@bibi

    War ja auch nicht so gemeint, dass Du ständig zum Arzt rennst. Bei mir war es so und ich bin froh, dass das vorbei ist. Den Schuh solltest Du Dir also nicht anziehen.


    Wenn Du sagst, es ist bei Dir alles in Ordnung, dann glaube ich Dir das auch. Es wird sicher nicht bei jedem eine seelische Ursache geben, aber oft ist es so glaube ich.


    Ich hätte vor 6 Wochen noch behauptet, bei mir ist alles bestens.. Und heute!!!???


    LG/ Katja

    hallo

    ich hab ein kleines problem.. bin seit 2 wochen erkältet und war beim arzt.. hab mir keine antibiotika verschreiben lassen, aus angst, meinen körper wieder zu schädigen. aber bis jetzt is es noch nit wirklich besser geworden. überlege, ob ich nächste woche nit doch noch mal hin geh und mir tabletten geben lass! kann mir einer nen tip geben, was ich machen soll??? hab angst, dass es wieder schlimmer wird.


    ach und ich hab nächste woche mal nen termin beim psychologen/neurologen! will es einfach mal versuchen!


    und an andrea und chanem: eure beiträge haben mir wirklich geholfen. DANKE! habe mir das buch "gesundheit für körper und seele" gekauft und ích war erstaunt, was die seele bei mir alles beeinflusst hat. seit dem geht es mir besser. es ist zwar nicht richtig weg, aber wesentlich besser!!!

    @michi

    ich hab nun schon seit 8 wochen staendig erkaeltung, fieber, halsschmerzen etc. da haben weder antibiotika noch was anderes geholfen. vielleicht macht dir das hier mut doch auch auf die AB zu verzichten.


    mittlerweile habe ich seit 4 tagen migraene und ich habe diesmal einfach meinem professor gesagt, dass ich den abgabetermin fuer ein projekt nicht einhalten kann anstatt mich doch durchzuquaelen. seitdem nehme ich mir eine auszeit und langsam aber sicher wird es besser. vielleicht kannst du auch einfach ein paar tage im bett liegen und nur das tun was dir gut tut?

    @Michi

    Hallo Michi,


    ich schließe mich Bibi an und würde Dir wirklich raten, Dich für ein paar Tage ins Bett zu legen. Ok, Schleimlöser oder sowas solltest Du vielleicht schon nehmen, je nachdem wie fest die Erkältung sitzt. Nicht, dass es eine Lungenendzündung wird.


    Ansonsten kann ich nur raten, Echinacea zu nehmen. Bei mir hat es super geholfen, nachdem ich 3 Monate ständig krank war. Seitdem mache ich alle 6 Monate eine Kur mit Echinacea und war lange, lange nicht mehr krank. Selbst als mein Freund hier mit Grippe lag, hab ich mich nicht angesteckt. Früher hätte er nur mal schief in meine Richtung geguckt und ich hätte gleich angefangen zu schnufen..


    LG und gute Besserung


    Katja

    Überlegung

    Zum Thema seelische Ursache möchte ich nochmal eine Überlegung in den Raum stellen.


    Vielleicht wird es verständlich was ich meine, wenn ihr euch mal verdeutlicht, daß jede Krankheit eine Inkubationszeit hat. Es gibt Krankheiten, da vergehen vom Zeitpunkt der Ansteckung bis zum Ausbruch Jahre. Da weiß man natürlich nicht mehr, wann man sich angesteckt hat, weil man das vergessen hat.


    Ähnlich stelle ich es mir mit meinen Schmerzen vor. Den Zeitpunkt der "Ansteckung" weiß ich nicht mehr. Ich beobachte halt nur an mir selber, daß ich diese Infekte immer gehabt habe, als ich mich von meinem Mann nicht wirklich angenommen gefühlt habe, als ich die Beziehung zu meinem Geliebten angefangen habe (und da war ich subjektiv total glücklich, auf Wolke sieben).


    Ich hatte die Infekte auch gehäuft in den Schwangerschaften und danach, da war ich selig - aber im Rückblick waren das eben immer Situationen wo ich Angst hatte.


    Der Ursprung der Angst liegt also nicht bei meinen jeweiligen Partnern sondern darin, daß ich immer gedacht habe, wenn ich mich nicht so und so verhalte, verlassen meine Männer mich. Weil ich Angst hatte allein zu sein, Angst, irgendwas nicht zu schaffen, Angst nicht geliebt zu werden, Angst alles falsch zu machen. Angst ist meines Erachtens das was allem zugrunde liegt. Und dieser Angst auf die Spur zu kommen ist Detektivarbeit.


    Mittlerweile gehts mir aber so, daß ich jedesmal wenn ich wieder einen Auslöser entdeckt habe, ich richtig stolz bin auf mich.


    Mein Selbstwertgefühl ist in den letzten Jahren (seit ich diese Schmerzen so massiv hatte) auf einer Skala 1-10 von vielleicht 3 auf sagen wir mal 7-8 gestiegen. Und ich schaffe das auch noch bis 10. Denn da stelle ich mir vor, brauche ich keinem anderen Menschen die Schuld dafür zu geben, daß es mir schlecht geht. Weder meinen Eltern, noch meinen Partnern, noch meinen Kollegen. Dann weiß ich, daß ich durch mein eigenes Verhalten verursache was mir passiert.


    Und ich sags ja, meine Schmerzen sind nur noch ab und zu wahrnehmbar, so mittendrin zur Erinnerung, nur ja nicht mehr in die alten Muster zu verfallen.

    Unsicher

    Ich frage mich halt nur, wie ich denn das ganze angehen soll. Ich kann mir ja schon vorstellen, dass meine Schmerzen psychisch bedingt sind, da ich ein paar unschöne Dinge erlebt habe. Also warum nicht? Aber wie gehe ich das nun an? Was soll ich tun?


    Andrea/Chanem: Wie habt Ihr Euch denn auf diesen Weg begeben? Wie habt Ihr angefangen? Ich habe ja nicht wie Kati so einen Moment erlebt, wo mir alles klar wurde.


    Wie kann ich meine Probleme richtig erkennen und wie finde ich die Lösungen? Ich weiss nicht, ob ich das kann.

    können kommt von wollen

    wenn du das willst, Samira, dann kannst du es auch. Stress dich nicht. Es gibt soviele Möglichkeiten. Wie gesagt, ich hab mit Louise Hays "Gesundheit für Körper und Seele" angefangen. Da stehen hilfreiche Übungen drin, die kannst du ganz alleine machen. Dann kanst du alle möglichen Selbsterfahrungskurse z.B. bei der Volkshochschule besuchen, du kannst zum Familienstellen gehen, dir das als Statistin mal anschauen, du kannst nach Selbsthilfegruppen suchen, usw, usw.


    In dem Moment wo du dich ernsthaft auf den Weg begibst, fallen dir automatisch solche Angebote auf. Folg dann einfach deinem Impuls - auch wenn dein Verstand sagt, das ist doch alles Quatsch. Der erste Impuls ist (meistens) der deiner inneren Führung und die weiß was für dich gut und heilsam ist.


    Ich wünsch dir von Herzen alles Gute.

    Ich wll es versuchen

    Danke für Deine Worte, Chanem. Ich habe mir ja jetzt mal das Buch "Krankheit als Weg" bestellt, das hier im Forum auch schon erwähnt wurde. Und ich werde mir auch die anderen Bücher besorgen. Ich möchte mich nämlich wirklich auf den Weg begeben.


    Darf ich Dich Chanem und auch die anderen mal fragen, wie denn die Beschwerden bei Euch so sind/waren? Wie war es bei Dir, Chanem? Auch ein ständiges Brennen/Jucken?


    Und jetzt hast Du es geschafft, (meist) beschwerdefrei zu sein? Das finde ich doch sehr ermutigend. Auch Andrea berichtet ja von Beschwerdefreiheit oder Reduzierung auf ein Minimum. Könnt Ihr denn auch wieder Sex haben und ihn geniessen?


    Ich weiss, dass es viele Wege gibt. Am besten fange ich nun eben mal mit geeigneter Lektüre an. Vielleicht wird dies mir dann den weiteren Weg zeigen. Hoffentlich...


    Wenn die Beschwerden von meinen inneren Problemen und Ängsten kommen, dann muss ich doch die Ängste finden und die Probleme offenlegen. Ich habe ein wenig Angst, dass mir dies nicht gelingt. Würde da Psychotherapie was bringen? Oder eben dieses Familienstellen? Davor habe ich grossen Respekt. Was wenn das jemand durchführt, der nicht geeignet ist?


    Und wenn ich dann mal meine Probleme/Ängste kenne, wie kann ich dagegen angehen? Wie findet man eine Lösung? Alleine?


    Fragen über Fragen...

    Geduld und viel Liebe

    Wie gesagt, Samira, so ein Prozess braucht Zeit. Du kannst nicht was sich über Jahre angesammelt hat in ein paar Monaten lösen. Tu den ersten Schritt, dann den zweiten. Irgendwann bist du dann beim 50. und dann beim 100.


    Stell dir vor dein Garten ist jetzt verwildert und du fängst an einer Ecke an das Unkraut auszureißen. Und dann arbeitest du jeden Tag ein kleines Stück. Dann fängst du an Blumen zu pflanzen, dann vielleicht ein kleines Bäumchen. Und Stück für Stück entsteht dann ein blühender Garten in dem du gerne spazieren gehst. Und keine Sorge, es zeigt sich immer nur so viel wie du aushalten kannst. Da verfügt die Seele über gute Schutzmechanismen.


    Meine Beschwerden waren genau wie bei allen: starkes Brennen als wäre ich überall wundgescheuert, Juckreiz wie bei einer Pilzinfektion, ständiger Harndrang wie bei einem Harnwegsinfekt - es war schrecklich. Dazu kam die Panik das würde nie wieder weggehen, weil ja kein Medikament wirklich half. Ich hab alles probiert, wirklich - aber im Grunde wußte ich, daß es mit meiner Situation zu tun hatte. Ich hätte halt auch lieber die bequeme Lösung gehabt, daß es "nur" ein unerkannter Infekt sei. Tatsache war, daß es eine "unerkannte" seelische Ursache gab.


    Ich hatte nur den Vorteil, daß ich vor Jahren schon mal was ähnliches hatte: starkes Zungenbrennen, das ist auch so was wo kein Arzt sagen kann woher es kommt (das haben auch ganz viele Leute). Damals hab ich mir Louise Hay gekauft und dann natürlich gewußt, daß mir was auf der "Zunge brennt" - ich konnte es nur nicht aussprechen. Hatte panische Angst davor. Drei Jahre hab ich rumgezogen, bis ich es schließlich ausgesprochen habe, dann gings plötzlich besser. Es ist aber wie gesagt nie ganz weg - so als ob mein Körper mich daran erinnern wollte, daß ich die Wahrheit sagen soll.

    Ich finde keinen Zugang zu mir. Bei Dir war's Zungenbrennen und das hat Dich wohl darauf gestossen, dass Du was aussprechen sollst. Wie komme ich aber dazu, einen Zugang zu finden? Diese unerkannte seelische Ursache... Wo liegt die denn? Ich hatte keine so schöne Schulzeit, ich hatte eine Beziehung, die mich sehr belastete, doch ich habe diese Beziehung beendet, als es mir zuviel wurde. Natürlich war ich enttäuscht darüber, dass es mit der Liebe bei mir nicht geklappt hatte. Doch ich konnte mich ja dann sowieso nicht auf etwas neues einlassen, weil ich da schon die Beschwerden hatte. Ausserdem wollte ich mich auch für eine Zeitlang auf nichts neues einlassen, da ich einfach etwas Abstand von Männern generell brauchte. Doch seither ist meine Sehnsucht nach Liebe und Zweisamkeit wieder enorm gestiegen. Andere haben auch unerfüllte Träume und müssen auf ihr Glück warten.


    Chanem, Du sagst, die Beschwerden mit der Zunge seien nie ganz weg. Wie schlimm ist das denn nun noch? Und wie ist es mit den Beschwerden im Intimbereich?

    Skripts

    Liebe Samira, ich bin keine Therapeutin, ich kann dir nur sagen, wie ich bei mir vorgegangen bin. Ich kann dir natürlich auch sagen, was mir auffällt - du darfst halt dann bitte nicht böse sein mit mir.


    Was ich als erstes gelernt habe ist, daß wir alle von unseren Eltern gesagt bekommen, wie die Welt ist. Und weil wir ja etwas brauchen was uns Orientierung gibt, übernehmen wir das einfach. Man nennt das in der Psychologie Skriptsätze oder Glaubenssätze. Und weil wir das glauben, sehen wir nicht die anderen Möglichkeiten. Wir sehen zwar, daß andere Menschen anders leben, aber wir sind überzeugt, für uns gibt es das nicht. Du kannst solche Glaubenssätze ganz leicht erkennen, weil sie immer mit "Ich" beginnen. Bei dir zum Beispiel:"Ich finde keinen Zugang zu mir", "Ich beende Beziehungen, wenn sie mich zu sehr belasten", Ich lasse mich nicht auf Neues ein". Ich weiß das klingt als würde ich dir vorwerfen, daß du das tust. Das war nämlich meine Reaktion als mir das erste Mal jemand MEINE Skriptsätze gezeigt hat. Aber dann hab ich angefangen drüber nachzudenken und gemerkt, Mist, es stimmt. Das ist was ich glaube. Aber wie komme ich jetzt dahin was anderes zu glauben?


    Wie komme ich dahin zu glauben:


    Ich finde Zugang zu meinem Inneren, Ich setze mich in meinen Beziehungen auseinander statt wegzulaufen, Ich lasse mich auf Neues ein?


    Da hab ich mich an Louise Hay gehalten: ich habe angefangen mit Affirmationen zu arbeiten. Ich hab mir ein paar Dinge aufgeschrieben, die ich in meinem Leben haben möchte. Z. B.


    Ich will mich ändern. Ich will lernen und ich kann lernen. Ich gehe repsektvoll mit anderen um, andere gehen respektvoll mit mir um.


    Wichtig ist halt, dir nicht zuviel vorzunehmen, diese Affirmationen immer positiv zu formulieren, also das was du haben oder sein willst. Und sie müssen in der Gegenwart formuliert sein, so als wären sie schon wahr. Es ist faszinierend zu beobachten, wie sie sich dann langsam verwirklichen. Aber wie gesagt, das kann Louise Hay soviel besser erklären - oder andere Autoren. Denn im Grunde sagen und schreiben sie alle das gleiche.


    Ich wünsch dir Glück.

    Bei Euch hab ich schon fast Angst, was medizinisches anzusprechen.


    Außerdem reagiert keiner von Euch mehr auf sowas.


    Also, ich war am Freitag bei meiner FA, weil ich deutlich stärkere Beschwerden hatte als sonst. Dachte es sei vielleicht ausnahmsweise eine Pilzinfektion -meist findet sie ja nichts. Dafür sprach, dass ich am Wochenende im Schwimmbad war, und da ich meine Tage hatte, Tampons benutzt hab. Also 3 Pilzrisikofaktoren. Aber als sie mich untersuchte, meinte sie es sähe aus wie Herpes, obwohl ich keine Bläschen habe.


    Sie gab mir Tabletten gegen Pilze (Pilzsporen hat sie auch ein paar gesehen) und gegen Herpes. Aber noch tut sich nichts.


    Ich war verwundert und meinte, dass ich das schon recht lange habne müsste. Aber sie meinte, man kann das auch von anderen Sachen als GV bekommen.


    Dachte immer es sei nur so übertragbar, und ich hatte schon ewig keinen Sex mehr, und mein letzter Freund, hatte vor mir nur eine Freundin, die vorher mit niemand geschlafen hat...


    Ich frag mich echt, wo das hergekommen sein sollte


    Schon komisch. Vielleicht ist es eine Fehldiagnose. Ich weiß gar nicht ob sie einen richtigen Abstrich fürs Labor gemacht hat.


    Sie hatte nicht viel Zeit, weil sie eigentlich schon ne halbe Stunde zu spät war für eine Op die sie machen sollte, aber sie hat sich schon Mühe gegeben.


    Ratlos...

    an alle

    Alles was Chanem sagt, kann ich nur bestätigen! Auch ich habe festgestellt, dass Angst allem voransteht.. Diese Angst könnte man fast als Oberbegriff nehmen. Angst etwas nicht zu schaffen, nicht geliebt zu werden, etwas zu verlieren, nicht dort anzukommen, wo man hin will etc.. Diese Angst läßt uns innerlich verkrampfen.. Den gleichen Zustand erhalten wir in Stresssituationen.. Oft ist es so, dass man das "Große und Ganze" aus den Augen verliert und sich an Kleinigkeiten festbeißt und diese zum Mittelpunkt allen Geschehens macht.. Wer bitte schafft es, Probleme nicht so nah an sich heranzulassen? Das sieht man nur bei den absolut Gesunden.. Diese Menschen sind ruhig und ausgeglichen.. Lassen alles Schlechte nicht an sich heran und erfreuen sich daher auch einer besten Gesundheit.. Unsereiner allerdings scheint überall nur Probleme zu haben.. Dies kommt nur auf die Betrachtungsweise an! Haben wir einst begriffen, dass Probleme nicht da sind um uns zu schaden, sondern um uns herauszufordern und letztlich zu helfen, dann sehen wir das "Große und Ganze"- von dem ich sprach und plötzlich ist alles nicht mehr so schlimm.. Der Sinn unseres Lebens heißt "Entwicklung"! Und jeder entwickelt sich in seinem Leben.. Wenn wir da keine Probleme hätten, würde die Welt mit einem Mal still stehen.. Selbst jede Krankheit macht uns stärker. Dieses Phänomen beobachteten Wissenschaftler besonders bei Kindern. Aber selbst wir können das sehen!


    Ich selber habe Schwierigkeiten bei einer herannahenden Aufgabe nicht den Überblick zu verlieren und mich nicht in Kleinigkeiten durch Leistungs- und Erwartungsdruck zu verrennen.. Diesen Leistungs- und Erwartungsdruck stelle ich mir doch aber genau betrachtet selbst.. Was meine Professoren von mir erwarten sollte mir doch eigentlich egal sein! Wichtig ist, was ICH von mir erwarte.. Doch das fällt mir sehr schwer und ich arbeite jeden Tag daran.. Diese Denkweise der Erwartungen habe ich mir in meiner Kindheit zugelegt.. Letztlich habe ich mir den Erwartungsdruck selbst gemacht, um von meinen Eltern mehr Liebe zu erfahren.. Es war ein regelrechter Kampf.. Habe tatsächlich geglaubt, wenn ich so viel lerne, dass ich in der Schule nur Einsen bekomme, werde ich mehr von meinen Eltern beachtet und geliebt.. Heute weiß ich dass das Blödsinn ist.. Meine Eltern hatten ihre eigenen Probleme zu der Zeit wo ich nach "Liebe" schrie.. Als Kind begreift man das halt noch nicht und da schleichen sich Verhaltensmuster ein, die unser späteres Leben bestimmen.. Doch ich will nicht, dass mich herannahende Aufgaben kaputtmachen.. Ich steh selber grad schon wieder mittendrin: mein Diplom! Und ich bin schon wieder dabei, mich selbst zu stressen und von mir zu erwarten, dass ich das Unmögliche möglich mache.. DIE Erfindung! Das alles macht mich unausgeglichen.. Ich konzentriere mich schon wieder wie besessen nur auf Eins.. und kann nicht abschalten... Das ist weder für meine Arbeit gut, da ich so schneller den Überblick verlieren werde, und für meine Gesundheit ist das auch nicht gut!


    Was ich Euch damit sagen will ist,.. dass es unglaublich viele solcher Verhaltensmuster gibt, die sich jeden Tag neu offenbaren.. und jeden Tag hat man damit zu kämpfen.. Einen Großteil der Theorie habe ich schon erfolgreich in mein Leben umgesetzt und auch schon die dankbaren Früchte der Schmerzlosigkeit geerntet.. Doch gibt es da immer wieder neue Bereiche mit denen ich mich auseinandersetzen muss.. Wahrscheinlich hängen diese alle letztlich zusammen, nur habe ich diesen Zusammenhang noch nicht entdeckt bzw. habe derzeit auch keine Zeit und Kraft diesen zu sehen oder zu suchen, obwohl mir das vielleicht wieder einiges ersparen könnte..


    Meine Frage an Euch: Seid ihr in vielen Dingen auch so verkrampft???? Dabei spiele ich auf das an, was Chanem gesagt hat.. Das war nämlich auch meine erste Entdeckung:


    "Was ich als erstes gelernt habe ist, daß wir alle von unseren Eltern gesagt bekommen, wie die Welt ist. Und weil wir ja etwas brauchen was uns Orientierung gibt, übernehmen wir das einfach."


    Doch das diese Regeln nicht immer gut sind, habe ich mittlerweile auch begriffen.. Meine Mutter z.B. ist auch eine absolut verkrampfte Person... Sie wär gern locker, doch wenn sie es versucht, dann sieht man ihr sofort an, dass sie es nicht ist.. Einfach weil sie mit ihrer Grundhaltung sich so vielem versperrt und das von vornherein... Auslöser: Angst! und aus dieser Angst entsteht auch oft Pessimismus.. Immer davor gewappnet sein, dass gleich was ganz schlimmes passiert - aus Selbstschutz heraus.. Diese Grundhaltung habe ich ganz automatisch in meinen Kindheitstagen übernommen.. und dieses Verkrampfen denke ich, ist der Hauptauslöser meiner Schmerzen.. Ich habe ja selbst im Afterbereich jedes Mal Schmerzen wenn ich von der Toilette komme.. Mein gesamter Geschlechtsbereich gleicht einem zusammengezogenen Sonstewas.. Diesem Zusammenziehen versuche ich schon durch ständiges Bewußtwerden entgegenzuwirken.. Doch in Angst und Stressstiuationen (Angst ist ja sowieso auch eine Stresssituation) bin ich nicht mehr Herr der Lage.. Andere Dinge sind plötzlich wichtiger als ich selbst und ich lasse mich dann nur allzu oft in meine alten Verhaltensmuster fallen und geh darin auf.. Dies gilt es zu durchbrechen.. Sehr schwierig! Aber machbar! Oberstes Gebot: Bewußtwerdung!


    Was die Frage von Samira angeht: Ich hatte seit dem ich denken kann diese Schmerzen.. Ich kann mich erinnern, mit 6 oder 7 Jahren meinen Geschlechtsbereich schon als unangenehm empfunden zu haben.. Hat ständig gejuckt und später gebrannt.. Mit 14 bekam ich meine Regel und das Einführen von Tampons war schlichtweg unmöglich.. Dachte damals noch es liegt am Jungfernhäutchen.. DAs es deshalb so brennt.. Seit meinem ersten Geschlechtsverkehr mit 17 habe ich Sex nie genießen können.. Es war niemals ein schönes Erlebnis für mich.. Ständig Schmerz!


    Seit Oktober letzten Jahres erlebe ich zum ersten Mal schmerzfreien Sex! Das ist sehr ungewohnt für mich.. In meinem Kopf heißt es immer noch "Schmerz".. Selbst wenn ich mir Sex vorstelle.., wie es sich anfühlt.., kommt beim Vorstellen immer das Schmerzgefühl.. Ich fühle ihn dann direkt im Genitalbereich! Er fühlt sich real an! Das nennt man Schmerzgedächtnis! Ich frage mich wie lange es wo dauern mag, dieses Gedächtnis zu löschen? Wenn ich diese Tage Sex habe.., habe ich vorher noch immer keine Lust darauf.. Habe ja auch jahrelang meinen Geschlechtsverkehr mit Schmerz statt mit Freude verbunden.. Die Freude muss ich nun erstmal lernen.. Sobald es Situationen gibt wie z.b. dieser Erwartungsdruck von dem ich geschrieben habe oder Stress, oder Angst jemanden mal die Meinung zu sagen etc.. Dann ist auch automatisch der Schmerz wieder präsenter.. In solchen Momenten gilt es, sich wieder mehr auf sich zu besinnen.. klar, fällt das oft schwer.. schon allein aus Zeitgründen.. Da scheinen manche Dinge dann einfach mal wichtiger als man selbst! Aber nichts ist wichtiger als man selbst! Da muss alles andere dann halt mal warten.. Das klingt sehr einleuchtend, ist aber, speziell für mich, oft nicht so leicht durchzusetzen..


    Bei Schmerzzuständen mache ich dann sehr oft Entspannungsübungen.. Das heißt ich mach mir bewußt:


    Wie sitze ich gerade?


    Habe ich meine Schultern hochgezogen und angespannt?


    Lasse ich im Genitalbereich los oder ziehe ich diesen nach innen?


    usw..


    Beim Sex muss ich mich dann oft selbst austrixen.. Mein Kopf ist immer noch der Meinung: bei Berührung Schmerz.. Das dem nicht mehr so ist, hab ich schon oft erfahren.. Nur wenn ich daran denke, spüre ich auch tatsächlich noch Schmerz.. (Wie das Bsp. von dem ich gesagt habe, dass ich schon beim Bloßen Vorstellen von Sex den Schmerz spüre.. - siehe Schmerzgedächtnis)


    Deshalb versuche ich mich in solchen Momenten, in dem mein Kopf ganz wo anders zu sein scheint, permanent mich auf die eigentliche Sache zu konzentrieren.. Seine Hände.., seinen Bauch auf meinem, das Kratzen seines Bartes an meinem Arm.. etc..


    Fällt es Euch auch so schwer beim Sex bei der Sache zu bleiben? Wenn ich nicht aufpasse, denke ich dabei über allen möglichen Mist nach..

    Fortsetzung..

    Auf jeden Fall gilt folgendes:


    Immunsystem stärken!!! Paßt besser auf Euch auf! Trinkt und esst ausreichend! Ich hab damit auch so meine Probleme, deshalb nehme ich jeden tag eine Kapsel Gelee Royal - das ist das Futter der Bienenkönigin, die ja bekanntlich alle ihre Stämme überlebt..


    Treibt Sport! --> mit diesem Schweinehund hab besonders ich zu kämpfen.. - bin ein absoluter Sportmuffel!


    Das Immunsystem wird aber nicht nur durch äußere Dinge gestärkt sondern eine Stabilität bekommt ihr nur durch innere Kräfte auf die Reihe und da kommt die Seele (Psyche) mit ins Spiel..


    Wichtige Fragen:


    1. bin ich zu jeder Zeit im "Hier und Jetzt"? Sprich lebe ich bewußt in der Gegenwart oder schlage ich mich mit Problemen aus der Vergangenheit rum, die ich eh nicht mehr ändern kann, oder mit der Zukunft, die sowieso ganz anders kommt als man geplant hat..?


    2. führe ich Kopfgespräche? Wenn ja welche? Was belastet mich also derzeit besonders? Wie kann ich dieses Problem lösen? Wie mache ich mich frei?


    3. Hege ich irgendeinen Groll auf bestimmte Personen? Kann ich nicht diesen Groll in Verständnis umwandeln indem ich mir bewußt mache, dass auch diese Menschen eine Geschichte haben, dass auch diese Menschen Probleme etc haben und einfach auch aus einem bestimmten Grund so sind wie sie sind?


    4. Handle ich für mich oder immer nur für die anderen? Stehe ich zu mir? Hör ich auf meine innere Stimme und auf das was ich will?


    5. Weiß ich was ich will?


    6. Gebe ich immer anderen die Schuld für meine Situation? z.b. den Eltern, für das was ich jetzt bin? Oder dem Freund dass ich unglücklich bin? Den Ärzten, dem Staat, dem Nachbarn, dem Chef, dem Freund etc... ? Kann ich nicht die Verantwortung für mein Leben selbst in die Hand nehmen? Begreifen, dass ich ein freier Mensch bin und ich ALLES ändern kann, wenn ich nur will? Das jede Situation in der ich mich befinde, von mir selbst gewählt wurde, selbst wenn es mir manchmal im ersten Moment nicht ganz so bewußt ist? Dass man immer seine Laster selbst zu tragen hat und man an jeder Situation nie unbeteiligt ist?


    7. Wie schaut es mit meiner Sichtweise zu bestimmten Dingen aus? Sehe ich Probleme als Herausforderung oder als lästiges Beiwerk? Meinen es andere alle nur schlecht mit mir oder sehe ich nur die schlechten Seiten?


    8. Was nervt mich am meisten an anderen? Ist es nicht gerade diese Eigenschaft oder dieser Charakterzug den ich selber vom feinsten beherrsche? Ist nicht die Umwelt einfach nur der eigene Spiegel? Begegne ich den ganzen Tag lang nur grummelnden Menschen? - bin ich nicht selbst so? Oder lachen mich von allen Ecken fremde Menschen an?


    9. Beschäftige ich mich am liebsten mit den Problemen anderer? Ist das nicht eher Ablenkung von sich selbst?


    10. Bin ich offen für neues oder bin ich in mich selbst verkapselt und achte nur das was ich gelernt habe?


    11. Ist nicht alles Wissen relativ? Selbst die Wissenschaft berichtigt sich immer wieder neu.. - zwar ist jede Generation überzeugt JETZT endlich die ultimative Wahrheit gefunden zu haben, doch in 20 Jahren kann jede Theorie von heute schon wieder in einem ganz anderen Licht stehen! Die Frage lautet: Ist nicht jede Selbsterfahrung wertvoller als jedes angelernte Wissen? Verlasse ich mich auf alles was mich umgibt und irgendwer mal festgelegt hat oder wage ich zu hinterfragen und nicht alles zu glauben? In diese Sparte gehört auch: Sind Ärzte für mich DIE Götter in Weiß?


    12. Ist die Welt tatsächlich so wie wir sie gelernt haben? Kann es sein, dass meine Eltern mir vielleicht bestimmte Regeln und Ängste auferlegt haben, weil sie es nicht besser wußten oder weil sie es wiederum von ihren Eltern erfahren haben? Ist alles wirklich so schlimm wie wir es manchmal glauben?


    13. Habe ich Angst vor irgendwas? Selbst Kleinigkeiten.. Bestimmte Situationen wie über einen Steg laufen? Was kann passieren? Ich kann z.B. nass werden! Ist das schlimm?


    14. bin ich verkrampft? Wie ist mein derzeitiger Körperzustand? Bin ich irgendwo angespannt? Welche Körperteile sind betroffen? Warum tue ich das? Beschäftigt mich gerade was?


    15. Lebe ich mein Leben oder erledige ich es nur? (Liebe Grüße an dieser Stelle an Becky, von der ich die letzte Frage habe!)


    ich glaube diese Liste läßt sich noch um einiges erweitern, nur fällt mir im Moment nichts tragendes weiter ein.. Falls jemand von Euch weitere wichtige Fragen hat, dann her damit.. Die Frage ist aller Anfang!


    Auf jeden Fall ist es wichtig Euer Immunsystem erstmal auf körperlicher Ebene zu stärken bevor ihr an die geistige geht..! Oder ihr macht es gleichzeitig!!! Jedenfalls dürft ihr das körperliche nicht vergessen! Gesunde Ernährung und Sport ist echt wichtig! Das sage ich jetzt nicht nur zu Euch sondern auch zu mir! Muss mich da selbst immer wieder ein bisschen mehr disziplinieren und auf meinen Körper achten!


    Ansonsten was die Pflege angeht.. solltet ihr Euch nicht zu oft aber auch nicht zu wenig waschen.. 1 bis max. 2mal am Tag solltet ihr euch im Genitalbereich waschen.. Wichtig: nur mit Wasser! und am besten ohne Waschlappen, da sich dort viele Keime sammeln können.. ich selber wasche mich entweder gleich in der Badewanne oder indem ich mich über den Wannenrand setze und mich abdusche.. An Cremes und Salben solltet ihr möglichst nichts nehmen.., da das je nach Sensibilität Allergien hervorrufen kann.. Für den Anfang hat sich bei mir persönlich aber Wundsalbe mit Lebertran von Bübchen bewährt und Chanem hat gute Erfahrungen mit Vaseline, was sicherlich gleichermassen pflegt.. Mittlerweile brauch ich gar nichts mehr nehmen sondern bekomme alles ganz gut mit Bewußtwerdung und dem zufolge gestellten Fragen hin... Das alles klingt für Euch wahrscheinlich alles so unmöglich.. Aber es ist wie mit dem Garten von dem Chanem geredet hat.. Man muss einfach nur in einer Ecke anfangen und irgendwann läuft man durch ein Blumenmeer.. Doch auch dieses Blumenmeer muss gehegt, gepflegt und gesäubert werden und bedarf ständiger Arbeit doch auch Freude...

    @Kati (Katja)

    Ein sehr lesenswertes Buch über die Palmblätter heißt:


    "Das Geheimnis indischer Palmblattbibliotheken" von Thomas Ritter..


    Da stehen auch noch andere super interessante Infos drin, z.b. über andere Hochkulturen vor unserer Zeit.. etc..


    ganz liebe Grüße


    Andrea

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    Danke Andrea

    Vielen Dank an Dich, Andrea! Diese Auflistung der Fragen, die man sich stellen sollte, ist ganz super! Ich werde sie ausdrucken und mir Gedanken dazu machen. Momentan bin ich wie in einer Sackgasse und komme nicht weiter. Also ist mir Deine Orientierungshilfe viel wert.


    Was mich ein bisschen unsicher macht: Ängste habe ich tatsächlich. Aber wie werde ich sie los? Wie kann ich mir bewusst machen, dass ich eben keine Angst zu haben brauche? Genügt da, es sich einzureden? Ich glaube nicht. Man sollte doch vollkommen überzeugt sein. Aber was, wenn diese Überzeugung fehlt und Zweifel hartnäckig bestehen bleiben? Ich bin ein Mensch, der eigentlich nicht gut glauben kann, sondern immer harte Fakten braucht. Das macht vieles - auch spirituelles schwierig...


    Was ist wenn ich keine guten Gegenargumente gegen meine Ängste finde? Komme ich da je an ein Ziel?


    Es tut mir leid, dass ich hier soviel frage, aber ich habe das Gefühl, dass ich das tun darf.