kopf zu tun haben, man sie zumindest so ein wenig unter kontrolle bekommen kann. ich hab ein geringes selbstwertgefühl, besonders im hinblick auf meinen körper. ich bin 1,79 m und wiege im moment 81 kg. dies ist mein höchstgewicht des lebens. ich hatte schon immer probleme mit meinem körper und denke, dass diese schmerzen das ventil meiner seele sind. soweit so gut... die therapie war zwar erfolgreich (es ging mir ein wenig besser, aber ich war nicht geheilt), aber seit ich sie beendet habe, geht es mir wieder schlechter!

    @andrea

    ich finde diese türen einfach nicht mehr. weiß nit, wie ich sie suchen soll... verfalle in selbstmitleid und hocke mitten in einem raum mit nur einer tür, deren weg ich kenne. ich seh ein fenster, aber keine tür. ich weiß woran es liegt, dass ich da hocke, aber ich komm nit hoch! ich weiß, dass es genau diese gedanken sind, diese negativen gedanken und einstellungen, die mich daran hindern zu handeln, zu schauen, aufzustehen und zu suchen! und trotzdem bleib ich hocken! ich fühl mich einsam, allein gelassen, nicht verstanden... dann verfall ich wieder in den kreislauf... esse wieder und mache mein selbstwert noch geringer! dann rutsch ich immer mehr auf die tür meiner vergangenheit zu! ich habe angst...


    ich find es toll, wie du mit der krankheit lebst und wie sie dir geholfen hat, dich selbst zu finden! es hilft mir zu lesen, dass es sich doch lohnt, nicht aufzuhören zu suchen! und ich stehe wieder auf. nur bleibt mir die tür verschlossen... nein, das ist falsch, ich seh sie nur noch nit!


    gibt es einen rat, den hier jemand hat, damit man nicht immer in den trott verfällt, die augen offen hält und nicht wieder aufgibt?!

    sich klein machen

    Firenze hat neulich so einen schönen Satz geschrieben: daß man sich manchmal verdammt klein machen muß um noch aufschauen zu können.


    Genau das ist es, was wir selber von uns verlangen, genau das ist der Denkfehler in unserer ganzen patriarchalischen Zivilisation. Wir sind ja das Ende einer ganz, ganz langen Kette, in der immer wieder der eigene Schmerz an die nächste Generation weitergegeben wurde. Seit Jahrtausenden passiert Kindern das gleiche.


    Sie werden in eine Familie geboren, wo es Eltern gibt, die nie eine wirklich nährende, unterstützende Liebe von ihren Eltern und ihrer Umgebung erfahren haben. Für ihr Verletzlichkeit und Hilflosikgkeit werden die Kinder bestraft, gedemütigt, verlacht, nicht ernst genommen. Sie erleben Eltern, die sich in ihrer Bedürftigkeit an das Kind wenden. Die Kinder vor allem deshalb bekommen, weil sie sich erhoffen nun endlich jemanden zu haben, der sie bedingungslos liebt. Der ihnen all das gibt, was sie selber nie bekommen haben. Sie sehen das Kind an und sagen: du mußt für mich sorgen, du mußt mir das Gefühl geben eine tolle Mutter, ein toller Vater zu sein. Du darfst meine Unzulänglichkeit nicht wahrnehmen, denn sonst verletzt du mich. Und wenn ich verletzt bin, kann ich nicht für dich sorgen.


    Um zu überleben lernt das Kind nun, auf eigene Bedürfnisse zu verzichten und die der Eltern zu erfüllen. Es lernt, ist fleißig, gibt sich Mühe, mitzuhelfen - und ist doch noch viel zu klein dafür. Es weiß daß ihm Unrecht geschieht, daß es eigentlich anders sein müßte, aber wie gesagt, wenn es den Eltern das vorwirft, dann wird es von den Eltern bedroht, bestraft, ist es in Gefahr, den Platz in der Familie zu verlieren.


    So macht das Kind sich gefühllos gegen seine Hilflosigkeit, unterdrückt seine Wut, verbirgt alle Talente, die die Eltern nicht an ihm sehen wollen. Und es lernt von seinen Eltern, alle zu verachten oder zu hassen, die auch hilflos und wütend sind. Und diejenigen, die ihre Talente leben, alle die lebendig sind. So entwickelt sich eine "moralische" Person, die Schwäche und Verletzlichkeit bei anderen verachtet und diejenigen egoistisch schimpft, die es wagen, ihre Fähigkeiten zu entwickeln und zu leben.


    Diese Kinder werden Eltern und hoffen nun, es bei ihren Kindern besser zu machen. Sie schauen das kleine Wesen an und sagen: ich will daß du es besser hast, ich gebe dir alles was ich nicht hatte - aber im Grunde meinen sie: ich gebe dir was ich nicht hatte, aber dafür mußt du mir geben, was ich nicht hatte.


    Ich will doch nur dein Bestes - aber ich will es für mich, damit es mir besser geht. Deine Schmerzen, deine Verletzlichkeit will ich nicht sehen, du hast es doch gut, viel besser als ich es jemals hatte. Denn wenn ich deine Hilflosigkeit wahrnehme, erinnert mich das an die meine, und ich weiß doch nicht, wie ich dieser Hilflosigkeit anders ausweichen soll, als sie völlig zu verdrängen.


    Alle, alle fühlen sich als Opfer und merken dabei nicht daß sie zu Tätern werden. Sie suchen sich Umwege, beschuldigen andere an ihrem Unglück schuld zu sein, alles um der eigenen Hilflosigkeit nicht begegnen zu müssen. Tatsächlich aber leben sie die Hilflosigkeit ja genauso wieder.


    Statt sich selber anzusehen und zu erkennen, ich bin jetzt groß und ich kann jetzt was tun, schauen sie auf andere: auf Ärzte, Therapeuten, auf alle denen es vermeintlich besser geht. Sie setzen sich trotzig hin und sagen, ich bin klein und du bist groß, jetzt mach aber mal und mach daß es mir endlich gut geht. Und wenn du es nicht schaffst, bist du schlecht. Also genau das was die Eltern früher mit ihnen gemacht haben. So wird der eigene Schmerz immer weiter gegeben.


    Aber geheilt kann er nur werden, wenn man ihn anschaut. Wenn man anerkennt, was einem als Kind angetan wurde (in welcher form auch immer), wenn man anerkennt, daß man damals hilflos war und nicht schlecht. Wenn man dem kleinen Kind in sich immer wieder sagt: "mit dir war nichts falsch, es waren die Großen, die für dich sorgen hätten müssen. Aber jetzt bin ich groß und jetzt sorge ich für dich. Ich lasse nicht zu daß jemand dich demütigt, straft oder mißbraucht. Ich steh auf und ich stell mich hinter dich. Ich beschütze dich".


    Dieses Aufstehen ist es, was uns so schwer fällt, weil wir ja immer noch glauben, wenn wir das tun, merken die eltern, daß sie was falsch gemacht haben und dann verstoßen sie uns, ist unser überelben gefährdet. Tatscählich ist es genau anders.


    Wenn wir jetzt als Erwachsene aufstehen und sagen ich kann für mich sorgen und ich tue das auch. Dann werden andere zu uns aufschauen und sagen, toll, so will ich auch werden, Und dann richten sie sich auch auf und können neben uns stehen, als gleichberechtigte Partner. Ganz egal ob das Männer oder Frauen sind. Wir verlieren niemanden, wenn wir groß werden. Es kann sein, daß sich manche eine zeitlang von uns zurückziehen, weil sie sich für ihre eigenen Schwächen schämen, aber wenn wir mit einem offenen herzen zugewandt bleiben, dann werden wir auch ihnen eines Tages wiederbegegnen. Und dann werden sie sagen: ich konnte es damals nicht zugeben, aber ich hab dich bewundert für deine Stärke, deinen Mut. Aber erst, jetzt, wo ich den Mut habe, meinem Schmerz zu begegnen, kann ich dir auf gleicher Augenhöhe begegnen.


    Was mir selber immer wieder schwer fällt, worin ich aber immer besser werde, ist, den Tätern ganz deutlich "nein" zu sagen. Aber wenn sie dann gekränkt und beleidigt reagiern und sagen"du tust mir Unrecht, ich bin doch so arm, ich leide doch so", dann kann ich mittlerweile einfach abwarten. Denn ihr Leid ist noch nicht der echte Schmerz, sondern Selbstmitleid. Der echte Schmerz läßt uns nämlich mit dem anderen mitfühlen, sieht das, was unter der Pose ist. Und interessanterweise, ist es der echte Schmerz, der dann die Heilung bringt

    da steckt

    ganz ganz viel von dem drin, womit ich mich gerade beschäftige. Als Kind wurde mir immer vermittelt, dass Erwachsene stark sind, nie Angst haben, nie traurig sind, immer alles im Griff haben, keine Fehler machen und nie vor einem (schier) unlösbarem Problem stehen.


    Mit meinen 26 fühle ich mich daher immer noch wie ein Kind, was meilenweit entfernt ist vom Erwachsen-sein. Gleichzeitig habe ich schon länger bemerkt, dass meine Eltern so nicht sind, wie sie es mir vorgegeben haben, aber immer noch meinen, sie wüssten es.


    So glaubt meine Mutter manchmal, mehr über meine Schmerzen zu wissen als ich, überschüttet mich mit Hilfe und will sie mir wegreden, mein Vater will mir alle Anstrengungen abnehmen und ist gekränkt, wenn ich sage, dass ich z.B. die Tasche allein tragen will.


    Jetzt, wo so langsam ein Umdenkprozess in mir stattfindet, merke ich, dass ich nie erwachsen werde, wenn das die Art von Erwachsen-sein bleibt, an die ich glaube.


    Trotz meines Alters und obwohl ich seit 3 Jahren halb (Studium-Pendeln) und seit 2 Monaten komplett ausgezogen bin, habe ich immer noch das Gefühl, dass ich mit meiner Familie verklebt bin, dass ich nicht losgelassen werde und dass ich in Fürsorglichkeit erstickt werde, aber die hätte ich früher gebraucht und jetzt muss ich immer nur ablehnen, es ist mir alles zu viel und ich werde durch meine Schmerzen noch viel mehr in den Mittelpunkt gerissen und da will ich gar nicht sein!! Ich will in Ruhe gelassen werden und will sie anschreien, aber mit dem ganzen Honig, der mir ins Maul gestopft wurde krieg ich keinen Ton raus, hab nur Beklemmungen. Ich bin Gesprächspartner für meine Mutter, ich helfe ihr und geb ihr Denkanstöße und wer macht das für mich? Wer war für mich da, als ich ich Probleme hatte? Das haben sie nie gemerkt. Ich war immer der Sonnenschein, der seine Familie unterhält. Das bin ich auch für viele meiner Freunde. Mit mir als krank können sie nicht unbedingt etwas anfangen. Und ich nutze sogar meine Krankheit manchmal für Witze aus. Andererseits - ohne diesen (Galgen-)Humor wäre ich wohl nur noch am Boden.


    Ich hab mal eine Frau getroffen, die so war wie ich es sein wollte, die das Lebensmodell lebte, so wie ich es auch immer wollte, die zu ihren Emotionen stand und sie auch zeigte. Nun hab ich immer Angst, wenn ich ihr begegne, weil ich Angst habe, dass sie merkt, dass ich gar nicht so bin, wie ich mich gebe, sondern mich oft so unzulänglich und minderwertig fühle. Ich denke mir immer, wenn ich als kleines Kind sie als Mutter gehabt hätte, dann hätte ich gelernt, mein Potential zu nutzen. Dann würde ich nicht so tun als wäre ich taff, selbstbewusst und immer gut drauf, sondern wäre es wirklich. Im so tun bin ich unschlagbar, das habe ich schon im Kindergarten gelernt...:-(

    @Firenze


    Als ich das von Dir gelesen habe mit der Hornhaut, mußte ich an beschnittene Männer denken. Da ist es ja auch so, daß sich z.B. durch die Reibung an der Unterwäsche die empfindliche Haut der Eichel verdickt bzw. unempfindlicher wird. Wie kommst Du denn jetzt mit dem Liquigel zurecht, oder bist Du wieder komplett auf Deumavan umgestiegen? Mit Osteopathie kenne ich mich gar nicht aus, was wird denn da genau gemacht?


    @Spozal


    Ein paar Gedanken, die ich beim Lesen Deines Beitrags hatte:


    (1) Ein Laktobazillenmangel, also ein Mangel an Milchsäurebakterien, kann die selben Symptome hervorrufen wie eine Pilzinfektion (http://www.gyninfekt.at/2005/faq.htm). In diesem Fall würde man also auf eine Behandlung mit Pilzmitteln verzichten und stattdessen Milchsäurezäpfchen nehmen (z.B. Vagiflor, Döderlein med etc.), um die Besiedelung mit Milchsäurebakterien zu unterstützen.


    (2) Möglicherweise ist Deine Schleimhaut überreizt aufgrund der langen bzw. häufigen Verwendung von Pilzcremes. Ich habe es selbst erlebt, daß nach einer Pilzbehandlung zwar der Pilz weg war, aber die Beschwerden noch da waren - und zwar aufgrund einer Überempfindlichkeitsreaktion auf die Pilzcreme.


    (3) Es gibt tatsächlich psychosomatische Erklärungsversuche für Juckreiz im Genitalbereich. Leider habe ich das Buch gerade nicht da, aber wenn Du möchtest, schaue ich für Dich nach. Wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen, können solche Erklärungsansätze als Denkanstöße für die eigene Situation dienen.


    @Chanem


    Dem, was Du über die Bedürftigkeit der Eltern geschrieben hast, kann ich nur zustimmen. Und wenn man sich umschaut, begegnet einem das immer wieder. Jeder trägt sein Schattenkabinett mit sich rum. Das bei sich selber zu erkennen, erfordert ein hohes Maß an (Bereitschaft zur) Selbstreflektion. Und es kann helfen, wenn man sich bewußt macht, daß auch andere ihre Schatten mit sich rumtragen und oftmals gar nicht einen selber meinen sondern in ihren Übertragungen gefangen sind.


    Und noch zum Thema Liquigel als Gleitmittel, falls es jemanden interessiert:


    Mein Freund und ich haben gestern zum ersten Mal Liquigel als Gleitmittel beim GV benutzt, und es war nicht so toll. Dieses für Liquigel so typische Brennen bzw. Wärmegefühl hörte gar nicht auf, und das hat mich echt gestört. Also beim nächsten Mal nehme ich ein anderes Gleitgel, von dem Liquigel werde ich erstmal die Finger lassen. Von der Konsistenz her fand ich es allerdings prima, nicht so flüssig.


    PS: Letzte Woche hab ich mir ein Buch gekauft zum Thema Beckenboden und Sexualität. Ich hoffe, daß ich bald dazu komme, ein paar interessante Abschnitte daraus zu posten.

    an Stephanie

    also mit dem Liquigel hab ich jetzt zwei Anläufe gemacht; beim ersten hat es nicht gebrannt und die Schwellung ist mehr geworden. Nachdem die Frauenärztin meinte, ich könnte das ruhig zur Pflege nehmen, hab ich es erst mit Deumavan probiert (nicht im introitus-Bereich, nur drumherum und außen), das war ok und dann nochmal Liqui-Gel. Da hat es ziemlich gebrannt und auch recht lange. Außerdem fand ich es dann auch ziemlich klebrig. Im Moment ist bei mir alles noch mehr geschwollen als je zuvor. Ich mache 1xtäglich ein Kamille-Sitzbad (vielleicht vertrag ich das ja auch wieder nicht?) und tu ein kleines bißchen Deumavan außen auf die kl. Schamlippen. Den Rest des Tages verbring ich seit 3 Tagen mit Kühlen, erreiche damit aber wenig... Bin grad dabei, das Cortison auszuschleichen, das hat desletzt ja auch nix mehr gebracht... Am Mi hab ich wieder und die Ärztin guckt, ob es mit der Hornhaut schon etwas besser ist.


    Osteopathie ist eine sanfte Art, Verspannungen und verhärtetes Gewebe zu lockern, man kann wohl auch an Organen etwas machen (hab es auch nicht verstanden). Bei mir ist der ganze Beckenboden hart (wen wundert's) und das löst sie langsam. Man kann auch Osteopathie direkt im Intimbereich machen (so z.B. Verklebungen lösen), aber soweit sind wir noch nicht, erst muss alles drum herum gelockert werden. Ich werde weiter berichten, morgen hab ich wieder.

    bei aller nötigen seelenarbeit die bei uns allen zu leisten ist- denkt doch bitte auch mal an die möglichkeit der schmerztherapie mittels medikamenten, den wenn es euch körperlich besser geht könnt ihr auch besser nachdenken über die eigentlichen probleme die hinter dieser schmerzerkrankung steckt. lasst nicht zu das der schmerz euch alles raubt...nehmt hilfe an...es gibt möglichkeiten in der schmerztherapie. ich nehme nun lyrica und es geht mir schon viel viel besser. außerdem warte ich auf das biopsie ergebnis der vaginalprobe. ich gehe natürlich weiter zur pschyotherapie um weiter heraus zu finden warum es mit mir soweit gekommen ist.


    lg, clarice

    es ist schon erstaunlich, wie oft man im worldweiten web über diese site stolpert! mindestens alle 2 monate, überkommt mich mich das verlangen, meinen scheideschmerz nicht mein leben lang ertragen zu wollen und mann kann wirklich sagen: 1. diese seite informiert und noch viel mehr 2.: sie baut auf!

    @ lia,

    dann tu was dagegen, vorallem gegen die schmerzen. es gibt medikamente die helfen, ein schmerztherapeut kann eine therapie mit dir anfangen. mittlerweile ist diese krankheit weiter verbreitet als wir alle glauben. viele ärzte wissen mittlerweile davon. antidepressiva oder antiepileptika wie sie schon lange in der schmerztherapie eingesetzt werden helfen wirklich. wenn es euch dann körperlich besser geht könnt ihr euch auch dem seelischen schmerz zu wenden. beides zu ertragen ist einfach zu viel und nicht jeder hat die kraft wie chanem oder andrea, die krankheit so lange auszuhalten. irgendwann kommen nämlich die nebeneffekte: depressionen, verminderte arbeitsfähigkeit, vermindertes sozialleben, keinen partner ect....das alles ist das so ein wust...wo soll angefangen werden? und dann dabei die schmerzen ertragen? ich versuche nun beides, ich helfe meinem körper und meiner seele und hab jetzt schon wieder mehr lebensfreude.


    lg clarice

    so:

    o weh! 3 mal wunderschöne, sympathische briefchen geschrieben, die sich immer wieder löschten! ich kann nicht mehr und deshalb bekommt ihr jetzt einen 9/10 weniger freundliches und ich hoffe doch schwerst, ihr mögt mich dann als neuling trotzdem noch..


    also: 1. lob an dieses forum! egal, wo man im worldweiten web nach der linderung seiner krankheit sucht, es gibt zu jedem thema irgendetwas nützliches und am besten: etwas erfahrenes. das ist das schönste an euch! man fühlt sich sofort aufgehoben. ich hab euch also schon länger im auge :-o, war aber noch nie so richtig motiviert, mal etwas zu schreiben. ich: 17, seit 2 jahren geplagt + weit weg von ärzten, die ahnung haben.


    heute überkam mich also erneut das verlangen mich auf die socken zu machen, um nicht mein ganzes leben mit scheidenschmerz leben zu müssen. i. d. letzten zeit hab ichs immer mehr verdrängt und aufgeschoben aber gerade jetzt zum sommer überrennt mich wieder der wunsch, wie jedes mädchen zu sein. und ihr helft mir, ja?! kriegt dann hundert blumen @:)@:)@:)@:)@:)@:)@:)@:)@:)@:) und ein großes eis :p>.


    so nun die fragen:


    1. empfehlbare cremes, die nicht nur aus parrafin bestehen (deumovan) ?


    2. ist beckenbodenentspannung sinnvoll? was haltet ihr von http://www.weiss.de/442.html ?


    3. 100%ige heilung, gibts das?


    4. kann man wohl ohne umzukommen kinder kriegen? (das läge mir recht am herzen, wenns nicht mehr weggehen würde)


    ich grüße liebst

    @lia

    also 1. natürlich mögen wir dich - auch wenn du nicht immer super lieb bist.


    2. die Internetseite die du geschickt hast, faßt eigentlich alles zusammen, was wir hier in den letzten Jahren auch so geschrieben haben.


    3. Mit 17 hast du die große Chance alle Umwege zu vermeiden, die andere vor dir schon gegangen sind. Auch wenn du vielleicht nicht die Möglichkeiten hast, die Ältere haben, einfach weil du noch nicht volljährig bist und vermutlich finanziell nicht so große Sprünge machen kannst.


    4. Es gibt Heilung, ganz bestimmt. Und wir hier unterstützen dich - aber helfen mußt und kannst du dir nur selber. Das ist die allererste lektion die du dabei lernen mußt. Daß du nicht mehr klein und hilflos bist, abhängig von den "Großen" die dir sagen wo es lang geht. Sondern daß du allein die Verantwortung für dich selber übernehmen darfst.


    Das heißt nicht, daß du mußt, weil dich keiner mag und dir keiner hilft, sondern daß du es darfst. Du darfst über dich und deinen Körper bestimmen. Er gehört nur dir. Und du kannst dort um Hilfe nachfragen wo sie dir gerne und ohne Gegenleistung gegeben wird.


    5. Daß diese Schmerzen momentan überhand nehmen glaube ich nicht. Ich glaube, die hatten Frauen (und übrigens auch Männer) schon immer in unserer be-herr-schten Kultur. Nur bringt das Internet die Menschen natürlich viel schneller zusammen. so werden große Zusammenhänge auch sichtbar.


    Sie haben ganz sicher mit einer völlig unnatürlichen Lebenseinstellung zusammen. Wenn man sich allein die Mode anschaut, dann wird sichtbar wie unnatürlich wir erzogen wurden zu denken: enge Hosen, die die Genitalien einschnüren, die uns geradezu zwingen die Gesäß-und Genitalmuskeln anzuspannen. Die"coolen" Typen, die mit hängenden eingezogenen Schulter und mit Mütze auf dem Kopf rumlaufen - welches Selbstwertgefühl wird da ausgedrückt.


    Wichtig ist nur, weder sich selber noch die anderen dafür zu beschuldigen, oder sie zu verachten. sondern diese Dinge einfach nur wahrnehmen und nachdenken, warum sie wohl sind, wie sie sind, wem damit gedient ist und dann neue Wege zu suchen. Sie dann auch gehen.

    @Lia

    Schön, daß Du Dich hier wohlfühlst. @:)


    Ich kann Dir nur zu 1. was sagen, mit 2. beschäftige ich mich selbst gerade bzw. hab gerade erst damit begonnen. Nachdem ich eine Weile Deumavan benutzt habe, bin ich jetzt zu Weleda Babyöl übergegangen. Das enthält lediglich Sesamöl und Calendulaextrakt, und ich finde das ganz prima, sowohl zur Pflege des äußeren Genitalbereichs als auch für nach der Rasur. Bei dem Deumavan hatte ich immer das Gefühl, es bildet so einen Film, und dadurch fühlte es sich irgendwann so schwitzig an, besonders an warmen Tagen. Das habe ich jetzt mit dem Öl nicht mehr. Ich trage es hauchdünn auf die Haut auf, gerade so viel, daß sie sich elastisch anfühlt, und damit fühle ich mich sehr wohl.

    Beckenbodentraining / Progressive Muskelentspannung

    Vorab erstmal ein paar allgemeine Worte zur Progressiven Muskelentspannung. Der Einfachheit halber hab ich mal zwei Textpassagen aus dem Wikipedia-Eintrag rüberkopiert (http://de.wikipedia.org/wiki/Progressive_Muskelentspannung). Die Hervorhebungen sind von mir.


    //Bei der Progressiven Muskelentspannung nach Edmund Jacobson handelt es sich um ein Verfahren, bei dem durch die willkürliche und bewusste An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen ein Zustand tiefer Entspannung des ganzen Körpers erreicht wird. Dabei werden nacheinander die einzelnen Muskelpartien in einer bestimmten Reihenfolge zunächst angespannt, die Muskelspannung wird kurz gehalten, und anschließend wird die Spannung gelöst. Die Konzentration der Person wird dabei auf den Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung gerichtet und auf die Empfindungen, die mit diesen unterschiedlichen Zuständen einhergehen. Ziel des Verfahrens ist eine Senkung der Muskelspannung unter das normale Niveau aufgrund einer verbesserten Körperwahrnehmung. Mit der Zeit lernt die Person, muskuläre Entspannung herbeizuführen, wann immer sie dies möchte. Zudem können durch die Entspannung der Muskulatur auch andere Zeichen körperlicher Unruhe oder Erregung reduziert werden, wie beispielsweise Herzklopfen, Schwitzen oder Zittern. Darüber hinaus können Muskelverspannungen aufgespürt und gelockert und damit Schmerzzustände verringert werden.


    (...)


    Dabei sollte das Anspannen 5 bis 7 Sekunden nicht überschreiten, um ein Verkrampfen der Muskulatur zu vermeiden. Nach dem Lockern der Muskelgruppe sollte man sich hingegen 20-30 Sekunden, mindestens jedoch 10 Sekunden, Zeit nehmen, um die Entspannung wirken zu lassen. **Wichtig ist, dass man immer genau auf die Empfindungen achtet, die mit An- und Entspannung verbunden sind. Durch das bewusste Anspannen und Loslassen ganz bestimmter Muskelgruppen wird beim Übenden ein besseres Körperbewusstsein entwickelt, da man nach der Anspannung die


    muskuläre Entspannung besser fühlen kann.** Außerdem werden durch die Anspannung die Muskeln besser durchblutet, was zu einem wohligen Wärmeempfinden führt.//


    Was hat das ganze jetzt mit Beckenbodentraining zu tun?


    Progressive Muskelentspannung kann über das Prinzip der wechselnden An- und Entspannung helfen, Verspannungen zu lösen. Wichtig dabei ist die bewußte Wahrnehmung des Wechsels von Anspannung zu Entspannung: Wie fühlt sich das eine an, wie das andere? Unterstützen kann man das ganze durch bildliche Vorstellungen (z.B. wie sieht der Muskel aus, wenn er sich anspannt und entspannt, oder die Vorstellung, wie der Atem durch den Körper strömt, durch Vorstellungen von Farbe, Wärme, Licht usw.).


    Bei der Progressiven Muskelentspannung wird zwar der ganze Körper mit einbezogen, das heißt man wandert nacheinander mit der Aufmerksamkeit durch den ganzen Körper und spannt nacheinander die verschiedenen Muskeln an - der Beckenboden wird aber leider nicht mit einbezogen. (Jedenfalls habe ich es bisher noch nie erlebt, vielleicht haben andere da andere Erfahrungen gemacht.) Dabei ist das Prinzip der wechselnden bewußten An- und Entspannung etwas, was durchaus auch für Verspannungen des Beckenbodens sinnvoll und hilfreich sein kann.


    Das Training der Beckenbodenmuskeln funktioniert nach dem selben Prinzip:


    1) den Beckenbodenmuskel anspannen, so stark man kann


    2) die Spannung für ca. 5 Sekunden halten


    3) den Beckenbodenmuskel entspannen


    4) ca. 10 Sekunden entspannen


    5) den Beckenbodenmuskel erneut anspannen, so stark man kann


    6) usw.


    Wichtig ist, daß die Entspannungsphase doppelt so lang ist wie die Anspannungsphase. Das heißt, wenn es gelingt, die Anspannung im Laufe der Zeit


    immer länger zu halten, dann sollen auch die Entspannungsphasen länger werden.


    Wie lokalisiere ich die Beckenbodenmuskeln?


    Auf dieser Seite hier ist eine Vorübung beschrieben, mit der man die betreffenden Muskeln gut ausfindig machen kann:


    http://www.ag-beckenboden.de/w…odentraining_uebungen.htm


    In der Folge werden noch weitere Übungen zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur beschrieben.


    Meine Erfahrung:


    Ich weiß, daß ich solche Übungen nur dann regelmäßig mache, wenn sie sich gut in meinen Alltag integrieren lassen. Das heißt konkret, ich mache morgens im Bett ein paar Übungen (also ein paarmal hintereinander an- und entspannen), wenn ich auf den Bus oder die Straßenbahn warte, und ansonsten immer mal, wenn ich dran denke. Ich mache das noch nicht lange, vielleicht vier Wochen, aber ich spüre schon, daß es mir jetzt leichter fällt als am Anfang, die Spannung überhaupt zu halten, und die Spannung länger zu halten. Vorstellungen, die die Übungen für mich erleichtern, sind, daß ich etwas aus aller Kraft mit meinen Muskeln umschließe, daß ich etwas in mich hochsauge, daß ich etwas festhalte.


    So, ich hoffe, ich habe an alles gedacht, was ich schreiben wollte. Sonst kommt noch der ein oder andere Nachtrag.