@ andrea

    ich glaube, du hast schon ziemlich recht mit der verkrampfung! ich bin zwar noch nit annähernd so weit wie du, aber ich habe auch was an mir gefunden, was mich in meiner kindheit geprägt hat. ich habe noch 2 ältere geschwister. meine schwester ist 7 jahre älter. ich verstehe mich wirkich super mit ihr. sie ist mein ein und alles! allerdings war es schon immer so, dass sie "begabter" ist als ich. zumindest wurde mir das so indirekt eingeredet! meine eltern waren auch immer liebevoll zu mir. aber ich war halt immer zu klein für alles. typische sprüche waren halt immer, dass ich das sowieso nit könnte. naja und wenn ich es versucht hab, war ich mir so unsicher und aufgeregt, dass ich es dann auch meist wirklich nit hinbekommen hab. das fing bei kleinigkeiten wie tischdecken an. da hatte ich halt die falschen messer oder teller genommen etc.! ich glaube, wenn ich diese einstellung ablegen würde, könnte ich mehr, als ich denke! allerdings is das nit so einfach, mich aus dieser verkrampfung zu befreien! dieses verhalten hab ich auch jetzt noch oft bemerkt. es ist wie eine blockade im kopf... sobald ich was falsch mach, kommt wieder dieser gedanke: ich kann das halt nicht! ich weiß auch, dass meine eltern bzw. meine schwester das nit absichtlich gemacht haben. aber indirekt mach ihnen doch einen vorwurf, was falsch ist, aber schwer zu ändern!


    und zu der sache des abschweifens beim gv! ja das kenn ich auch. hab mich oft dabei erwischt, dass meine gedanken völlig woanders waren. es fiel/fällt mir schwer, mich direkt auf den "akt" zu konzentrieren! verkrampft man sich da automatisch, wenn man nicht richtig bei der sache ist??? ich habe mir aber auch oft gedanken gemacht, ob er mich in dem moment wirklich anziehend findet, da ich mit meinem körper nicht wirklich zufrieden bin (ein paar rundungen zu viel, wo sie nicht sein sollten)! er wär ja nit mit mir zusammen gewesen, wenn er mich nicht anziehend gefunden hätte (er hat mir auch oft gesagt, dass er mich sexy findet etc.), deshalb ist es rein objektiv betrachtet blödsinn, dass ich sowas denke, aber die gedanken sind einfach da. die gedanken resultierten aber wohl einfach aus angst. aber welche angst? angst denjenigen zu verlieren, angst ihm nicht zu gefallen, angst nicht so gut zu sein wie andere usw.?! setz ich vielleicht selbst zu hohe erwartungen an mich und verkrampf mich dadurch?

    Reagiert hier denn wirklich keiner mehr darauf, wenn man etwas medizinisches anspricht??


    Seit diesem Herpes verdacht von meiner Frauenärtin überlege ich, dass ich das wohl schon lange haben muss, und dass meine schmerzen daher kommen könnten. Immerhin sind meine Blasenschmerzen fast weg, seit ich die Tabletten dagegen nehme.


    Ich weiß auch nicht, ob das nun ein Herpes simplex Typ2 ist, oder ein herpes Zoster (Gürtelrose), denn im zusammenhang mit herpes zoster hab ich schon viel von neuralgien und chronischen schmerzen nach einer Infektion gehört.


    Interessiert sowas denn niemanden mehr hier?


    Vor 1 1/2 Jahren hab ich dieses Forum gefunden und fand es gut mich austauschen zu können, aber alle reden nur noch über selbsthilfebücher.


    Und ich hänge hier zu hause mit einer höllig wehtuenden Entzündung, was auch immer es ist, es ist keine rein neurologische sache, alles ist feuerrot und ich hoffe das es irgendwie wieder weggeht und überlege welcher zusammenhang zu meinen bisherigen problemen bestehen könnte.


    Vielleicht fällt auch einfach niemandem mer was dazu ein. Aber ich glaube ihr wollt über solche Themen einfach nicht mehr sprechen.


    Grüße

    @ michi13

    Ich hab mal einen Link reingestellt, was da genau passiert - mit Bildern. Es ist sinnvoll, wenn man genau solche roten Stellen hat, die extrem schmerzempfindlich sind. Die werden einfach rausgeschnitten und vernäht. Somit ist auch der Schmerz weg. Ich hatte aber lange keinen Pilz bzw. Blasenentzündung mehr. Die Schmerzen waren aber immer die gleichen. Mag schon sein, dass es ursprünglich von sowas ausgelöst wurde, aber wenns mal da ist will ichs einfach weghaben, egal von wo es kommt. Das war meine radikaltherapie und sie hat zu 100% gewirkt. Man bekommt ja eine Narkose und es spannt 2 Tage beim Sitzen, aber dann gehts sehr schnell. 6 Wochen kein Sex und kein Tampon... aber es hat genützt. Kann ich nur jedem empfehlen.


    Sandi

    @ wembley

    mh.. ich hab keine roten stellen, kann auch nit genau sage, wo es genau weh tut. is halt hauptsächlich beim sex und dann tut einfach alles weh. es brennt als ob jemand ein feuer entfacht hat und dann is es zwar rot, aber alles. nach ein paar tagen ohne gv reguliert es sich wieder und der schmerz hält sich in grenzen.


    meinst du, dann is eine op sinnvoll?

    @ barbara

    kenn mich mit herpes nit so wirklich aus, aber gehört hab ich davon. und gürtelrose hatte mal ne freundin von mir am hintern. sie meinte, dass das schmerzempfinden sich weit um die stelle gezogen hat und auch noch lange danach weh tat. es kam auch bei jeder stresssituation wieder. kann ja sein, dass das im intimbereich auch so is. sie hatte damals tabletten bekommen und bis jetzt gehts auch wieder... sie stärkt jetzt halt ihr immunsystem richtig. aber mehr weiß ich darüber auch nit.


    liebe grüße


    michi

    @Barbara

    Natürlich interessieren uns die mediziniscen Fragen, Barbara - es ist ja auch meine Theorie, daß man eines Tages den körperlichen Auslöser für unsere Schmerzen entdeckt. Ein Herpes scheint eine gute Erklärung zu sein, der taucht ja auch in Streßsituationen immer wieder auf. Aber den hat man dann für immer oder? Zumindest kann man gegen den an den Lippen nicht wirklich was machen. Die Frage die ich halt immer wieder stelle ist, warum war ich ursprünglich anfällig für solche Infekte. Aber ich fände es auch super wenn es für die Zeiten wo die Schmerzen aus irgendeiem Grund wieder auftauchen, etwas hätte, womit man sie in Grenzen halten kann.


    Die Frage ist nur, ob man sich dann nicht zu leicht ablenkt und denkt oh, paßt schon, muß ich mich nicht mehr damit auseinandersetzen. Denn da muß ich sagen, habe ich durch diese Schmerzen soviel an Einsicht, Gelassenheit und Selbstewußtsein gewonnen, daß ich sie im Nachhineien nicht mehr als meinen Feind betrachte.


    Aber ich weiß ich red mich leicht, weil ich seit Monaten (fast)schmerzfrei bin.

    @barbara

    ja ich weiß was du meinst und muß dir voll und ganz zustimmen.


    Als ich den Beitrag vor ein paar Monaten gefunden hab war ich auch total begeistert und hab jeden Tag mitgelesen. Aber in letzer Zeit bekommt man nicht mal mehr eine Antwort wenn man etwas von seinem Problem schreibt oder etwas wissen möchte was nichts mit psychischen Problemen zu tun hat. :°(


    Mit Herpes kenn ich mich leider auch nicht aus.

    Schön, dass ihr doch noch reagiert. Ich werde wohl heute nochmal hingehen, und notfalls auf ne bLutuntersuchung bestehen, um definitiv zu wissen, was ich hab.


    Wenn es herpes ist, kann der immer wieder ausbrechen. Aber man kann ihn mit tabletten unter kontrolle halten. wenn man das nicht tut, zieht sich sowas ewig hin.


    vielleicht war manches wundsein bei mir nur sich schleppende herpesinfektionen??? wer weiß es


    eigentlich kommt es mir komisch vor. Es passt zu nichts, was ich mir in den letzten monaten überlegt hab.


    Meine Frauenärtin sagt jedesmal sorgenvoll "sie sollten doch mal nach Berlin fahren..." Zu diesem Dr.Mendling der hier vor ewigkeiten auch mal genannt wurde.


    sie ist wohl auch überfordert damit, wenigstens versucht sie mir zu helfen.


    Liebe Grüße

    Bin für beides offen - psychisches und medizinisches

    Ich lese hier ja auch schon eine Ewigkeit mit und habe mich bisher hauptsächlich fürs Medizinische interessiert. Noch immer habe ich daran Interesse. Doch je länger, je mehr denke ich, dass die Psyche einen sehr grossen Einfluss hat. Grösser als ich bisher immer glalubte.


    Ich mache momentan eine Eigenblut-Therapie seit ca. 2 Monaten. Bisher hat sich noch nichts getan. Die Beschwerden sind wie immer. Manchmal schwächer, manchmal stärker. Ich werde aber sicher bis zu einem halben Jahr weitermachen und nicht vorher abbrechen, um wirklich herauszufinden, ob es was bringt oder nicht. Ich hoffe schon!


    Ausserdem werde ich mich aber nun mit den Buchtipps von Andrea und Chanem auseinandersetzen. Heute ist "Krankheit als Weg" bei mir eingetroffen.


    Was ich nicht verstehe: Wenn mich die Krankheit dazu zwingt, keinen Sex haben zu können oder nicht Radfahren zu können, was habe ich dann davon? Ich hatte nie ein Problem mit Sex (da bin ich mir ganz sicher) und ich bin z. B. auch nie übermässig geradelt, so dass mein Körper nun davon Abstand nehmen müsste.


    Andrea: Du sagst, dass ich mir das Schlimmste vorstellen soll, das in einer Situation eintreffen könnte und mir überlegen soll, ob ich denn damit nicht leben könnte. Wenn ich das nun mache und mir vorstelle, das z. B. meine Eltern sterben könnten, dann ist da ganz einfach Schmerz. Da ist dann nichts positives. Es gibt doch einfach Situationen, in denen das Schlimmste, wirklich echt schlimm für einen selber ist. Wenn ich mich vor einer Zurückweisung fürchte und die dann erhalte, ist das doch tatsächlich schlimm für mich und ich muss darüber hinweg kommen. Da gibt es dann nichts zu beschönigen. Wie siehst Du das?

    Schwierigkeitsgrad

    Zu lernen mit Zurückweisung anders umzugehen als darunter zu leiden ist ein relativ hoher Schwierigkeitsgrad, Samira. Ich weiß nicht ob du es mir schon glauben kannst. Aber wenn du genügend Selbstwert entwickelt hast, weißt du, daß der andere, der dich zurückweist, dir meistens vor allem was über sich selber erzählt. Wenn dir z.B. jemand vorwirft, daß du biestig bist (ist mir neulich passiert), weil du dich deine Meinung sagen traust, dann hast du ja für dich selber gelernt daß du das nicht bist. Dann kannst du schmunzeln und verstehen, daß der andere sauer ist, weil du dir etwas nicht gefallen hast lassen. Wenn du natürlich vorher jemand warst, der nie seinen Mund aufgemacht hat, dann kommen solche Reaktionen bestimmt. Die Leute sind halt gewöhnt daß du lieb und nett bist. Wenn du dann plötzlich sagst, nein das will ich nicht - dann sagen sie du bist biestig. Aber in meinem konkreten Fall war das jemand, der nun echt biestig ist *sehrschmunzle*.


    Wie gesagt, ich hab da jetzt auch fast zwei Jahre hart dran gearbeitet. Aber es gelingt mir immer öfter ruhig aber bestimmt meine Meinung zu sagen. (Keinesfalls immer - das wird für mich jetzt der nächste Schwierigkeitsgrad).


    Das ist übrigens auch hier im forum manchmal nicht einfach zu schreiben woran ich glaube - ich bin auch immer froh, daß Andrea mich unterstützt. Aber es ist auch eine gute Übung mit abwehrenden Reaktionen umzugehen.

    Scheint schwierig...

    Ich kann das mit der Zurückweisung nachvollziehen, Chanem. Aber ob ich es selbst leben könnte? Vielleicht irgendwann....


    Was aber ist, wenn ich mich in jemanden verliebe und er sich nicht in mich? Das ist auch eine Art vo Zurückweisung. (Ist bei mir nicht aktuell, doch es ist ein Beispiel.) Das tut doch einfach weh, oder nicht? Da muss man drüber hinweg kommen. Auch wenn man die eigene Balance gefunden hat. Ich will damit nur sagen, dass es doch trotzdem Dinge gibt, die man nicht völlig positiv aufnehmen kann. Man kann sehr wohl das beste daraus machen, aber man kann es halt nicht wirklich ins Positive wenden (Tod einer nahestehenden Person, unerwiederte Liebe oder ähliche Schicksalsschläge).


    Ich habe immer noch das Gefühl, dass manchmal das Schlimmste, was eintreffen könnte, tatsächlich schlimm ist. Die Kunst des Lebens ist es dann wohl, möglichst gut damit klar zu kommen. Täusche ich mich da? Verletzt Euch oder eine Person, die mit sich selbst im Reinen ist, denn gar nichts mehr? Das kann nicht sein. So eine Person fühlt doch trotzdem noch Schmerz und Enttäuschung, aber kann damit besser umgehen. So stelle ich mir das vor. Ich habe Mühe mit dem Gedanken, dass alles nur noch Friede, Freude, Eierkuchen ist, wenn man sich selbst gefunden hat.

    Liebe

    Natürlich tut es weh, wenn meine Liebe nicht erwidert wird. Aber die Frage ist, warum liebe ich einen Menschen, der mich nicht liebt??? Jeder Mensch, der mich in irgendeiner Form berührt - ob angenehm oder unangenehm, spiegelt mir etwas von mir selber. Wenn ich einen Menschen sehr liebe, liebe ich an ihm das, was ich selber bin oder wäre wenn ich mich das leben trauen würde. Es heißt nicht umsonst "Gegensätzen ziehen sich an". Wenn der andere mich nicht liebt wäre das eine gute Gelegenheit mal anzuschauen, was es denn ist, was ich an dem anderen so liebe? Und dann genau diese Qualitäten in mir zu entwickeln. Dann können nämlich zwei Sachen passieren: entweder ich entwickle mich so, daß der Mann für mich nicht mehr interessant ist und plötzlich der Mann auftaucht, der mich genauso liebt wie ich ihn. Oder aber ich bin für den Mann plötzlich unglaublich interessant und liebenswert und er liebt mich.


    Konkret: z.B. ist der Mann meiner Träume im Umgang mit anderen Menschen total locker und warmherzig, findet immer den richtigen Ton etc. Ich selber bin schüchtern und zurückhaltend, verliebe mich daher in diesen Mann, weil ich denke, er wird zu mir locker und warmherzig sein, mit mir immer den richtigen Ton finden. Nur ich bin all diese Sachen ihm gegenüber nicht. Weil ich es ja nicht kann. Was denkst du wird passieren? Kann diese Beziehung auf Dauer gut gehen? Kann sie überhaupt zustande kommen?


    Es ist auf jeden Fall sicher, daß ich den anderen nicht dazu bringen kann mich zu lieben und mir die Dinge zu ersetzen die ich nicht habe. Ich kann aber MICH selber dazu bringen diese Dinge zu lernen. Ich muß es nur wollen. Das ist wie beim PC: man kann das Programm "Ich will das" anklicken oder man sagen "ich kann das nicht". Mein Geist wird mir genau das liefern was ich angeklickt habe.


    Die Konzentration auf ein Ziel ist es, die mir Schritt für Schritt die nötigen Erkenntnisse oder Erfahrungen bringt. Man muß nur vorsichtig sein mit dem was man sich wünscht, es könnte ja wahr werden. Deshalb wird in pyschosomatischen Kliniken auch für jeden Patienten ein Bericht über den "Krankheitsgewinn" erstellt. Sprich, was braucht der Patient im normalen Alltag alles nicht tun, bzw. welchen Konflikten kann er dadurch ausweichen, daß er/sie ja "krank" ist. Wovor wird er/sie dadurch verschont?


    Das ist auch was, was man sich selber ehrlich beantworten muß: Wenn ich ganz gesund wäre, was könnte ich dann tun, bzw. was müßte ich dann tun? Womit müßte ich mich dann beschäftigen, was müßte ich erledigen?


    Das sind unangenehme Fragen - und die Stoppschilder für die, die noch nicht so weit sind. Die noch nicht genug gelitten haben. Denn da traut man sich erst ran, wenn der Leidensdruck absolut unerträglich geworden ist. Kann ich aus eigener Erfahrung so berichten.


    Irgendwann kommt man dann an den Punkt, wo man es gar nicht mehr so weit kommen läßt und schon was unternimmt, wenn das Leid noch nicht so groß ist.


    Und vielleicht kommt auch der Punkt wo man weder Leid noch Schmerz als Auslöser braucht um sich zu entwickeln - so wie die wirklich großen Frauen und Männer.


    Aber dahin kommen wohl nicht viele.