Du solltest mit dem Hautarzt über die Symptome deines Mannes sprechen. Wenn er tatsächlich einen Pilz hat, könnte es auch sein, dass er den ständig an dich überträgt...und allein Cremen reicht da manchmal nicht aus. Theoretisch können die Pilze auch im Sperma sein, dann ist auch eine orale Behandlung angesagt mit Fluconazol. Aber dazu wird er sich wohl oder übel zum Hautarzt bequemen müssen. Ich glaube nämlich kaum, dass der dir das auf deine Krankenversicherung verschreibt.

    Das ist ein guter Ratschlag.


    Ich werde den Dermatologen darauf ansprechen und mal nachfragen, ob auch eine orale Behandlung angebracht ist.


    Ich würde meinen Mann ja mitschleppen, der Termin ist eh am Samstag – aber er will ja zuvor behandeln. Ob dann ein Abstrich seinerseits aussagekräfig ist, ist fraglich.


    Vielleicht rufe ich beim Hautarzt wegen eines kurzfristigen Termins für ihn an.


    Leider ist er immer noch der Meinung, daß es nicht nötig ist. :-(

    Zitat

    Leider ist er immer noch der Meinung, daß es nicht nötig ist.

    Na, wenn du dir überlegst, was du für Probleme hast, dann sollte ER doch alles dafür tun, dass die durch ihn nicht noch schlimmer werden oder immer wieder kommen. Aber ich glaub Männer sind da halt einfach so...die gehen kaum freiwillig wg. sowas zum Arzt...dabei sind Dermatologen ja Fachärzte für Haut- und Geschlechtskrankheiten und sehen sowas ständig.


    Ich wundere mich da immer nur, dass die Herren keine Angst um ihr bestes Stück haben :=o ;-) man weiß ja nie wie sich sowas entwickelt, wenn mans nicht rechtzeitig behandelt ]:D ;-) ;-) ;-)

    Ja, ich bin auch wirklich deswegen angesäuert! Letztendlich geht es ja um unserer beider Gesundheit.


    Vorsorgeuntersuchung – Fehlanzeige...


    krank – selbst herumdoktorn...


    Ich weiß nicht, ob alle Männer so sind, aber meiner gehört zu der "Sorgenlosen" Kategorie.


    Oder er verfügt über einen sehr guten Verdrängungsmaschinismus. ":/

    Mit der Biopsie war das bei mir damals so, dass mein Gyn mich an eine Frauenklinik überwiesen hat, wo es unter Vollnarkose gemacht wurde. Das hört sich jetzt vielleicht krass an, aber anders ging es irgendwie nicht... mir wäre eine lokale Narkose auch lieber gewesen, aber die meinten, dass es so besser geht und schonender ist (???). Theoretisch kann ein Gyn das auch in der Praxis machen mit so einer kleinen Stanze, aber die Stelle, wo es bei mir war, war extrem schmerzempfindlich und sehr blutungsintensiv (unterhalb der Klitoris im Vestibulum, hatte da auch einen Riss) und deswegen wollte mein Gyn das auch nicht machen. Vielleicht macht dein Gyn oder aber dein Hautarzt das aber auch ambulant, je nach betroffener Stelle. Das musst du die Ärzte fragen und die amchen das eg auch auf Patientenwunsch. Das zahlt auch die Krankenkasse. Ich bin damals mit meiner Überweisung vom Gyn in die Frauenklinik gegangen und hab mir einen Termin geholt und habe es letzten April machen lassen. Ich war etwa 30 min in Narkose und danach wars auch schon vorbei, aber es hat wirklich sehr geblutet und hat auch 6-8 Wochen bis zur Heilung gedauert. Heraus kam: Unspezifische lichenoide Entzündung. Panisch bin ich dann zum ersten Mal zu Dr. Petersen gerannt und er meinte, dass das nichts wildes ist und einfach aufgrund einer mangelnden spezifischen Diagnose gestellt wurde und mit Östrogenzufuhr weggeht. Und ja – es hat gestimmt. Ich bin jetzt beschwerdefrei mit meiner Behandlung. Ich schmiere immer noch Cordes Estriol und Vagifem nehme ich 2 mal die Woche und Deumavan schmiere ich immer noch sehr oft. Es war bei mir ein langer Weg, aber es hat sich gelohnt. In Berlin ist Dr. Mendling der Spezialist, er soll auch gut sein. Aber Dr. Petersen hat sich glaube ich mehr auf Hautkrankheiten spezialisiert... da kenne ich mich nicht so gut aus. Es gibt leider wirklich nur sehr wenige Spezialisten... Ich kann nur von Dr. Petersen sagen, dass ich noch nie so einen kompetenten Gyn getroffen habe und auch noch nie einen, der sich so viel Zeit nimmt und so klare Diagnosen stellen kann. Und egal wo du danach hingehst, seine Diagnosen stellt niemand in Frage ;-D Wenn er sagt Östrogenmangel, dann ist es auch einer, so nach dem Motto :)z Er wettet anscheinend auch mit Frauen um eine Flasche Sekt, dass er sie heilen kann ;-)


    Mach dich nicht so verrückt, ihr packt das schon mit eurem Sexleben. Wir hatten auch ganz viele Flauten wegen meinen Hautproblemen und auch mal zwei Monate gar nichts :°( Es war schlimm, am Ende hat alles gebrannt, sogar das verträglichste Gleitgel und sogar sitzen, von Sex ganz zu schweigen... Ich habe in der Zeit andere Möglichkeiten gefunden, um meinen Freund zu "befriedigen" ]:D und wir haben einfach andere Dinge unternommen, um Ablenkung in die Beziehung zu bringen. Naja... meine eigene Befriedigung war mir eigentlich auch egal, muss ich sagen, da ich ja sowieso keine Lust auf etwas sexuelles "an mir" hatte und auch jetzt kommt die eigene Lust nur langsam zurück... Ihr packt das schon, ich habe 3-4 Jahre damit herumgedoktort, aber du kriegst jetzt schon so viele Ratschläge, da findest du bestimmt schnell etwas, was dir hilft @:) Mein Freund hatte komischerweise auch immer mehr Hoffnung als ich, dass das alles jemals wieder besser wird und dafür bin ich ihm auch dankbar. Hat dein mann vielleicht eine Latexallergie, wenn ihr mit Kondom verhütet und er danach immer einen Ausschlag hat? Denn manifeste Pilzinfektionen sind bei Männern extrem selten.


    Ich würde trotzdem versuchen, irgendwie an die Östrogenmittel zu kommen. Wenn nicht bei dem Gyn, dann bei einem anderen. Denn wie gesagt, eine Hormonblutuntersuchung ist unbrauchbar, wenn es um einen lokalen Mangel an Östrogen oder Östrogenrezeptoren an Zellen geht. Und die steigern die Feuchtigkeit der Haut und die Proliferation der Scheidenzellen auf jeden Fall. Und wieso sollte Cortison besser sein als Östrogen?? Cortison ist nur dann für eine Weile gut, wenn es wirklich ein Ekzem ist. Aber den Hautzustand selbst verändert es auch nicht, es lindert nur die Entzündungsreaktion.


    Du packst das :)^


    LG

    Liebe brownie88,

    da hast Du aber auch ganz schön lange Zeit zu kämpen gehabt!


    Es freut mich sehr, daß jetzt bei Dir gesundheitlich alles soweit im Lot ist!


    Und wenn man einen verständnisvollen Partner hat, läßt sich der ganze Mist besser ertragen.


    Eine stabile Beziehung ist da wirklich von Vorteil.


    Habe jetzt mal latexfreie Kondome bestellt, auch wenn ich nicht unbedingt an eine Latex-Unverträglichkeit glaube. Aber einen Versuch ist es wert.


    Ich werde meinen Dermatologen beim nächsten Termin auf eine Biopsie ansprechen.


    Kann man anhand der Schleimhautprobe einen Hormonmangel nachweisen?


    Dann hätte ich auch dahingehend eine Auswertung in der Hand. Das würde es mir beim Gynäkologen erleichtern.


    Jedenfalls bin ich sehr dankbar, für all die guten Ratschläge, den Austausch und die Tipps!


    Ich sehe es nicht als Selbstverständlichkeit an, daß Ihr Euch die Zeit nehmt, die Texte zu lesen und ausührlich zu beantworten! :)_ :)_ :)_


    Danke, Danke, Danke x:)

    Im Prinzip kann ein erfahrener Gyn einen Östrogenmangel im Intimbereich mit dem Kolposkop sehen und auch im Mikroskop. Jedenfalls hat Dr. Petersen das damals gesagt. Von ihm gibt es übrigens ganz viele Veröffentlichungen über Hautkrankheiten:


    http://www.ag-cpc.de/media/2012-03-Petersen.pdf


    http://www.kup.at/kup/pdf/7342.pdf


    http://www.rosenfluh.ch/rosenfluh/articles/download/2409/12_Juckreiz_13.11.pdf


    http://www.frauenarzt.de/1/2007PDF/07-03/2007-03-petersen.pdf


    https://www.aerztekammer-bw.de/10aerzte/20fortbildung/20praxis/75gynaekologie/1105.pdf


    Ob man bei einer Biopsie etwas diagnostizieren kann, weiß ich leider nicht. Bei mir war die Diagnose damals "Chronische lichenoide Entzündung", was sich ja nicht gerade nach einem Östrogenmangel anhört, aber die Entzündung ist ja durch Östrogene weggegangen. In den Wechseljahren, wenn ja allgemein Östrogen rar ist, nennt man die Rückbildung der Scheidenschleimhaut auch atrophische Kolpitis, was ja auch eine Entzündung ist.


    Habe gestern übrigens gelesen, dass eine Pille, die androgen, antiestrogen und progesteron wirkt eher eine Atrophie der Scheidenschleimhaut begünstigt. Tja... und meine frühere Pille war genau das... Hier ist die Veröffentlichung, leider gibts die aber nur auf Englisch...


    http://aje.oxfordjournals.org/content/156/3/254.full.pdf


    Mit der neuen Pille ist es viel besser.


    Wenn du wirklich ein Ekzem hast, dann musst du wahrscheinlich sowieso erst mal mit Cortison behandeln. Aber wenn sich das Ekzem auf Grundlage einer mangelhaft mit Östrogenen versorgten Schleimhaut entwickelt, dann ist ein Versuch mit Östrogen wirklich angeraten.


    Vielleicht bringt es was, wenn du mit einer Veröffentlichung von Dr. Petersen zum Gyn gehst und ihm das zeigst und sagst, dass bisher nichts geholfen hat und du nun andere Dinge ausprobieren möchtest. Wenn der Gyn nichts besseres weiß, als Kadefungin, Vagisan Milchsäurezäpfchen, Deumavan und Cortison und das alles nichts bringt, dann sollte er doch bitte auf die Patientenwünsche eingehen, das würde ich auch sagen. Immerhin ist es unsere Gesundheit und da darf man ja wohl noch ein Wort mitreden und das sind ja keine abstrusen Ideen oder Vorschläge! Und wie gesagt... Cortison ist auch nicht "unschädlicher" als Östrogen :)z


    LG @:)

    Zitat

    Kann man anhand der Schleimhautprobe einen Hormonmangel nachweisen?

    brownie88 hat dir ja schon ausführlich geantwortet...deshalb nur noch kurz: ich weiß, dass es einen speziellen Test gibt, mit dem man einen Östriogenmangel der Scheide nachweisen kann. Allerdings fällt mir grad nicht mehr ein, wie der hieß. Er ging aber glaub über eine Biopsie....es ist schon länger her, dass ich mich damit beschäftigt habe. Aber ein fähiger Gyn müsste das ja eigentlich wissen.


    Mein Gyn sagt allerdings auch, einen Östriolmangel erkennt man als guter Gyn anhand der körperlichen Untersuchung! Und meist wird bei Beschwerden, die auf Östriolmangel schließen lassen, halt einfach mal ein Östriolpräparat verordnet...ganz ohne Test.


    Ich vertrage übrigens – obwohl ich keine nachgewiesene Latex-Allergie habe – latexfreie Kondome deutlich besser als unsere alten von

    . Ein Versuch ist das also allemal wert.

    Okay, vielen Dank!

    brownie88 und Stella80

    Dann werde ich mich nochmal zu meinem Gynäkologen begeben und diese Thematik ansprechen.


    Ja, ich denke das viele Pillen sich auf die Schleimhäute negativ auswirken. Gerade, wenn man sie jahrelang einnimmt.


    Ich selbst hatte es satt, mich durch noch mehr Pillensorten zu "arbeiten", obwohl es eine sehr bequeme und sicherer Verhütung ist.


    Bei mir war es letzendlich eine "Kopfsache" – ich fing an, die Pille und jegliche hormonelle Verhütung entschieden abzulehnen.


    Außerdem kamen zu den vaginalen Problemen noch starker Libidoverlust. Wozu dann die Pillen schlucken?


    Mittlerweile lerne ich meinen Körper und die normalen monatlichen Abläufe wieder kennen.


    Das ist ein gutes Gefühl, trotz des starken Mittelschmerzes und den druckempindlichen Brüsten kurz vor der Periode. ;-)


    Herzliche Grüße :)_