Frauenarzt künftig wechseln?

    Hallo ihr Lieben,


    keine Frau geht wahrscheinlich gerne zum Gyn, aber trotzdem kann man sich gut aufgehoben fühlen oder nicht.

    Nach unserem Umzug bin ich im neuen Wohnort einfach zu einem Gyn gegangen, der durchweg sehr gut bewertet wurde.

    Beim ersten Besuch im vergangenen Jahr fiel mir auf dass er bei der Brustuntersuchung anders als meine vorherigen Gyns mich nur kurz das T-Shirt samt BH hochhalten liess und dann kurz abtastete mit der Bemerkung dass man bei so großen Brüsten - ich trage E-Cup - sowieso nicht alles ertasten könne sondern besser zur Mammographie gehen soll. Ich war baff denn mein früheren Gyns hatte da nie Probleme und haben immer gesagt meine Brust wäre weich und recht gut zu untersuchen. Auch musste ich mich komplett oben rum freimachen und hinstellen, damit sie zu Anfang erst mal die allgemeine Form anschauen konnten vorm Abtasten.


    Dieses Jahr lief es wie letztes Jahr, nur dass es auf dem Stuhl nach dem üblichen Abstrich und der Tastuntersuchung plötzlich dreimal einen heftigen Schmerz gab, ohne Vorwarnung oder Aufklärung, später habe ich dann von der Sprechstundenhilfe gesagt bekommen dass das der HPV Abstrich gewesen ist. Ich finde das hätte mir der Arzt ja mal vorher sagen können. Die Brustuntersuchung lief wie letztes Mal, kurz das Oberteil hochheben.

    Zu Hause ging ich nichtsahnend aufs Klo und hatte beim Wasserlassen ein heftiges Brennen und danach Blut auf dem Toilettenpapier. Es tat dann von Mal zu Mal weniger weh, aber gute 2 Tage war das Wasserlassen unangenehm.

    Ich habe so was noch nicht erlebt und frage mich, ob ich zu pingelig bin weil er so gut bewertet wurde?

    Dazu kommt, dass ich seit 3 Wochen auf das Abstrichergebnis warte. Ich kenne es so dass man nach 2 Wochen das Ergebnis erfragen kann. Ich bin sehr nervös weil ich schon operiert worden bin, ich bin 50, habe keine ES mehr und nach Atypien in der GM wurde auch diese entfernt. Daher bin ich da sehr hinterher mit der Vorsorge und werde jeden Tag unruhiger. Die Sprechstundenhilfe sagte dass es noch bis nächste Woche dauern könnte, weil sie erst sammeln und nicht gleich wegschicken.

    Das wären dann fast 4 Wochen!

    Was meint ihr?

  • 39 Antworten
    Thermoskanne schrieb:

    mit der Bemerkung dass man bei so großen Brüsten - ich trage E-Cup - sowieso nicht alles ertasten könne sondern besser zur Mammographie gehen soll.

    Das bekomme ich -Mitte 50, G/H-Cup- schon seit 10 Jahren gesagt.

    Klar wird abgetastet, aber bei soviel Drüsengewebe kommt man ja nicht überall ran nur durch das Tasten. Meine Ärztin fragt mich nur jedes Mal ob ich auch selbst untersuche.

    Das mit dem "nur T-Shirt hoch" kenne ich auch. Ich wüßte auch nicht warum man sich komplett nackt machen muß? Zum Abtasten reicht das doch so.

    Mein früherer Frauenarzt hat es so gemacht, dass ich mich erst obenrum frei machen mußte, er hat getastet, dann bin ich wieder hinter den Vorhang, oben angezogen, unten aus. Das fand ich viel umständlicher.

    Thermoskanne schrieb:

    Die Sprechstundenhilfe sagte dass es noch bis nächste Woche dauern könnte, weil sie erst sammeln und nicht gleich wegschicken.

    Das wären dann fast 4 Wochen!

    Kenne ich auch nur so, das mit dem Sammeln.

    Wenn keine akuten Beschwerden vorhanden sind kommt es auf zwei Wochen mehr oder weniger doch auch nicht an.


    Was das mit Deinen Beschwerden sein kann weiß ich auch nicht, vielleicht Zufall? Oder der Arzt hat irgendeinen buchstäblichen Nerv getroffen?


    Was den HPV-Abstrich angeht: Ich bin nicht vom Fach, aber wird der nicht generell bei Vorsorgeuntersuchungen gemacht? Also neben noch anderen Tests? Dazu ist doch so ein Abstrich da?

    Ich kann nicht zu allen Punkten eine fundierte Auskunft geben, aber beim Abstrich war es bei allen Frauenärzten bei denen ich bisher war, so, dass ich nur angerufen wurde, wenn der Abstrich tatsächlich auffällig war. Wenn der Abstrich ohne Befund blieb, wurde ich nicht angerufen.


    Mein Gyn warnt auch jedes Mal vor, wenn er einen Abstrich nimmt, sodass man darauf gefasst ist, dass es gleich schmerzen könnte und nicht anfängt blöd auf dem Stuhl rumzuzucken ;-) Ich fände es auch daneben, wenn der Abstrich einfach so ohne Ankündigung genommen wird. Mein Gyn sagt aber bei allem (also egal, ob er nur von innen tastet oder den US oder das Spekulum einführt) vorher Bescheid. Ich finde, das gehört sich auch so.


    Bei mir wird die Brust obenrum immer nackig abgetastet, da ja auch der Achselbereich abgetastet wird und das würde nicht gehen, wenn ich mir dabei die Kleidung hochhalten muss ":/ Mit großen Brüsten kenne ich mich nicht aus. Meine sind mittel groß, deshalb kann ich nicht beurteilen, ob es stimmt, dass man bei großen Brüsten mit einer regelmäßigen (?) Mammografie sicherer unterwegs ist. Das kann ich mir aufgrund der Strahlenbelastung aber kaum vorstellen.


    Wenn du dich da unwohl fühlst: Wechsel den Arzt!

    Jeder empfindet eben anders. Ich bin noch sehr jung und kann zur Brustuntersuchung nur so viel sagen, dass es bei mir meist so ist, dass ich den BH ausziehen soll, aber das Tshirt, wenn es denn geht (trage meist Tops) nach unten ziehen.

    Die Untersuchung fände ich auch sehr schroff. Ich würde vermutlich nicht mehr dorthin gehen.


    Ich habe auch kürzlich schlechtere Erfahrung mit meiner FÄ gemacht und überlege zu wechseln. Wenn ich die Geschichte erzählen würde, könnte man auch meinen, ach gott, die stellt sich aber an.


    Fakt ist, du oder auch ich sitzen nackt da und werden untersucht an einer intimen Stelle. Wenn du dich unwohl fühlst bei diesem Arzt, dann wechsel ihn.

    Platypus schrieb:

    Ich kann nicht zu allen Punkten eine fundierte Auskunft geben, aber beim Abstrich war es bei allen Frauenärzten bei denen ich bisher war, so, dass ich nur angerufen wurde, wenn der Abstrich tatsächlich auffällig war. Wenn der Abstrich ohne Befund blieb, wurde ich nicht angerufen.

    Ja, das kenne ich auch so.

    Aber die TE wollte sich vergewissern und hat angerufen.

    Platypus schrieb:

    deshalb kann ich nicht beurteilen, ob es stimmt, dass man bei großen Brüsten mit einer regelmäßigen (?) Mammografie sicherer unterwegs ist.

    Ab einem gewissen Alter sowieso. Ich gehe seit 10 Jahren relativ regelmäßig alle zwei Jahre. Und die TE ist 50.

    Platypus schrieb:

    Das kann ich mir aufgrund der Strahlenbelastung aber kaum vorstellen.

    Die ist bei der Mammographie vor allem in diesem Abständen (alle zwei Jahre) sehr gering.

    Eigentlich ist es relativ egal, wie wir als Leser die Ärztin finden ;-) Denn DU fühlst dich unwohl und nicht wirklich gut behandelt von ihr. Vielleicht stimmt einfach die Chemie zwischen euch nicht. Ich würde daher wechseln. Einen Frauenarzt zu ergattern, der einem fachlich wie menschlich passt, ist nicht einfach zu finden. Gilt meiner Meinung nach für andere Fachärzte und den Hausarzt genauso, wobei gerade der Gyn als gute Bezugsperson in allen weiblichen Lebenslagen besonders wichtig ist. :)D

    Thermoskanne schrieb:

    Beim ersten Besuch im vergangenen Jahr fiel mir auf dass er bei der Brustuntersuchung anders als meine vorherigen Gyns mich nur kurz das T-Shirt samt BH hochhalten liess und dann kurz abtastete mit der Bemerkung dass man bei so großen Brüsten - ich trage E-Cup - sowieso nicht alles ertasten könne sondern besser zur Mammographie gehen soll. Ich war baff denn mein früheren Gyns hatte da nie Probleme und haben immer gesagt meine Brust wäre weich und recht gut zu untersuchen.

    Im Zweifelsfall hat der neue Gyn recht und die bisherigen haben dich in falscher Sicherheit gewogen. Abtasten hat Grenzen und bei einem E-Cup muss man nunmal durch einiges an "Volumen", was kaum möglich ist, um wirklich alle Brustbereiche, wo sich ein Tumor verstecken könnte, erreichen zu können.

    Selbstabtastung kann die Vorsorge beim Arzt aber nicht ersetzen.

    Thermoskanne schrieb:

    Dieses Jahr lief es wie letztes Jahr, nur dass es auf dem Stuhl nach dem üblichen Abstrich und der Tastuntersuchung plötzlich dreimal einen heftigen Schmerz gab, ohne Vorwarnung oder Aufklärung, später habe ich dann von der Sprechstundenhilfe gesagt bekommen dass das der HPV Abstrich gewesen ist. Ich finde das hätte mir der Arzt ja mal vorher sagen können. Die Brustuntersuchung lief wie letztes Mal, kurz das Oberteil hochheben.

    Guckst du nicht hin, was da passiert? Man sieht doch, wenn der Arzt zum Stäbchen für den Abstrich greift und ihn einführt.


    Mag sein, dass ein Arzt, der nicht viel redet und erklärt, für dich nicht optimal ist. Dann wechsel eben. Ich sehe hier aber auf der sachlichen Ebene kein wirkliches Problem, sondern etwas Dramatisierung.

    Braunesledersofa schrieb:

    Eigentlich ist es relativ egal, wie wir als Leser die Ärztin finden

    Sehe ich auch so. Ich habe mich mit meinem Beitrag nur auf die beschriebene Vorgehensweise bezogen.

    Ansonsten bin ich mit Euch anderen einer Meinung: neuen Arzt suchen, es sollte auf jeden Fall passen. Selbst wenn ein Arzt noch so gründlich ist, wenn es menschlich nicht passt und ein gewisses Grundvertrauen nicht da ist....

    mnef schrieb:

    Selbstabtastung kann die Vorsorge beim Arzt aber nicht ersetzen.

    Weil ich es war die davon gesprochen hat: Natürlich nicht. Es ist aber eine zusätzliche (und sehr leicht durchzuführende) Methode der Untersuchung. So nach dem Motto: Vier Hände fühlen mehr als Zwei ;-)

    Ich meinte meinen Satz andersrum, also genauso wie du. Man sollte sich unbedingt selbst abtasten, nur Arzt "reicht" nicht (allein schon, weil er nicht weiß, ob eventuell harmlose Knubbel schon immer dort waren oder nicht)

    Zitat

    Guckst du nicht hin, was da passiert? Man sieht doch, wenn der Arzt zum Stäbchen für den Abstrich greift und ihn einführt.

    Mag sein, dass ein Arzt, der nicht viel redet und erklärt, für dich nicht optimal ist. Dann wechsel eben. Ich sehe hier aber auf der sachlichen Ebene kein wirkliches Problem, sondern etwas Dramatisierung.

    Also ich schaue nicht, was der Arzt macht. Erstens weil es eh nicht so eine super Situation ist und zweitens weil meine Ärztin (als Beispiel) den Stuhl so stellt, dass ich es eh nicht sehen würde.


    Da von Dramatisierung zu sprechen, finde ich etwas drüber. Es empfindet einfach jeder anders, aber das sollte man nicht davon abh. weil die TE nicht genau hinschaut, was die Ärztin gerade in die Hand nimmt.

    Ach, es ist doch so, entweder man fühlt sich bei einem Arzt/Ärztin wohl, oder nicht. Den eigenen Körper immer wieder zu beobachten, das kann einem kein Arzt abnehmen, trotzdem will man sich, wenn sich schon eben wortwörtlich nackt macht, eben auch wohlfühlen. Ich hatte mal ein Erlebnis, das mich auch hinterher noch beschäftigt hat, aber inzwischen hab ich es überwunden und fühle mich wieder selbstsicher.


    Und ich hab schon so viele Ärzte in meinem Leben erlebt, der Bauch sagt einem da ganz schnell, ob es passt oder nicht. Ob das dann auch dem medizinischen Sachverstand entspricht und es wirklich ein guter Arzt ist, sagt das aber auch noch nicht.


    Aber auch das ist denke ich den meisten klar.

    Das ist natürlich der Optimalfall. Aber manchmal hat man nach Umzug auch einfach keine Lust, einen Arzt nach den anderen durchzuprobieren und mit etwas Pecht "passt" es dort eben leider mit keinem so gut, wie mit dem vorherigen Arzt. Da kann es schon helfen, sich klar zu machen, dass man sich ja nicht heiraten will und (gerade in Sachen Früherkennung) fachliche Expertise > charakterliche gleiche Wellenlänge gehen dürfte.

    mnef schrieb:

    Das ist natürlich der Optimalfall. Aber manchmal hat man nach Umzug auch einfach keine Lust, einen Arzt nach den anderen durchzuprobieren und mit etwas Pecht "passt" es dort eben leider mit keinem so gut, wie mit dem vorherigen Arzt. Da kann es schon helfen, sich klar zu machen, dass man sich ja nicht heiraten will und (gerade in Sachen Früherkennung) fachliche Expertise > charakterliche gleiche Wellenlänge gehen dürfte.

    Stimmt schon, aber ohne Vertrauen geht es nicht...und ohne Wohlfühlen auch nicht.

    mnef schrieb:

    Ich sehe hier aber auf der sachlichen Ebene kein wirkliches Problem, sondern etwas Dramatisierung.

    Naja, der HPV Abstrich ist aber schon relativ unangenehm und sticht etwas. Wenn man das nicht erwartet und sich erschreckt, verkrampft man und es tut zusätzlich weh. Von Drama kann ich da nichts raus lesen, sondern Schreck und mangelndes Vertrauen. Der Arzt muss sowas ankündigen. ":/

    Zitat

    Die ist bei der Mammographie vor allem in diesem Abständen (alle zwei Jahre) sehr gering.


    Ich kannte mal einen, der hat die Geräte verkauft und allen Frauen abgeraten zu häufig eine Mammographie zu machen. Es ging dabei nicht um die Strahlungsmenge sondern um das Spektrum (oder so ähnlich).

    Er würde eher US empfehlen und bei Unklarheiten eine Mammographie.


    Shirt hochhalten kenn ich gar nicht. Ich musste mich bisher immer frei machen. Aber ich sollte dann auch die Arme mal ausstecken, Hände auf die Tallie legen etc. Das wäre mit Shirt hochhalten gar nicht gegangen.