Corazon hat völlig Recht!

    @ Seanet7or:

    Interessant, dass du dich als Mann so gut damit auskennst und ein so großes Interesse daran hast, dass alle Frauen auch ja zum Frauenarzt gehen. Einen Mann hat das meiner Meinung nach nicht zu interessieren. Und nein, ich denke nicht drüber nach, zum Frauenarzt zu gehen, deine Bemühungen waren also umsonst.


    Ich finde dieses ganze Gerede über irgendwelche Krankheiten sowieso übertrieben. Man kann sich auch selber verrückt machen.

    Ich verstehe das auch nicht ??? Man sollte sich selbst überprüfen an der Brust wegen eventuellen Knoten, aber wieso sollte jede Frau 1x jährlich zum Frauenarzt, Männer sehen aber selten einen Urologen von innen? :=o Finde ich ehrlich gesagt unverständlich!


    Will deine Freundin denn, dass du ihr hilft und du dich da einmischt? Wenn du zu taktlos und unsensibel an das Thema ran gehst, kannst du sie eher noch verschrecken oder unter Druck setzen, was wohl gegenteilig wäre und die Situation nur noch verschlimmert..

    Zitat

    Männer sehen aber selten einen Urologen von innen?

    Also ich hab noch nie nen Urologen von innen gesehen! ;-D;-D;-D ??Ich weiß, doofer Witz, aber ich konnt ihn mir nicht verkneifen!??


    In einer urologischen Praxis war ich dagegen schon. Aber erst, als ich Beschwerden hatte. Warum sollte ich das beim FA anders handhaben?

    Zitat

    Oder soll ein Mann vielleicht auch gleich jedes Jahr zum Urologen flitzen, weil er ja Prostata-Krebs bekommen könnte? (Was

    Ja, auch für Männer gibt es ab einer Altersgrenze (im gegensatz zum Gebärmuttehalskrebs ist das Prostata CA statistisch eine Erkrankung des mittleren bis höheren Alters. Eine pathologische Unteersuchung hat ergeben, dass etwa 50% (!) aller männlichen Leichen >80 Jahre ein Postata CA haben, von denen aber viele bis zum Tod sehr klein und asymptomatisch bleiben) von 45-50 Jahren eine jährliche Postata CA Vosorgeuntersuchung. Auch hier gilt: Wenn man es früh erkennt, kann man es oftmals ohne Nervenschäden entfernen. Je Fortgeschrittener das Stadium desto größer werden die Schäden, die die Entfernung mitsich bringt. Ich bin noch nicht so alt, aber ich werde ganz sicher diese Vosorgeuntersuchung machen lassen.

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    Interessant, dass du dich als Mann so gut damit auskennst und ein so großes Interesse daran hast, dass alle Frauen auch ja zum Frauenarzt gehen. Einen Mann hat das meiner Meinung nach nicht zu interessieren. Und nein, ich denke nicht drüber nach, zum Frauenarzt zu gehen, deine Bemühungen waren also umsonst.

    Es wäre schlimm, wenn ich das nicht wüsste (es hat aber nichts damit zu tun, dass ich ein Mann bin). Mein Interesse liegt auch eher beruflicher denn persönlicher Natur. Zudem bin ich auch dafür, dass ein Diabetiker regelmäßig zu seinem Diabetologen geht, dass ein Krebspatient regelmäßig zur Nachsorge geht oder ein Schliddrüsenpatient regelmäßig seine SD-Parameter überprüft. Ich bin ein Präventionsfan (aber nur dort, wo die Prävention nachgewiesen auch etwas bringt) da hie erstens die Gesundheit erhalten wird und zweits hier auch eine Möglichkeit besteht im maroden Gesundheitssystem Geld zu sparen. Stellt man die Kosten für einen Abstrich mit PAP-Färbung und histologischer Diagnostik und ggf. einer Ausschabung den Kosten gegenüber, die eine Krebsdiagnose samt Behandlung und Nachbehandlung mit sich bingt, kann man lange Vorsorge betreiben.


    Es ging mir auch nicht so sehr um dich, sondern um andere Frauen, die sich vielleicht unsicher sind und vllt. von deinen Postings beeinflussen lassen. Mir geht es nur darum Vor- und Nachteile zu beleuchten, dass sich jeder selbst ein Bild machen kann.


    Wir leben in Deutschland, hier kann selbst Entscheiden, was mit dem eigenen Körper passiert. Das sollte aber nicht aufgrund von Einzelfällen und Vermutungen passieren.


    Gruß

    Zitat

    In einer urologischen Praxis war ich dagegen schon. Aber erst, als ich Beschwerden hatte.

    Da deine Erkrankung wahrscheinlich eine war, für die es keine Vorsorgeuntersuchung gibt oder die Kosten der Vosorge die der Behanldung bei guter Behandlungsmöglichkeit übersteigt ?


    Gruß

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    Hmm...


    ich finde es immer wieder seltsam wenn jemand schreibt, dass er/sie alleine über sich bestimmt und nicht mal der Partner sich einmischen darf! Für mich selber ist es selbstverständlich, dass ich mit meinem Mann auch meine Entscheidungen teile, weil er auch mit meinen Entscheidungen leben muss und ich mit seinen Entscheidungen...also fällen wir unsere Entscheidungen gemeinsam! Ich mische mich in sein Leben ein und er mischt sich in mein Leben ein...schließlich ist es unser gemeinsames Eheleben!


    Mit einmischen ist gemeint, dass ich Einfluß auf ihn nehme, wenn ich der Meinung bin, dass er nicht vernünftig genug reagiert... ich zeige ihm seine Fehler auf und er meine! Ich verbiete ihm nichts, er verbietet mir nichts.


    Keiner schreibt dem anderen irgendetwas vor. Aber jeder sagt trotzdem seine Meinung!


    Ich hab immer Probleme damit, wenn jemand schreibt "Mein Mann hat sich da nicht einzumischen!"


    Was ist so schlimm daran, wenn sich der Partner sorgen oder generell Gedanken um einen macht... und einen auffordert zum Arzt zu gehen.


    Ich selber wollte auch nicht zum Arzt gehen, weil ich ein ungutes Gefühl hatte... hatte aber Beschwerden!


    Bis meine Beschwerden zu schlimm wurden und ich hingehen musste! Mein Mann hat Monate lang gesagt: ICh pass auch die kleinen auf, mach dir doch keinen Kopf, geh lieber zum Arzt!!!


    Ich meinte immer: NÖ nö... geht schon! brauch ich nicht! Wird schon nichts sein!


    Letztendlich wurde mir per Abschabung ein Gebärmutterpolyp entfernt.


    Hätte ich nur früher auf meinen Mann gehört, hätte ich mir 3 Monate Schmerzen erspart!


    :-)


    Was diesen speziellen Fall hier in diesem Faden angeht...


    ich würde an der Stelle des Fadeneröffners ihr anbieten mit zu einem anderen Frauenarzt zu gehen, so hinstellen, dass man zwar nicht hinsehen kann...aber zumindest Handhalten, ihr bestehen, bei ihr sein!


    Vielleicht eine weibliche Frauenärztin suchen?


    Irgendwas muss passiert sein, dass sie sich weder von dir noch von einem Arzt dort anfassen lassen möchte.


    Missbrauch, Fremdgehen, eine schwere Geburt mit Rissen etc. irgendwas ist los!


    Die Frage ist eben, wie kann man ihr helfen?

    Zitat

    Die Gesundheitsvorsorge und die Arztbesuche meines Partners sind wohl das Letzte, was mich in unserer Beziehung interessiert.

    Dir kann dein Partner aber nicht sehr am Herzen liegen, wenn seine Gesundheitsvorsorge das Letzte ist, was dich interessiert.


    Ich persönlich habe meinen Partner vor 2 Jahren jedenfalls auch zu Arzt gedrängelt, weil er sehr viele Leberflecke hatte, die er noch nie untersuchen hat lassen, die mir aber extrem verdächtig aussahen. Das Ende vom Lied: 4 Stück mussten auf einmal rausgemacht werden - und der Dermatologe ist kein profilaktischer Schnibbler. Ich gehe selbst zu ihm und wenn es geht, lässt er Muttermale lieber da wo sie sind.


    Hätte ich ihn nicht dahin genötigt, immer wieder gedrängelt, dann hätt er jetzt das Melanom vermutlich schon wortwörtlich an der Backe!


    Ich find es absolut legitim sich um die Gesundheit seines Partners zu sorgen.


    Die Freundin des TE verhält sich auf einmal eigenartig, sie lehnt Dinge ab, die sie vorher gut fand. Sie hat panische Angst vor dem Arztbesuch - tut mir leid, das finde ich schon etwas, worüber man sich Gedanken machen kann.


    Wenn seine Freundin auf einmal Schmerzen beim GV hat und total empfindlich ist, finde ich es extrem löblich, wenn sich Braun Gedanken darum macht!


    Und "unerträgliche Schmerzen" sind einfach nicht normal bei einer gynäkologischen Untersuchung. Klar, das ist nicht das Angenehmste auf der Welt und doof ist es auch da nackert rumzuliegen, aber panische Angst und unerträgliche Schmerzen übersteigen in meinen Augen bei Weitem das, was ich noch unter einer normalen Reaktion zusammenfasse!

    Ich nochmal...


    allgemein: Krebsvorsorge steht erst ab 20 auf dem "Stundenplan" und die Frau um die es hier geht, ist noch nicht 20


    Braun: du schriebst von "zwingen" Vielleicht hast du auch nur eine blöde Wortwahl gewählt. Aber ich hab mich dran "aufgehängt" - wenn deine Frau Schmerzen oder Probleme hat soll ihr natürlich geholfen werden !


    LG Silbermondauge

    Zitat

    allgemein: Krebsvorsorge steht erst ab 20 auf dem "Stundenplan" und die Frau um die es hier geht, ist noch nicht 20

    Sollte sie hormonelle Verhütungsmittel einnehmen (was wir nicht wissen), sollte sie auch unabhängig von der ab 20 zur Vorsorge gehen!

    Zitat

    Sollte sie hormonelle Verhütungsmittel einnehmen (was wir nicht wissen), sollte sie auch unabhängig von der ab 20 zur Vorsorge gehen!

    Das wird auch nur in D so gehandhabt. Es sterben deshalb in den Niederlanden nicht mehr Frauen jung, dort gibt es aber eine wesentlich niedrigere Schwangerschaftsabbruchrate.

    Also hier gehen die Meinungen ja ganz schön auseinander.


    Ich könnte schon nen Schreikrampf bekommen, wenn ich lesen muss, dass sich der Partner nicht einmischen darf, wenn es um die Gesundheit seines/ihres Partners geht. Ich finde, wenn man jemanden wirklich liebt, dann interessiert man sich doch ganz automatisch für den Partner, vorallem wenn es um die Gesundheit geht... Schließlich möchten wir doch, dass es unserem Partner gut geht und er/sie nicht schlimm erkrankt.


    Für mich wäre es unverzeihlich, wenn mein Partner Probleme mit der Gesundheit hätte, Angst hat zum Arzt zu gehen und es sich dann herausstellt, er hat ne schlimme Krankheit und weil es nicht früher erkannt wurde, stehen die Heilungschancen dementsprechend schlecht... und ich hätte nicht versucht ihm zum Arzt zu schleppen. So was ist doch unverantwortlich. Vorsorge ist doch besser als Nachsehen... denn wenn hier jemand schreibt, dass sie zum Frauenarzt geht, wenn sie Probleme hat, dann kann´s auch schon zu spät sein. Denn meist merkt man es erst, wenn´s schon zu spät ist. Ihr könnt ja schlecht selbst rein schauen. Und tastet ihr auch regelmäßig eure Brüste ab? Auch so wie es sein soll??? Ich glaube es nicht, wenn ich ehrlich bin. Und wie hier schon geschrieben wurde, sollt ihr dann nicht rumjammern. Selbst Schuld würde es dann wohl auch gut treffen.


    Auf jeden Fall geht es hier ja darum, dass sich jemand Sorgen um seine Frau macht und ich finde es echt respektabel, dass es solche Menschen noch gibt, denen das Wohl seines Partners und seiner Mitmenschen sehr am Herzen liegt. Hier sollte ihm auch geholfen werden, ihm mit Rat zur Seite stehen und ihm nicht vorwerfen, dass er sich daraus zu halten hat, weil es ihm nicht zu interessieren hat, was seine Frau für (gesundheitliche) Probleme hat. Sorry, aber ihr seit wahrscheinlich entweder nicht reif für ne Beziehung oder was weiß ich... Na mir kann´s auch egal sein. bin nur froh, dass sich meine Familie und meine Freunde schon für einander interessieren...


    Und ich gebe ihm den Rat, "Hör nicht auf so'nen Schwachsinn! Versuch mit Deiner Frau nochmal zu sprechen und die Beratungsstelle von ProFamilia aufzusuchen".

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    Sorry, aber ihr seit wahrscheinlich entweder nicht reif für ne Beziehung oder was weiß ich.

    Also, ich bin seit 26 Jahren verheiratet.:=o

    Zitat

    Und tastet ihr auch regelmäßig eure Brüste ab?

    Nee, denn auch das ist Quatsch. Genau so ein Quatsch ist es, wenn der Arzt sie abtastet.


    Ich hatte vor 4 Jahren massive Probleme mit der Brust, aber noch nicht einmal die Mammografie war verwertbar. Tja, auch das gibt es. Und, vielleicht bin ich durch diese sache ein gebranntes Kind. Aber, mir braucht keiner mehr zu erzählen, dass Frauenarztbesuche was bringen.

    Es kann doch nicht wahr sein, dass Frausein alleine schon als Krankheit angesehen wird und blutjunge Mädchen zum FA geschleift werden, nur, um zu gucken, ob da alles in Ordnung ist.


    Bei Jungen und Männern denkt so keiner.


    Wenn dem TE nun plötzlich der Blow Job seiner Freundin nicht mehr gefällt, weil sein Pillermann auf einemal empfindlicher ist, würde die Freundin auf die Idee kommen, ihn zum Urologen zu zwingen???

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    Zitat

    Wenn dem TE nun plötzlich der Blow Job seiner Freundin nicht mehr gefällt, weil sein Pillermann auf einemal empfindlicher ist, würde die Freundin auf die Idee kommen, ihn zum Urologen zu zwingen ???

    Also findest du es eine normale und gesunde Reaktion wenn eine 20jährige hysterisch weint, weil sie nicht zum Frauenarzt möchte? Und findest du es auch normal, dass man bei einer gynäkologischen Untersuchung unglaubliche Schmerzen hat?

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    Hier eine interessante Stellungnahme von Ingrid Mühlhauser (Fachärztin für Innere Medizin und Professorin an der Universität Hamburg) zum Thema Früherkennung:


    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,620118,00.html

    äh, hallo? es steht doch fest, dass sie schmerzen hat. also wäre spätestens jetzt ein besuch angeraten, oder?


    ich versteh echt nicht wie viele von euch denken. die gesundheit meines partners geht mich wohl was an, ebenso umgekehrt. er ist mir doch was wert und ich will, dass es ihm gut geht.


    und was dir krebsfrüherkennung betrifft: sie hat 2 frauen in meiner familie das leben gerettet. so viel dazu. zudem gibt es bis 25 alles umsonst. mein arzt macht sogar mehr als er muss und schenkt seinen patientinnen den einen oder anderen ultraschall, den man sonst als igel zahlen müsste....