• Druckschmerzhafte Stelle an der Brust

    Hallo zusammen, Ich hab mal wieder ein kleines "Wehwechen" und wollte fragen ob das jemand kennt. Ich hab seit etwa drei Monaten an meiner linken Brust relativ oben am Ansatz eine druckschmerzhafte Stelle. Es fühlt sich irgendwie an als sei dort das Drüsengewebe entzündet oder wie ein blauer Fleck, wenn man eben dort auf das Gewebe drückt. Ich kenn…
  • 41 Antworten
    Mysla schrieb:

    Leni

    Mal kann ich was tasten, mal nicht. Also ganz diffus. Wie eine Mastitis im Ultraschall aussieht, kann ich dir nicht wirklich erklären, da bin ich absoluter Laie. Aber im Brustzentrum bist du in guten Händen! Ich an deiner Stelle würde aber in jedem Falle auf eine Biopsie bestehen, gerade weil du noch stillst. Anders ist eine stillende Brust kaum objektiv beurteilbar.

    Das klingt echt wie bei mir. Ich kann auch nicht immer etwas tasten. Ich kann aber manchmal wenn ich mich nach vorne beuge und das Brustgewebe zwischen die Finger nehme die schmerzhafte Stelle so zwischen die Finger packen


    Bin echt mal gespannt was sie morgen sagen.


    Ja eine Biopsie kommt ja aber nur in Frage wenn man etwas sieht was man biopsieren kann.


    Ist sowas arg schmerzhaft und gibt es Anschließend Probleme beim Stillen?

    Bei mir war es überhaupt nicht schmerzhaft, hatte noch nicht mal eine Betäubung (hab ich mich wegen Stillens dagegen entschieden) und konnte problemlos weiterstillen.

    Mysla schrieb:

    Bei mir war es überhaupt nicht schmerzhaft, hatte noch nicht mal eine Betäubung (hab ich mich wegen Stillens dagegen entschieden) und konnte problemlos weiterstillen.

    Ja das klingt echt gut. Dann würde ich das glaub auch machen lassen. Vorrausgesetzt man sieht etwas was man biopsieren kann

    So jetzt ist mittlerweile einige Zeit vergangen und so richtig viel verändert hat sich leider mit dem Problem nicht.


    Ich war ja kurz nach meinem letzten Beitrag in einem Brustzentrum bei dem man ohne Überweisung des Gyn kommen konnte und wurde mehr oder weniger direkt wieder rausgeworfen mit der Aussage dass ich ja nur ein Hypochonder sei und in meinem Alter sei Brustkrebs ja super selten und bei Schmerzen sowieso. Es wurde dann im Stehen ein Kurzultraschall gemacht der mich natürlich nicht zufriedengestellt hat. Dort wurde aber nichts gesehen und es hieß da sei nichts.

    Ich war dann auch nochmals bei meinem FA der auch nichts gesehen hat, aber meinte er stellt mir eine Überweisung in ein richtiges Brustzentrum an einer Klinik aus, weil er gemerkt hat, dass es mir Sorgen macht.


    Mittlerweile hatte ich dann auch abgestillt und bin erneut schwanger geworden aber weder das Abstillen noch die Schwangerschaft haben groß etwas an den Beschwerden verändert.


    Am Dienstag hatte ich jetzt endlich den Termin in der Klinik und war dort bei einem richtig tollen Arzt. Leiter des Zentrums mit einer Menge Erfahrung. Er hat super gründlich geschallt auch beide Seiten und die Achseln etc und auch abgetastet. Er tastet genauso wie ich an der schmerzhaften Stelle etwas, was sich anfühlt von der Form und Beschaffenheit wie eine Kidneybohne. Im Ultraschall findet sich an der Stelle genau ein Lymphknoten, der aber völlig normal aussieht. Der Tastbefund zeigt einen glatt begrenzten, verschiebaren "Knoten" was auch zum Ultraschallbild eines Lymphknoten passt. Das einzige was nicht so richtig geklärt ist, ist woher der Druckschmerz kommt. Der Arzt konnte sich das auch nicht so genau erklären und meint dass der Lymphknoten eben auf Druck etwas schmerzhaft ist bzw. Das Gewebe drum rum. Das Ganze liegt auch direkt unter der Haut auf einer Rippe und ist daher vermutlich auch gut zu tasten.


    Ich solle jetzt mal Voltaren schmieren um zu schauen ob die Beschwerden weg gehen. Er sieht aber keinen Grund zur Sorge, ist absolut gegen weitere Diagnostik wie z.b ein MRT und will mich nach Leitlinie in 6 Monaten wieder sehen. Er meinte dass wenn sich das seit so langer Zeit nicht verändert hat, dann sei das in der Regel auch ein Hinweis darauf,dass nichts bösartiges im Gange ist. Das macht mir irgendwie noch so bisschen Gedanken weil ich gar nicht sicher sagen kann ob sich der Tastbefund verändert hat, da ich am Anfang da nicht so viel getastet habe.


    Naja, jetzt bin ich irgendwie etwas hin und hergerissen. Auf der einen Seite war ich bei einem sehr erfahrenen Arzt, der sich sehr viel Zeit genommen hat. Der Tastbefund passt exakt zu dem Ultraschallbild. Auf der anderen Seite fällt es mir schwer das komplett abzuhaken, weil ich halt ständig dran erinnert werde, wenn z.b meine Tochter an die Brust kommt. Und ich das echt gerne einfach los haben will.


    Wie würde es euch damit jetzt gehen?

    Ich habe gerade auch so eine Odysse. Seit Jahren ein bekannter Knoten (ziemlich wabbeliger Gattung) plus zwei Zysten. Blutiges Sekret aus der Brustwarze. Ich bin jetzt Ultraschall beim Gyn durch, Mammographie, Galaktographie, Stanzbiopsie.


    Überall nichts Eindeutiges. Das Thema zieht sich seit 2 Jahren (Entdeckung Knoten) bzw. 7 Monaten (Beginn der umfassenden Diagnostik).

    Ein MRT wurde jetzt empfohlen, ist aber generell keine Kassenleistung. Außer in der Brustkrebs-Nachsorge oder bei nachgewiesenen Tumor-Zellen in der Stanzbiopsie. Ich kämpfe jetzt seit Juli für eine Kostenübernahme für ein MRT; der Schriftwechsel mit meiner Krankenkasse ist absurd. Aktuell wird die Kostenübernahme abgelehnt, da bei einem MRT ja keine Gewebeprobe entnommen werden könne. Dass das alles schon gelaufen ist und die Ergebnisse nicht zur Symptomatik passen, wird ignoriert. Ergebnis aktuell offen.


    Ich denke, man kann den Ärzten schon trauen. Alternativ bliebe ja nur, ein MRT selber zu zahlen. Das wird bei mir der nächste Schritt sein, aber noch versuche ich es über die Kasse.

    Das tut mir Leid, dass du schon so lange damit zu tun hast. Wahnsinn dass bei den ganzen Untersuchungen immer noch keine Diagnose raus kam. Ich dachte immer eine Biopsie sei absolut 100%? Aber immerhin kannst du was bösartiges ja ausschließen oder?

    Hast du die schon mal überlegt den Knoten entfernen zu lassen, damit das Thema ein Ende hat?


    Ich finde das ganz psychisch auch echt schwer. Mich beschäftigt es immer wieder weil ich eben doch nicht genau weiß was es ist. Der Knoten sieht wirklich aus wie ein Lymphknoten im US. Er hat mir einen Lymphknoten der Achsel gezeigt und dann den Knoten und das sah wirklich gleich aus, trotzdem macht es mich immer wieder unruhig und ich wünschte die 6 Monate Kontrollintervall wären bald vorbei.


    Besonders macht mir halt zu schaffen dass es für diesen Druckschmerz keine wirkliche Erklärung gibt. Ich hab auch nicht den Eindruck dass es der Lymphknoten ist der schmerzt sonder eher das Gewebe drum rum. Aber irgendwie scheine ich damit total exotisch zu sein. Keiner kann sagen was das ist.

    Bei mir ist die ganze Brust empfindlicher geworden und druckschmerzhaft ist die eine Zyste. Letztlich gibt es bei mir ja Befunde, aber teilweise klaffen Befunde und Symptomatik einfach auseinander. Das nervt, zumal in der Familie väterlicherseits gehäuft Brustkrebs auftritt und man da ja schon drank denkt.

    Über eine OP habe ich nachgedacht; ich warte aber noch den Kampf bzlg. MRT ab, habe diese Woche eh eine andere OP. Durch Corona lief hier lange Zeit auch nicht viel und so schnell gäbe es eh keinen OP-Termin. Die nächste Kontrolle ist im Januar, spätestens dann werde ich das Thema OP nochmals ansprechen. Aber ich hoffe ja, vorher ein MRT zu haben. Bzw. es nach Absage dann halt selber zu zahlen und weiter zu sehen.


    Aber es ist einfach nervig. Man merkt ja am Körper, dass da was blöd ist - und komtm nicht weiter. Entwarnung schön und gut, aber es ist eben nicht gut, weil man ja was merkt.

    Sunflower_73 schrieb:

    Bei mir ist die ganze Brust empfindlicher geworden und druckschmerzhaft ist die eine Zyste. Letztlich gibt es bei mir ja Befunde, aber teilweise klaffen Befunde und Symptomatik einfach auseinander. Das nervt, zumal in der Familie väterlicherseits gehäuft Brustkrebs auftritt und man da ja schon drank denkt.

    Über eine OP habe ich nachgedacht; ich warte aber noch den Kampf bzlg. MRT ab, habe diese Woche eh eine andere OP. Durch Corona lief hier lange Zeit auch nicht viel und so schnell gäbe es eh keinen OP-Termin. Die nächste Kontrolle ist im Januar, spätestens dann werde ich das Thema OP nochmals ansprechen. Aber ich hoffe ja, vorher ein MRT zu haben. Bzw. es nach Absage dann halt selber zu zahlen und weiter zu sehen.


    Aber es ist einfach nervig. Man merkt ja am Körper, dass da was blöd ist - und komtm nicht weiter. Entwarnung schön und gut, aber es ist eben nicht gut, weil man ja was merkt.

    Ich hätte ja bei mir auch auf eine Zyste getippt, aber anscheinend ist es ein Lymphknoten. Kann dich gut verstehen. Ich merke auch ständig dass da etwas ist und das stört einfach. Ich möchte das auch echt so gerne los haben, weil es zu oft auch die Gedanken einnimmt.


    Ich drück die Daumen dass du das MRT durch bekommst.

    Das ist ja auch das was mir noch zu schaffen macht, dass Befund und Symptomatik nicht so recht zusammen passen wollen bzw. Mir das auch keiner erklären kann. Der Ultraschallbefund passt zum Tastbefund aber halt nicht zur Symptomatik. Wenn das passen würde, wäre es glaub auch leichter das mal vorübergehend abzuhaken

    Ich kann absolut nachvollziehen, dass du dich sorgst und kann ehrlich gesagt nur den Kopf schütteln bei der wenigen Diagnostik, die du bisher erhalten hast!

    Ich persönlich würde Befunde in der Brust IMMER GRÜNDLICHST abgeklärt haben wollen!

    Ich an deiner Stelle würde irgendwie versuchen, eine Mammographie UND eine Stanze zu erhalten. Es ist mir schleierhaft, wie die Ärzte dir das vorenthalten. Bleib da bitte unbedingt dran! Viele Befunde sind harmlos (manchmal aber auch durchaus schon eine Krebsvorstufe), aber mittlerweile erkrankt jede 8. Frau in Deutschland an einem Mammakarzinom. Ich habe einige kennengelernt, die schon in den 20ern und 30ern erkrankt sind, gerade hormonabhängige BK-Formen, die durch Hormonveränderungen wie Schwangerschaft und Stillzeit zusätzlich „befeuert“ werden können.

    Ich finde deine Sorgen absolut berechtigt und würde schnellstmöglich auf eine wirklich ordentliche Diagnostik bestehen.

    Ich an deiner Stelle würde kein MRT durchboxen bzw. keine weitere Diagnostik mehr anstreben, sondern bei dieser heftigen Symptomatik so schnell wie möglich eine Entfernung in einer gynäkologischen Tagesklinik anstreben.

    Mysla schrieb:

    Ich kann absolut nachvollziehen, dass du dich sorgst und kann ehrlich gesagt nur den Kopf schütteln bei der wenigen Diagnostik, die du bisher erhalten hast!

    Ich persönlich würde Befunde in der Brust IMMER GRÜNDLICHST abgeklärt haben wollen!

    Ich an deiner Stelle würde irgendwie versuchen, eine Mammographie UND eine Stanze zu erhalten. Es ist mir schleierhaft, wie die Ärzte dir das vorenthalten. Bleib da bitte unbedingt dran! Viele Befunde sind harmlos (manchmal aber auch durchaus schon eine Krebsvorstufe), aber mittlerweile erkrankt jede 8. Frau in Deutschland an einem Mammakarzinom. Ich habe einige kennengelernt, die schon in den 20ern und 30ern erkrankt sind, gerade hormonabhängige BK-Formen, die durch Hormonveränderungen wie Schwangerschaft und Stillzeit zusätzlich „befeuert“ werden können.

    Ich finde deine Sorgen absolut berechtigt und würde schnellstmöglich auf eine wirklich ordentliche Diagnostik bestehen.

    Der Arzt im Brustzentrum hat mir erklärt, dass bei dem Ultraschallbefund keine weitere Diagnostik nach Leitlinie gemacht wird. Sondern maximal eine Kontrolle. Gerade eine Mammographie wird in der Schwangerschaft nur bei hochgradigem Brustkrebsverdacht gemacht aufgrund der Strahlung.


    Aber ja ansonsten gebe ich Dir Recht. Ich bin aktuell auch nicht so ganz zufrieden mit der Situation und würde es gerne noch genauer abgeklärt haben. Bisher hat mein FA den Befund noch nicht erhalten, sobald der da ist werde ich aber definitiv mit ihm Sprechen wie man da jetzt am Besten weiter vorgeht.


    Laut dem Arzt im Brustzentrum spricht halt weder der Tastbefund noch das Ultraschallbild für etwas bösartiges und dann wird nach Leitlinie gehandelt

    Stimmt, sorry, die Schwangerschaft hatte ich gerade nicht auf dem Schirm. Ich hatte dir dieses Vorgehen ja schon vor ein paar Monaten geraten. Eine Stanze könnte trotzdem gemacht werden. Das „Vorgehen nach Leitlinie“ habe ich ehrlich gesagt noch nie gehört. Auch nicht, dass man durch US und Tasten ein MaC ausschließen kann. Dann würde sich jede Mammographie etc. ja erübrigen. Es ist eben die Frage, wie du dich damit fühlst. Ich persönlich würde so etwas immer zeitnah genau abgeklärt haben wollen und mich so “diagnoselos“ überhaupt nicht wohlfühlen.

    Ja es wäre durchaus eine Option eine Stanze machen zu lassen. Diese wäre ja ohnehin aussagekräftiger als eine Mammographie. Bei einer Mammo ist ja überhaupt nicht gesagt dass man in meinem Alter plus Schwangerschaft überhaupt etwas brauchbares rausbekommt.


    Ich werde das am Mittwoch mal mit meinem Arzt besprechen, wie ich da jetzt am Besten rankomme an eine Biopsie. In dem Brustzentrum wo ich war, wartet man locker 3 Monate auf einen Termin.