Bekannter als Frauenarzt

    Hallo Ihr Lieben*:), ich bin neu hier, habe bis jetzt eigendlich immer nur mitgelesen doch geht mir eine Sache vom Wochenende nicht aus dem Kopf, so dass ich mich zu diesem Schritt entschieden hab.Ich hoffe, die eine oder andere kann mir helfen und antwortet.

    Am Wochenende musste ich mich auf grund heftiger Unterleibsschmerzen in die Notbehandlung in Krankenhaus begeben. Wenn es nach meinem Gefühl nicht hätte sein müssen, hätte ich es garnicht gemacht, denn mich bewegte schon die Frage, was wird mit dir gemacht und was wird wie untersucht? Vor allem aber kannte ich keine Ärzte dort. Wird es ein Arzt oder eine Ärztin sein ? Je nach notwendiger Untersuchung war mir schon eine Ärztin wesenlich lieber. Ich war z.B. noch nie bei einem männlichen FA.

    Wie froh war ich, als ich in das Behandlungszimmer kam und mir eine Ärztin gegenüber stand. Sie führte auch reichliche Maßnahmen und Untersuchungen durch, endete aber mit der Feststellung, das ich dringenst noch gynäkologisch untersucht werden sollte. Alle Gegenargumente und Gegenvorschläge meiner Seits fruchteten nicht und sie blieb dabei, dass es sofort im Anschluss sein sollte :)z. Mir blieb eigendlich nur noch die Frage, ob es ein FA oder eine FÄ sein wird. Sie sagte,dass nur ein FA da sei :(v. Auch hier fruchteten meine Erklärungen nicht und ich ließ mich überzeugen, dass es schon nicht so schlimm wird und ich auch einen FA überleben werde%-|. Hätte ich gewußt, was jetzt auf mich zukam, ich hätte jede weitere Behandlung abgelehnt und wär sofort gegangen.

    Ich meldete mich mit meinen Unterlagen also in der Gyn-Abteilung, wo ich mit tröstenden Worten in ein Behandlungszimmer geführt wurde.Als nun der Arzt das Zimmer betrat, bin ich fast zu Tode erschrocken, im Gesicht wohl knall rot geworden und würde am liebsten im Boden versinken.Der eintretende FA war einer meiner unmmitelbaren Nachbarn.Nicht direkt im Nebenhaus, aber ganz in der Nähe.Ich wußte nicht, dass er im Krankenhaus arbeitet und habe somit in keinster Weise damit gerechnet. Ich hoffe, Ihr könnt Euch vorstellen, wie es mir ging. Gott sei Dank, hat er die Situation sofort erkannt, sehr gut reagiert und auch sehr gut gemeistert :)=. Es entstand mit einem mal so etwas wie ein Vertrauensverhältnis in mir. Ich hatte so gut wie keine Probleme mit dem Entkleiden, den einzelnen Untersuchungen und den Gesprächen und Fragenbeantworten, wobei er hier sehr gut leitete und die Initiative übernahm.Er kam zu einem Ergenis und überließ es meiner Entscheidung, die weitere Behandlung durch ihn oder meiner FÄ ralisieren zu lassen.

    Was ich garnicht beschreiben kann, ist das oder die Gefühle und Gedanken als ich wieder draußen war. Am meisten bewegen mich die Fragen, was hätte ich anderes tun sollen?, Wie werde ich jetzt ihm und er mir privat gegenübertreten?, kann ich ihn noch ohne Scham begegnen und in die Augen schaun?

    Von seiner Behandlung seinem Auftreten und Verhalten war ich begeistert.Ich grüble auch immer noch, ob ich mich bei ihm weiter behandeln lasse und wie reagiert er wenn nicht?

    Deshalb meine Frage: Wie findet Ihr das?, Wie hättet Ihr reagiert?, Könnt Ihr Euch vorstellen zu einem guten Bekannten als FA zu gehen oder ist Euer FA vielleicht sogar ein guter bekannter ? Wenn ja, kommt Ihr auf dauer damit klar und wie ist das Bekanntschafts- oder gar Verwandschaftverhältnis zum FA.Weiß Euer Partner davon und wie steht er dazu? Alles Fragen die mich zur Zeit beschäftigen und durch den Kopf gehen ???.

    Bevor ich schließe, noch eine Entschuldigung, dass es nun doch ein halber Roman geworden ist, aber es musste einfach mal sein.

    So, und nun wünsche ich noch einen schönen Abend und freue mich auf Eure Meinung und Antworten.@:)

  • 12 Antworten

    Im Krankenhaus hätte ich da kein Problem. Wenn ich im Krankenhaus bin, dann geht es mir dreckig. Da geht es mir dann um die Abklärung.

    Ob und wie ich zum Nachbarn als regulären Arzt stehen würde, keine Ahnung, ich glaube aber nicht, dass ich ein großes Problem damit hätte. Mein Hausarzt kennt mich auch seit ich krabbeln kann und lebt in deren Nachbarschaft (einer zumindest, Dank mehrerer Wohnorte hab ich zwei). Bei dem war ich auch schon mit mehr und weniger "peinlichen" Beschwerden. Der ist jetzt kurz vor der Pension und sein Sohn, gleich alt wie ich, wir waren gemeinsam im Kindergarten und Schule, und er teilen sich die Praxis. Das war für paar Minuten komisch, aber seither passts.


    Warum ich das sage obwohl es hier um den Gyn geht? Weil ich für mich ein Gespräch darüber, dass ich seit Tagen nicht vom Klo komm unangenehmer finde als einen 08/15 Frauenarztbesuch. Und wenn ich das eine problemlos mach, dann das andere auch.


    Und auch mein Partner hätte kein Problem damit, so tickt er einfach.

    Ich habe mich mit dem Frauenarzt parallel zu der Zeit, in der ich siene Patientin war, zum Tennisspielen getroffen. Waren im selben Verein.

    Nie im Leben wäre ich auf die Idee gekommen, dass wenn wir uns außerhalb der Praxis sehen, er daran denkt, wie ich bei ihm im Job aussehe... mein Bruder hat einen Orthopäden zum Nachbarn, seine Frau oft Probleme mit Bandscheiben... und der Nachbar hilft da schon mal ... und am nächsten Abend halt normal Nachbarschaftsgrillen...

    Auch Ärzte haben ein Privatleben.

    Wenn ins KH gehe und ich Schmerzen habe oder eine nicht enden wollende starke Blutung oder sowas, wäre es mir total egal, wer mich behandelt - Hauptsache es wird besser!


    Als regulären Gyn würde ich keinen Bekannten oder Nachbar oder so wollen. Das mag meinetwegen heutzutage als prüde angesehen werden, aber “solche Leute“ müssen nicht wissen, wie meine Pflaume aussieht.

    Dein Nachbar ist mit der Situation professionell umgegangen. Du solltest dir da keine weiteren Gedanken machen. Er macht sich da sicher keine, das ist sein Job.


    Er ist ja eher ein Nachbar, den du flüchtig siehst. Als guter Bekannter hättest du doch sicher gewusst, was er beruflich macht?


    Wenn dir die Situation so unangenehm ist, suche dir einen anderen Arzt für die regulären Behandlungen.

    Hallo, Ihr lieben. *:)

    Zunächst möchte ich mich ganz herzlich für die hilfreichen und auch aussagefähigen Antworten bedanken.Eventuell entschließt sich ja die eine oder andere von den ca.500

    Leserinnen auch noch zum Mitmachen. Mein ganz besonderer Dank gilt Dir, liebe criecharlie, denn Dein Beitrag hat mir wirklich sehr geholfen:)^:)=, ich glaube sogar bei meiner Entscheidung, die ich mitlerweile zu diesen Fall getroffen habe@:). Getragen von dem für mich wirklich professionelem Umgang mit der Situation und seinem Auftreten wärend und nach dem Ereignis habe ich mich entschlossen auch weiterhin bei ihm in Behandlung zu bleiben und war gestern auch bei ihm zur Nachbehandlung. Natürlich völlig ohne Probleme.

    Übrigens zum besseren Verständnis: bei diesem Nachbar handelt es sich um den Eigentümer nur zwei Häuser weiter. Wir kennen und sehen uns schon öfters privat. Ich wusste oder weiß auch, das er Arzt ist auch FA nur nicht, dass er in diesem KH arbeitet.

    So, und nun hoffe ich auf und bin Euch dankbar für eventuell weitere Beiträge, vielleicht sogar mal konkreter zu der Frage, welchen Bekanntheitsgrad (also Nachbar, guter Freund, Freund des Freundes oder der besten Freundin, die unterschiedlichsten Verwandschaftsgrade u.s.w.) würdet Ihr als Euren FA noch akzeptieren und wo wäre wirklich Schluß, also was wäre das absolute "NO GO".

    Vielen Dank und liebe Grüße, Euer Muschinchen

    Also mal ehrlich:


    Wenn man in die Notaufnahme geht dann ist man ein Notfall. Da macht man sich keine Gedanken über das Geschlecht des Arztes oder ob man diesen womöglich kennt.


    Wer sich solche Gedanken macht der ist schlicht kein Notfall und sollte von mir aus auch 500 Euro Notfallgebühr bezahlen müssen.

    Muschinchen schrieb:

    Feststellung, das ich dringenst noch gynäkologisch untersucht werden sollte. Alle Gegenargumente und Gegenvorschläge meiner Seits fruchteten nicht

    Du gehst wegen Unterleibsschmerzen in die Notaufnahme und argumentierst dann, nicht gynäkologisch untersucht werden zu wollen???

    Und wäre das nicht genug, kannst du noch entscheiden, ob du die Behandlung dann doch lieber bei deiner FÄ (also nicht sofort) durchführen lässt und als du wieder gegenagen bist, hast du keine anderen Probleme gehabt, als über den Arzt zu grübeln?


    Muschinchen - dein Gefühl, wann man in die Notaufnahme gehen sollte, ist offenbar etwas daneben :|N

  • Dieser Beitrag wurde von Noomyia aus folgendem Grund gelöscht: Unnötiger Beitrag ().

    Himmel, was für ein Kopfkino!


    Ein Gynäkologe sieht das fachlich unten rum. Und zwar täglich. Von einer jungen Frau bishin zu 90 jährigen Ommas. Und wenn der aus dem Krankenhaus raus ist, verschwendet der nicht einen Furzgedanken mehr an Unterleiber....


    Der hat seinen Alltag im Kopf und nicht, ob da die Nachbarin mal eine Untersuchung brauchte. Ein Proktologe stochert den ganzen Tag im Anus rum, und auch der hat keine schlaflosen Nächte, weil er nen Hintern sah, ob bekannt oder unbekannt.


    Ich würde machmal wieder aufs Leben fokussieren, statt hier solche Gedanken auszubrüten.


    Während Du Dich geistig dareinpamperst, hat der das Ganze schon 5 Minuten nach der Untersuchung vergessen, glaub mir, sofern Du nicht anderweitig aufgefallen bist.


    Ärzte reden über Patienten eher mal von "der da", die gestunken hat oder wegen Kinderkram auffiel. Wir hatten immer eine Patientin, weit über 80, die hat sich immer die Scheide mit allem vollgestopft, was ihr zwischen die Finger kam und dann kriegte sie den Mist nicht wieder raus....


    Darüber zieht man her, aber doch nicht über ne stinknormale Untersuchung....

    Muschinchen schrieb:

    So, und nun hoffe ich auf und bin Euch dankbar für eventuell weitere Beiträge, vielleicht sogar mal konkreter zu der Frage, welchen Bekanntheitsgrad (also Nachbar, guter Freund, Freund des Freundes oder der besten Freundin, die unterschiedlichsten Verwandschaftsgrade u.s.w.) würdet Ihr als Euren FA noch akzeptieren und wo wäre wirklich Schluß, also was wäre das absolute "NO GO".

    Vielen Dank und liebe Grüße, Euer Muschinchen

    "No Go": Bruder, Sohn, Vater, eventuell Schwiegersohn. Das wars. Schwiegervater, Schwager, Freund, Nachbar wär alles ok für mich. Was ich nicht so recht beurteilen kann....Chef. Also wenn ich Angestellte eines FA wäre....da kann ich mich schlecht reindenken.

    Für mich würde der Distanz fehlen. Ich gehe zu einer Hausärztin die eine gute Freundin ist und es artet manchmal in ziemlich heftige Diskussionen aus.


    Sie ist etwas übervorsorglich und ich werde davon genervt.

  • Dieser Beitrag wurde von Noomyia aus folgendem Grund gelöscht: Unnötiger Beitrag ().

    Was ich unangenehmer finde, sind Ärzte, die ich über Jahre in der Praxis kenne und die dann distanzlos werden und zwar dahingehend, dass sie anfangen zu maßregeln, hatte mal so nen Zahnarzt, der meinte Aber dann nicht mehr lange.