Blasenentzündung durch Endometriose

    Hallo zusammen.

    Kurz zu meiner Person - ich bin 25 und seit einem halben Jahr Mama eines wundervollen kleinen jungen Mann.

    Ich litt ca 9 Jahre lang an chronischer Blasenentzündung. Was zunächst "nur" zweimal im Jahr war, wurde jedoch schnell ganz übel und zum Schluss kämpfte ich fast täglich mit diesem Problem. Jede Nacht und jeden Tag war ich in dauerhafter Angst, die Schmerzen könnten wieder losgehen. Ich lebte nur noch von Stunde zu Stunde im Wechselbad der Gefühle. Ich war mit dem Problem bei verschiedenen Urologen, ich war in 2 Kliniken, ich versuchte mit UroVaxom zu Immunisieren und auch mit 3 Spritzen, die jedoch allesamt nicht geholfen haben. Versuchte alle Ratschläge zu befolgen. Trank nur noch Wasser, ungesüßte Tees, Cranberry und und und... Letztendlich war ich physisch und psychisch so am Ende, dass ich mich kaum noch woanders hingewagt habe, wo keine Badewanne in der Nähe war um ein für mich wohltuendes Sitzbad zu machen, denn das war zum Ende hin das einzige womit ich halbwegs Schmerzfrei war. Selbst beim Psychologen war ich, um Dinge wie Reizblase oder ähnliches auszuschließen.

    Nunja... Vor knapp anderthalb Jahren wurde dann aufgrund meines unerfüllten Kinderwunsch Endometriose diagnostiziert. Und mit sehr großer Wahrscheinlichkeit sind auch die Harnwege mit befallen. Nachdem ich mit Hilfe einiger Homöopathischen 'Wunder'mittel doch Schwanger geworden bin, habe ich gehofft, dass es alles besser wird, denn es heißt ja so schön, dass nach der Geburt eines Kindes auch mit der Endometriose erstmal Ruhe ist (so zumindest meine Frauenärztin und auch die Ärztin aus der Klinik) In der Schwangerschaft habe ich leider noch viel mit Blasenentzündungen zu kämpfen gehabt. Zwischenzeitlich wurde es dann sogar eine Nierenbeckenentzündung und ein Nierenstein, welcher sich laut Aussagen der Urologen aufgrund der vielen vorangegangenen Blasenentzündungen gebildet haben soll, ist ebenfalls abgegangen. Trotz zahlreicher Behandlungen dieser Dinge mit AB, Schmerzmitteln etc. habe ich vor einem halben Jahr einen kerngesunden Jungen auf die Welt gebracht. Nun bin ich tatsächlich seit einem halben Jahr komplett schmerzfrei.

    Wenn jedoch alles gut wäre, würde ich euch natürlich nicht davon berichten... Jetzt plagt mich ein damit verbundenes Problem und hoffe, ihr könnt mir mit Rat und Tat zur Seite stehen und evtl von euren Erfahrungen mit dem Thema Endometriose/Blasenentzündung berichten.

    Ich bin zwar soweit schmerzfrei, jedoch habe ich fast schon panische Angst davor mit meinem Mann Geschlechtsverkehr zu haben. Ich habe panische Angst davor schmerzen zu erleiden oder sogar eine Blasenentzündung zu bekommen. Gleichzeitig habe ich auch Angst, dass die Endometriose wieder kommt und mir das Leben wieder zur Hölle macht, sobald ich komplett mit Stillen aufgehört habe und meine Regelblutung wieder kommt. Wir hatten zwar seit der Geburt schon Geschlechtsverkehr, allerdings habe ich selbst gemerkt wie unheimlich angespannt ich war. Ich rede zwar offen mit meinem Mann über solche Dinge, aber merke auch wie ich ihm beim Thema Sex im Moment ausweiche und versuche es garnicht soweit kommen zu lassen und das obwohl (ich betone es nochmal) mein Mann und ich gegenseitig sehr offen mit diesem Thema umgehen. Meine Frauenärztin hatte bei der Untersuchungen nach der Schwangerschaft zwar gesagt es wäre alles gut und ich hätte soweit erstmal nichts zu befürchten, aber trotzdem ist die Angst da. Ich verkrampfe total. Und selbst wenn mein Mann und ich es irgendwie doch hin bekommen, dass ich entspanne und es 'losgehen' kann, kommt doch irgendwann wieder der Punkt an dem mein Kopf sagt "Stop, da könnten Schmerzen kommen" oder ich mir sogar schmerzen einbilde wo gar keine sind und wir dann manchmal abbrechen müssen.

    Diese Schmerzen mit wiederkehrend Blasenentzündungen und Pilzinfektionen aufgrund der Sitzbäder und Antibiotika haben sich so in meinen Kopf eingebrannt, dass ich bei jedem kleinen ziehen und bei jedem kleinsten Druckgefühl fast Panik bekomme.

    Mit meiner FA werde ich natürlich darüber sprechen, habe jedoch erst Mitte Juni einen Termin.

    Hattet ihr schon mal mit solchen Dingen zu tun bzw wie waren eure Erfahrungen mit Endometriose nach der Schwangerschaft? Habt ihr Tipps, Ideen, Ratschläge? Denn irgendwie belastet mich das doch schon sehr und irgendwie natürlich auch meine Beziehung. Mein Mann kann es zwar nachvollziehen und zeigt Verständnis dafür, weil er mich oft genug in den vergangenen Jahren weinend mitten in der Nacht in der Badewanne aufgefunden hat, allerdings ist natürlich bei uns beiden trotzdem der Drang nach dieser innigen Nähe da und das sexuelle verlangen auch. Außerdem ist eigentlich auch noch weiterer Nachwuchs geplant/gewünscht, was natürlich auch nur mit Geschlechtsverkehr möglich ist.