Ausschabung nach Fehlgeburt

    Ich muss leider am Mittwoch eine Ausschabung machen lassen, da unser Würmchen nicht mehr gewachsen ist (es ist wieder kleiner geworden) und weil man keinen Herzschlag feststellen konnte.


    Ich war gestern bei der Ärztin und dem Narkosearzt. Die haben mir zwar alles erklärt, aber ich war total durch den Wind, dass ich nicht alles mitbekommen habe.


    Die Op wird ambulant in Vollnarkose gemacht. Ich weiß , dass der Eingriff Ca 10-15 Minuten dauern wird.


    Aber ich hab einige Fragen:


    Habe ich schmerzen/ Blutungen danach ?


    Wann erfolgt danach dann die erste Kontrolluntersuchung?


    Wie lange bin ich krank geschrieben?


    Was krieg ich im op noch mit ? Bin ich noch wach wenn ich auf diesem gynäkologischen Stuhl gelagert werde?


    (Auch wenn es im Moment total komisch klingt, aber mir graut es total davor mit gespreizten Beinen in Narkose dazuliegen)


    Hat jemand von euch vielleicht schon sowas durchstehen müssen und kann mir berichten?

  • 56 Antworten

    Das tut mir sehr leid :-(


    Normalerweise ist das ein ambulanter Eingriff und man darf 6 Stunden danach wieder gehen.


    Wie lange man blutet ist ähnlich wie beim Wochenbett unterschiedlich.


    Manche Blüten 2-3 Tage andere 2-3 Wochen.


    Schmerzen sind ähnlich wie regelschnerzen für 1-2 Tage (zumindest war es bei mir so)


    Ich würde im OP auf den gynstuhl gelegt und bekam dann die Narkose.


    Mir steht das ganze evtl auch bald wieder bevor weil ich nach der Geburt noch Reste drinne habe aktuell :-/ und da es beim ersten Mal leider nicht glatt lief hab ich ziemlich Angst davor.


    Prinzipiell ist das aber eher ein routineeingriff und wirklich nicht schlimm :-)

    Danke für deine Antwort.


    Gestern war ich total fertig und habe nur geweint. Mein Mann fängt mich zum Glück aber sehr gut auf. Er ist natürlich auch sehr traurig, aber er sieht das in dem Sinn realistisch, als dass er mir nicht das Gefühl gibt, dass das jetzt die absolute Katastrophe ist und wir damit nicht zurecht kommen. Er ist da echt stark. Wir brauchen sicher Zeit um das zu verarbeiten. Aber ich hab das Gefühl es wäre schlimmer für mich gewesen, wenn man schon mal einen Herzschlag gesehen hätte.


    Danke für die Erklärung. Ich hoffe, ich hab danach nicht allzu große körperliche Beschwerden. Mir graut es davor, im op dann so auf dem Stuhl gelagert zu werden und dann in Narkose versetzt zu werden. :-(

    Wie weit warst du denn? In den meisten Fällen braucht man keine Ausschabung nach einem Frühabort. Du kannst auch auf eine Blutung warten, wenn du das willst. Will aber nicht jede, manche wollen es gleich vorbei haben.

    Hallo Weltenbummlerin, tut mir sehr leid für Euch :°(


    Ich hatte im Januar auch eine Ausschabung (6. SSW)

    Zitat

    Hat jemand von euch vielleicht schon sowas durchstehen müssen und kann mir berichten?

    Kann ich:

    Zitat

    Habe ich schmerzen/ Blutungen danach ?

    Schmerzen hatte ich keine. Und hab auch keine Schmerzmittel benötigt (außer, die im KH hätten mir was in die Infusion). Ich hatte aber schon das Gefühl, dass "da unten" was passiert ist. Aber das waren keine Schmerzen o.ä.


    Blutungen hatte ich. Jedoch auch schwächer als die Mens. Und das war bei mir kein reines Blut, sondern gemischt mit Sekret. Ich glaube so ca. 2 Wochen.

    Zitat

    Wann erfolgt danach dann die erste Kontrolluntersuchung?

    Bei mir 2 Wochen nach der OP. Ultraschall über den Bauch.


    Aber am Besten du fragst bei Deinem FA nach.

    Zitat

    Wie lange bin ich krank geschrieben?

    Ich war insgesamt 6 Tage krankgeschrieben (+ 2 Wochenenden dazwischen). Ich wurde direkt nach dem letzten FA-Besuch krankgeschrieben, als entgültig festgestellt wurde, dass der Embryo nicht (mehr) lebt. Der Arzt meinte, er schreibt mich noch länger krank wenn ich das möchte, aber ich wollte wieder auf die Arbeit (der Arbeitgeber wusste bzw. weiß nicht Bescheid)

    Zitat

    Was krieg ich im op noch mit ? Bin ich noch wach wenn ich auf diesem gynäkologischen Stuhl gelagert werde?

    Also ich wurde in einen Art Rollstuhl bis vor den OP gefahren, dann durfte ich mich auf den OP-Tisch legen und wurde dann in den OP geschoben. Dann meinte der Arzt, dass ich gleich weg bin und dann war ich auch gleich weg. Aufgewacht bin ich wieder im Rollstuhl außerhalb des OP's. Also vom gynäkologischen Stuhl gar nichts mitbekommen.

    Zitat

    (Auch wenn es im Moment total komisch klingt, aber mir graut es total davor mit gespreizten Beinen in Narkose dazuliegen)

    Mir auch. Auch jetzt noch wenn ich daran denke :-/


    Gedauert hat der Eingriff tatsächlich nur 10 Minuten. Die Zeit im KH inkl. Anmeldung, Umziehen, Infusion, Aufwachen usw. ca. 3 1/2 Stunden.




    Ich wünsche Dir bzw. Euch alles Gute :)* :)* Du schaffst das.


    Falls Du noch Fragen hast, kannst Du Dich gerne melden.

    Zitat

    Du bekommst vorher eine LMAA Tablette

    Die hab ich z.B. nicht bekommen.


    Mir wurde kurz vor der OP schlecht (vermutlich vor Aufregung und allem Drum und Dran) und hab mega geschwitzt. Dann hat mir die Krankenschwester was in die Infusion und die Übelkeit war schlagartig weg. Kann natürlich auch sowas wie ein Beruhigungsmittel gewesen sein.

    Danke für eure Antworten


    Mir geht es recht ambivalent. Einerseits kann ich das ganze recht distanziert sehen und dann muss ich wiederum total weinen, wenn ich nur dran denke. Ich kann, ausser mit meinem Mann, überhaupt nicht drüber reden oder es ertragen, wenn ich drauf angesprochen werde.


    Mir graut es total, wenn ich an Mittwoch denke.


    Ich fände es aber noch schlimmer, wenn ich Tabletten nehmen würde und dann daheim ich auf Toilette sitze und alles abgeht. Ich kann doch mein Baby, so klein es auch noch ist, nicht einfach in der Toilette runterspülen :°( :°(


    Vor der Ausschabung graut es mir nach wie vor total. Meine Ärztin ist zwar recht einfühlsam und so. Aber die Anästhesistin war dann sehr sachlich. Gut, sie muss das vielleicht auch sein, aber trotzdem.


    Ich habe so Angst vor dem Moment, wo mir mein Baby genommen wird. Ich weiss, dass es nicht mehr lebt und statt gewachsen sogar noch geschrumpft ist. Aber trotzdem. Ich habe total angst, dass ich die ganze Zeit vor allen Pflegern und Ärzten etc. weinen muss. Es reicht schon, wenn ich dran denke, und ich weine.


    Mein Mann begleitet mich am Mittwoch und bleibt bei mir so lange es geht, aber mir graut es nach wie vor davor.


    Und dann kommt noch dazu, dass ich in so einem intimen Bereich operiert werde. Ich weiss nicht ob ich eine Beruhigungstablette bekomme, wenn es eine ambulante OP ist. Ich will nicht vor allen weinen.


    Mir ginge es aber noch viel schlechter, wenn es daheim abgehen würde. :°( :°( :°(

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    und dann muss ich wiederum total weinen, wenn ich nur dran denke

    Und das ist völlig ok!

    Zitat

    Ich kann, ausser mit meinem Mann, überhaupt nicht drüber reden oder es ertragen, wenn ich drauf angesprochen werde

    Habt Ihr denn schon viele Personen im persönlichen Umfeld eingeweiht?


    Oder meinst Du mit ansprechen in Bezug auf das Krankenhauspersonal? Ich kann aus meinem Fall sagen, dass das "Thema" selbst am Tag der OP nur kurz einmal aufgekommen ist.


    Da fand ich das Gespräch am Vortag mit der Ärztin emotional viel schlimmer. Als sie nüchtern den Bogen mit uns durchgegangen ist.

    Zitat

    Mir graut es total, wenn ich an Mittwoch denke

    Da versteh ich Dich total. Mir ging es genauso. Aber wie Du schon sagt: es wird evtl. nicht so schön, wenn der Abgang Zuhause stattfindet. Evtl. auch noch Reste drinbleiben und Du trotzdem danach noch ausgeschabt werden musst.

    Zitat

    Ich habe total angst, dass ich die ganze Zeit vor allen Pflegern und Ärzten etc. weinen muss

    Du musst keine Angst haben. Du darfst weinen. Jeder wird Verständnis dafür zeigen. Und das Weinen und Trauern gehört dazu. Aber ich kann Dir sagen, dass es besser wird :)*

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    Mein Mann begleitet mich am Mittwoch und bleibt bei mir so lange es geht

    Das ist gut, dass Dein Mann dabei ist und Du nicht alleine bist. Mein Verlobter war auch mit dabei und ohne ihn hätte ich es auch nicht geschafft.




    Liebe Weltenbummlerin, ich wünsche Dir ganz ganz viel Kraft für Mittwoch.


    Weine, wenn Du weinen musst und lass die Trauer zu. Das ist ganz normal und verständlich.


    Ich denke an Dich :)* :)*

    Hallo


    Ich hab die OP gut überstanden. Ich musste komischerweise dann nicht weinen. Auf dem Weg zum Krankenhaus musste ich weinen, aber dann im Krankenhaus habe ich wie auf Autopilot funktioniert. Die Schwestern im OP waren eigentlich alle ganz nett zu mir. Sie haben mich zum Glück in Narkose gelegt, bevor ich in den richtigen OP-Saal kam. Ich lag also noch auf einer normalen Liege.


    Schmerzen hatte ich kaum nach der OP, und geblutet habe ich auch kaum.


    Mich lässt aber nach wie vor der Gedanke nicht los, dass ich nicht weiss was der Grund für die Fehlgeburt war. Ich will wissen was ich falsch gemacht habe. Ich mache mir mega Vorwürfe, dass ich Schuld an der Fehlgeburt bin. Und ich habe wahnsinnige Angst, dass ich bei einer weiteren Schwangerschaft wieder eine Fehlgeburt habe :(

    Ein Drittel aller Schwangerschaften geht verloren, weil irgendetwas nicht passt, habe ich mal gelesen. Seltenst hat die Mutter etwas falsch gemacht. Bei mir war die erste auch nach elf Wochen zu Ende. Ich kann mitfühlen. Mir ging's besser, als ich acht Wochen später wieder schwanger war.


    Alles Liebe!!!