Erfahrungen mit Myomen und deren Entfernung?

    Hallo,


    ich bin 38 Jahre (172 cm, 57 kg), damit leicht untergewichig - immer schon.

    Seit ca. 5 Jahren habe ich ein Myom, war aber bisher nie ein Problem.


    Seit ca. 4 Jahren habe ich einen ständig aufgedunsenen Bauch. Ich habe diverse Untersuchungen hinter mir (v.a. im Gastro-Bereich also Magen-Darmspiegelung, ph-Metrie, Impedanzmessung, Lebensmittelunverträglichkeitstests, Blut- und Stuhlproben, diverse Auslassdiäten usw.).


    Ich bin diagnostiziert mit:

    Schilddrüsenunterfunktion seit ca. 17 Jahren (kein Hashimoto)

    Morbus Crohn seit ca. 13 Jahren (keine Symptome)


    Nichts konnte bisher meine Symptome erklären.


    Mittlerweile ist das Myom 5x5x5 cm groß.

    Da ich sehr schlank bin und ein schmales Becken habe, meinte der Frauenarzt, dass es durchaus sein kann, dass das Myom für den aufgedunsenen Bauch (mit)verantwortlich ist. Außerdem verschiebt es den Muttermund. Es liegt außerhalb der Gebärmutter. Die Gebärmutter ist nicht vergrößert.


    Ich nehme die Pille (Monostep) seit 18 Jahren und hatte nie Probleme damit.

    Usprünglich habe ich damit angefangen, weil ich damals massive Unterleibsschmerzen und Blutungen hatte. Seither nie wieder.


    In letzter Zeit sind die Schmerzen und Blutungen aber wieder schlimm geworden. Vermutlich aufgrund des Myoms.


    Der Frauenarzt hat jetzt einen Langzeitzyklus vorgeschlagen. Habe die Pille zuerst 2, dann 3 Monate am Stück genommen. Das ging jetzt für ca. ein halbes Jahr gut. Jetzt hab ich ständig Blutungen und Schmerzen. Letzten Monat 3 Wochen am Stück. Jetzt schon wieder. Keine starke Blutung, eher bräunlich und eben leichte Unterleibsschmerzen, obwohl ich den 2. Blister erst gerade angefangen habe. Es ist echt nervig.


    Der Frauenarzt meinte, ich solle mal lieber nur 2 Blister versuchen, wenn mein Körper meint, er müsse vor dem 3. schon wieder bluten, aber mittlerweile ist da ja gar kein Zyklus mehr erkennbar.


    Also zum einen stören mich die Blutungen und Schmerzen, aber da hab ich noch nicht aufgegeben, es mit Langzeitzyklus in den Griff zu bekommen.

    Trotzdem würde ich gerne mal meinen Hormonspiegel überprüfen lassen.


    Zum anderen wäre da mein Hauptproblem: mein aufgedunsener Bauch, den ich nun seit 4 Jahren jeden einzelnen Tag habe. Ich sehe aus wie schwanger. Und ja, ich habe gastro-mäßig bereits alles abgeklärt. Auf verschiedene Dinge wochenlang verzichtet (z.B. Gluten, Lakotse, Histamin, Nachtschattengewächse). Es scheint nicht an der Ernährung zu liegen.


    Der Bauch ist nicht immer gleich groß, sondern wächst, wenn ich esse. Und zwar gleich wenn ich esse und nicht erst viel später. So schnell gelangt das nicht in den Darm. Und Verdauungsprobleme habe ich auch keine. Keine Übelkeit, kein Durchfall, nichts. Alles normal.


    Das spricht ja doch dafür, dass es eventuell am Myom liegen könnte.

    Eventuell verbergen sich noch weitere Myome, die im Ultraschall nicht gesehen wurden?


    Mich aber nur auf den Verdacht hin einer Bauchspiegelung zu unterziehen, finde ich aber auch übertrieben.


    Ich wollte zunächst hier mal nach Erfahrungen fragen.

    Hattet ihr Komplikationen nach der Bauchspiegelung?


    Hat hier jemand Myome und ähnliche Symptome?


    Ich freue mich auf eure Antworten. :)

  • 15 Antworten

    Hm. Hat hier wirklich keiner Erfahrung damit?

    Dabei heißt es doch immer, dass ca. jede 3. bis 4. Frau angeblich ein Myom hat und 50% damit Schwierigkeiten haben??

    wann hast du denn zum letzten mal länger keine pille genommen?

    all die von dir aufgezählten dinge könnten auch nebenwirkungen der pille sein.


    daß ein myom mit ungewöhnlichen blutungen einhergehn kann, stimmt. aber mit einem "aufgedunsenen bauch" nach dem essen eher nicht.

    Ich nehme die Pille seit 2001 und hab nie eine Pause gemacht seither.


    Ich war letzte Woche beim Notarzt weil ich fast verblutet bin.

    Außer der starken Blutung ist die "Zwischenblutung" auch sehr lange. Im Moment blute ich seit 4. April und meine Periode geht offiziell erst nächste Woche los ....


    Ich hatte sowas noch NIE. Meine Periode war mit der Pille immer wie ein Uhrwerk und die Blutung war schwach und kurz. Auch kaum Schmerzen. Aber seit ca. 1 Jahr wird es immer chaotischer.


    Ich nehme an, dass das mit dem Myom und / oder einem Hormonungleichgewicht zu tun hat.

    japanworm schrieb:

    Ich hatte sowas noch NIE.

    nebenwirkungen können auch nach jahren auftreten.

    obs an der pille liegt, kann man relativ leicht feststellen, in dem man sie weglässt. obs am myom liegt, kann man relativ schwer feststellen, in dem man es mittels bauchspiegelung entfernen lässt. von dem her würd ich mich zunächst für den einfachen weg - pille weglassen- entscheiden um mal zu sehn, wie es ohne künstliche hormone ist.

    Nebenwirkungen nach fast 20 Jahren? Puh.

    Ich werde das auf jeden Fall mit meinem Frauenarzt besprechen. Erstmal den Hormonspiegel überprüfen lassen, damit ich weiß, wo ich stehe anstatt blind irgendwelche Hormone zu nehmen oder abzusetzen.


    Ich nehme die Pille nur aus einem Grund:

    Meine Mutter ist mit 44 an Eierstockkrebs gestorben und Studien haben gezeigt, dass die Pille das Risiko für Eierstockkrebs senken kann (im Schnitt um 13% pro 5 Jahre in denen man die Pille nimmt).


    Vor 20 Jahren war das noch nicht der Grund. Damals hatte ich massive Regelschmerzen. Waren mit der Pille dann zum Glück Geschichte. Aber da ich jetzt mit der Pille die gleichen Probleme habe, würde das Absetzen die Beschwerden vermutlich kaum schlimmer machen.

    japanworm schrieb:

    Erstmal den Hormonspiegel überprüfen lassen

    also ich bin mir nicht sicher, ob ich da am aktuellen stand bin, aber soweit ich weiß, muss man die pille für die bestimmung des hormonstatus ohnehin absetzen- frag da mal bei einem hormonspezialisten (NICHT dem frauenarzt) nach. weil unter der pille den hormonstatus bestimmen lassen misst dann ja lediglich den status der künstlichen hormone. aber vielleicht melden sich hier im forum noch frauen, die selbst erfahrungen mit pille und hormonungleichgewichten haben. ich kenn mich nur mit myomen aus.

    Hallo japanworm!

    Zitat

    Hattet ihr Komplikationen nach der Bauchspiegelung?

    Ich hatte zwar ne bauchspiegelung aber aus einem anderen Grund. Habe keine nennenswerte Beschwerden gehabt. Ist ja ein minimal invasiver Eingriff. Aber das kann dir auch keiner sagen, wie es bei dir läuft.


    Wie steht es um deine Bauchmuskeln? Bist du trainiert?

    Denke schon, dass es einfach vom Essen kommen kann. Und das Gewicht vom Magen drückt den Darm gegen deine Bauchdecke, wenn du etwas gegessen hast und die Muskeln den Bauch nicht in Form halten. Und bei sehr schlanken Leuten fällt es halt sehr auf. Viele Leute müssen ja auch einen Knopf nachm essen auf machen. Das ist doch das gleiche Phänomen, oder?

    Sollte ich mich hier total irren, bitte nicht für den Quatsch steinigen. Korrigieren reicht ;-)bin kein Fachmann. Hab nur auch oft einen dicken Bauch nach dem Essen und dass seitdem die Bauchmuskeln durch zwei Schwangerschaften nicht bzw kaum mehr da sind :=o

    Zitat

    Studien haben gezeigt, dass die Pille das Risiko für Eierstockkrebs senken kann (im Schnitt um 13% pro 5 Jahre in denen man die Pille nimmt).

    Dafür erhöht sie laut Studien das Risiko für andere Erkrankungen, die auch lebensgefährlich sein können. Denn bleibt dir der Eierstockkrebs erspart dafür gibt's dann ne Thrombose oder Brustkrebs. Oder oder oder....

    Ja, das stimmt. Andere Risiken werden erhöht. Aber die Heilungschancen bei Brustkrebs sind viel, viel höher als bei Eierstockkrebs .... muss man halt immer abwägen.....


    Deine Theorie mit dem Bauch ist ganz nett, funktioniert aber nicht. Meine Figur hat sich nie geändert, dieser massive Bauch kam aber erst vor 4 Jahren. Was war dann bitte all die Jahre zuvor? Macht ja keinen Sinn. Und ja, nach dem Essen hatte ich auch schon immer einen dickeren Bauch, aber der ging immer zurück.

    japanworm schrieb:

    Deine Theorie mit dem Bauch ist ganz nett, funktioniert aber nicht. Meine Figur hat sich nie geändert, dieser massive Bauch kam aber erst vor 4 Jahren. Was war dann bitte all die Jahre zuvor? Macht ja keinen Sinn. Und ja, nach dem Essen hatte ich auch schon immer einen dickeren Bauch, aber der ging immer zurück.

    der körper ändert sich aber auch mit den jahren. dinge, die früher "nie ein problem waren" können dann plötzlich eines sein.


    abgesehn davon werden vielfach die nebenwirkungen der pille nicht als solche erkannt. von den frauen nicht, weil sie keinen zusammenhang erkennen, und von den ärzten auch nicht, weil diejenigen, die die pille verschreiben, keine spezialisten für andere organe oder kreisläufe im körper sind.


    ich meine, z.b. die schilddrüsenunterfunktion, die du seit 17 jahren hast (und seit 18 jahren nimmst du die pille)- nie drüber nachgedacht, daß das auch eine folge der pilleneinnahme sein kann da die die künstlichen hormone auch auf die schilddrüse wirken? das ist so ein klassiker, find ich.

    Doch natürlich. Ich hab darüber auch schon einiges gelesen.

    Aber die Schilddrüsenunterfunktion bei mir ist jetzt nicht wirklich so tragisch und wenn die Alternative jahrelang monatlich massive Schmerzen gewesen wäre, dann hätte ich mich vermutlich wieder für die Pille entschieden.


    Man muss ja leider immer abwägen. Schmerztabletten haben auch viele Nebenwirkungen - auch nicht gerade ungefährliche. Trotzdem nehmen wir sie manchmal, wenn wir die Schmerzen einfach nicht mehr aushalten.

    ja, natürlich muss man immer eine risiko und nutzen abwägung machen, und die kann individuell sehr unterschiedlich aussehen.

    es ist mir nur aufgefallen, daß du im ersten beitrag geschrieben hast, daß du die pille nimmst, und "nie probleme" damit hattest. gleichzeitig aber eine menge von problemen aufzählst, bei denen die pille zumindest mitspielen kann.


    aber es ging mir auch nicht um eine diskussion um die pille an sich, sondern einfach darum, daß ich mich persönlich in deiner situation eben nicht gleich auf eine bauchspiegelung bzw. myomentfernung einlassen würde, bevor nicht andere mögliche ursachen für die beschwerden, wie eben die pille, ausgeschlossen wurden. denn an sich rumschnippeln lassen ist halt doch nochmal eine entscheidung, die ganz andere risiko- nutzen-abwägungen erforderlich macht, find ich.


    was die schmerztabletten betrifft, da geb ich dir recht, daß die auch nicht harmlos sind. der unterschied zur pille ist halt, daß man die schmerztabletten normalerweise nicht jeden tag einnimmt und das über jahrzehnte. und die einschätzung, wie viele schmerzen man gehabt hätte, wenn man nicht die pille genommen hätte, ist einfach nicht zu treffen. auch das verändert sich im laufe des lebens, genauso wie alles andere.

    Ich habe mich jetzt wirklich intensiv in das Thema eingelesen und auch viele Erfahrungsberichte (v.a. auf English) mir zu Gemüte geführt.

    Also eine OP ist wirklich nur der letzte Ausweg für mich.


    Offenbar hängen Schilddrüsenunterfunktion, hohes Kortisol und zu viel Östrogen (auch zu viel Histamin) alle miteinander zusammen. Also würde es generell Sinn machen, diese hormonellen Imbalancen auszugleichen über Ernährung und pflanliche Mittel.


    Zunächst mal möchte ich aber festellen, ob ich WIRKLICH einen Östrogenüberschuss habe. Dann könnte man ja mit Mönchspfeffer u.a. arbeiten.

    Würde auch gerne mal Rizinusölwickel ausprobieren. :)

    japanworm schrieb:

    Hm. Hat hier wirklich keiner Erfahrung damit?

    Dabei heißt es doch immer, dass ca. jede 3. bis 4. Frau angeblich ein Myom hat und 50% damit Schwierigkeiten haben??

    Hallo, ich hatte zahlreiche Myome und anderes, ist vor gut 5 Wochen alles entfernt woden