gülsün,

    hab mir schon Zeit genommen, die ich brauchte um das ganze zu verdauen. (1.Befund 10.3. OP 18.4.). ich wollte die OP noch später haben (war erst noch Skilaufen weil ich ja nicht wußte wie es ausgeht ). Mein Mann hat dann eigenmächtig den OP Termin vorverlegt, weil er es mit mir nicht mehr ausgehalten hat. Ich war der Hamster im Rad, der alle Welt genervt hat mit seiner Angst.


    Vor allen Dingen hatte ich ANgst vor der Narkose und den vielen Schläuchen und der anschließenden Chemo, die mir ja jetzt erst mal erspart blieb.


    GMHals ja oder nein war bei mir nie das Thema. Die hätten alles rausschneiden können, Hauptsache der blöde Tumor ist weg.

    Hallo MarieC

    Die Ärzte werden es schon richtig einschätzen können, ob die Plastik (diese bestehen meist aus einem Polypropylennetz - soll sehr verträglich sein) dringend ist. Es gibt auch viele Informationen im Internet. Wenn sie sich heranwagen in einer OP, haben sie bestimmt Erfahrungen. Ich würde mal nachfragen, wie die Prognose ist und mir empfehelen lassen, was für Dich das beste ist. . Im Prinzip ist es besser alles zusammen - nur einmal operieren! Ich weiß ja gar nicht, ob und wann ich vielleicht nochmals dran bin. Obwohl das dann gar nicht mehr so "blutig" ist. Trotzdem bin ich erstmal froh.


    Mir ging es übrigens vorher so ähnlich wie Dir, die Bänder waren gerissen (Kinder und Arbeit) und es ist alles nach unten gerutscht. .Ich wollte es nicht wahrhaben, bis mir meine neue Ärztin sagte, wie die Lebensqualität immer mehr sinken würde (kein Sport mehr, kein wandern, Sex schlecht möglich.....so habe ich mich doch entschlossen). Ich würde an Deiner Stelle mutig zur OP gehen, es kann nur besser werden.

    Hallo immortal

    Es ist leider so, das oft eine Straffung (meist mit Netz oder Bändern) nur eine gewisse Zeit hält (bei jedem unterschiedlich). Das kann ein Jahr sein oder bis zu 20. Die Abstände verringern sich jedenfalls von mal zu mal immer mehr. Das hat mir mein Arzt gesagt.


    Leider wissen die wenigsten "Jüngeren", dass bei einer GM-Entfernung in jungen Jahren (z. B. wegen starker Blutung und drgl.) mit sehr großer Wahrscheinlichkeit eine Senkung von Blase nach ca. 20 Jahren eintritt, das sogenannte "innere Gleichgewicht", vergleichbar mit dem Bau einer Kathedrale, ist gestört. Manche Ärzte sind auch zu schnell mit Radikallösungen. Man sollte es nur tun lassen, wenn die Beschwerden nicht mehr zu ertragen oder bei schlimmeren Krankheiten.

    Baumpate

    Ich denke, keine der Frauen die hier schreibt lässt eine solche OP über sich ergehen, wenn sie nicht dringend notwendig wäre.


    Das Alter spielt dabei nun wirklich keine Rolle.


    Meine Tante hat ihre GM vor 25 Jahren "verloren" trotzdem geht es ihr heute immer noch bestens ! Ohne Blasensenkung !

    Baumpate

    Hallo,


    nein, dass habe ich wirklich nicht gewußt. Mit dieser Problematik mußte ich mich nicht auseinander setzen. Dachte halt, bei so einer Op (Straffung, Plastiken) ist hinterher alles wieder ok und es hält ewig. Zugegebenermaßen vielleicht etwas naiv. Sollte doch lieber nichts dazu sagen, wenn ich keine Ahnung habe. Aber danke, man lernt nie aus.


    Habe deine Op-Erfahrungen gelesen. Ich nehme an, dass es sich bei dir um eine GM-Senkung gehandelt hat, logisch.


    Ich habe mehrfach gehört und gelesen, dass es nicht erwiesen ist, nach einer GM-Entfernung später eine Blasensenkung zu bekommen, was aber nicht auszuschließen ist. Meine Ärzte haben es immer verneint. Sie haben mir geraten, endlich diesen Schritt zu gehen, wegen meiner chronischen Anämie. Damit ich endlich Ruhe habe und mir nicht noch mehr Jahre an Lebensqualität verloren gehen. Nun will ich hoffen, dass ich wieder Freude am Leben finde. Also 20 Jahre möchte ich schon mit Senkungen oder was weiß ich, bloß nichts zu tun haben.;-);-);-)


    Etwas nachdenklich muß ich aber erwähnen, dass mit meiner Blase, Harnblasenausgang nach 3 1/2 Wochen immer noch nicht etwas stimmt. Der Urin ist in Ordnung, bei der vaginalen Untersuchung ebenfalls nichts zu sehen. Ich habe aber das Gefühl, als hätte ich da einen Pfropfen. Fühlt sich so ähnlich an wie ein falsch sitzender Tampon. Ich bin wirklich ratlos und oft verzweifelt und mein FA ebenfalls. Hat jemand auch so ein ähnliches Gefühl am Harnblasenausgang nach der Op gehabt?


    Wenn ja, schreibt es mir bitte:°(:°(:°(


    Für dich wünsche ich, dass du jetzt nach deiner Op viele viele Jahre beschwerdefrei bleibst, mindestens 20 :)^:)^:)^:)^


    Lg Sigi

    Babs2105

    Hallo,


    es ist schön, auch mal wieder was positives zu hören. Macht dir bestimmt sehr viel Mut und Optimismus, von solch positiven Erfahrungen von deiner Tante zu wissen. Das wünschen wir uns doch alle!


    Lg Sigi

    Hallo Babs2105

    Es sollte natürlich nicht heißen, dass das bei jeder Frau passieren muss, viele haben ein Leben lang Ruhe. Es kann aber passieren. Ich kenne solche Fälle. Man muss aber dazu veranlagt sein. Denn eine Bindegewebsschwäche (dadurch Senkung ) verschwindet nicht mit der OP. Um dem vorweg zu kommen, wird u. U. gestrafft, Netze und Bänder eingesetzt.


    Ich will auch keine Panik machen. Mir geht es jedenfalls so, wenn ich voher über alles Bescheid weiß, gehe ich vieles gelassener an .

    Hallo Sigi

    auch ich habe 6,5 Wochen nach der OP immer noch ein


    komisches Gefühl am Harnblasenausgang. Habe immer das Gefühl, ich muß etwas festalten. WEnn ich bewußt entspanne fällt nichts "raus", aber kurze Zeit später erwische ich mich, dass ich schon wieder etwas festhalte.


    Ich hab auch immer noch Probleme mit der Blase. Wenn ich muß, dann muß ich. Nix is mehr mit einhalten wie früher...


    LG Uli

    Hallo Baumpate

    Ich hab auch geglaubt das nach der Plastik alles in Ordnung ist. Nun hab ich wieder neue Fragen auf dem Papier. Allerdings hat man mir (bisher) nichts von einem Netz gesagt sondern ich hab das so verstanden, daß die das (also die Blase, die Scheide)hoch ziehen und oben (wo???) wieder annähen. Montag weiß ich sicher mehr.


    LG Marie

    Senkungs-OP's / Bindegewebsschwäche

    Hallo, bin eine von den ganz Alten, gucke nur noch ganz selten rein. Meine OP war am 23.11..


    Erst einmal Herzlich Willkommen all den vielen Frauen, die ich natürlich überhaupt nicht mehr kenne *:)*:)*:).


    Ich hatte die OP auch wegen ausgeprägter GM-Senkung und Harninkontinenz. Die GM wurde abdominal entfernt (Bauchschnitt), Blase und Blasenhals am Schambein fixiert (OP nach Burch) und eine vordere Scheidenplastik vorgenommen.


    Plastik heißt nicht automatisch Netz oder das irgendein Fremdstoff verarbeitet wird. Plastik heißt eigentlich in diesem Zusammenhang, dass man versucht, den ursprünglichen Zustand bzw. die Lage der Scheide wiederherzustellen. Dabei wird an der vorderen oder hinteren Scheidenwand, je nachdem wo gestrafft wird, durch Nähte eine sogenannte "Narbenplatte" geschaffen. Dadurch soll die Scheidenwand stabilisiert werden. Und selbst dabei gibt es noch die verschiedensten Methoden, diese Versteifung herzustellen. Hängt dann auch noch vom operierenden Arzt ab. Es gibt für Frauen mit immens schlechtem Bindegewebe mittlerweile auch die Möglichkeit, die Scheide durch Fremdmaterial zu "versteifen". OP-Methoden gibts mittlerweile viele. Die werden auch ständig weiterentwickelt. Was bei jeder einzelnen gemacht wird, hängt entscheidend vom Vorbefund ab, denke ich. Und auch davon, auf welche Art sich die Kliniken spezialisiert haben. Fahrt in drei Kliniken und ihr kriegt bestimmt mehrere Methoden angeboten. Es wird bei jeder Methode Vor- und Nachteile geben.


    Zum Gebärmutterhals: Ich glaube nicht, dass man das in jedem Fall selbst entscheiden kann. Das hängt auch viel von den Gepflogenheiten an den Kliniken ab. Ich bekam zur Antwort, dass er heute gleich mitentfernt wird und man dadurch ja auch die Garantie hat, keinen GM-Halskrebs mehr zu bekommen. Die Antwort war für mich im Vorfeld auch einleuchtend. Im Nachhinein denke ich auch, vielleicht hätte man doch noch mehr recherchieren sollen. Aber irgendwie hat man vor der OP schon so viele Fragen und man ist ja nun mal nicht vom Fach, letztendlich muss man den Ärzten ab einem bestimmten Punkt vertrauen, dass sie die richtige OP-Methode für Dich persönlich auswählen.


    Ich bin auch so herangegangen, dass ich glaubte, nach erfolgreicher OP und wenn ich postoperativ alles richtig mache, mich schone, mit dem schwer heben aufpasse usw. bin ich die Senkungsproblematik ein für allemal los. War aber leider nicht so. Mitte März (OP war wie gesagt im November) stellte ich fest, dass ich bereits wieder einen Senkungsdruck nach unten hatte und nach jedem mal auf -Toilette-Gehen ein Nachtröpfeln. Ergebnis für mich: fast alles beim Alten, nur in anderer Form. Was war passiert? Durch mein schlechtes Bindegewebe ist die Scheide im vorderen unteren Bereich wieder ausgesackt, dadurch knickt die Blase in die Richtung weg, es hat sich eine kleine Aussackung gebildet, in der sich der Resturin sammelt. Ich habe bereits ein Würfelpessar ausprobiert. Das ist ein mechanisches Hilfsmittel, welches die Scheide und somit auch die Blase stabilisieren soll. Das trägt man am Tag. Ich bin damit leider überhaupt nicht klargekommen.


    Ich habe dann eine zweite Ärztin konsultiert. Die hat mich wenigstens soweit beruhigt, dass im Großen und Ganzen alles stabil ist. Die Probleme kommen wirklich von diesem kleinen Bereich der Scheidenwand. Also auf keinen Fall eine Indikation für eine erneute OP. Mein Gyn hatte mir nämlich eröffnet, dass man in einer weiteren OP über die Scheide die Scheidenwand durch Nähte straffen könnte. Mein Bauchgefühl hält mich aber irgendwie davon ab. Daher wollte ich mir eine zweite Arztmeinung- und vor allem auch die einer Frau - einholen. Operieren lässt sich schnell. Mit den Folgen muss aber nicht der Operateur leben, sondern ich als Frau. Wenn die Scheide nämlich zu eng wird kann das auch Schmerzen beim GV verursachen. Ausserdem werden durch Schnitte und Nähte immer Nervenverbindungen durchtrennt, die in dem Bereich für die sexuelle Empfindungsfähigkeit wichtig sind. Das kann mit Sicherheit kein Mann nachfühlen.


    Übrigens: im GM-Hals sitzen einige Nerven für das sexuelle Empfinden !!! Das wusste ich so leider nicht. Vielleicht hätte ich dann darauf bestanden, das er wenigstens teilweise erhalten bleibt.


    Also Mädels, was ich mit meiner Geschichte sagen wollte. Es ist gut, sich umfassend vorher zu informieren. Die OP muss natürlich sein, wenn man einen so schlechten Vorbefund hat, dass die Lebensqualität stark eingeschränkt ist oder einem bereits alles "entgegenfällt", das ist gar keine Frage. Eine Garantie, dass danach lebenslang alles i.O. ist, hat man leider nicht. Die wird Euch auch kein Arzt geben. Das hängt auch viel davon ab, wie ausgeprägt die Bindegewebsschwäche ist.


    Was ich jetzt tue:


    Beckenbodengymnastik - es gibt gute Bücher. Am besten für den Anfang ein Rezept für Beckenbodengymnastik in einer Physiotherapie geben lassen. Da bekommt Ihr ein Gefühl für die Beckenbodenmuskeln.


    Nie mehr schwer heben !!!


    Ein bisschen Ausgleichssport machen.


    Auf das Gewicht achten. Übergewicht ist natürlich bei Bindegewebsschwäche sehr schlecht.


    Dadurch hoffe ich, meinen Zustand über einige Jahre zu stabilisieren. Ansonsten- wie gesagt, die OP-Methoden entwickeln sich ständig weiter. Wer weiß, was für Möglichkeiten es in einigen Jahren schon gibt.


    So, das war jetzt ganz schön lang. Falls Ihr zu Senkungs-Ops noch Fragen habt, könnt Ihr mir auch gern eine PN schicken. In die mailbox gucke ich öfter noch mal.'


    LG

    Hallo marie-jana

    ich kann mich noch sehr gut an dich erinnern, weil ich ja schon längere Zeit vor meiner Op hier alles ganz interessiert vefolgt habe.


    Vielen Dank auch für diesen Beitrag, auch der war sehr hilfreich für mich. Dass im Gebärmutterhals auch Nerven sitzen, die fürs sexuella Empfinden wichtig sind, das wusste ich gar nicht, aber da bin ich jetzt natürlich erst Recht froh, dass ich mich dafür entschieden habe, den Gebärmutterhals stehen zu lassen.


    Es tut mir echt total leid, dass bei dir die Op nicht so ganz den gewünschten Erfolg gebracht hat und du wieder Probleme hast. Ich drück dir fest de Daumen, dass es nicht schlimmer wird und du keine Op mehr brauchst.


    Eine Frage hätte ich noch: Was meinst du genau mit leichtem Ausdauersport? Hast du da einen Tipp?


    Von Beckenbodengymnastik hat mir bisher kein Arzt was gesagt, aber ich werd mich nächste Woche bei der Nachuntersuchung bei meiner FÄ auch danach erkundigen, denn ich hab echt ziemliche Angst vor einer Blasensenkung, da ich leider auch kein gutes Bindegewebe habe.


    Meinst du eigentlich, dass Joggen ( will in ein paar Monaten aber erst wieder damit anfangen) eine Senkung begünstigt? Ich bin eigentlich immer drei Ma pro Woche zum Joggen, hab jetzt aber echt Angst, dass das nicht mehr geht nach der OP.


    Ich wünsche dir Alles Gute und hoffe, dich hier doch ab und zu wieder mal zu lesen, denn deine Beiträge sind wirklich immer sehr hilfreich.


    Liebe Grüße, Petra@:)

    Baumpate

    Also mit Naht und dementsprechender Wundheilung kann es nicht zusammen hängen. Mein FA erklärt mir jedesmal, dass in diesem Bereich (Harnblasenausgang) nicht operiert wurde, was ich natürlich weiß. Diese Antwort hilft mir nicht weiter. Bei der Op wird lediglich in diesem Bereich mit Instrumenten der Harnblasenausgang angehoben. Kann also doch was passiert sein ??? Sie verneint das energisch. Keine Ahnung!


    Ich bin schon soweit, dass ich an eine Senkung glaube, weil es frühs nach dem Aufstehen deutlich nach unten drückt. Aber ich glaube doch, da hat man schon weitaus größere Beschwerden und das müßte man ja bei einer vaginalen Untersuchung sehen. Oder, sehe ich das falsch?


    LG Sigi