@ Haga:

    Zitat

    da ich mittlerweile weiß, dass die Ärztin da evtl falsch gehandelt hat

    nicht nur eventuell. Zysten an den Eierstöcken sind zwar ein mögliches Symptom vom PCO-Syndrom (daher auch der Name, polizystisches Ovarialsyndrom), jedoch kann man auch ohne Zysten PCO-S haben, und man kann Zysten haben, ohne dass PCO-S vorliegt. PCO-S ist eine Ausschlussdiagnose, es gibt noch diverse andere hormonelle Störungen. Einfach nur anhand des Zyklus kann man da nicht beurteilen, da braucht es diverse Blutwerte. Und selbst wenn ein PCO-S-Verdacht vorliegt, ist es sinnvoll, weiterführende Untersuchungen zu machen, z.B. um zu schauen, ob zusätzlich eine Insulinresistenz vorliegt. Es gibt auch andere Behandlungsmöglichkeiten als die Pille (zumal die Pille keine Behandlung ist, sondern Symptomunterdrückung, was, je nachdem, wohl auch sinnvoll sein kann), Metformin zum Beispiel (wobei man das vor allem bei bestehender Insulinresistenz anwendet).


    Mir ging es vor 4 Jahren übrigens ähnlich - bin zur FA, da ich Amenorrhoe hatte (und ich naives Ding glaubt, sie als Ärztin wüsste sicher, was sie tut). Die meinte, ach, Amenorrhoe, unreine Haut - ganz klar, PCO-Syndrom, nehmen Sie die Pille, sonst kriegen Sie Osteoporose. %-|:(v


    Mittlerweile war ich bei einer Endokrinologin. Der PCO-Syndrom-Verdacht besteht zwar weiterhin, jedoch habe ich auch ein Prolaktinom (das ist ein gutartiger Tumor an der Hypophyse, der zu einem zu hohen Prolaktinspiegel im Blut führen kann, das wiederum wirkt sich negativ auf den Zyklus aus), ich hoffe sehr, dass es daran liegt und nicht doch zusätzlich das PCO-Syndrom vorliegt. :-(


    Ich würde also, sollten die Zyklusstörungen nach dem Absetzen der Pille wieder auftreten, nach 6-9 Monaten (vorher macht es leider keinen Sinn; auch 6 Monate sind u.U. etwas knapp, bei mir war z.B. nach 6 Monaten das Testosteron zu hoch (das ist ein mögliches Symptom nach dem Absetzen der Pille, deswegen kommt es da auch häufiger mal zu Hautunreinheiten und fettigen Haaren), nach 9 Monaten aber nicht) zu einem Endokrinologen gehen, damit du wenigstens mal eine Diagnose hast.