Antibiotika gegen Zwischenblutungen?

    Hallöchen zusammen,


    ich war heute beim Frauenarzt, da ich durch die Cerazette ständig Zwischenblutungen habe. Schon vor der Untersuchung meinte er, er würde mir ein Antibiotikum(Doxycyclin) dagegen geben - das machte mich schon leicht stutzig. Auch nach der Untersuchung war er noch der selben Meinung. Er meinte, das sollte die Blutungen stoppen, zusätzlich soll in noch eine Woche mit der Pille aussetzen. Nun frage ich mit aber was das Antibiotikum bewirken soll, da dies doch eher für Infektionen und Geschlechtskrankheiten verwendet wird. Während der Untersuchung war allerdings keine Rede von einer dieser Krankheiten und ich gehe auch nicht davon aus Geschlechtskrankheiten zu haben.


    Im Internet habe ich keinen Hinweis gefunden, das Antibiotika helfen kann Zwischenblutungen zu stoppen, nur dass es diese auslöst. Kann mir jemand sagen, was Antibiotika in diesem Fall bewirken soll? Ich zier mich ein wenig das grundlos zu nehmen.


    Liebe Grüße,


    Sn

  • 20 Antworten

    Davon habe ich ehrlich gesagt auch noch nie gehört! Antibiotika gibt man gegen bakterielle Infektionen, aber bei Zwischenblutungen? :(v


    Ich nehme die Cerazette ebenfalls seit 2 Jahren; habe immer wieder Phasen mit Zwischenblutungen. Meine Gyn sagte, es gäbe noch ein etwas höher dosiertes Präparat. Oder wirklich mal Pause machen, abbluten lassen und neu starten. Und wichtig auch: Täglich möglichst genau zur selben Zeit nehmen.

    https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2014/daz-14-2014/strategien-gegen-zwischenblutungen-und-libidoverlust


    Hier steht gut erklärt, warum dein Arzt dir Doxycyclin verschrieben hat. Das hat etwas mit der Hemmung der Matrix-Metalloproteinasen zu tun. Das Antibiotikum wird also quasi zweckentfremdet.

    Das heißt jetzt aber doch, dass man den Teufel mit dem Beelzebub austreibt, oder nicht? Will heißen, statt das Präparat abzusetzen, was die Nebenwirkungen auslöst, bekämpft man das mit einem zweiten Präparat, was mindestens genausostarke Nebenwirkungen hat? Boah.

    Naja, wir wissen jetzt ja nicht, warum die TE diese Pille nimmt. Manchmal hat die ja auch therapeutischen Zweck, wie beispielsweise bei Endometriose oder einer bestimmten Art der Migräne. Oder sie hat schon viel probiert und verträgt nur diese.


    Aber du hast natürlich recht: Eigentlich wäre es der elegantere Weg, das Präparat abzusetzen oder zumindest auszutauschen (sofern das überhaupt Sinn macht).


    Mir war jetzt eigentlich auch nur daran gelegen, aufzuklären, warum das Doxy da schon zweckmäßig ist ;-).

    @ gauloise:

    Ich nehme die cerazette bspw. aus medizinischen Gründen. Habe sehr sehr lange eine Kombi-Pille genommen, nach wiederholtem Absetzen wg. OP's nicht mehr vertragen (Übelkeit, nicht mehr und nicht weniger). Dann Spirale, dann jahrelang ohne alles. Dann endgültig die Diagnose Endometriose, Entfernung div. Herde im Bauchraum. Seither Cerazette, weil eine Kombipille im Langzeitzyklus (was eine Alternative wäre und unproblematischer bzgl. Zwischenblutungen, so die Erfahrung meiner Gyn) wg. Alter und Migräne ausscheidet. Plus meine Verträglichkeitsprobleme.


    Also bleibt nur die Cerazette. Meine Gyn spach ja auch an, dass es ein höherdosiertes Präparat gäbe (= weniger Zwischenblutungen), aber sie damit auch häufiger Nebenwirkungen erlebe. Unser gemeinsames Fazit daher: Ich toleriere die Schmierblutungen (meist alle 3-4 monate für ca. 3 Wochen) und wir experimentieren nicht unnötig. Weil es sonst mit der Cerazette gut funktioniert (keine weiteren Nebenwirkungen).

    Vielen Dank für den Link! :)


    Mein Wunsch war es eigentlich auch die Pille zu wechseln, da wurde ich aber mit großen Augen angeschaut und gemeint er wüsste nicht welche andere er mir geben sollte. Was ist auch recht komisch fand, denn es muss doch irgendeine Alternative geben.


    Ich wechselte nur Cerazette nur weil ich manchmal Migräne habe und unter diesem Gesichtspunkt wollte er mir keine andere geben. Gibt es denn eine Alternative?

    Ich nehme seit vielen Jahren die Cerazette (bzw. inzwischen ein günstigeres Ersatzpräparat) und hatte vom ersten Tag an zum Glück keine Zwischenblutung.


    Wenn die Zwischenblutungen nach dem Antibiotikum aufhören, ist es gut. Aber was, wenn nicht?

    Ja, hat sie. Aber ich habe die Erfahrung gemacht (Urlaub, späteres ins Bett gehen), dass sich bei mir die Zwischenblutungen häufen, wenn ich öfter mehr als 3-4 Stunden abweiche... Bei 5-6 Stunden ist 36 Stunden später eine Schmierblutung da.

    Zitat

    Ich wechselte nur Cerazette nur weil ich manchmal Migräne habe und unter diesem Gesichtspunkt wollte er mir keine andere geben.

    Nein, außer Du gehst ein höheres Risiko ein. Vernünftiger Arzt!

    Es gibt kein höher dosiertes Präparat...


    Es gibt nur zwei Minipillen. Die mit Levornorgestrel und die mit Desogestrel.


    Die mit LNG sind noch instabiler. Zur Cerazette/Generika gibts keine orale Alternative.


    Eine Hormonspirale oder das Implanon könnten stabiler sein, eine Garantie gibts aber nicht.


    Am besten einfach Absetzen. Dann hat man keine Nebenwirkungen.


    Ich kanns wirklich nur bei Endometriose verstehen. Bei allen anderen Krankheiten gibts genug Alternativen zur Pille und zu Hormonen.

    Hallo nochmal,


    eine Sache ist mir noch nicht ganz klar. Was soll die Pillenpause mit der gleichzeitigen Gabe von Doxycyclin bringen, wirkt das nicht gegenteilig? Die einwöchige Pause soll doch das Abbluten fördern aber das Doxycyclin soll es stoppen. Versteh ich das nicht ganz richtig oder hab ich das falsch gemacht?


    Hätte auch noch eine Frage bezüglich der Pillenwahl... Macht es einen Unterschied ob die Migräne menstruell bedingt ist oder ist Migräne gleich Migräne?


    Lg

    Hallo,


    habe seit Jahren das gleiche Problem! Hat dir das Antibiotikum geholfen oder hast du eine andere Pille verschrieben bekommen? Wenn ja, welche? Von welchem höher dosierten Präparat ist denn hier die Rede? Laut meiner FA gibt es keins!


    LG