Hallo silberbraut,


    hier mal etwas Historie zur Klärung: ich bin 50 Jahre alt und habe seit über 10 Jahren Myome unter Kontrolle (halbjährlich beim FA). Dazu Mirena. Wg. der Mirena empfahl sich also Estradot, als mich die ersten Wechseljahresbeschwerden nervten (Schlaflosigkeit, Hitzewallungen, depressive Stimmung (hatte ich vorher nicht)). Funktionierte gut! Alles in Butter mit dem Pflaster! In der diesjährigen April-Untersuchung bemerkte ich, dass meinem FA beim schallen mal kurz die Gesichtszüge entgleisten: eines der Myome wollte einen Größenpreis gewinnen und ist mal eben innerhalb 6 Monate ums vierfache gewachsen. Kein Wunder, dass ich mich wie im vierten Monat schwanger fühlte! Ich war es quasi ja... Es hatte nun 12 cm Durchmesser und war wunderbar durchblutet (was der Farbdoppler so zeigen kann). Aus diesem Grund dann auch per Bauchschnitt. Da ich außer bei den Entbindungen noch nie im Krankhaus war, konnte ich auch nicht beurteilen, ob die Art der Behandlung und Aufenthaltsdauer normal war. Konnte mich ja auch schlecht am Bett festkrallen. Mein FA riet mir, jetzt noch einen Termin zu machen und darauf zu bestehen, dass mir der Operateur die Fragen bantwortet, nicht irgendein Assi. Ist es denn nun normal, dass man nach 6 tagen entlassen wird, obwohl noch über 70 ml in den Drain laufen? Ist es normal, dass man keine Empfehlungen für Schmerzmittel mitbekommt? Das, was ich zu Hause hatte (Novalgin, Paracetamol, Ibu) hat alles nicht geholfen. Ich kenne sonst Migräneschmerzen, aber das war eine andere Kategorie. Targin hat geholfen. Dass diese "implantierte Wärmflasche" ein Serom ist, habe ich ja dann erst beim FA erfahren, bei dem ich zwei Wochen nach OP Termin hatte (inkl. Heulerei, weil ich so fertig war – wie peinlich – ist sonst so gar nicht meine Art)

    Ach so silberbraut, zum Thema "Stuhlgang"... Das war so, dass ich schon zwei Tage vor OP vor Angst Durchfall hatte, dann den Tag davor anweisungsgemäß den Einlauf gemacht und dann ab Aufwachen überhaupt keinen Hunger oder Appetit hatte. Das fand ich so klasse, dass ich nicht vorhatte etwas zu Essen, nur um Stuhlgang zu haben. Niedlich war ja auch, dass die Schwesterschülerinnen mir das Tablett mit Essen immer schön auf das Klappbrett stellten und ich kam gar nicht ran, weil ich ja an PCA und Tropf hing und mich nicht alleine aufrichten konnte. Wenn ich Hunger gehabt hätte, hätte ich natürlich etwas gesagt. Immerhin hat mir das minus 10 Kilo eingebracht – ich passe wieder in meine Hosen Gr. 36/38 ! Die sind allerdings ziemlich unmodern inzwischen... ;-)

    FrauElla, vergiss bitte, dass ich bei dir von Monotherapie ausging! Von Mirena hattest du ja zuvor nichts geschrieben.


    Dass eines deiner Myome derartig an Größe zugelegt hat, ist natürlich heftig.

    Zitat

    Da ich außer bei den Entbindungen noch nie im Krankhaus war, konnte ich auch nicht beurteilen, ob die Art der Behandlung und Aufenthaltsdauer normal war.

    Du hattest doch aber weiter oben von einer geplanten Aufenthaltsdauer von 7 – 10 Tagen geschrieben. Woher hattest du diese Info?

    Zitat

    Konnte mich ja auch schlecht am Bett festkrallen.

    Das würde wohl auch kein Mensch freiwillig tun ;-) Nur angesichts deiner Probleme wäre abschließendes Gespräch mit Klärung der sehr widersprüchlichen Vorgehensweise obligat gewesen.

    Zitat

    Ist es denn nun normal, dass man nach 6 tagen entlassen wird, obwohl noch über 70 ml in den Drain laufen?

    Die 70 ml waren ganz sicher zu viel, um bereits die Drainage zu ziehen. Dir waren ja auch zunächst 35 ml genannt worden. Das deckt sich in etwa mit der Menge, auf die ich damals erst runter musste, bevor der Schlauch gezogen wurde.

    Zitat

    Ist es normal, dass man keine Empfehlungen für Schmerzmittel mitbekommt?

    Eine direkte Empfehlung für Schmerzmittel bekam ich auch nicht genannt. Im Prinzip gilt da eher "nach Bedarf" bzw. die Empfehlung des weiterbehandelnden FA.


    Ich musste übrigens direkt am Entlassungstag meinem FA aufschlagen. Nicht nur weil ich den Krankenschein brauchte. Nee, der wollte auch wissen, wie ich die ganze Geschichte überstanden hab. Ich staune immer wieder darüber, das manche Niedergelassenen ihre Patientinnen erst wesentlich später in Augenschein nehmen.


    Bei Problemen hätte ich meinen Gyn übrigens jederzeit ohne Termin aufsuchen können. Deshalb tue ich mich immer sehr schwer damit, wenn sich jemand in dem Glauben, dass müsse alles so sein, nicht zum Arzt traut ??Ich hab hier schon mal einen Samstagabend verbracht, um in Gemeinschaftsarbeit mit einer anderen Userin ein Mädel ins KH zu scheuchen, weil sie Symptome einer beginnenden Sepsis beschrieb. Leider hatten wir sogar recht??


    Das alles hilft dir jetzt im Nachhinein nicht mehr wirklich viel, aber vielleicht still Mitlesenden Frauen.


    Für das Gespräch mit dem Operateur wünsche ich dir viel Glück. Nimm dir möglichst jemanden mit. Vier Ohren hören besser.

    Nymeria


    Ich wünsche dir alles Liebe und weiterhin gute Genesung und ein paar :)* :)* :)* :)*


    Nun hast du alles überstanden und lass dich verwöhnen und dir helfen.


    FrauElla


    Deine Erfahrungen mit dem Nordstadt Kh tut mir sehr leid.Ich hoffe du bekommst endlich ein paar antworten auf deine Fragen.nimm deinen Mann oder eine gute Freundin mit, da hat Silberbraut absolut Recht.mehr Ohren sind besser, da man oft zu aufgeregt ist und nur die Hälfte mitbekommt.


    Vielleicht eine Zweitmeinung einholen? Die MHH und das Friederickenstift sollen eine gute Gyn Abteilung haben.Ich komme auch aus dem Raum Hannover.Auch dir wünsche ich alles Gute :)* :)*

    Hallo Ihr Lieben,


    vielen Dank für die aufmunternden Antworten!


    Die Dauer von 7 bis 10 Tagen wurde bei der Einliefungsuntersuchung genannt. Heute äußerte sich eine Freundin verwundert über meinen Wunsch, noch einen Termin zur Fragenklärung und Abschlussuntersuchung zu machen. Das würde doch nichts mehr ändern... Ich sagte, ich wolle unbedingt wissen, ob das dort üblich ist, so entlassen zu werden und warum keine Abschlussuntersuchung gemacht wurde. Ist ja irgendwie nicht empfehlenswert, oder? (War übrigens Burgdorf - nicht Nordstadt!) Außerdem weiß ich inzwischen, dass die Wundflächen eines Seroms auch schon mal nicht richtig zusammenwachsen... Da muss nochmal das schicke Ultraschallgerät herhalten und mir Klarheit verschaffen.


    Leider habe ich dieses Forum erst Wochen nach der OP entdeckt, sonst wäre ich informierter gewesen!


    LG

    Die Einlieferungsuntersuchung war schon zum Schmunzeln: Der Arzt fragt erstmal nach dem Grund für die Hysterektomie. Ich sage: schnellwachsendes großes Myom. Sein Gesichtsausdruck spricht: das sagen alle... Dann Tastuntersuchung. Er: Mmh, ist ja doch ziemlich groß... Dann Ultraschall und sein überraschter Gesichtsausdruck: das passt ja gar nicht auf den Bildschirm! Tja...

    Nun ist es geschafft, die LASH...


    Am Montag, den 14. Oktober, kam ich um 7 in der Klinik an. Wartete gemütliche 2 Stunden und bekam eine kaum wirksame "LmaA" Tablette.


    Um kurz nach 11 Uhr wurde ich in den OP Bereich gefahren. Der Anästhesist suchte nun nach einer geeigneten Stelle, mir einen Zugang zu legen. Um halb 12 etwa war auch das geschafft.


    Man fuhr mich nun in den OP Raum, verkabelte mich, packte die Beinhalterungen an die Liege. Dies alles bekam ich zugedeckt in wachem Zustand mit.


    Nun wurde mir durch den Zugang eine Lösung zugeführt, die mich "etwas komisch im Kopf" machen würde. Ich spürte relativ direkt ein Kribbeln im Kopf und war "weg".


    Später allerdings geschah etwas, was nur selten passiert. Ich wurde während der OP für ein paar Augenblicke zu Bewusstsein, verspürte Schmerzen, konnte mich aber nicht bemerkbar machen, da alle Muskeln gelähmt waren. Dies dauerte einige Augenblicke bis jemand mir auf die Wangen tatschte "Aufwachen"! Ich wurde in den Aufwachraum befördert und wurde um kurz nach 14 Uhr wieder auf die Station gebracht.


    Dort verschlief ich den größten Teil des Tages am Schmerztropf und späterer Antibiose. Bei mir hatte ich den Katheter mit Caprisonne, sowie eine Drainage. Am Nachmittag sollte ich bereits kurz aufstehen. Allerdings sollte ich nur vor dem Bett stehen bleiben und mich nach einer Minute wieder hinlegen.


    Die Nacht verschlief ich unruhig, aber nahezu schmerzfrei.


    Am Dienstag früh wurde ich mobilisiert. Ich wurde ins Bad begleitet, wo ich mich frisch machen konnte. Vortan lief ich immer wieder alleine hin und her. Gegen Mittag wurde der Katheter gezogen.


    Am Mittwoch wurde ich auch die Drainage los.


    Am Dienstag und Mittwoch bekam ich rund um die Uhr Zwieback und gewünschten Fencheltee. Am Donnerstag bekam ich die erste leichte Kost zu Gesicht. Am Freitag Schonkost und am Samstag ganz normale.


    An den ersten Tagen nach der OP hatte ich ganz leichten Ausfluss, aber nicht blutig. Seit Donnerstag keinerlei Ausfluss mehr.


    Am Samstag wurde ich schmerzfrei und erleichtert nach Hause entlassen.


    Schmerzmittel brauchte ich nur am Montag, sowie die Nacht auf Dienstag.


    In meinem Zimmer lag eine Dame, die die Diagnose Brustkrebs erhielt. Dies zeigte mir immer wieder, wie gut es mir eigentlich geht und das ich keinen Grund mehr zu klagen hatte.


    Was mich nach der Abschlussuntersuchung nachdenken ließ, war die Aussage des Arztes, daß ich sofort wieder Sport treiben könnte, ich sollte lediglich darauf achten, daß meine Kinder mir nicht auf dem Bauch rumturnen sollten.

    Boah @magda33, das ist völlig, aber auch total anders verlaufen, als bei mir. Was für ein Unterschied!! Wo war das? Ist ja nur empfehlenswert! Allerdings war die Anästhesie bei mir besser, glaube ich... ;-)

    Magda, um die Anästhesie beneide ich Dich nicht, aber um die schnell gezogene Drainage. Wünsche Dir weiterhin eine so gute und schnelle Heilung.


    Heute war bei mir schon einmal die Abschlussuntersuchung dran und die Ärztin wollte mich gleich heim schicken – bis sie den Beutel sah. Also doch Montag oder ... Geduld ist gefragt.


    Habe auch nach dem Sport gefragt und eine ähnliche Antwort bekommen. Gleich nach der Entlassung vorsichtig ist ok – Beckenbodentraining auf jeden Fall – Jogging und anderes mit Erschütterungen nach 5-6 Wochen – erste ganz vorsichtige Volleyballversuche ohne Springen nach 4 Wochen.


    Ella, Dir auch alles Gute! :-)

    FrauElla


    Ich wurde in Wermelskirchen operiert, das ist in NRW nahe Köln.


    Die Klinik kennt sich gut damit aus und ist sehr gut ausgebildet auf diesem und anderen Gebieten.


    Nymeria


    Ich habe in dem Krankenhaus auch schon ein paar völlig normale Anästhesieen (?) gehabt. Von daher wirklich eine Ausnahme.


    Am ersten Tag lief noch einiges nach, am Dienstag Mittag wurde der Beutel getauscht und bis zum Mittwoch lief eigentlich nichts mehr nach. Gutes Heilfleisch wahrscheinlich, weswegen auch einige Ohrlöcher innerhalb von wenigen Tagen zugewachsen waren.


    Darf ich mal in die Runde fragen, ob es bei Euch auch der Fall war, danach keinerlei Ausfluss oder Blutungen zu haben?


    GLG und allen alles Gute :-D

    @ Frau Ella

    Im Handtäschchen sind 80 – 100 ml hellrosa Flüssigkeit. Heute kam die Ärztin (eine andere als die letzten 2 Tage) bei der Visite auf die Idee, dass der Drainageschlauch die Schleimhaut reizt und mit den Wunden alles ok ist (wie ja auch gestern die Abschlussuntersuchung gezeigt hat). Das käme oft vor.


    Nach Absprache mit der Oberärztin, die mich operiert hat, darf ich nun morgen nach Hause. ;-D