• Endometriose: Gestagen-Pille durch Hormonspirale ersetzen?

    Vorab: Ich poste diese bewusst hier und nicht unter Verhütung. Falls es nicht okay ist, bitte verschieben! Bei mir wurde vor knapp 7 Jahren Endometriose festgestellt, da war ich 40. Es gab schon gut 15 Jahre vorher erste Hinweise, aber man kam halt erst so nach und nach drauf. Jahrelange Pilleneinnahme haben es wohl auch gut getarnt; subjektiv war die…
  • 45 Antworten

    clairet

    Wäre denn eine Endometriumablation auch was für dich?

    Die Gyn bezeichnete dies als recht elegante Lösung bei starken Blutungen, wenn die Kinderplanung abgeschlossen ist.

    Die Ablation bringt leider nicht viel bei Endometriose... sonst wäre ich auch eindeutig dafür. Aber vielleicht muss ich es mal ansprechen und bzgl. Endo riskieren, dass es schlimmer wird. Weil ich bin sooo pillenmüde. Und klar, Beziehung war am Ende Mist und mein Leben hat so viele Baustellen und so viel Stress, aber ich meine auch, dass Libido und Stimmung nach 6 Jahren doch deutlicher leiden.

    Von der Ablation habe ich schonmal gehört, aber ich denke dafür habe ich keine Indikation. Meine Blutung nervt mich zwar, aber übermäßig stark ist sie nicht.

    Oh mann, es ist wirklich zum Kotzen, wenn ich das mal so schreiben darf!


    Ich habe morgen einen Termin beim Gyn, endlich! Nach dem Einnehmen der zwei Pillen pro Tag hatte ich vier Wochen lang herrliche Ruhe, und was sehe ich vorhin? Schon wieder Geschmiere. Jetzt weiß ich natürlich nicht, ob das bei Geschmiere bleibt oder sich zu einer richtigen Blutung entwickelt.

    Brustspannen habe ich natürlich seit ca. einer Woche auch wieder.


    Und nu? Gehe ich morgen trotzdem zum Gyn? Ansonsten müsste ich nämlich wieder ca. drei Monate auf einen neuen Termin warten, der ist immer total ausgebucht.

    Klar kannst Du mit einer Schmierblutung zur Gyn. Ist letztlich teilweise nur blöd, wenn es um den Abstrich im Rahmen der Krebsvorsorge geht. Aber meine stört sich daran nicht weiter, ich warne kurz vor und gut ist.

    Liebe Sunflower, wenn ich deinen Faden lieber nicht schreddern soll, sag bitte Bescheid!


    Ich war heute also beim Gyn, und es war tatsächlich recht interessant.

    Es sagt, das Geschmiere liegt an Corona, er hat seit einem halben Jahr recht viele Frauen, denen es so geht. Denn der Stress und die unterschwellige Angst stressen manche Frauen sehr, vor allem wenn dann auch noch Kinderstress dazukommt und Mann-Kurzarbeit-Stress. Männer sitzen das nur aus, und Frauen stresst es. Und Stress sorgt für Chaos in den Hormonen.

    So weit, so logisch, finde ich.


    Ansonsten ist auch noch meine Schleimhaut mehr aufgebaut, als sie das unter der Pille sein sollte. Unter der Pille wären 3-3,5 mm normal, bei mir sind es 5,1 mm. Ich soll jetzt nochmal abwarten. Wenn es beim Geschmiere bleibt, wieder ein paar Tage lang die Pille doppelt nehmen.

    Wenn es eine richtige Blutung wird, soll ich zwei Wochen später nochmal kommen, dann macht er nochmal einen Ultraschall, und es geht womöglich in die Richtung der Endometriumablation.


    Denn, und das fand ich recht überrraschend, hat er mir von der Mirena abgeraten. Auch er sagte, wenn die Pille jetzt nicht klappt, wird die Mirena auch nicht klappen. Er könnte sie mir zwar einsetzen, aber dann hätte ich nach drei Monaten die Schnauze voll und sei sauer auf ihn, das wollte er dann doch nicht.

    Alles gut, es geht mir ja um so einen Erfahrungsaustausch... Bei mir gibt es halt nicht so ein klassisches Muster bzgl. Stress. Ich hatte jetzt eine ordentliche Blutung, aber ich hatte meinen Urlaub spontan 2 Tge verlängert und war dann 36 Stunden ohne Pille (zu wenig Reserve mit dabei, irgendwie nicht überlegt).

    Seither ist Ruhe...


    Ich habe aktuell zu viele gesundheitliche Baustellen, die vorrangig sind. Aber ich werde es beobachten und bzgl. Ablation mal meine Gyn beim nächsten Termin (Januar/Februar) ansprechen. Auf Mirena habe ich aktuell keine Lust...


    Aber schön, dass Du auf so viel Verständnis gestoßen bist!

    Ganz prima. Ich hatte mal bei meiner Krankenkasse nachgefragt, wie das dann so geht.

    Entweder muss ich ein paar hundert Kilometer fahren, und zwar zwei Mal (1x Vorgespräch, 1x Eingriff), das wäre dann eine spezielle Versorgung mit speziellen Verträgen zwischen Krankenkasse und Ärzten.

    Oder ich muss den Eingriff selber zahlen, wenn ich es in der Nähe machen lassen würde. Ambulant oder stationär macht auch keinen Unterschied.

    Die von der Krankenkasse haben mir das so erklärt. Sie haben Verträge zur speziellen Versorgung bei ausgewählten Ärzten, bei denen ist der Eingriff dann für mich kostenlos. Die für mich nächsten zwei Zentren sind jeweils 400 km weit weg.


    Das nächste Krankenhaus, das den Eingriff ambulant durchführt, 22 km. Aber eben ohne entsprechenden Vertrag mit meiner Krankenkasse.

    Okay... ich dachte, das wäre bei entsprechender Indikation eine simple Kassenleistung mit zugelassener Abrechnungsziffer im EBM und basta... Habe gerade mal recherchiert; es scheint aber ein Einzelfallantrag erforderlich zu sein. Vielleicht lohnt es sich, da mal nachzuhaken, denn 400 km sind unverhältnismäßig.

    Ergänzung, habe mal in einem Abrecnungsforum gestöbert. Es hängt offensichtlich vom angewandten Verfahren bzgl. Ablation ab. Für die "normale" OP scheint man einen Antrag auf Kostenübernahme stellen zu müssen (wo best. Bedingungen gegeben sein müssen). Das mit dem "Krankenkasse hat Vertrag mit Klinik" scheint für die Goldnetz-Methode zu gelten; das ist quasi ein spezielles und von der normalen OP abweichendes Verfahren. Mit Vor- und Nachteilen.

    Die Goldnetz-Methode könnte auch übernommen werden, dafür müsste ich nur in die Region Berlin und Brandenburg fahren. Sechs Stunden mit dem ICE. :=o Denn nur dort gibt es Ärzte mit entsprechendem Vertrag mit der Krankenkasse.


    Demnach wäre es wohl auch "nur" die normale Methode, für die ich trotzdem ein Stückchen fahren müsste.

    Ansonsten könnte ich ja auch mal versuchen, einen Antrag auf Kostenübernahme zu stellen.


    Danke dir für's Googeln!

    Update:


    Ich habe einen Polypen in der Gebärmutter. 11,4 mm groß. Der macht wohl auch Blutungsstörungen, weil der Körper versucht, den loszuwerden. Und mit jedem Geschmiere und jeder Blutung, bei der er nicht mit abgeht, wächst er. Also muss er raus.


    Jetzt könnte ich entweder ein Gelbkörperhormon nehmen und dadurch ein Abbluten auslösen, bei dem mit 50% Chance auch der Polyp mit rauskommt. Kommt er nicht raus, brauche ich eine Ausschabung.


    Oder ich lasse eine Endometriumablation machen, dabei würde der Polyp auch gleich mit rausgeholt.


    Gyn sagt, Abbluten und evtl. Ausschaben würde ja das Problem der starken Blutungen auch nur aufschieben.

    Also habe ich in zwei Wochen ein Vorgespräch im Krankenhaus für die Endometriumablation. So schnell, weil mein Gyn dort angerufen hat. Bei dem Arzt, der vor gut 11 Jahren meinen Kleinen mit auf die Welt geholt hat. ;-D


    Und mein Gyn sagt, das zahlt dann auch die Krankenkasse, wenn ich eine entsprechende Überweisung habe. Auch wenn es ambulant gemacht wird. Vielleicht wäre es keine Kassenleistung, wenn ich selber ohne Überweisung im Krankenhaus aufsschlagen würde? Womöglich.