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    Es gibt aber auch eine ärztliche Schweigepflicht vor allem wenn die Patientin volljährig ist!!!

    Wenn man es mal aus der Sicht eines Menschen sieht, für den Sex vor der Ehe einer Todsünde gleich kommt – so, wie bei uns das Töten – und man dann noch stark davon ausgehen muss, dass besagte Ärztin zu diesen Menschen gehört, kann ich die Ängst der TE verstehen.


    Gesetze schön und gut, aber wenn ich in einem Land leben würde, in welchem Mord legal wäre und mein Patient mir davon quasi erzählt – ich weiß nicht, was ich tun würde.


    Ist sicherlich ein sehr drastischer Vergleich uns soll die TE keinesfalls (!!!) mit einer Mörderin gleichsetzen.


    Lediglich wird in manchen Religionen eben auch vorehelicher Sex – neben Dingen wie das Töten und Lügen – als Todsünde gesehen.


    Das muss man nicht verstehen.


    Von der TE aber zu erwarten, nun im Schlimmsten Fall für die Sache zu sterben, finde ich sehr viel verlangt:

    Zitat

    So haben wir noch 5 Generationen lang diese mittelalterlichen Denkweisen in den Köpfen, wenn nicht mal endlich jemand sagt, dass Schluss sein muss mit diesen unsinnigen frauenverachtenden religiösen Zwängen!

    Klar ist das Scheiße und das bestreitet hier bestimmt auch niemand, vermutlich nicht mal die TE.


    Sich aber mit allen Konsequenzen, die von absoluter Isolation (von der Familie) bis hin zum Tod führen können, gegen religiöse Zwänge zu wehren, das kann und will nun mal nicht jeder.


    Und ich finde es ziemlich unbedacht, eben das zu fordern.

    Zitat

    Na und? Deswegen ist es trotzdem keine liebevolle Familie. Liebevolle Eltern lieben ihre Kinder bedingungslos. Eltern, die ihre Kinder verstoßen, sind nicht liebevoll. Schon gar nicht, wenn das Kind niemandem einen Schaden zugefügt hat.

    So kann man das nicht unbedingt sehen, finde ich. Im Idealfall sollten Liebe und Toleranz Hand in Hand gehen, aber das ist eben der Idealfall.


    Früher oder später wird mit solchen Traditionen Schluss sein, das ist sicher.


    So wie in unseren Breitengraden die Inquisition ein Ende nahm, die (allgemeine) Hexenverfolgung, die Todesstrafe und das Ächten Homosexueller

    .


    Vor 200 Jahren wäre in Deutschland Sex vor der Ehe auch noch ein unsagbares Tabu gewesen.


    Ich denke, verschiedene Kulturen brauchen verschiedene Zeiträume, um zu einer gerechten – sofern man einen solchen Wert überhaupt objektiv bestimmen kann – Weltsicht zu gelangen. Und wir selbst sind davon noch meilenweit entfernt, weil es gar nicht so leicht ist, objektiv das Richtige zu tun. Wer sind wir, dass wir uns anmaßen, Recht von Unrecht zu unterscheiden?


    Ich bin mir sicher, dass die Eltern der TE sie lieben und subjektiv ist auch das, was sie von ihr verlangen, und das, womit sie sie bei Verstoß bestrafen werden, legitim.


    Ich denke, man sollte Liebe in dem Fall nicht mit Objektivität gleich setzen – so schön es wäre, wenn man das könnte.

    Zitat

    Ich finde es erschreckend, welches Appeasement hier betrieben wird.

    Ich glaube, das will hier niemand.


    Ich denke nur, dass (wie ich es definiere) Realismus der TE mehr hilft als Idealismus.

    Sie bekommt hier aber Ratschläge, die so klingen, als wäre das Verhalten der Familie in Ordnung.


    Ich finde das wirklich schlimm, wie hier jungen Frauen noch eingetrichtert wird, sie sollten diese ganze menschenverachtende Sch*** auch noch schlucken und brav mitmachen.


    Das ist soo heuchlerisch. Sie soll vorneherum die brave muslimische Tochter spielen und hintenrum mit allen Mitteln bescheißen? Wem genau ist damit geholfen außer irgendwelchen machtgeilen Familienoberhäuptern?


    Bis in welches Jahrhundert sollen die denn noch mit ihrem religiösen Wahnsinn durchkommen?

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    Bis in welches Jahrhundert sollen die denn noch mit ihrem religiösen Wahnsinn durchkommen?

    Wenn man der Politik glaubt, müssen wir uns ja an diese eingewanderte Religion anpassen. Sankt Martin wurde ja schon abgeschafft.

    Zitat

    Früher oder später wird mit solchen Traditionen Schluss sein, das ist sicher.

    Wie kannst dir da so sicher sein? Wer sagt denn, dass es immer nach vorne gehen muss?

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    Ich denke, verschiedene Kulturen brauchen verschiedene Zeiträume, um zu einer gerechten – sofern man einen solchen Wert überhaupt objektiv bestimmen kann – Weltsicht zu gelangen.

    Und manche Kulturen haben sich überhaupt oder kaum verändert. Siehe verschiedene Naturvölker.

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    Und wir selbst sind davon noch meilenweit entfernt, weil es gar nicht so leicht ist, objektiv das Richtige zu tun. Wer sind wir, dass wir uns anmaßen, Recht von Unrecht zu unterscheiden?

    Eine Letztbegründung gibt es nicht. Nicht einmal für die Rationalität. Es hat sich aber gezeigt, dass es für Frau und Mann ganz nett ist, wenn die Frau nicht wie scheiße behandelt wird.

    Ich verstehe deinen Ärger.

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    Sie bekommt hier aber Ratschläge, die so klingen, als wäre das Verhalten der Familie in Ordnung.

    Ich kann hier nur für mich sprechen, aber ich denke, dass niemand diesen Eindruck erwecken wollte.


    Natürlich ist es nach westlichen Maßstäben nicht in Ordnung, aber es ist nun mal eine andere Kultur.

    Zitat

    Ich finde das wirklich schlimm, wie hier jungen Frauen noch eingetrichtert wird, sie sollten diese ganze menschenverachtende Sch*** auch noch schlucken und brav mitmachen.

    Hm... ich glaube auch, dass es darum nicht geht, zumindest den Allerwenigsten.


    Es ist eben eine Frage der Prioritäten.


    Die TE hat zum Ausdruck gebracht, dass ihre Priorität darin liegt, den Kontakt zu ihrer Familie zu halten.


    Manch einer wählt die Freiheit der großen Welt, ein anderer die Sicherheit und Geborgenheit der Familie.


    Ich denke, man sollte ihren Wunsch respektieren.


    Natürlich kann und sollte man ihr auch Alternativen aufzeigen, die ihr Freiheit schenken, aber ich finde es genauso richtig, ihr das Recht und damit die Freiheit der Entscheidung zu überlassen, sich für die Sicherheit zu entscheiden und ihr auch für diesen Weg Möglichkeiten aufzuzeigen.

    Zitat

    Das ist soo heuchlerisch. Sie soll vorneherum die brave muslimische Tochter spielen und hintenrum mit allen Mitteln bescheißen? Wem genau ist damit geholfen außer irgendwelchen machtgeilen Familienoberhäuptern?

    Ihr.


    Sofern es ihr eben lieber ist, ihre Familie und eine gewissen Freiheit durchs Lügen zu haben, als tatsächliche Freiheit und ihre Familie dann los zu sein.

    Zitat

    Bis in welches Jahrhundert sollen die denn noch mit ihrem religiösen Wahnsinn durchkommen?

    Bis in welches Jahrhundert werden wir so doof sein eine Partei wie die CDU an die Macht zu wählen, die Homosexuelle diskriminiert?


    Alle Toleranz braucht ihre Zeit, zu wachsen.

    Zitat

    Sie soll vorneherum die brave muslimische Tochter spielen und hintenrum mit allen Mitteln bescheißen?

    Nein, soll sie nicht aber es wird ihr wohl nichts anderes übrigbleiben, wenn es nicht zu wie auch immer gearteten Konsequenzen seitens der Eltern kommen soll....und Konsequenzen scheinen das Letzte zu sein, was die TE will.

    Gedankengeflechte:

    Zitat

    Wie kannst dir da so sicher sein? Wer sagt denn, dass es immer nach vorne gehen muss?

    Hm... vielleicht klingt das albern, aber es ist einfach ein Bauchgefühl.


    Außerdem zeichnet sich diese Entwicklung ab.


    Als Beispiel:


    http://de.wikipedia.org/wiki/H…C3%A4t_in_der_T%C3%BCrkei


    "Die homosexuelle Szene in der Türkei ist in den Großstädten seit 20 Jahren stark in die Öffentlichkeit getreten."

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    Und manche Kulturen haben sich überhaupt oder kaum verändert. Siehe verschiedene Naturvölker.

    Ja, aber Naturvölker haben auch nicht die selben Möglichkeiten, wie wir, sich zu informieren (Zeitungen, Internet...)

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    Eine Letztbegründung gibt es nicht. Nicht einmal für die Rationalität. Es hat sich aber gezeigt, dass es für Frau und Mann ganz nett ist, wenn die Frau nicht wie scheiße behandelt wird.

    Findest du, finde ich. Ob das ein (weltweiter) Trend ist, wird die Zeit zeigen.

    Suseelchen

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    Vor 200 Jahren wäre in Deutschland Sex vor der Ehe auch noch ein unsagbares Tabu gewesen.

    Das ist doch kompletter Unsinn.


    Vor-, außer- und unehelichen Sex hat es immer gegeben (das kann Dir jeder Historiker belegen) , aber es wurde nicht darüber gesprochen und galt in den Familien als Sünde – so wie in der Familie der TE heute noch. (Merkst Du etwas?)

    Ok, du hast Recht, Suseelchen, mit dem was du schreibst.


    Ich frage mich nur, ob man davon ausgehen kann, dass die TE wirklich eine freie Entscheidung treffen kann, nachdem sie in dieser Familie mit diesen Wertevorstellungen aufgewachsen ist.


    Ich kann für mich nur sagen, ich wäre mit 19 und Arbeit schon längst dort ausgezogen und würde mit meinem Freund machen, was immer ich will. Aber das KANN die TE gar nicht, weil sie in ihrem unsichtbaren Gefängnis sitzt. In dem sie auch bleiben möchte.

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    Das ist doch kompletter Unsinn.


    Vor-, außer- und unehelichen Sex hat es immer gegeben (das kann Dir jeder Historiker belegen) , aber es wurde nicht darüber gesprochen und galt in den Familien als Sünde – so wie in der Familie der TE heute noch. (Merkst Du etwas?)

    Hallo mariposa,


    schön, dich kennen zu lernen :-) .


    Merkst du, dass dein Tonfall absolut unangebracht ist?


    Auf jeden Fall ist das nicht "Kompletter Unsinn", sondern Fakt.


    Und was du beschrieben ist absolut identisch mit meiner Aussage:

    Zitat

    Vor 200 Jahren wäre in Deutschland Sex vor der Ehe auch noch ein unsagbares Tabu gewesen.

    unsagbar = un-sagbar = man redete nicht darüber =

    Zitat

    es wurde nicht darüber gesprochen

    Tabu = Verbot = Sünde =

    Zitat

    (es) galt in den Familien als Sünde

    Merkst du etwas?


    Bei weiteren, sachlichen Fragen stehe ich gerne zur Vefügung :-) .

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    Ich frage mich nur, ob man davon ausgehen kann, dass die TE wirklich eine freie Entscheidung treffen kann, nachdem sie in dieser Familie mit diesen Wertevorstellungen aufgewachsen ist.

    Das ist eine wirklich gut Frage. Ich würde sagen: Natürlich kann sie es, aber ihre Familie wird sie dafür einen gewissen Preis zahlen lassen.


    Und ob sie bereit ist, diesen Preis zu zahlen, was ihr eben mehr wert ist – ihre (absolute) Freiheit oder das Verbleiben im Familienverband – das kann nur sie entscheiden.


    Jetzt kann man sich natürlich darüber streiten, ob das, was ihre Familie macht, Erpressung ist.


    Aber Liebe ist oft nicht rational und wenn die TE ihre Familie trotzdem liebt oder es nicht als Erpressung wahrnimmt, dann ist das so.

    Zitat

    Ich kann für mich nur sagen, ich wäre mit 19 und Arbeit schon längst dort ausgezogen und würde mit meinem Freund machen, was immer ich will. Aber das KANN die TE gar nicht, weil sie in ihrem unsichtbaren Gefängnis sitzt. In dem sie auch bleiben möchte.

    Ich auch, ich auch.


    Aber ich denke eben... in gewissen Bereichen sitzen wir alle in unseren unsichtbaren Gefängnissen. Und seien es die lästigen Verwandtenbesuche bei Onkel Dieter, der einem immer erzählt, dass man sein Leben nicht auf die Reihe kriegt.


    Ich glaube, die wenigsten Menschen schaffen es, sich vollständig aus solchen Zwängen zu lösen, dafür ist unser Bedürfnis nach Geborgenheit, Familie und Sicherheit zu sehr in uns Menschen verankert.


    Deswegen gibt es ja auch leider so viele Leute, die sich erst sehr spät oder gar nie von ihrer Familie distanzieren, die sie emotional/seelisch oder körperlich misshandelt.


    Selbst wenn sie ihren 18. Geburtstag schon lange hinter sich haben.


    An dieser Stelle möchte ich allen Menschen Kraft wünschen, die sich in einer solch misslichen Lage befinden, die für sie richtige Entscheidung zu treffen :)* .


    Es ist verdammt hart!


    Das weiß ich aus eigener, schmerzlicher Erfahrung.

    Gunter Ganther

    Zitat

    So ein Stuss!


    Möchtest du konvertieren?

    Habe das Gefühl, Du hast nicht verstanden, dass ich versucht habe, eine andere Denkweise darzulegen, keinesfalls ist dies meine Meinung. Verstehe von daher Deinen abfälligen und arroganten Beitrag nicht. Muss ich aber vielleicht auch nicht.

    Was mir noch einfällt:

    Zitat

    Deswegen gibt es ja auch leider so viele Leute, die sich erst sehr spät oder gar nie von ihrer Familie distanzieren, die sie emotional/seelisch oder körperlich misshandelt.

    Das war zum Beispiel vor 50 Jahren in Deutschland noch kein gesellschaftlich anerkannter Grund, sich von seiner Familie zu distanzieren.


    Und das Gesetz, dass Kindesmisshandlung verboten ist, gibt es glaube ich auch erst seit dem Jahr 2000?


    Auf jeden Fall frühestens seit den 90ern.


    Ich habe einfach die Hoffnung, dass die Gerechtigkeit, die in ihrer einfachsten Formel laut,

    Zitat

    "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu."

    irgendwann dafür sorgen wird, dass alle Menschen, Frauen wie Männer wie Intersexuelle, Heteros wie Homos wie Bis, Schwarze wie Weiße wie Asiaten, Behinderte wie Gesunde, die gleichen Rechte, Pflichten und Möglichkeiten haben werde.


    Ich hoffe, dass Ländergrenzen irgendwann keine Bedeutung haben werden, dass Geschlechter keine Rolle mehr spielen werden, dass jeder alles sein darf, was er will und wovon er nie zu träumen gewagt hätte.


    "I have a dream..." oder so :-D


    Aber das braucht eben Zeit und das darf man nicht vergessen.


    Aber ich glaube auch und es ist mein tiefstes Empfinden, dass wir auf dem richtigen Weg sind o:) .