Benommenheit nach Entbindung mit hohem Blutverlust

    Hallo liebes Forum/liebe Forums-Mitglieder!


    Ich war nun schon bei sämtlichen Ärzten (Gynäkologen natürlich, bei einem sehr guten Kardiologen, Internist mit dem Fachgebiet Endokrinologie sowie einem HNO-Arzt), jedoch alles o.B.


    Es geht um Folgendes:

    Ich habe vor genau 13 Wochen entbunden und dabei sehr viel Blut verloren (lt. Bericht "500 ml", wobei ich 10IE Synto - blutstillendes Medikament, i.v. bekam). Ich habe spontan entbunden (18 Stunden Geburt, wobei ich immer wieder vor Erschöpfung einschlief und die Geburt wie in Trance wahrnahm). Bereits vor und in der SS war ich anäm, weshalb ich dann kreislauftechnisch aufgrund des hohen Blutverlustes erst nach 24h eine Blutkonserve erhielt. Natürlich war mein Wochenfluss zudem noch SEHR stark, weshalb ich großteils nur gelegen bin aufgrund der Schwäche. Mehrmals hatte ich auch darauf hingewiesen, dass mein Wochenfluss irgendwie ungut riecht, dies wurde von den Ärzten als "normal" abgetan (ich war 6 Tage stationär!).


    Ich wurde mit einem noch sehr schlechten roten Blutbild nach Hause geschickt, wobei ich an selbigem Tag wieder im Krankenhaus auf der Notfall vorstellig war, da ich sehr benommen und hohen Blutdruck entwickelt hatte (145/100, 150/90 usw) mit Druckgefühl im Kopf und Abgeschlagenheit, Grippe gefühl aufgenommen wurde (mit Verdacht auf beginnender Gebärmutterinfektion) und wurde sofort mit Unasyn 3 g i.v. behandelt, woraufhin mein Blutdruck wieder gesunken war.


    Zuhause ging es mir nicht gut, ich habe natürlich wegen meinem Schatz nur max. 2-3 h am Stück geschlafen und bekam dazu einen Atemwegsinfekt (viral bedingt anscheinend, da ich Antibiotika erhielt). Der Infekt war allerdings verflogen.


    Später hatte ich immer wieder anfallsartig grippeähnliche Symptome und laufend Temperaturschwankungen (zw. 37-38 Grad), jedoch ohne Entzündungszeichen. Zudem trat die Schwäche bei Belastung auf (ich habe bereits vor der SS an Tachykardie gelitten) und ich musste mich umgehend hinlegen. Der Schlafmangel gab mir, gefühlt, den Rest. Zusätzlich hatte ich in den nächsten Wochen einen Harnwegsinfekt, der frustran mit Klacid und dann Selexid behandelt wurde.



    Mittlerweile sind meine Leukozyten gesunken, ich bin abgeschlagen, geschwächt, fühle mich krank (wie Grippe), mein rotes Blutbild ist angeblich nach 3 Wochen Eisentabletten-Einnahme wieder ok (wobei mein Ferritin bei 25 liegt). Nach dem Aufstehen - etwa eine bis eine halbe Stunde danach, tritt bei mir Benommenheit auf und ich kann meinen Alltag nicht mehr nachgehen (kein Zusammenhang mit Essen feststellbar).


    Es würde bereits ein CT-Abdomen mit Kontrastmittel gemacht

    HNO-Untersuchung ok

    EKGs ok (wobei noch kein Langzeit-EKG)

    EEG ok

    Blutbild (groß) ok

    MRT-Schädel wurde noch nicht gemacht.


    Ich weiß langsam nicht, was ich tun soll. Auch leide ich an kalten Extremitäten, bin bei körperlicher und geistiger Anstrengung fix und fertig und könnte wieder schlafen, mir scheint, als wäre alles "verlangsamt", sobald die Benommenheit auftritt bin ich zudem unkonzentriert und könnte nur noch schlafen. Neuerdings geht auch mein Blutdruck nicht mehr hoch (max. 105/60 mmHg).


    Das ALLERSCHLIMMSTE ist die Benommenheit, trotz ausreichendem Schlaf und die extreme Erschöpfung.


    Hatte vielleicht jemand ähnliche Probleme und/oder weiß Rat?


    Liebe Grüße,

    Un1:-):(v

  • 70 Antworten

    Dein Körper hat mega viel zu verarbeiteten! Die SS, die Geburt und die super anstrengende Zeit danach, wofür man eigentlich Reserven bräuchte. Wie sieht dein B12 aus? Stillt du?

    Hi Wombats, danke für die rasche Antwort!


    Mir wurde Pronerv 3 x tgl. verschrieben, bluttechnisch oder anderweitig wurde der Wert allerdings nicht kontrolliert. Habe zudem vergessen zu erwähnen, dass ich noch eine Glaskörpertrübung bekommen habe - ebenfalls beim Augenarzt abgeklärt...


    Gestillt hatte ich nur 4 Wochen, hatte allerdings hatte ich wenig Milch und schnell wieder abgestillt. (TSH und Prolaktin lagen im Normalbereich).


    Denken Sie/denkst du, dass dieser Zustand bald aufhört? Es belastet mich wirklich sehr und ich fühle mich wie ein Pflegefall, weil mir die Kraft fehlt und ich manchmal das Gefühl habe, keine Luft zu bekommen (jedoch ausgeschlossen, da ich gut sättige).


    Liebe Grüße,

    Un1

    Wurde denn Mal Eisen getestet?

    Kräuterblut ( gibt's auch bei DM)

    ist flüssig und wirkt super ...

    Ansonsten würde ich Mal pflanzliche Beruhigungsmittel versuchen ( Lasea,Pascoflair,etc ....)

    Du scheinst dich sehr darauf zu konzentrieren und das macht es schlimmer 😉

    Versuche mal diese Mittel und schenke der Benommenheit Mal keine Aufmerksamkeit


    Hast du es auch wenn du so richtig abgelenkt bist?


    Und Glückwunsch zum Baby 😊

    wie lange dauert denn die Benommenheit? Den ganzen Tag?

    Vielleicht Hormonen zuzuschreiben, die jetzt nach der Entbindung natürlich auch noch Achterbahn fahren.

    Hallo Danny3887,


    danke für die Antwort 😊 danke für die Glückwünsche!


    Mein aktueller Eisenstatus:

    - Ery 4.2 (3.8 Untergrenze, also kk)

    - Hämoglobin 11.9 (nur ganz knapp unter der Norm)

    - Hämatokrit 0.35 (genau an der Untergrenze)

    - MCV 84 (ok)

    - MCH 29 (knapp an der Untergrenze)

    - MCHC 34 (auch knapp an der Untergrenze)

    - Ery-Verteilungsbreite 12% (knapp an der Untergrenze)

    - Eisen 100 (Normwerte zwischen 37-145)

    - Transferrin 248 (198-337 Normbereich)

    - Transferrinsättigung 29% (Norm 15-45)

    - Ferritin 25 (Norm 15-150)


    Kräuterblut ist super, damit habe ich rasch samt Eisentabletten meinen Mangel behoben, danke :)


    Die Benommenheit überfällt mich quasi, ich bin dann "geistig verlangsamt" und je mehr ich mich bewege und versuche, etwas zu erledigen, gelingt es nicht, weil noch zusätzlich diese grässliche körperliche Erschöpfung hinzukommt..


    Passedan habe ich schon probiert, Angst habe ich keine mehr (Ruhepuls bei Benommenheit bei etwa 70-80).


    LG,

    Un1

    afried schrieb:

    wie lange dauert denn die Benommenheit? Den ganzen Tag?

    Vielleicht Hormonen zuzuschreiben, die jetzt nach der Entbindung natürlich auch noch Achterbahn fahren.

    Hallo Afried,


    also das ist wirklich ganz unterschiedlich, eigentlich tritt diese zumeist schlagartig auf und endet nicht bzw. tritt diese manchmal "ganz langsam auf", als hätte ich eben Alkohol getrunken...

    Ich denke dass du einfach einiges verarbeiten musst und momentan eben im Ausnahmezustand bist. Du hast Schlafdefizit und bist "unter Strom" wegen deinem Kleinen :-) das ist sowohl für Körper als auch für die Psyche echt viel. Dass du "verlangsamt" bist ist sicher eine normale Reaktion, so geht es ja sogar mir wenn ich zu wenig schlafe, auch ohne Baby;-D

    Ich würde dir gerne sagen dass das bald vorbei ist, aber ich denke das wird noch ein bisschen Zeit brauchen. Im Moment kannst du versuchen so gut es geht auf dich zu achten.: gesunde Ernährung, Kräuterblut und so gut es geht Pausen und Schlaf finden. Das ist sicher leichter gesagt als getan@:)

    Hi Wombats again ☺


    Ich werde super entlastet nachts, da ich eben auch das Schlafdefizit der ersten 8 Wochen in Vermutung hatte. Mittlerweile ist man familiär so lieb und hilft mir nachts :|N:|N:|N aber nix... Muss dazu sagen, dass ich auch körperlich nicht mehr fit bin (hatte ab der 30.SSW eine Risikoschwangerschaft wg. verkürztem Gebärmutterhals) und bin ausschließlich bis zur 38-39 Woche gelegen.. Die Geburt war natürlich auch der Hammer für den Körper ;-D


    Vielen lieben Dank für die Tipps, ich esse tatsächlich relativ wenig, seitdem es mir so schlecht geht.... @:):)_


    Lieben Gruß,

    Un1

    Guten Abend,


    wie schaut es mit den Entzündungswerten aus? Was macht Deine Schilddrüse?


    Ansonsten könnte ich mir vorstellen, dass Deine Psyche Dich gelegentlich ausknockt. Du hast eine sehr heftige Geburt mit einem blöden Start ins Wochenbett hinter Dir. Schau mal, ob Du in die Richtung Hilfe gebrauchen könntest.


    Gute Besserung!

    Ich hätte jetzt auch die Schilddrüse im Verdacht. Hat der Internist die Schilddrüse angeschaut? Wie waren deine Werte für tsh, ft3 und ft4?


    Diese Benommenheit kenne ich von meiner Schilddrüsenunterfunktion. Einige deiner anderen Symptome passen auch gut zu einer Unterfunktion. Nach einer Schwangerschaft können die Schilddrüsenhormone durchaus durcheinander geraten sein.


    Ansonsten hast du die anstrengende Geburt wohl einfach noch nicht verarbeitet, körperlich und ggf. psychisch. Gib dir Zeit!


    Ich habe meinen Sohn vor 7 Woche entbunden und leide teilweise heute noch unter Nachtschweiß und Schüttelfrost in der Nacht, da die Hormone sich noch nicht ganz eingependelt haben. Lt. meinem Gyn ist das ganz normal.


    Sind 500 ml viel Blutverlust? Ich hab während der Geburt 1 Liter verloren und da hat niemand viel Aufsehen drum gemacht. Ich sollte nur Eisentabletten nehmen, was ich auch mache.


    Ich wünsche dir alles Gute! @:)

    Liebe Un1


    ich kann gut verstehen das du dir Gedanken machst.


    Mir ging es nach der Geburt von meinem ersten Sohn auch nicht sehr gut. Ständig war mir schwindelig. Ich konnte mich kaum auf den Beinen halten.

    Das hat auch mindestens 8-10 Wochen gedauert dann wurde es besser. Aber auch noch während der gesamten Stillzeit war mir immer mal dusselig im Kopf.

    Ich glaube so richtig gut wurde es erst mit dem abstillen.

    Hallo Studentin 26,


    anfangs war nur ein leicht erhöhtes CRP (12) bei V.a. beginnende Gebärmutterentzündung feststellbar. Danach nie (obwohl ich ständig Temperaturschwankungen hatte), jedoch ist auffällig, dass ausschließlich die Leukos (nur diese, nicht weitere Untergruppen der Leukos) immer niedriger werden (leichte Leukopenie vor 2 Wochen). Das irritiert mich eben, dass keinerlei Entzündung via Blut feststellbar ist, obwohl ich mich abgeschlagen und krank fühle (CMV, Influenza A+B waren neg.).


    Die Schilddrüse :

    TSH schwankt (am 18.3. bei 0.58, am 29.3. bei 1.08)

    fT3 bei 2.9

    fT4 bei 0.9 (leicht an der Untergrenze)

    Ansonsten im SD-US ein einziger kalter Knoten.