Liebe Stella,


    toll, dass Du so einen guten Dermatologen gefunden hast. Und Ihr habt zusammen die Lösung für das Problem. Dies ist sicherlich vor allem durch das Absetzen der Pille erreicht worden. Die Cortison-Creme kann doch nur eine Übergangslösung gewesen sein?


    Auch ich war bei mehreren Hautärzten, und sie haben mir alles Mögliche diagnostiziert:


    Der erste sagte, dass sei ein Exzem, ich sei von meinem ganzen Erscheinungsbild ein atropischer Typ (habe ich damals nicht verstanden), so etwas könne an allen Körperöffnungen erscheinen und ich würde mein Leben lang damit zu tun haben. Das Einzige, was er mir raten konnte, war, auch beim Duschen den Bereich nicht mit Seife in Berührung kommen zu lassen und ihn nach dem Duschen an der Luft trocknen zu lassen. Der zweite hat an mir eine "Schrumpfflechte" erkannt, gesagt, damit würde ich mein Leben lang zu tun haben und eine Östrogen-Salbe verschrieben.


    Die dritte hat in den kleinen Hautfalten zwischen den Schamlippen Darmbakterien entdeckt und mir antibakterielle und entzündungshemmende Salben und Sitzbäder mit Kaliumpermanganat verschrieben.


    Bei keinem der Ärzte war ich allerdings länger in Behandlung, deswegen kann man ihnen vielleicht keinen Vorwurf machen. Ich war zu jung und schämte mich zu sehr, mit diesem Problem ein zweites und drittes Mal bei ihnen aufzutauchen.


    Um eine wirkliche Diagnose zu erhalten, müssen sowohl Patient als auch Arzt am Ball bleiben


    und dürfen nicht an ihren ersten Eindrücken festhalten, wenn die Behandlung ihrer angenommenen Ursache keine Wirkung zeigt. Dies ist aber meistens sehr schwer für Ärzte.


    Dass etwas an der Pille liegen könnte habe ich tatsächlich noch nie von einem Arzt gehört, nur eine Augenärztin sagte mir mal, dass zu wenig bzw. mangelhafte Tränenflüssigkeit auch mit der Einnahme von der Anti-Baby-Pille zusammenhängen kann.


    LG

    Hallo Vabene1,


    die Cortisoncreme nehme ich schon seit einem Jahr nicht mehr, die Pille habe ich vor zwei Jahren abgesetzt. Leider sind meine Hormone noch immer nicht wieder im "Normalzustand" und ich werde jetzt probieren, das Ganze mit natürlichem Progesteron zu verbessern.


    Der Hautarzt meinte, du seist ein "atopischer" Typ. Das sind Menschen, die zu Ekzemen/Neurodermitis neigen. Es gibt bestimmte Anzeichen dafür (weißer Demographismus, verstärkte Handlinienzeichnung etc.).


    Der Hautarzt hat es sehr befürwortet, dass ich die Pille absetze. Er war auch nicht besonders gut auf die Therapieversuche seiner Kollegen aus der Gynäkologie zu sprechen. Ich hatte früher auch häufig Blasenentzündungen, die seither komplett verschwunden sind (der Urologe war auch ein Pillengegner ;-) ) und mein Hausarzt ist grundsätzlich gegen hormonelle Verhütungsmittel ;-D Ich hab manchmal den Eindruck, dass nur die Gynäkologen die Pille gut finden....


    Ich benutze zur Zeit im Intimbereich nur noch natürliche Öle (Bio-Nachtkerzenöl, normales Olivenöl geht aber auch) und das tut sehr gut und die Haut ist davon stetig besser geworden. Bei Juckreiz etc. kann ich das nur empfehlen. Die Haut kann sich dann auch viel besser gegen Pilze/Bakterien wehren. Natürlich brauchen Frauen solche Sachen "normalerweise" nicht. Wenn man aber die Pille nimmt, ist der Körper meines Erachtens einfach nicht im "Normalzustand" und braucht ggf. Dinge, die die Nebenwirkungen der Pille (wie z.B. trockene Schleimhäute) ausgleichen.


    Liebe Grüße

    Hallo Stella,


    ich weiß, ich weiß... genauso habe ich vor vielen Jahren – noch bevor ich die Hoffnung aufgab von Ärzten gerettet zu werden – auch gedacht. Ich weiß auch dass es eigentlich sinnlos ist zumindest MOMENTAN mit Dir darüber zu reden, denn Du denkst gerade einfach noch ganz anders. Bitte nicht als Vorwurf verstehen, es gibt verschiedene Betrachtungsweisen ein und derselben Situation. Doch nicht alle tun uns gut! Du wirst sicher auch irgendwann an den Punkt kommen und feststellen dass wir durch unser Umfeld so in dieses "Lösungen im Außen suchen" gepresst wurden. Wir haben es einfach nicht anders gelernt. Seit unserer Kindheit lernen wir es von unseren Eltern, unseren Freunden etc... Wir haben gelernt bei Ursachensuche maximal zwei Mal nach dem Warum zu fragen. Z.B. Du bist erkältet. Warum? Weil Du Dir einen Bazillus eingefangen hast. Warum? Weil Dein Imunssystem geschwächt war. Warum dieses geschwächt war wird zumeist dann schon gar nicht mehr gefragt. Die Schulmedizin ist zum Großteil wirklich unverzichtbar. Aber im Grunde macht sie nur Symptome weg. Kopfschmerzen? Ah: Aspirin betäubt. Rückenschmerzen?: Massage... Das alles hilft, keine Frage. Wir verspüren Erleichterung. Doch Heilung?


    Meine Frage (nur für Dich. Ich brauch hier keine Antwort): Ist es Dir vielleicht schonmal so gegangen, dass Du sobald eine Krankheit (oder ein Schmerz) weg war, Du plötzlich eine andere bekamst und die meistens dann noch heftiger war? (Migräne, Rückenschmerzen, Herzprobleme, Magen...) Du nur selten so wirklich richtig schmerzbefreit warst, weil immer irgendwas gezippelt hat? Letztlich wird ein unbearbeites Problem dass "betäubt" wird, lediglich auf eine andere körperliche Ebene übertragen. So lange bist Du Dich damit auseinandersetzt. Das Schlimme daran ist, dass die "Krankheiten" immer resistenter werden und schlimmer.


    Du hast bestimmt schon von Sofortheilungen und Wunderheilungen gehört? Immer waren es Menschen die in einer absolut ausweglosen Situation waren, nicht mehr weiter wussten. Menschen, die selbst Ärzte aufgegeben haben und ihnen nur noch wenige Wochen zu Leben gaben. Warum wurden diese Menschen dann plötzlich heil und wieder vollkommen gesund? Weil sie nichts mehr außer sich hatten, nur noch in sich gehen konnten und fragen konnten: Was ist es was mir das ganze sagen will? Warum hab ich das? Eine Umkehr zu einer absolut positiven Lebenseinstellung war dann letztlich immer der Auslöser für den Heilungsprozess. Klar, gibt es nicht sehr viele dieser wundersamen Berichte, aber wie auch? Es gibt einfach zu wenig die es schaffen "anders" zu denken. Wir alle sind mit den gleichen Vorstellungen in unserer industrialisierten Welt aufgewachsen. Klar, dass wir daran glauben, solange wir nichts anderes erfahren. Sofortheilungen sind leider nur bei Naturvölkern wie bei den Kahunas auf Hawaii Gang und Gebe. Leider sind die so unereicht weit weg. Sie könnten uns VIEL beibringen.


    Wenn bei Deinem Auto ein Lämpchen rot aufleuchtet, weil es Dir sagen will dass etwas nicht in Ordnung ist, dreht die Schulmedizin die Birne raus damit es nicht mehr leuchtet. Das eigentliche Problem ist jedoch noch nicht behoben, nur das Symptom.


    Auch wenn ich Dir vielleicht momentan nicht die Augen dafür öffnen kann, vielleicht schaffe ich es ja bei dem ein oder anderen der hier still mitliest. Denn eigentlich könnte ich mich auch meinem schönen Leben widmen dass mir diese ganze Erkenntnis gebracht hat und Euch allein lassen mit allen die es noch nicht geschafft haben. Ich bin daher Vabene auch so dankbar dass sie hier geschrieben hat. Auch Chanem hat damals viel Zeit für Euch geopfert, wurde aber wie ich irgendwann mal "hinausprotestiert". Schon komisch, oder? Die, die es geschafft haben durch diesen Weg komplett geheilt zu werden und Euch auch helfen wollten, werden so als Einzelfälle und Glücksfälle abgestempelt, als wolltet Ihr gar keine Hoffnung hören...


    Ich selbst schau hier nur noch ab und zu mal rein. Vabene war der Auslöser, die mir ein Zeichen gab, dass die ganzen vielen Worte und die viele viele Zeit die ich Euch geschenkt habe zum Schluss vielleicht doch nicht ungehört und ungelesen bleiben. Dass sie schließlich doch helfen die Augen zu öffnen und zu dem wichtigen Schritt zur Heilung verhelfen. Auch wenn ich nur Dir, Vabene, helfen konnte. Das war es schon wert! Danke daher für Deinen Beitrag!!! Wie gesagt, nach so langer Zeit das mal zu lesen, hat mich fast zu Tränen gerührt...


    Liebste Grüße und alles Gute an Euch alle,


    Andrea

    1. Alter


    - 19


    2. Größe und Statur


    -1m60 und 46 kg


    3. wie lange habt Ihr schon die Beschwerden?


    -3-4 monate


    4. Wo genau könnt Ihr diese lokalisieren?


    -große & kleine schamlippen


    5. Gibt es eine auffällige Hautveränderung an der schmerzenden Stelle?


    -rötungen


    6. Sind die Beschwerden permanent oder werden sie nur durch Reizung ausgelöst?


    -Wann wird es besser, schlechter? besser bei den regeln und schlechter beim anfassen


    7. Leidet Ihr an sonstigen Hautkrankheiten? Neurodermitis, trockene Haut, Allergien..


    - Pollenallergie, Hausstauballergie


    8. Seid Ihr sehr schmerzempfindlich? Und bekommt Ihr schnell blaue Flecken?


    -nein


    9. Habt Ihr Immunschwächen? Sprich seid Ihr oft krank?


    -nein


    10. Habt Ihr Magenprobleme? Wenn ja, wann und wie oft?


    -nein


    11. Ist Euer Zahnfleisch desöfteren wund oder entzündet?


    - Wund


    12. Seid Ihr kälteempfindlich?


    - Ja


    13. Habt Ihr Venenbeschwerden? Sprich Krampfadern oder schwere Beine?


    - nein


    14. Was ist bei Euch schon alles diagnostiziert worden? Sprich was ist bei Euch schon untersucht, gefunden oder ausgeschlossen worden? Bei welchen Fachärzten ward Ihr schon? Und welche Behandlungen habt Ihr schon über Euch ergehen lassen? Wenn es geht in Stichpunkten.


    - ich habe eine creme angewendet die mir meine mutter empfohlen hat : Sultrin. Nach ein paar tagen anwendung geht es wieder weg aber kommt immer wieder


    15. Gibt es sonstige Krankheiten oder Beschwerden, die Ihr habt, ich aber hier nicht aufgeführt habe?


    - Nein


    16. Seid Ihr eher zerbrechlich und leicht überfordert, weinerlich oder wirft Euch so schnell nichts aus der Bahn?


    -eher zetbrechlich


    17. Wie wirken sich die Beschwerden auf Euer Sexleben aus? Verbindet Ihr schon Sex mit Schmerz?


    - Hab kein sex


    18. Hattet Ihr in Eurer Kindheit irgendwelche schlimmen Erfahrungen? Scheidung der Eltern etc...


    - Nein


    19. Habt Ihr viel Stress? Und wie schlägt sich der bei Euch nieder? Unwohlsein, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen...


    -Kein stress


    20. Eßt Ihr regelmäßig und trinkt Ihr genug?


    - Essen ja, Trinken nein


    21. Seid Ihr die Einzigsten in Eurer Familie die solche Beschwerden haben oder hatten?


    - Ja


    22. Habt Ihr anormalen Ausfluss? Farbe, Beschaffenheit...


    - Nein


    23. Schwitzt Ihr sehr stark? Gibt es gar Verfärbungen in der Kleidung?


    -Nein


    24. Habt Ihr auch Schmerzen beim oder nach dem Stuhlgang? Verspürt Ihr da ein Brennen am After?


    - Ja aber nicht so oft


    25. Brennt es auch beim Urinieren?


    -Nein aber beim abputzen.


    26. Benutzt Ihr Tampons oder Slipeinlagen?


    -SLipeinlagen


    27. Habt Ihr eine trockene Scheide?


    - ja


    28. Wie wascht Ihr Euch? Nur mit Wasser? Seife? Macht Ihr Schaum ins Badewasser?


    - lauwarmes wasser


    29. Tragt Ihr Synthetikunterwäsche oder Baumwolle?


    - Synthetik und manchmal auch Baumwolle

    Nach langem stillen mitlesen gesell ich mich nun zu euch. Dank euch hab ich überhaupt rausgefunden was ich hab.


    Bei mir wars das selbe wie bei fast allen leidenden. Falsche ärzte, etliche falsche behandlungen, endlose verzweiflung.


    Ich leide seit 2 jahren an der vestibulären vulvodynie.


    Erst vor einem halben jahr hab ich die diagnose von Dr. Mendling bekommen. Wobei ich sagen muss, dass ich im Alltag keine probleme habe- nur beim sex und direkter berührung der schmerzstellen, sowie soerma verträgt sich garnicht gut damit.


    Ich fass es mal zusammen:


    - 3.2008, Pillenanfang


    - 9.2009, Vaginale Entzündung, Vaginales Antibiotikum (Arilin Rapid)


    - 11.2009, Erstes mal Sex nach Antibiotika nahme, Erstes mal Schmerzen


    - 12.2010, Schmerzen beim GV wurden immer schlimmer nun unerträglich, zeitweise stechende Schmerzen abends


    - 2.2011, Termin bei Dr. Mendling in Berlin, Diagnose Vestibulitis Vulvae Syndrom (Vestibulodynie), Empfohlene Behandlung: Neocutis Bio-restaurative creme, Absetzen der Pille auf eigene Entscheidung


    - 3.2011, Minimale Besserung(durch Absetzen der Pille?), Anfang der Behandlung mit Neocutis Creme


    - 5.2011, Erhebliche Besserung endlich Sex mit kaum schmerzen


    - 6.2011, Einlage der Gynefix


    - 7.2011, Zustand verschlimmert sich allmählich wieder


    - 8.2011, manchmal schmerzen bei/nach GV, Sperma fängt wieder an extremen schmerz auszulösen


    Dr. Mendling geht sehr bald in Rente, deshalb ist es unmöglich noch einen termin zu bekommen :( einen ersatz wird es auch nicht geben :(


    Aber ich gebe nicht auf. Es ist so deprimierend damit leben zu müssen das akzeptier ich einfach nicht. nicht aufgeben egal wieviele Tiefs kommen.


    Überlege als nächstes Antidepressiva auszuprobieren :/ oder doch eher Antiallergika?


    Welches soll ich ausprobieren?


    Und könnt ihr mir ein paar namen von empfohlenen mittelchen geben?


    Bekomm ich sowas einfach vom Normalo-arzt verschrieben?

    Liebe Lightyy,


    bist Du schon in dem Forum http://vulvodynie.forumprofi.de/? Dort sind sehr viele Frauen, die ähnliche Probleme haben. Und viele von ihnen haben eine Lösung für ihr Problem gefunden. Die Lösungsansätze sind sehr vielfältig, und nicht für jede ist etwas dabei. Aber es tut gut, sich dort auszutauschen. Und dort sind auch Frauen, die Erfahrung mit Antidepressiva haben (und sicherlich auch, von wem man die in diesem Fall am besten bekommt).


    Schade, dass Herr Mendling in Ruhestand geht. Er ist scheinbar ein sehr guter Arzt und in Deutschland einer der Wenigen, die überhaupt den Ansatz einer Ahnung haben. Möglicherweise haben ja andere Ärzte in seinem Klinikum seine Therapie-Methoden übernommen, oder haben zumindest durch ihn eine Ahnung von dem Thema Vulvodynie bzw. Vestibulitis bekommen?


    Ich selbst hatte so etwas Ähnliches, aber ich bin davon geheilt. Meine Symptome waren ein dauerhaftes Jucken und Brennen, mal mehr, mal weniger (übringes mehr als zehn Jahre lang). Vaginale Fehlbesiedelung wurde allerdings nie nachgewiesen. Sex war so gut wie unmöglich, weil ich mich auch einfach nicht gut fühlte in der Region.


    Die Ursache für meine Beschwerden war ein Mangel an Vitamin B, seitdem ich täglich Vitamin B-Komplex-Tabletten nehme ist es weg. Außerdem hatte ich zeitgleich damit begonnen, täglich Grapefruitkernextrakt zu nehmen (8-10 Tropfen in Flüssigkeit), ich bin mir nicht ganz sicher, ob auch beides zusammen die Lösung war. Es kann auch sein, dass Du durch die ganzen negativen Erfahrungen den Intimbereich unter Dauerspannung hältst, das war bei mir zumindest der Fall und hat die Beschwerden verschlimmert.


    Hast Du denn überlegt, die Gynefix wieder entfernen zu lassen? Sie scheint Dir ja nicht gerade gut zu tun.


    Jedenfalls wünsche ich Dir ganz viel Glück und hoffe, dass auch Du die Ursache für Dein Leiden findest. :)* :)* :)*

    @ Lightyy

    Du könntest es mal mit Cetrizin probieren. Es gibt einen Aufsatz von Dr. Mendling in dem er u.a. auch über seine Therapieversuche mit Cetrizin bei Vulvodynie schreibt.


    Du hast nicht zufällig eine Nickelallergie?? Ich hab neulich irgendwo gelesen, dass Frauen mit Nickelallergie auch auf Kupfer (in Spiralen) reagieren können.


    Falls du eine Therapie mit Antidepressiva probieren willst, würde ich einen Neurologen aufsuchen. Der dürfte sich bzgl. Antidepressiva zur Schmerzausschaltung besser auskennen als ein Allgemeinmediziner oder Gynäkologe.

    @ Vabene1*

    Schön, dass es dir besser geht!!

    @ Vabene1

    **


    Danke für die schnellen antworten. hätte nicht gedacht, dass ich so schnell hilfe finde :)


    Ich kenn nun fast alle berichte, foren über vuvodyne nur dieses kannte ich nicht^^


    Leider gibt es in keiner weise ersatz für Dr. Mendling. ich fragte am telefon ob ich den zu jemand anderem in der klinik könnte der mir helfen kann die antwort war gibt keinen der in diesem bereich helfen kann. Es wurde also nichts übernommen- traurig.


    ich überlege heute mal bei der Hausärztin hier reinzuschneien und nach einem Histaminintoleranz + Vitaminmangel Test zu verlangen :)


    Ich denke nicht, dass die Gynefix eine Rolle spielt. denn ich hatte zwar eine kurze fast Beschwerdefreie Zeit, allerdings gab es auch einige kleine Rückfälle auch während dieser zeit. ich hab jetzt nicht jede kleinigkeit aufgelistet ;-)

    @ Stella80

    Hab mir Cetrizin schon aufgeschrieben. aber das hilft doch eig nur, wenn bei einer Histaminintoleranz oder irre ich mich? in dem falle würde ich mich ja testen lassen und wenn ich keine Intoleranz habe fällt ja Cetrizin weg. Oder versteh ich die Cetrizin Wirkung falsch?


    Danek für den Hinweis mit dem Neurologen, da wär ich nicht drauf gekommen. Habe am Freitag einen termin bei meiner FA werde mal mit ihr reden (obwohl ich mich in keinster weise wirklich ernstgenommen fühle- trotz dem schrieben von Herrn Mendling an meine FA -.-)


    Ich hab keinerlei Allergien gegen Metalle. auch wenn ich nicht testen lassen hab hatte ich nie probleme mit Ohrringen etc.

    http://www.frauenarzt.de/1/2008PDF/08-04/2008-04-mendling.pdf


    Hier findest du den Aufsatz von Dr. Mendling zu dem Thema. Ich hab Cetrizin auch probiert und mir hat es gut getan. Ich habe aber nachgewiesenermaßen keine Histaminintoleranz. Ob Cetrizin dir hilft, musst du einfach ausprobieren.


    Ich habe mich an dem Aufsatz orientiert (und an den Tipps meines Hautarztes) und habe sämtliche Lokaltherapeutika weggelassen. Zur Hautpflege verwende ich seither regelmäßig reines Nachtkerzenöl und sonst nichts mehr.

    Hallo Lightyy,


    schon oft geschrieben, aber probier's doch mal mit Multigyn-Aktigel. Das ist ganz natürlich und Du kannst hiervon nicht überdosieren. Ganz im Gegenteil, je mehr und je öfter Du es drauf schmierst desto schneller und besser hilft es Deine Scheidenflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen.


    Von Antidepressiva würde ich Dir abraten. Die Nebenwirkungen sind immens. Hab die selber auch schon genommen, aber nur ein Vierteljahr lang. Außerdem können die auch abhängig machen...


    Das muss jeder selber wissen, aber ich bin für so natürlich wie möglich. Daher ist meine Kombi Multigyn-Aktigel (jedes Mal wenns Probleme gibt) und jeden Morgen und jeden Abend mit Zactoline-Creme (aus der Apotheke) waschen.


    Das Aktigel brennt für gewöhnlich wenn Du es draufschmierst. Jedoch NUR wenn Deine Scheidenflora gerade im Ungleichgewicht ist. Das Brennen lässt aber innerhalb von 5Minuten nach und dann hast Du Ruhe.


    Alles Gute

    @ Vabene1* :

    Da hast du offenbar etwas missverstanden! Die Dilatoren werden bei der Behandlung von Vaginismus, also ankonditionierten, unwillkürlichen Scheidenkrämpfen, wenn man versucht, etwas einzuführen, eingesetzt, und zwar keineswegs um zu dehnen, sondern zur Desesensibilisierung, d.h. der Körper wird Schritt für Schritt damit vertraut gemacht Dinge einzuführen.


    Vermutlich bist du kein so schwerer Fall, aber normalerweise ist es bei Vaginismus absolut notwendig regelmäßig mit den Dilatoren zu üben.


    Ich denke übrigens, dass die Neurodermitis-Diagnose bei mir stimmt; zu Ausbruch gekommen ist das Ganze wohl, weil sich mein Körper, nachdem ich gelernt habe, nicht mehr zu krampfen (Dilatieren, Entspannungsübungen, Beckenbodentraining speziell für Vaginismus) immer noch dagegen wehrt, dass etwas in ihn eindringt. Eine Psychologin kam dahinter, dass ich Zwangsgedanken habe, dass ich mich an bestimmten Körperstellen verletzen könnte. Das hat wohl auch zum Vaginismus geführt, und später dann zu dem Neurodermitisausbruch.


    Und noch mal, weil mir die Aufklärung diesbezüglich sehr am Herzen liegt:


    Tritt der (oft sehr stechende) Schmerz dann auf, wenn man versucht etwas einzuführen, dann ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit Vaginismus! http://www.vaginismus-awareness-network.org/


    Nur, wenn der Schmerz nicht lediglich beim Einführen auftritt, sollte man die anderen Dinge in Erwägung ziehen, sprich Pilze, Viren, Hautkrankheiten...

    Ich poste(te) diesen Link übrigens nicht, weil ich dafür bezahlt werde (es handelt sich btw. um eine Non-Profit-Seite), es ist schlicht die ausführlichste Seite, die ich zu dem Thema kenne.


    Immer wieder stoße ich im Internet auf Leute, die offensichtlich an Vaginismus leiden und dies nicht wissen. Die Ratschläge, wenn es "brennt" und "nicht funktioniert" reichen von "Einfach mal Gleitgel benutzen" und "Lass dich mal auf Pilze untersuchen" bishin zu "Es ist nicht der richtige".


    Oft kennen nicht einmal Frauenärzte Vaginismus, obwohl ich diesbezüglich in letzter Zeit bessere Erfahrungen gemacht habe.

    @ blaublume

    Zitat

    Da hast du offenbar etwas missverstanden! Die Dilatoren werden bei der Behandlung von Vaginismus, also ankonditionierten, unwillkürlichen Scheidenkrämpfen, wenn man versucht, etwas einzuführen, eingesetzt, und zwar keineswegs um zu dehnen, sondern zur Desesensibilisierung, d.h. der Körper wird Schritt für Schritt damit vertraut gemacht Dinge einzuführen.


    Vermutlich bist du kein so schwerer Fall, aber normalerweise ist es bei Vaginismus absolut notwendig regelmäßig mit den Dilatoren zu üben.

    Ja, inzwischen bin ich tatsächlich ein bisschen schlauer. Ich hatte keinen Vaginismus, und bin dementsprechend kein Spezialist. Aber Danke für die Aufklärung. Die Seite vom Vag.Aw.Network kenne ich sehr gut, und sie hat auch mir weitergeholfen. Übrigens gibt es meines Erachtens sehr wohl Zusammenhänge zwischen Vulvodynie und Vaginismus und deswegen finde ich es nicht förderlich, wenn sich die Betroffenen gegenseitig abgrenzen.


    Ich hatte übrigens diesbezüglich einen Dialog mit einer Vaginismus-Expertin, die Vagina-Dialoge in diesem Forum, leider sind sie uns auf Grund einiger Differenzen eingegangen.


    Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, auf welches Post von mir Du Dich beziehst...


    Solltest Du Dich weiter darüber austauschen wollen, kannst Du mir ja das Datum nennen.


    Ansonsten gute Besserung!

    Hey ihr Lieben!


    hier kurz meine Geschichte:


    Ich bin 22 und habe seit mittlerweile 3 1/2 Jahren Schmerzen im Intimbereich...Jucken, Brennen, allgemeines Unwohlsein im äußeren Scheidenbereich täglich! und punktuelle Schmerzen im Inneren bei Berührung!


    Begonnen hat alles wie bei vielen hier mit einer Pilzinfektion die ich 1 Monat nach dem ich einen neuen Freund hatte, Matura schrieb (Stress) und eine starke Erkältung+Antibiotikaeinnahme hatte bekommen habe...


    tja und dann nahm der Schrecken seinen Lauf...ich kannte Pilzinfektionen! aber sowas war mir bis dahin noch nie passiert...nichts half! ich hetzte mehr als ein halbes Jahr von FA zu FA immer mit der selben Diagnose...Pilz! Den Pilz bekam ich in den Griff aber die Schmerzen blieben...natürlich all das begleitet von der dunklen Beziehungswolke die ständig über meinem Haupt schwebte!


    Kurz gesagt: Mein Freund hat mich nach 1 1/2 Jahren Beziehung in der wir geschätzte 20x Sex hatten :)^ verlassen...vielleicht nicht mal wegen der fehlenden sexuellen Beziehung sondern mehr dessen weil ich nicht mehr ich selbst war %:| ...ich weinte täglich! war am boden zerstört! "du bist schuld an allem, ohne dich wäre ich besser dran" und "oh gott bitte verlass mich nicht, sonst werde ich nie wieder wen finden" warf ich meinem freund abwechselnd an den Kopf und diese Sätze kämpften täglich in meinem Kopf gegeneinander


    einerseits wusste ich, dass ich den Druck mit jmd GV haben zu müssen (was mir die meisten schmerzen bereitet hat) nur los werden würde wenn mein Freund nicht mehr wäre, andererseit hatte ich Panik alleine zu sein denn "Wer nimmt denn eine wie mich...so wie ich bin"


    Naja nun bin ich hier! 2 Jahre sind seither vergangen...ich habe aufgehört von FA zu FA zu rennen, habe jegliche lokalen Medikamente abgesetzt (bis auf Bepanthen-creme und für ganz ganz schlimme Tage Xylocain 2%-Gel, dass ist eine "Betäubungscreme" die echt nicht schädlich ist und für zumindest kurze Zeit Abhilfe schafft wenn es euch ganz schlecht geht und ihr euch einfach nur mal kurz daran erinnern wollt wie es war schmerzfrei zu sein :-( ), bin seit 1/2 Jahr in Psychotherapie und versuche zu verstehen was meinen Körper veranlasst hat so zu reagieren...


    mädls ich weiß echt nicht ob es eine Heilung gibt und wie das alles weitergehen soll, aber was ich weiß ist, dass mir die Psychotherapie echt geholfen hat zumindest meine Depression halbwegs in den Griff zu bekommen...ich heule nicht mehr täglich sondern nur noch wenn mir mal wieder alles über den Kopf wächst (vl 1x alle 2 Monate?) was auch schon eine deutliche Entlastung für den Körper mit sich bringt! und auch sonst hilft mir die Therapie nach vorne zu schauen und nicht zu verzweifeln...auch weil dort der einzige Ort ist an dem ich über meine Probleme sprechen kann, denn lasst euch eins gesagt sein...keiner, wirklich KEINER versteht euch wenn er diese Schmerzen nicht selbst erlebt/erlebt hat...keiner kann nachvollziehen mit welcher Bürde wir täglich aufstehen und mit welchen Ängsten/Sorgen wir uns abends ins Bett legen...keine freundin, keine mutter, keine schwester und kein partner!


    was bei mir auch noch hinzukommt ist, dass ich da alles mit einem pilz begonnen hat eine pilzpanik entwickelt habe und einen hygienewahn...ich habe leider zu beginn meiner krankheit viel gegoogelt und jegliche diagnosen sofort auf mich bezogen und war "gescheiter" als jeder arzt...leider haben sich die "pilz auslösenden faktoren" so sehr in mein hirn eingebrannt, dass ich bis diesen sommer nicht mal schwimmen gehen könnte ohne ständig daran zudenken: pool = pilz, oder mich ohne hände zu waschen untenrum nichtmal anfassen will


    ...was ich mir auch vorstellen kann ist, dass ich einfach so auf den Pilz fixiert bin, da die Diagnose Pilz eine greifbarere ist als "Vulvodynie" oder wie auch immer dieser ganze schmarrn heißen mag...das ist alles so wage und echt schwer zu verinnerlichen


    ich kenn das gefühl wenn man gesagt bekommt "Sie sind gesund" aber man genau weiß, dass man sich krank fühlt! ...wir alle sehnen uns nach einer diagnose die greifbar ist und uns lösungswege aufzeigt...aber ganz ehrlich, ich denke gleichzeitig haben wir alle auch die größte angst genau DAS zu hören..."sie sind krank!"


    Was ich euch damit sagen will ist:


    1) lasst das herum doktern sein...ihr konzentriert euch dadurch noch mehr auf das Problem und macht es noch mehr zu eurem lebensinhalt!...meistens macht ihr es dadurch noch schlimmer!


    2) bitte lasst euch nicht so unterkriegen wie es bei mir der fall war, seit zuversichtlich und verliert auf keinen Fall euer Selbstbewusstsein und eure Weiblichkeit ...ich kämpfe immer noch darum beides wieder zu erlangen!


    3) auch wenn es weh tut lasst euer sexualleben nicht vollkommen einreißen...ich habe seit mehr als 2 1/2 jahren keinen gv und zusätzlich vor der Angst vor Schmerzen kommt hinzu, dass ich nun immer mehr panik habe mich auf einen mann einzulassen bzw ihn an mich ran zu lassen (ist ja mittlerweile echt ungewohnt) und mir fehlt eindeutig die selbstsicherheit die männer erwarten grrrr


    4) internet=panik...viele der dinge die im inet stehen sind diagnosen die euch nicht betreffen...lasst euch aus der verzweiflung heraus eine diagnose stellen zu wollen nicht dazu hinreißen jegliches krankheitsbild auf euch zu beziehen...das macht echt nur ANGST!!! ...ihr seit alle gesund...ein schmerzsyndrom ist etwas schreckliches aber nicht tötliches!!! soviel ist schon mal als positiv zu werten ;-D


    ...meine güte ich hätte echt gern ein generelles Rezept für uns alle, aber sowas gibts leider wirklich nicht! ich denke es ist wichtig primär nicht nach einer Heilung zu suchen die den Zustand wiederbringt den ihr vor der krankheit gewohnt war – denn die selben menschen werdet ihr nie wieder sein – sondern es mal damit zu versuchen die krankheit in eurem alltag so leicht erträglich wie möglich zu machen!


    für mich heißt das momentan:


    1) strings echt nur wenns outfittechnisch nicht anders geht


    2) keine seifen usw im intimbereich


    3) täglich bepanthen


    4) täglich daran arbeiten das pilztrauma/hygienetick zu überwinden


    5) leider! mal keinen gv haben bis ein partner kommt dem man vertraut und sich fallen lassen kann


    6) ständig an positiven Einstellung arbeiten


    7) herausfinden was die probleme sind/sein können die eure krankheit verschlimmern!


    so nun zu meinen Fragen an euch:


    wer hat erfahrung mit einem guten sexualleben trotz schmerzen? welche möglichkeiten gibt es trotz der krankheit eine gute/erfüllte beziehung zuführen?


    will wegen dieser sache nicht mein leben alleine verbringen!!!


    und eine kleine aufmunterung zum schluss...kennt ihr den satz "gott mutet uns nur soviel zu wie wir auf unseren schultern tragen können!" ...Leute dass heißt wir sind STARKE FRAUEN!!! ...andere würden diese bürde nicht mal annähernd tragen können!!!


    lg an euch alle und gute besserung!!!!


    PS: YEEEIHHH den text hab ich ganz ohne weinen geschrieben...wäre vor einem halben jahr nicht mal möglich gewesen =)

    Hallo Smoothy,


    erstmal Daumen hoch :)^ für Deinen Beitrag! Ich hoffe, dass diesen viele Mädels lesen und sich zu Herzen nehmen werden. Denn Du hast vollkommen recht mit dem was Du schreibst. Und wenn Du weiter an dieser Einstellung festhälst, versichere ich Dir: Du wirst Dich selber heilen!!!


    Deine Angst ist durchaus verständlich. Die kenne ich nur zu gut. Teilweise bin ich bei Männern geblieben, nur weil sie es akzeptiert haben wenig GV mit mir zu haben weil sie mich so sehr liebten. Ich hatte Angst nie wieder jemand anderen zu finden, der mich genauso noch nimmt. Aber lass Dir gesagt sein... Diese Angst ist ein Kreislauf! Und zudem völlig unnötig. Du hast sie letztlich nur weil Dein Selbstbewusstsein (noch) nicht so stark ausgeprägt ist, wie es sein sollte. Arbeite daran und lerne Dich erstmal selbst zu lieben, so wie Du bist. Sieh auch dass andere Menschen andere Probleme haben... Hey... Brille tragen oder Akne ist auch ein Manko. Viele Menschen haben das und es gibt auch viele die dadurch mangelnde Selbstwertgefühle haben. Eigentlich völlig unnötig, würde man als Aussenstehender sagen. Das ist ja nicht alles, was den Menschen ausmacht. Und genau darum geht es. Mach Dir Deine Stärken bewusst. Dadurch lernst Du Dich selbst lieben und schätzen und das "Problem" um das sich momentan noch alles kreist und im Mittelpunkt Deines Lebens steht wird plötzlich ganz klein und eher nebensächlich.


    Ich bin jetzt seit ein paar Jahren verheiratet und JA, es lässt sich auch mit Schmerzen in einer Beziehung leben. Der Unterschied ist, dass ich diese Schmerzen nicht mehr zu meinem Alltag mache und sie so auch nur noch auftauchen wenn ich gerade Stress habe, mein Imunsystem angeknackst ist oder keine Lust auf Sex habe und dann mein Schmerzgedächtnis wieder aktiviert wird. Jedesmal wenn das passiert und ich während des Sex Schmerzen habe, mache ich mir meine innerliche Abwehrhaltung bewusst, versuche bewusst zu entspannen und wenn man es dann einfach langsamer angehen lässt und mein Mann mir die Möglichkeit gibt, auch zunächst erstmal Lust zu empfinden (das ist noch immer am Schwersten für mich), dann funktioniert das ganze auch. Und ich kann es genießen ohne zu denken: Wann ist das endlich vorbei...


    Also Kopf hoch! Und arbeite an Dir und Deinem Selbstbewusstsein. Du bist etwas einzigartiges und genau das musst Du herausfinden und sehen lernen. Wenn Du das weißt, dann brauchst Du auch keine Angst mehr vor einem Mann zu haben. Denn er wird genau das auch an Dir sehen und Dich so nehmen wie Du bist. Schlechte Tage hat jeder mal, auch die musst Du akzeptieren lernen. Wir sind keine Maschinen, die immer funktionieren müssen. Alles wird gut! Vertraue darauf und ziehst das Gute automatisch an!


    Liebe Grüße,


    Andrea