Endometriose - Pille absetzen?

    Ich habe Endometriose und nehme seit fünf Jahren die Maxim ohne Pillenpause, also mit vollständiger Unterdrückung der Regelblutung.

    Da ich aber aufgrund einer genetischen Erkrankung schwerbehindert bin und merke, dass mir die Pille absolut nicht gut tut und viele meiner anderen Symptome verstärkt, würde ich sie gerne absetzen oder zumindest nicht mehr im Langzyklus einnehmen.

    Leider finde ich bei den Ärzten dazu überhaupt keinen Ansprechpartner. Ich war schon in Endometriose-Kompetenzzentren und selbst dort bekomme ich immer nur zu hören: "Hm, das ist aber nicht gut. Aber nehmen Sie einfach Ihre Pille weiter, vielleicht geht es ja irgendwann besser..."

    Ich denke jedoch nicht, dass nach fünf Jahren noch große Veränderungen zum Besseren zu erwarten sind. Ich habe auch immer das Gefühl, dass der Anreiz zu helfen nicht so ausgeprägt ist, wenn man nicht mit Kinderwunsch zum Gynäkologen kommt...

    Ich traue mich aber auch nicht, die Pille einfach nach so langer Zeit abzusetzen, und ich weiß auch überhaupt nicht, was mich dann erwartet. Ich weiß nicht, ob die Symptome der Endo sofort zurückkommen können und ob mein ganzer Hormonhaushalt zusammenbrechen könnte...?!

    Ich habe auch seit mehreren Monaten einen extremen diffusen Haarausfall mit kahlen Stellen an den Schläfen und am Haaransatz und ich vermute, dass das auch auf die Hormone zurückzuführen ist. Klar, das ist "nur" ein "kosmetisches Problem", aber da ich sowieso schon so krank und depressiv bin, und meine Haare mir das letzte Bisschen "körperliche Normalität" vermitteln, ist das im Moment noch der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt...

    (Ehrlich gesagt habe ich auch ziemliche Angst, dass mir nach dem Absetzen der Pille die Haare total ausfallen.)


    Kennt sich jemand von euch mit dem Absetzen der Pille nach langer Einnahme aus? Gibt es keine anderen Möglichkeiten, mit der Endo umzugehen? Welche Nebenwirkungen erwarten mich und kann ich ihnen irgendwie entgegen steuern? Wie macht ihr anderen mit Endo das? Nehmt ihr auch einfach über Jahre die Pille durch?


    Ich danke euch im Voraus für eure Antworten!


    LG

  • 2 Antworten

    zum absetzen der pille nach langer einnahme kann ich leider keine erfahrung beisteuern- aber ich denke, daß es sehr individuell ist, wie die reaktionen sind.

    Winterwind schrieb:

    Gibt es keine anderen Möglichkeiten, mit der Endo umzugehen?

    natürlich gibt es die, auch hier ist es sehr individuell, was anschlägt, und was nicht. es gibt viele alternative ansätze bei endometriose, von ernährungsumstellung, tcm, physiotherapie (nur bei spezialisten für beckenboden und organe in dem bereich) ayurveda, methode wildwuchs, luna-yoga, usw...


    Winterwind schrieb:

    Wie macht ihr anderen mit Endo das? Nehmt ihr auch einfach über Jahre die Pille durch?

    nein, aufgrund von migräneneigung hab ich die pille nie genommen, sondern andere wege gesucht.

    Ich habe 8 Jahre lang die Pille genommen. Ganz normal mit Unterbrechungen. Kam dann aber irgendwann gar nicht mehr mit den Hormonen klar und habe abgesetzt und mit der Gynefix verhütet. Das war wie eine Befreiung. Mir ging es echt gut. Klar manchmal war die Periode etwas stärker, aber alles ok. Dann bin ich nach 2,5 Jahren ungeplant schwanger geworden und danach fängt meine Endogeschichte an. Etwa ein halbes Jahr nach der Entbindung begannen die Endo Beschwerden. 13 Monate nach der Entbindung ließ ich mich operieren. Dann hieß es sie müssen die Visanne nehmen. Hab ich auch gemacht 3 Monate lang. Dann ging die auch nicht mehr. Hatte dann noch mehrere diverse Pillen ausprobiert und noch 2 OPs. Und bei meiner letzten OP ist kein neuer Endoherd gefunden worden. Da ich aber auch Endo in der Gebärmutter habe, habe ich auch immer ultra heftige Blutungen gehabt. Inkl. Ohnmacht. Jetzt bin ich soweit wieder Hormone zu testen, aber in Form von der Mirena. Ist noch frisch. Also erst 3 Wochen alt. Aber bisher merke ich nichts negatives, außer den bekannten Schmierblutungen. Du kannst aber wenn du keine neuen Herde mehr hast bzw Beschwerden, ruhig absetzen und abwarten. Ich habe mich für die Hormone nur entschieden, weil es erstens die Blutungen und Schmerzen ja verringern soll und 2. von der KK bezahlt wurde.