Kein Sex wenn es so schmerzt!

    An Barbara und alle andern!


    Ja das Antidepressivum hat starke nebenwirkungen! Ich komme jeden Morgen kaum zum Bett raus! Aber dies sollte ja besser werden mit der Zeit, auch die doofe Mundtrockenheit!


    Nein, da stimm ich dir zu, man sollte keinen Sex haben, wenn man es nicht möchte! Nur für einen Mann sollte man es nie tun! Ich erlebte einmal so etwas wie eine Vergewaltigung, ich weiss also von was ich spreche.


    Aber probieren muss man es doch immer wieder! Schliesslich möchte ich wie früher, wieder wunderschönen Sex mit meinem Freund haben! Etwas Mut zur Probe braucht es da halt schon!

    Ich bin da anscheinend eine von den glücklicheren, die nicht dauernd Schmerzen hatte. Es ist zwar seit ich mich erinnern kann, doch hats natürlich auch mal Sex gegeben, wo ich absolut keine Schmerzen hatte. Meistens, wenn ich selbst genug heiss war und schön weich. Aber seit ich weiss, dass ich physisch ein Problem habe mit diesen geröteten Stellen, kann ich den Kopf nicht aufmachen und denk, es wird ja sowieso weh tun. Dann lass ichs gleich. Seitdem ist auch die Libido stark zurückgegangen.


    Aber ich hoffe, das ändert sich mit der Zeit.


    Hab nächste Woche mal wieder einen Termin beim Frauenarzt und werd mit ihm die OP (die er nicht selbst macht) besprechen.


    Wer hat von euch Erfahrung mit Laser??


    Sandi

    @ wembley

    ich bin ende november operiert worden. vorher schon zwei jahre von arzt zu arzt gerannt. jetzt mittlerweile eine sehr kompetente ärztin gefunden, die mir wieder ein bisschen mut macht und die sache ins rollen bringt.


    im krankenhaus bin ich wegen verdacht auf HPV gewesen. es wurde mit laser gearbeitet. man braucht keine angst zu haben und ich denke mittlerweile sind die medizintechnisch soweit, dass mit laserchirugie einfach besser gearbeitet werden kann. ich habe mich nach der operation gut gefühlt und habe nur ein ganz bisschen bemerkt, dass gewebe entfernt wurde.


    nur leider sind die schmerzen nach wie vor da. das, was entfernt wurde, sollte erst nur eine gewebeunebenheit gewesen sein, als ich dann zur nachuntersuchung noch mal da war, berichtete mir ein anderer arzt, es sei doch HPV gewesen. chirugisch kommt man momentan nicht weiter, weil klinische gesundheit.


    aber meine ärztin sagte heute trocken: "ja, gut, der hat halt nix gefunden. dann schick ich Sie halt zum nächsten. irgendeiner wird schon was finden, wenn SIe immer noch die schmerzen haben."


    nächste woche uni klinik essen, dermatologie. wenn das nichts bringt, spezialist in freiburg. der übrigens voreineinhalb jahren schon mal eine probe von mir zu untersuchen hatte.


    na ja, mal sehen, was das inner dermatologie so gibt, nicht dass ich nicht schon mal auf ner dermatologie-station gewesen wäre für 4 tage - man diagnostizierte neurodermitis. nur schlägt cortison nich an...


    noch was zum thema operation: wenn es soweit kommt, dass die ärzte einen chirugischen eingriff für unabdingbar halten, dann zeigt das zumindest schon mal, dass man ernst genommen wird und der stin ins rollen kommt.


    gaanz lieben gruß, moni

    Ich bin mir voll und ganz verstanden vorgekommen. Der Dermatologe in Basel hat sich schon fast gefreut, dass er wieder so jemanden auf dem Stuhl hat. Und wollte Fotos machen. Durfte er ja auch, musste mir aber versprechen, dass er sie nicht ins Internet oder in die Bildzeitung gibt ;-). Aber er scheint mir sehr kompetent.


    Von Laser allerdings hat er eben gar nichts gesagt, sondern hat mir erklärt, wie das betroffene Gewebe rausgeschnitten wird.


    Drauf hab ich dann diese Seite gefunden:


    http://www.vulvarpain.icomm.ca/goetsch_1.html


    Wenn die kleine Studie stimmt bei den Operationen, sollten 9 von 12 auf Anhieb zu 100% unempfindlich geworden sein.


    Bin schon neugierig.

    Bitte lesen!!!

    Hallo Ihr Lieben..


    Ich melde mich auch mal wieder zu Wort, und zwar weil ich die Befürchtung habe, dass hier alles in die falschen Bahnen gelenkt wird, wo ich ja auch nicht ganz unschuldig war, weil ich es erst auch nicht besser wußte und genau wie Ihr auf der Suche war nach etwas was helfen könnte...


    Wie ihr ja wißt hatte ich so viele etliche Jahre diese Schmerzen und hab damit gelebt... bin von einem Arzt zum nächsten gestolpert und keiner konnte mir helfen... Letztes Jahr um diese Zeit ging es mir dann sehr sehr schlecht... einige von Euch können sich vielleicht noch erinnern... Hatte einige Krankenhausaufenthalte, vorschnelle mögliche Krebsdiagnosen durch Tumore die dann doch keine waren, aktive Toxoplasmose, die Trennung von meinem Freund etc... alles hat sich gestapelt... und die Schmerzen im Genitalbereich waren unerträglich... Das war für mich genau der richtige Zeitpunkt um was zu ändern... ich wußte, ich muss etwas ändern, an meinen Ansichten und Einstellungen... Ich war immer jemand, der sich mehr nach aussen als nach innen konzentriert hat... die Probleme der anderen waren immer wichtiger als meine eigenen... das reinste Ablenkungsmanöver... und auch was meine Probleme angeht, hab ich gern meine Umwelt dafür verantwortlich gemacht... auch wenn ich es mir nicht eingestehen wollte, aber unbewußt hab ich das schon getan... Hab die Verantwortung für mein Leben gern abgegeben... Genauso sah es mit meiner Krankheit aus... Ich hab mich nur noch auf die Ärzte konzentriert, die doch mal was finden müssen um mich zu heilen... Da musste es doch etwas geben! hab so sehr drum herum gesucht, statt in mir anzufangen... Dieses Bewußtsein hab ich letztes Jahr bekommen... Ich fing an aufmerksamer zu sein, mich mehr auf mich zu konzentrieren... Plötzlich bemerkte ich dass ich ja doch die ganze Zeit verkrampft durch die Gegend laufe, was ich sonst immer bestritten habe... Ich bemerkte wie ich unbewußt die gesamte Vulva und Afterregion auf Daueranspannung hielt und es mir verdammt schwer fiel mich auf "Entspannung" umzuprogramieren... Seit nun gut einem 3/4 Jahr bin ich sehr aufmerksam und "schau" immer wieder nach, was ich gerade tue... ob ich wieder anspanne, wie es sich gerade anfühlt... was einfach los ist... anfangs tat ich das alle 5 Minuten... das musste ich tun, weil ich immer wieder anfing unbewußt zu verspannen... mittlerweile verspanne ich nur noch in bestimmten Situationen, wenn ich aufgeregt bin, Angst habe oder kurz vorm Geschlechtsverkehr stehe... Doch auch hier hilft es mir es mir "bewußt" zu machen und darauf zu reagieren... Ich habe mir viel eingestehen müssen... und zwar dass die Psyche doch mehr Macht hat, als ich gedacht hätte... Wie ihr ja wißt, führen Verspannungen zu einer Art Muskelkater und da wird Milchsäure produziert... Es ist nur eine Theorie von vielen... aber die Milchsäure kann zu solchen Schmerzen führen, wie die die wir haben... Seit ich mich nicht mehr auf andere verlasse sondern selber bei mir anfange und meine Lebenseinstellung drastisch geändert habe, in vielerlei Hinsicht und dadurch nur noch das Hier und Jetzt lebe, aufmerksam bin für die vielen Kleinigkeiten um mich herum, ich keine Angst mehr vor der Zukunft habe und mir nicht mehr den Kopf zerbreche was passieren könnte, da wenn ich irgendwas plane es sowieso anders kommt und mir eingestehen musste dass ich an der Vergangenheit auch nichts mehr ändern kann somit auch nicht darüber grübeln muss, hab ich absolut keine Angst mehr und ich fühl mich viel freier als früher... Seit ich diese Erkenntnisse gemacht hab und bewußt lebe, hat sich irgendwie alles verändert... Mein Imunsystem ist absolut stabil... Weiß gar nicht mehr wann ich das letzte Mal krank war und dass wo ich sonst dauererkältet war... Meine ganzen Wehwehchen die ich jeden Tag hatte sind weg... Meine Schmerzen im Genitalbereich haben sich so sehr reduziert, dass sie nur noch da sind wenn ich meine Regel habe, was wohl mit den Hormonen zu tun hat oder wenn ich beim Sex verkrampfe... Ich kann Euch gar nicht sagen, wie viel plötzlich möglich ist... Ich hatte bis vor einem halben Jahr noch nie in meinem Leben schmerzlosen Sex... Nichts lief länger als 2 oder 3 Minuten... Ich war verkrampft, hatte einfach nur Angst davor wieder die Schmerzen zu spüren... Ein absoluter Teufelskreis... Ich hab dann angefangen mir selbst die Angst zu nehmen... Das klingt sehr pragmatisch, aber es hat funktioniert: hab mir nen dildo gekauft und "geübt"... Step by step... hab mir Zeit gelassen und mich immer mehr vorgearbeitet... bis ich locker lassen konnte... mittlerweile ist alles so als wäre es nie anders gewesen... Hab Sex und es tut nicht weh dabei... Es tut nur weh wenn ich mich darauf konzentriere und darauf warte dass es weh tut... Eigenartig... Dass aller Schmerz im Kopf entsteht wollte ich nie wahrhaben... hab mich stets dagegen aufgelehnt... erst jetzt erkenne ich dass tatsächlich was dran ist...


    Ich muss sagen, ich bin noch nicht vollständig geheilt... ein Hauch Schmerz ist noch immer dabei... aber so wie es ist, könnte ich damit leben, obwohl ich glaube, dass wenn ich mich irgendwann vollkommen fallen lasse ohne die Möglichkeit zu sehen, dass es wieder anfangen könnte, dann würde es wahrscheinlich vollstens verschwinden... Ich muss auch sagen, dass ich glaube, dass die Schmerzen Ausdruck von etwas anderem sind... Von Geheimnissen die man mitsich rumträgt, von Sorgen, Zweifeln, Ängsten, Depressionen, Unfähigkeiten etwas zu sagen, zu tun, Hilflosigkeit etc... Ich hab mich von all dem befreit... Bin nur noch ich... alles andere sind Gesellschaftszwänge oder die viel zu hohen Erwartungen die ich selber an mich stelle oder die die Umwelt an mich stellt... Ich war noch nie so vollkommen grundlos glücklich... und ich weiß dass mein Glück nicht darin wurzelt, dass meine Schmerzen weniger geworden sind, sondern dass meine Schmerzen weniger geworden sind, weil ich so viel erkannt habe und einfach glücklich bin ohne ständig auf der Suche zu sein... Glaube fest daran, dass alles seinen Grund hat... Und wenn meine Krankheit mich solange gequält hat um das zu erfahren, dann möchte ich sie nicht missen... Das möchte ich jetzt im Rückblick erst recht nicht mehr... Ich wär nicht so wie ich jetzt bin, hätte ich den ganzen Mist nicht erlebt...


    Nun meine Bitte an Euch: Lasst Euch nicht operieren!!!! Das bringt absolut nichts... Die Forschung in Amerika hat das schon durch etliche Beispiele bewiesen... Ich weiß dass ich mit meinen Zeilen nicht allen helfen kann, da mich viele nicht verstehen werden... Aber wenn ich nur die anspreche die schon die Erfahrung gemacht haben, dass es manchmal besser und manchmal schlechter ist und die bemerkt haben, dass es ohne Medikamente irgendwie immer besser war als mit, dann reicht mir das schon...


    Ich drück Euch fest und glaub an Euch...

    Welche Hygiene bei Pilzinfektionen?

    Hallo,


    ich leide auch schon seit 2 1/2 Jahren unter diesen Schmerzen in der Scheide und habe diesen Beitrag schon eine weile mitverfolgt. Seitdem ich von meinem FA eine Östrogencreme bekommen habe, ist es schlimmer als vorher.


    Auch habe ich sehr oft Pilzinfektionen (glaube auch, dass mein Freund welche durch mich hat und es nicht merkt und ich mich immer wieder an ihn anstecke).


    Worauf achtet ihr in Sachen Hygiene bei einer Pilzinfektion. Eigentlich müsste man doch seine Unterwäsche kochen (was bei meiner nicht möglich ist) und wie oft sollte man sein Handtuch dann wechseln (täglich?).


    Ich habe von einer Spritze gehört, wodurch man ca. 3 Jahre ruhe vor Pilzinfektionen hat, soll aber so 120 EUR kosten. Hat jemand damit schon Erfahrung?

    Zitat

    Ich habe von einer Spritze gehört, wodurch man ca. 3 Jahre ruhe vor Pilzinfektionen hat, soll aber so 120 EUR kosten. Hat jemand damit schon Erfahrung?

    Das wird wohl Gynatren sein. Hat mir meine Frauenärztin auch vorgeschlagen. Zunächst werden drei Spritzen im Abstand von je 14 Tagen gegeben. Die Ampullen kosten 50 Euro, die Spritzen je 10 Euro, macht 80 Euro für die Grund"immunisierung". Nach 6-12 Monaten wird aufgefrischt, d.h. eine Spritze. Die Ampulle kostet 23 (?) Euro, die Spritze wohl wieder 10, dann sind wir bei 113 Euro.


    Laut meiner Frauenärztin muß danach keine Spritze mehr gegeben werden. Sie hat mir aber wenig Hoffnung gemacht, dass ich wirklich Ruhe habe. Die Anzahl der Infektionen könnte aber zurückgehen.

    Vestibulitis: kennt ihr das "Problem"beim Wasser lösen?

    Ich habe eine etwas doofe Frage! Es geht mal nicht um Sex sondern ums Wasser lösen. Beim ersten Wasser lösen am Morgen habe ich zwar während keine Probleme aber dafür nachher um so mehr. Es ist nicht ein beissen auch kein brennen, ich kenne kein Wort für dieses Gefühl. Es ist einfach sehr unangenehm und ich würde dann am liebsten meine Vagina herausreissen...hört sich komisch an aber so fühl ich mich dann jeweils. Dieses Gefühl kann auch einfach so plötzlich am Tag auftreten! Kennt ihr dies auch?

    ich hätte da auch mal eine frage


    und zwar hab ich beim sex schmerzen, wenn mein freund an eine ganz bestimmte stelle ankommt. mein frauenarzt meinte ich bild mir das ein. ein anderer meitne es seien die bändchen... hiiillfe. was soll ich bitte mit dem begriff anfangen, und helfen tut mir da auch irgendwie keiner.


    bitte um hilfe oder jemanden, der auch sowas hat ????

    Psyche?!

    @ Andrea

    Es freut mich zu hören, dass es dir um so viel besser geht. Ich hab da nur jetzt speziell bei mir Bedenken, dass es wirklich die Psyche sein kann. Als ich studierte, hatte ich wirklich absolut keine Sorgen, aber das Problem war trotzdem da. Verkrampfen kann man sich natürlich schon, aber an den geröteten Stellen sind keine Muskeln. Ich bin glücklich in meiner Partnerschaft und hab (noch) einen gutbezahlten und schönen Beruf. Kann sonst auch machen was ich will und nimm mir auch hin und wieder Zeit um mal zu meditieren oder ein Wellnesswochenende einzulegen. Operieren oder nicht kann man wahrscheinlich nicht über einen Kamm scheren. Wenn ich die Beiträge so lese, sind sicher zehn unterschiedliche Krankheiten zu finden.


    Ich hab mich jetzt ein paarmal am Abend an den Stellen mit Östrogencreme eingeschmiert und siehe da, gestern hatte ich schmerzfreien Sex. Obwohl ich gedacht hab, das muss jetzt sicher wehtun. Vielleicht hilft das doch weiter.


    Am Mittwoch, nach dem Gespräch mit dem Frauenarzt sehen wir weiter.


    Wembley

    Hab das noch gefunden. Das war der Dermatologe, der mit Frauenärzten zusammenarbeitet und mich untersuchte:


    Höllenqualen durch Vestibulitis


    Koitus nur mit Skalpell?


    Medical Tribune Bericht


    BERLIN - Wenn eine Frau über akute starke Schmerzen bei jedem Versuch zum Geschlechtsverkehr, aber auch zum Beispiel beim Radfahren klagt, sollte sie ihren Arzt aufsuchen. Eine Vestibulitis erkennen dieser dann meist auf Anhieb.


    Typisch für die Vestibulitis - auch fokale Vulvitis genannt - sind umschriebene, äußerst schmerzhafte Erytheme im Bereich des Scheidenvorhofs, die meist bei vier und acht Uhr zu finden sind, erklärte Professor Dr. Theo Rufli von der Dermatologischen Klinik am Kantonsspital Basel beim Deutschen Dermatologie-Kongress. Das Erythem kann auch fehlen, nicht aber der Schmerz, der schon durch die leiseste Berührung z.B. mit einem Wattetupfer provoziert werden kann. Das erklärt auch, warum den Patientinnen jede Penetration Höllenqualen bereitet und jeder Druck auf die Vulva wie eben beim Radeln.


    Betroffen sind meist jüngere Frauen, die häufig mit der Pille verhüten. Die Langzeiteinnahme oraler Kontrazeptiva gilt als Risikofaktor), ebenso der frühe Beginne der Einnahme vor dem 16. Lebensjahr. Bislang ist aber anscheinend noch niemand auf die Idee gekommen zu prüfen, ob das Absetzen der Pille den Patientinnen Linderung verschafft. Prof. Rufli ist jedenfalls keine Studie bekannt, in der das versucht wurde.


    Die Therapie ist häufig sehr schwierig, konservative Ansätze meist zum Scheitern verurteilt. Immerhin lässt sich die Vestibulektomie in 90 % der Fälle eine partielle oder sogar komplette Remission der Symptome erreichen. Wird das paraurethrale Gewebe mitexzidiert, steigt die Erfolgsrate sogar auf 97 %. Dieser Eingriff hinterlässt dann aber schon sehr massive Gewebsdefekte. sodass man in Basel auf die 7 % Zusatzchance verzichtet.


    MTD, Ausgabe 38 / 2003 S.3, ara


    Diesen Text finden Sie hier: http://212.66.8.25/GMS/bericht/koitus230903


    © 1999 - 2005 Medical Tribune

    Dr. Rufli

    Ich war auch an der Unilklinik in Basel bei Dr. Rufli. Der hat mich aber gar nicht erstgenommen und schob alles voll auf die psychische Ebene ab. Komisch, dass er jetzt doch Bescheid über unser Thema zu wissen scheint....


    Was hat er Dir denn an Behandlungen angeboten? Die OP? Die hat er bei mir nicht mal erwähnt... Kommt mir sehr komisch vor.

    Pille

    Ich will ja niemandem die Hoffnung nehmen, aber ich bin seit meiner letzten Geburt sterilisiert und hab auch davor jahrelang nur mit natürlicher Methode verhütet, ab die Pille seit mindestens 12 Jaren nicht genommen. Die Schmerzen kamen bei mir erst vor zwei Jahren als ich in einer ganz extremen Streßsituation war, weil ic einen Geliebten hatte, also mit zwei Männern schlief. Dann kam der Pilz, den ich über Monate hatte, dann die Schmerzen, die nicht mehr weggehen wollten. Ich habs schon ein paarmal geschrieben, ich wollte jemand würde das mal probieren - versucht doch mal, ob ihr mit einfacher Vaseline Creme zurechtkommt. Die Schmerzen sind nicht ganz weg, aber erträglich. Wichtig ist, einfach die Angst anzuschauen, denn die ist es meines Erachtens, die die Schmerzen verstärkt.

    @ chanem

    Du hast absolut recht was die Angst angeht... Die Erfahrung habe ich auch gemacht! Und damit meine ich nicht nur die Angst zum Sex sondern jegliche Angst... Seitdem ich keine Angst mehr habe (und das war ein ziemlich langer Prozess geprägt von vielen ERkenntnissen) kann ich plötzlich wieder Sex haben... Bzw. zum ersten Mal in meinem Leben, da die Schmerzen ja bei mir schon mit 14 Jahren anfingen... (mit Beginn meiner Regel)... Jedenfalls wurde es mir da damals zum ersten Mal bewußt...


    Was die Vaseline angeht bringt das auch Beruhigung... Habe selber keine Erfahrung damit, aber mit einer anderen einfachen Creme die Lebertran enthält und somit ziemlich fettig ist... (von Bübchen, Wundsalbe für Kinder)... Die hat mich schon sehr oft gerettet, wenn es mal wieder ganz schlimm war... Seit einem halben Jahr muss ich gar nichts mehr nehmen..


    Das einzige was ich noch manchmal nehme und das aber nur wenn ich meine Regel habe ( denn dann sind doch Schmerzen spürbar) ist Östrogensalbe... und es wird besser... siehe --> WEMBLEY


    Deshalb kann ich wohl davon ausgehen, dass bei mir Hormone starken Einfluss ausüben...


    Was ich Euch raten möchte ist, mal mit allen Chemikalien und Medikamenten zurückzufahren und nur noch solche milden Sachen wie Vaseline etc zu verwenden... Gebt Eurem Körper die Chance sich selbst zu heilen... Ich hab die Schmerzen nun seit über 10 Jahren und jedesmal wenn ich ne "Pause" eingelegt habe was Ärzte und Medikamente anging, wurde es besser... Die Medikamente haben mein Imunsystem zerstört, war ständig krank, hatte immer irgendwas... Die Stärkung meines Imunsystems (teilweise auch mit HIlfe eines Homöopathen) hat meinem gesamten Körper gut getan... Sobald ihr STabilität erreicht in jeglicher HInsicht (auch vom Geist, ohne jegliche Angst) wird es auch besser... Bitte versucht es wenigstens...!!! Ich habe mich selber so sehr auf Ärzte versteift und wollte es nicht hören, wenn hier jemand im Forum so etwas schrieb, weil ich auch der Überzeugung war, dass wir alle was unterschiedliches haben... Kann ja auch gut sein, aber dennoch verlasst Euch bitte nicht so sehr auf die Götter in Weiß... Die Erfahrung habe ich bitter gemacht... über 10 Jahre lang... Bei Euch muss es nicht so lange dauern...


    Ihr solltet aus Fehlern der anderen lernen... Ich würde es mir wünschen, wenn Ihr Euch mehr vertraut als blind den Ärzten... (so wie ich es auch getan habe)... Ich möchte hier absolut nicht als Moralapostel rüberkommen... Ich möchte nur nicht dass irgendeine von Euch so lange auf der Suche ist, wie ich es war...


    Ich kann Euch vielleicht keine Heilung versprechen, aber auf jeden Fall Linderung!!! Und meine Linderung ist soweit fortgeschritten (früher war der Schmerz auf der Skala bei 8 oder 9 permanent, teilweise auch 10 wenn gar nix mehr ging, jetzt bei 1) dass ich absolut damit leben kann... Jetzt scheint es nur noch eine Frage der Zeit bis sich mein Schmerzgedächtnis löscht...


    Das was ich Euch hier rate, klingt sicherlich sehr unwahrscheinlich und ich habe diesen Weg nie gehen wollen, weil er mir einfach als zu lang erschien... Jetzt im Nachhinein frage ich mich allerdings ob die 10 Jahre auf Ärztevertrauen etwa die Mühe wert waren... Vor einem Jahr habe ich angefangen meine Denkweise umzustellen.. ich wars aber auch dann wirlkich satt was die Rumdokterei anbelangt und seit einem halben Jahr lebe ich sehr intensiv danach... mit Erfolg...


    Ich drück Euch fest und kann nur hoffen...

    @ samira 22

    Vielleicht sind unsere Krankheitssymtome verschieden. Bei mir meinte er einfach, dass es aussehe, wie im Lehrbuch. Ich hab mir das vorher schon selbst gedacht, wenn mein Frauenarzt nichts hilft, dann verätz ich mir das selbst mit Salzsäure (war nicht ganz ernst gemeint). In meinen Augen, wenn man so genau rote Flecken sieht, ist mir der Weg des einfachen rausschneidens noch einleuchtend.


    Muss aber dazusagen, dass ich zur Zeit einen psychisch anstrengenden Beruf habe (das Problem hab ich aber schon dreimal so lang) und im Herbst eine Umschulung mache zu dem Beruf, den ich eigentlich wollte. Das wird in Sachen Angst sicher auch einiges ausmachen.


    Wembley

    @ Andrea

    Liebe Andrea,


    ich habe deine Geschichte intensiv verfolgt (z.B. auch bei Yahoo) und möchte dir sagen, dass ich deine momentane Einstellung zur Krankheit sehr gut finde. Ich glaube auch, dass die Psyche eine sehr sehr große Rolle spielt.


    Ich leide seit 9 Jahren (seit ich 17 bin) unter Schmerzen nach jedem GV (Vestibulitis) und habe ähnliche Horrorgeschichten erlebt wie du (Pilze, Behandlung in Jena, Saroten, Gabapentin, etc. pp.). Inzwischen bin ich der Meinung, dass uns die Schulmedizin nicht helfen kann.


    Ich habe mich einer Psychologin anvertraut, die nun mit mir und meinem Freund eine spezielle Sexualtherapie durchführt. Auch ich habe dabei festgestellt, dass ich total verkrampft bin!!! Nun versuche ich, diese Anspannungen zu lösen und dein letzter Beitrag hat mir Mut gegeben.


    Auch wenn wir uns nicht kennen, fühle ich mich dir sehr verbunden und wünsche dir vom Herzen alles Gute!!!


    Liebe Grüße aus dem Norden von Becky

    Hallo Becky,


    ich hoffe die Sexualtherapie kann Dir helfen.. Auf jeden Fall wird sie Dir wahrscheinlich viel "bewußt" machen und das ist schon mal der wichtigste Schritt... Solange Du Dich kennst und weißt was Du gerade tust, kannst Du auch dagegensteuern... Ich habe viele Dinge damals einfach nicht sehen wollen bis ich mich mal aufmerksam "beobachtet" habe (und das meine ich mit "Bewußtwerden")... Plötzlich musste ich mir eingestehen dass die Worte und Ratschläge die ich vor Jahren schon bekam irgendwie doch zutrafen... Z.B. dass ich alles total anspanne oder auch wirklich nicht ganz "frei" war (in meinem Kopf)... Ich habe im letzten Jahr sehr viel eingesehen... Probleme die ich z.B. mit bestimmten Menschen hatte einfach bereinigt durch Reden... Ich trage immer noch so ein paar "Probleme" mit mir rum, Probleme, die sich einfach als unwohles Gefühl getarnt haben - jahrelang... Aber ich weiß jetzt warum und weshalb und woher sie kommen etc... und dass ich allein diejenige bin, die z.B. bestimmte Dinge einfach mit sich machen läßt, obwohl ich das vielleicht gar nicht will.. usw... Sowas habe ich dann immer gern in mich hineingefressen und mich nur allzu oft geärgert innerlich... (vor allem über mich)... Jetzt weiß ich wo die Wurzeln bei mir stecken... warum ich so bin wie ich bin... und hab alles in meiner Kindheit gefunden... Es gibt echt nichts besseres als sich Dinge "bewußtwerden" zu lassen... Ich habe verstanden dass ich die Verantwortung für mein Leben absolut selbst tragen muss... Alles was mit mir geschieht geht allein von mir aus... Gedanken tragen da sehr viel zu bei... Bin ich traurig oder wütend, dann nur weil ich mich in diese Situation hineinversetze... Dabei kann ich ja auch alles mal aus einer ganz anderen Sichtweise betrachten und plötzlich gibt es gar kein Grund mehr sich zu ärgern... Das alles hat mich befreit... und hat auf jeden Fall auch einen großen Anteil an meinem jetzigen Zustand... Falls ich Dir da irgendwie helfen kann dann lass es mich wissen... Ich bin absolut überzeugt, dass aller Schmerz von uns ausgeht! Falls Du gern liest, hätte ich auch zwei Buchempfehlungen... Die haben mir sehr geholfen und auch die Augen geöffnet für meine eigenen Fehler und Schwächen z.B....


    Durch sie habe ich auch sehr viel über mich selbst gelernt und erkannt...


    Ein Zitat: Eines Tages wirst Du aufwachen und die ganze Welt wird sich verändert haben und doch hat sich nichts verändert... Wenn ein Blinder plötzlich sehen kann, hat sich die Welt dann verändert?


    Sei lieb gegrüßt und ich hoffe dass Du es auch schaffen wirst...


    Andrea

    @ Andrea

    Liebe Andrea,


    vielen Dank für deine Nachricht. Es ist schon erstaunlich, welche Auswirkungen die Kindheit haben kann. Auch in meiner Therapie wurde ein Großteil meines Übels in meiner Kindheit gefunden. Vor allem, weil mich mein Vater sehr stark unter Leistungsdruck gesetzt hat.


    Ich finde es bei dir sehr sehr erstaunlich, dass du diese Erkenntnisse aus dir selbst heraus bzw. aus den Büchern, die du erwähnt hast, gewinnen konntest! Hut ab!


    Wäre ich nicht (und es hat mich sehr große Überwindung gekostet) zu einer Psychologin gegangen, hätte ich von meinen ganzen tiefsitzenden Problemen gar nichts mitbekommen. Erst durch die Therapie habe ich viele Erkenntniss gewonnen, die ich unmittelbar mit meinen Schmerzen in Verbindung setze. Ich arbeite nun ständig an mir selbst, versuche Dinge lockerer zu sehen, nicht alles gleich persönlich zu nehmen, mich nicht mehr von anderen Menschen unter Druck setzen zu lassen, passiver und gelassener zu werden, Dinge wieder geniessen lernen (z.B. auch Sexualität) usw. Es ist noch ein langer Weg. Ich stelle positive Veränderungen an mir fest, habe aber auch noch oft Rückschläge. Wobei ich hier nicht von Sex rede. Der GV (also der schmerzende GV-Akt) wird in der Therapie völlig außen vor gelassen! Es fängt ja schon im Alltag an.


    Übrigens, da mein Freund bei der Therapie dabei ist, sind wir noch enger zusammen gewachsen. Er kann mich viel besser verstehen und wir reden über alles. Ich bin froh, dass er mich unterstützt.


    Ich würde mich übrigens sehr über die Buch-Empfehlungen freuen.


    Ganz liebe Grüße von Becky